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Musikensembles der Hochschule München
Die Hochschule hat drei Musikensembles, das Symphonieorchester, den Chor und die Bigband. ... Musik an der Fakultät Studium Generale und Interdisziplinäre Studien.
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Aufgabe und Einordnung
Die Musikensembles der Hochschule München gehören zur Fakultät Studium Generale und Interdisziplinäre Studien, der Fakultät 13, an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. Zu ihnen zählen das Symphonieorchester, der Chor und die Bigband.
Die Fakultät 13 bietet keinen eigenen Studiengang an. Studierende anderer Studiengänge müssen im Verlauf ihres Studiums eine bestimmte Anzahl allgemeinwissenschaftlicher Wahlpflichtfächer belegen. Zusätzlich können die Fächer freiwillig gewählt werden. Zum Musikangebot gehören unter anderem Vorlesungen über Musiktheorie und Musikgeschichte sowie musikalische Praktika im Symphonieorchester, im Chor oder in der Bigband.
In der Regel wird jedes Semester ein neues Programm einstudiert; größere Programme können sich über zwei Semester erstrecken. Wird ein Ensemble als Wahlpflichtfach belegt, findet gegen Semesterende eine praktische Prüfung statt. Dabei müssen Teile des im Semester erarbeiteten Programms vorgetragen werden.
Leitung und Lehrkräfte
Theodor Schmitt war seit 1991 Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule München und leitete bis 2016 das Symphonieorchester und den Chor. Seit 2016 ist Matthias Stoffels Professor für Musik und Musikwissenschaft an der Fakultät 13 Studium Generale der Hochschule München und Leiter der Musikensembles.
Als Lehrbeauftragte arbeiten im Musikbereich Julia Rüller, Johannes Steinbüchler und Bastian Pusch. Julia Rüller studiert im Orchester besonders die Streicher ein. Johannes Steinbüchler führt die Stimmbildung im Chor durch. Bastian Pusch leitet die Bigband.
Symphonieorchester und Chor
Das Symphonieorchester wurde 1952 von Joseph Suder am damaligen Oskar-von-Miller-Polytechnikum gegründet, einem Vorläufer der Hochschule München. 1962 übergab Suder die Leitung an seinen Sohn Alexander Suder. Dieser wurde 1972 an der aus mehreren Vorgängerinstituten gegründeten Hochschule München, die damals Fachhochschule München hieß, der erste Professor für Musikwissenschaft. Nach seiner Emeritierung übernahm sein Nachfolger Theodor Schmitt 1991 auch die Orchesterleitung.
Das Orchester hatte 2007 etwa 65 Mitglieder. Da es als Wahlpflichtfach belegt werden kann, verändert sich seine Besetzung jedes Semester, besonders bei den Streichern. Neben häufig wechselnden Studierenden gibt es einen Kern aus Ehemaligen und Personen von außerhalb der Hochschule, der für Kontinuität sorgt. Geprobt wird einmal wöchentlich abends. Hinzu kommen ein Probenwochenende und vor den Aufführungen mehrere Sonderproben. Neben reinen Orchesterwerken studiert das Orchester auch Werke für Chor und Orchester ein.
Das ausgewählte Repertoire reicht von Bachs Magnificat, Haydns Die Schöpfung, Mozarts Requiem und Symphonie Nr. 40 sowie Beethovens Symphonie Nr. 1 bis zu Werken von Weber, Mendelssohn Bartholdy, Brahms, Schumann, Dvořák, Mussorgski, Verdi, Ravel, Gershwin, Orff und Lutoslawski. Genannt werden unter anderem Mendelssohns Symphonien Nr. 2 und 4 und Elias, Brahms’ Symphonie Nr. 2, Schumanns Rheinische Symphonie, Dvořáks Symphonie aus der Neuen Welt, Ravels Boléro, Gershwins Rhapsody in Blue, Orffs Carmina Burana, Lutoslawskis Mala Suita und die Filmmusik zu Star Wars.
Der Chor wurde ebenfalls 1952 von Joseph Suder gegründet, 1962 an Alexander Suder übertragen und 1991 von Theodor Schmitt übernommen. 2007 hatte er etwa 140 Mitglieder, eine für Konzertchöre typische Größe. Wie im Orchester wechseln viele Mitglieder jedes Semester; zugleich besteht ein Kern eher fester Mitglieder. Die Proben finden mittwochs abends einmal wöchentlich statt und werden durch ein Probenwochenende sowie Sonderproben vor Aufführungen ergänzt.
Das Repertoire umfasst A-cappella-Werke, also Werke ohne instrumentale Begleitung, ebenso wie Werke für Chor und Orchester. Dazu gehören etwa Schütz-Motetten, Bachs Choräle aus dem Weihnachtsoratorium und Magnificat, Händels Der Messias, Haydns Die Schöpfung und Paukenmesse, Mozarts Requiem, Beethovens Chorfantasie, Mendelssohn Bartholdys Lobgesang und Elias, Brahms’ Ein deutsches Requiem, Verdis Requiem und Orffs Carmina Burana. Außerdem singt der Chor Brahms- und Distler-Chöre, Volkslieder, Chorwerke der Romantik, Gospel- und Jazzchöre, Swingtitel der 30er und 40er Jahre sowie Musical-Songs.
Bigband
Die Bigband wurde Anfang der 1990er Jahre von Theodor Schmitt gegründet. 1998 übergab er die Leitung an Bastian Pusch.
In voller Besetzung besteht sie aus vier Trompeten, vier Posaunen, fünf Saxophonen, einer Rhythmusgruppe mit Klavier, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Percussion sowie einer Sängerin. Die Proben finden einmal wöchentlich montags abends statt.
Im Unterschied zu Symphonieorchester und Chor wird nicht jedes Semester ein vollständig neues Programm einstudiert. Stattdessen erweitert die Bigband ihr bestehendes Repertoire um etwa 4 bis 6 Stücke. Einzelne Musiker erhalten dabei auch Gelegenheit zur Improvisation. Das Repertoire reicht von klassischen Swingnummern von Benny Goodman und Glenn Miller über Latin- und Salsa-Titel von Tito Puente bis zu aktuellen Rock-&-Pop-Songs.
Aufführungen und Konzertorte
Symphonieorchester und Chor geben gegen Ende jedes Semesters einen gemeinsamen öffentlichen Auftritt mit dem während des Semesters erarbeiteten Programm. Die Konzerte finden meistens in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München statt. Gelegentlich treten die Ensembles auch in größerem Rahmen auf, beispielsweise im Herkulessaal der Residenz oder im Prinzregententheater. Ein Beispiel ist die Aufführung von Verdis Requiem im Herkulessaal im Juni 2006.
Bei Veranstaltungen und Feiern der Hochschule übernehmen kleinere Gruppen aus dem Chor oder kleinere Ensembles, etwa ein Bläserquartett, die musikalische Gestaltung. Gelegentlich gehen Symphonieorchester und Chor auch auf Konzertreise, beispielsweise im Dezember 2006 nach Brasilien.
Auch die Bigband präsentiert ihr Semesterprogramm gegen Ende des Semesters öffentlich. Im Wintersemester geschieht dies bei einem Konzert in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München, im Sommersemester im Rahmen des Sommerfests der Hochschule München. Im Dezember 2005 gab es ein gemeinsames Konzert mit Hugo Strasser. Zusätzlich tritt die Bigband während des Semesters in der Regel mehrmals öffentlich auf, unter anderem im Cord in München, im Foolstheater in Holzkirchen, bei Open-Air-Konzerten am Odeonsplatz, im Olympiapark und in der Parkstadt Bogenhausen.