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Mittelmeerraum
Der Mittelmeerraum, auch Mediterraneum genannt, ist die Großregion rund um das Mittelmeer. Historische Karte des Mittelmeerraums aus dem Jahr 1891 …
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Raum, Naturraum und Klima
Der Mittelmeerraum, auch Mediterraneum genannt, ist die Großregion rund um das Mittelmeer. Er umfasst das Mittelmeer mit seinen Inseln und die küstennahen Festlandgebiete von drei Kontinenten: Südeuropa, Vorderasien und Nordafrika. Je nach physisch-geographischen, politischen, klimatologischen, biogeographischen oder kulturellen Kriterien kann die Abgrenzung unterschiedlich ausfallen.
Die Region umfasst mehr als 1,3 Millionen km² Landfläche und 2,5 Millionen km² Meeresfläche. Der nördlichste Punkt liegt am Alpenfuß in Venetien, der westlichste am Cabo da Roca bei Lissabon. Im Osten und Süden bilden die Übergänge zur Syrischen Wüste und zur Sahara ungefähre Grenzen. Die Mittelmeerländer reichen in Europa von Portugal bis zur europäischen Türkei, in Asien von der kleinasiatischen Türkei bis Jordanien sowie nach Zypern und in Afrika von Ägypten bis Marokko. Auch Portugal, Andorra, San Marino, die Vatikanstadt und Jordanien werden aus kulturellen oder klimatischen Gründen zur mediterranen Welt gerechnet, obwohl sie keine Mittelmeerküste besitzen.
Gebirgszüge wie Pyrenäen, Alpen, Dinariden, Taurus, Libanon und Atlas umgrenzen den Raum. Das Relief ist durch hohe Faltengebirge und Vulkane geprägt; Ebenen machen nur 29 % der Fläche aus, 53 % gelten als welliges bis bergiges und 18 % als gebirgiges Land. Der Toubkal im Hohen Atlas ist mit 4165 m die höchste Erhebung des Mittelmeerraums. In Europa ist der Mulhacén mit 3482 m der höchste Gipfel; der Ätna ist mit etwa 3323 m der höchste Berg der Inseln und der höchste Vulkan Europas.
Vorherrschend ist das Mittelmeerklima, ein winterfeuchtes und sommertrockenes Westseitenklima. Im Sommer breitet sich das Azorenhoch aus und bringt heißes, trockenes, sonnenscheinreiches Wetter. Im Winter verlagert sich das Hoch nach Süden, sodass Westwinde und Mittelmeertiefs Niederschläge bringen. Solche Tiefs treten besonders im Frühjahr und Herbst auf. Typische Winde sind unter anderem Mistral, Bora, Scirocco, Meltemi, Chamsin und Föhn.
Das Verbreitungsgebiet des Olivenbaums entspricht ungefähr der 5-°C-Januarisotherme und wird als Ölbaumgrenze bezeichnet. Im westlichen Mittelmeerraum fallen oft mehr als 1000 mm Niederschlag im Jahr, während im Osten nur die Westseiten mancher Gebirge über 500 mm erreichen. Die sommerliche Trockenzeit dauert in Avignon etwa 45 Tage, in Jerusalem fast 200 Tage. Unter 300 mm Jahresniederschlag beginnt das Steppenklima; Gaza erhält etwa 130 mm. Der Klimawandel verstärkt im nördlichen Mittelmeerraum Hitzewellen und Trockenheit. Stark schwankende Niederschläge können Überschwemmungen, Erosion und landwirtschaftliche Schäden verursachen.
Die meisten Flüsse münden in das Mittelmeer. Kurze Flüsse mit starkem Gefälle sind häufig; längere Flüsse wie Nil, Rhone, Po und Ebro bilden teilweise fruchtbare Schwemmlandebenen und Deltas. Seen sind selten. An der französischen Küste gibt es durch den Mistral entstandene Étangs, darunter den Étang de Vaccarès. Auf der Iberischen Halbinsel reihen sich viele künstliche Stauseen aneinander.
Geologie, Böden und Ökosystem
Der Mittelmeerraum liegt an der Schnittstelle mehrerer Kontinentalplatten und ist Teil der alpidischen Faltungszone. Die Afrikanische Platte bewegt sich nach Norden und taucht unter anderem unter die Eurasische Platte ab; die Arabische Platte drängt von Osten heran. Zusätzlich gibt es kleinere Platten wie die Adriatische, Ägäische und Anatolische Platte. Die Plattenbewegungen formten junge Gebirge, Kalksteinlandschaften und vulkanische Gebiete. Iberien, die Apulische Platte, Korsika und Sardinien bewegten sich im Tertiär teilweise unabhängig voneinander. Nordostafrika gehört zum alten afrikanischen Schild, während große Teile des übrigen Raums aus tertiären Gebirgsformationen bestehen.
Besonders der östliche Mittelmeerraum ist stark erdbebengefährdet. Griechenland und Kleinasien weisen die höchsten Verformungsraten auf, vor allem am Hellenischen Inselbogen und an der Nordanatolischen Verwerfung. Für das letzte Jahrtausend verzeichnet das GFZ rund 45.000 Erdbeben in Europa und im Mittelmeerraum. Rund 250 Millionen Menschen leben im Einzugsgebiet; das Potenzial für starke Erdbeben und mehrere Meter hohe Tsunamis gilt als hoch, genaue Vorhersagen sind jedoch kaum möglich. Besonders gefährdet sind unter anderem Küsten von Griechenland und Kreta, Südostitalien, Zypern, der Südtürkei, Libyen, Ägypten, Israel und dem Libanon.
Die Böden sind wegen des kleinteiligen Reliefs fleckenhaft verbreitet. Typisch sind Terra rossa, Braunerden, Halbwüstenböden und dunkle Tonböden. Terra rossa ist häufig nährstoffarm, kann aber Wasser gut speichern, ist gut belüftet und für Landwirtschaft geeignet. Insgesamt eignen sich nur etwa 40 % der Böden für die Landwirtschaft, weil der übrige Boden zu flachgründig, felsig oder zu stark geneigt ist.
Der Mittelmeerraum besitzt eine außergewöhnlich hohe Biodiversität von schätzungsweise 400.000 bis 600.000 Tier- und Pflanzenarten, etwa einem Zwölftel der weltweiten Biodiversität. Nach einer Studie von Conservation International aus dem Jahr 2000 kommen hier 13.000 der weltweit 300.000 endemischen Arten vor. Die natürliche Vegetation ist jedoch auf nur noch 3 % zurückgegangen; deshalb gilt die Region als Biodiversitäts-Hotspot.
Typische Pflanzen sind Steineiche, Korkeiche, Olivenbaum, Johannisbrotbaum, Lorbeer, Pinien, Zypressen und Zedern. Durch Rodung, Weidewirtschaft und Brände entstand aus dem Hartlaubwald die bis zu 5 m hohe Macchie. Bei stärkerer Übernutzung folgt die niedrigere, lichtere Garrigue mit Kräutern wie Thymian, Salbei, Lavendel und Rosmarin. Bei weiterer Erosion können Trockengrasrasen, nackter Fels, Karstlandschaften oder Badlands entstehen. In Steppenklimaten dominieren Sukkulenten, Dornsträucher und andere Xerophyten.
Die Tierwelt umfasst unter anderem Wildkatzen, Wildschweine, Schakale, Füchse, Hirsche und wenige Wölfe sowie zahlreiche Zugvögel, Reptilien und Gliedertiere. Das Mittelmeer selbst beherbergt Fische wie Sardinen, Thunfische, Schwertfische, Haie und Doraden sowie Delfine, Wale, Seeigel, Tintenfische, Muscheln und Krebse. Das warme, salzreiche Wasser enthält vergleichsweise wenige Nährstoffe und Sauerstoff; die geringe Austauschkapazität mit dem Atlantik verstärkt den Selektionsdruck.
Menschliche Eingriffe und Umweltprobleme
Der Mittelmeerraum wird seit Tausenden von Jahren intensiv kultiviert und genutzt. Dadurch sind ursprüngliche Pflanzen- und Tiergemeinschaften in vielen Gebieten nicht mehr rekonstruierbar. Zu den wichtigsten Problemen gehören Waldzerstörung, Bodendegradation, Verschmutzung und die Einschleppung fremder Arten.
Bereits in vorchristlicher Zeit wurden Wälder im Libanongebirge und im Atlas für Bauholz und Schiffbau gerodet. Bevölkerungswachstum, Brennholznutzung, Landwirtschaft und Waldweide verstärkten den Verlust. Waldbrände kommen zwar auch natürlich vor, treten heute aber wesentlich häufiger auf. Während natürliche Feuerabstände 20 bis 100 Jahre betragen konnten, werden auf Sardinien jährlich über 20 Feuer pro 100 km² gezählt. Hauptursachen sind der unvorsichtige Umgang mit offenem Feuer, Brandstiftung, Bodenspekulation und politische Proteste.
Intensive Landwirtschaft in sommertrockenen Gebieten schwächt die Durchwurzelung und verstärkt Wind- und Wassererosion. Winterliche Starkregen tragen die ungeschützte Erdkrume ab, sommerliche Dürren trocknen den Boden aus. Ehemalige Kornkammern wie Sizilien und der Maghreb können ihre Lebensmittelversorgung deshalb teilweise nicht mehr selbst sichern. Bewässerung senkt häufig den Grundwasserspiegel und erhöht die Gefahr der Wüstenbildung. Etwa die Hälfte des Mittelmeerraums leidet unter starker bis sehr starker Bodendegradation.
Das Mittelmeer zählt zu den am stärksten verschmutzten Meeren der Erde. In Teilen Afrikas und des Nahen Ostens sind ungeklärte Siedlungsabwässer ein Hauptproblem, in Südeuropa landwirtschaftliche und industrielle Abwässer. Über Flüsse wie Rhone und Po gelangen Schwermetalle, chemische Stoffe, Nitrate und Phosphate ins Meer. Überdüngung verursachte in der Adria wiederholt Algenblüten. Schifffahrt, Ölhäfen und Raffinerien erhöhen die Belastung. Das Wasser des Mittelmeers wird im Durchschnitt nur etwa alle 80 Jahre vollständig ausgetauscht; ein sinkender Süßwassereintrag verschärft die Situation.
Durch den Sueskanal wanderten Tausende tropische Fische, Quallen und Schalentiere in das östliche Mittelmeer ein. Mangels natürlicher Fressfeinde verdrängen sie teilweise einheimische Arten. Weitere Einschleppungen erfolgen durch ausgesetzte Aquarientiere und Algen sowie durch Ballastwasser von Schiffen. Dadurch sind einige Biotope von Artensterben bedroht.
Geschichte, Bevölkerung und Politik
Der Mittelmeerraum war seit frühester Zeit eine zentrale Weltregion. Hier entstanden unter anderem die Hochkulturen der Ägypter, Hethiter, Israeliten, Phönizier, Griechen und Römer. Das Römische Reich verband den Raum seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. politisch, zerfiel jedoch zunächst in eine westliche und östliche Reichshälfte und endgültig im 5. Jahrhundert. Nach den arabischen Eroberungen des 7. und 8. Jahrhunderts verlor die Region ihre kulturelle Einheit. Das Mittelmeer blieb zugleich Handelsbrücke und Grenze zwischen christlichem Europa und der islamischen Welt. Kreuzzüge, die Vorherrschaft Venedigs und Genuas, die Ausbreitung Spaniens und des Osmanischen Reiches sowie die Piraterie prägten die weitere Entwicklung. Nach der Entdeckung der Seewege nach Amerika und Indien verlagerte sich die geopolitische Bedeutung im 16. und 17. Jahrhundert nach Nordwesteuropa. Der Suezkanal, eröffnet 1869, führte zu einem neuen Aufschwung von Handel und Schifffahrt.
Die Einwohnerzahl wurde 2005 grob auf etwa 250 Millionen geschätzt. Die Küsten wachsen stark, während das Binnenland vielfach Bevölkerung verliert. In Europa stagnieren oder sinken die Bevölkerungszahlen meist; Albanien wuchs noch mit über 2 % pro Jahr. In Afrika und im Nahen Osten hält das Wachstum wegen hoher Geburtenraten an und erreicht in Palästina über 4 % pro Jahr. Migration entsteht durch wirtschaftliche Unterschiede, politische Krisen und Kriege.
Die Bevölkerung ist ethnisch, sprachlich und religiös vielfältig. Arabische Gruppen dominieren Nordafrika und den Vorderen Orient; Berber bilden unter anderem in Marokko und Algerien wichtige Minderheiten. In Europa überwiegen romanische, slawische, griechische und albanische Sprachen. Maltesisch basiert auf kreolisiertem Arabisch mit italienischen und englischen Einflüssen. Arabisch, Hebräisch und Türkisch sind ebenfalls wichtige Sprachen. Englisch und teilweise Französisch dienen heute als Handels- und Verkehrssprachen.
Der Raum ist stark verstädtert. Für 2005 werden Istanbul mit 11,5 Millionen, Madrid mit 6 Millionen und Algier mit 5,5 Millionen Einwohnern in den Agglomerationen als Megastädte genannt. Antalya vergrößerte seine Bevölkerung innerhalb von 40 Jahren fast um das Fünfzehnfache; Tirana verdoppelte sie in weniger als 15 Jahren, Tripolis in weniger als zehn Jahren.
Judentum, Christentum und Islam sind im Mittelmeerraum vertreten oder entstanden dort. Das Christentum dominiert in Europa, mit römisch-katholischen und griechisch-orthodoxen Gebieten. Der Islam prägt besonders Nordafrika, den Nahen Osten und Teile Südosteuropas; die Mehrheit der Muslime sind Sunniten, in der Türkei bezeichnen sich über 18 % als Aleviten.
In Europa bestehen überwiegend parlamentarische Demokratien; außerhalb Europas gilt dies im Wesentlichen für Türkei und Israel. Weitere Staatsformen reichen von parlamentarischen Monarchien in Spanien und Monaco über die Monarchien Marokkos und Jordaniens bis zur Theokratie des Vatikans. Zentrale politische Probleme sind der Nahost-Konflikt, das wirtschaftliche Gefälle, Migration, organisierte Kriminalität, Terrorismus, Korruption und Menschenrechtsverletzungen. Kooperationen bestehen unter anderem in EU, Arabischer Liga, Afrikanischer Union, NATO, OIC und weiteren internationalen Organisationen.
Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
Die Wirtschaft ist traditionell durch Landwirtschaft, Handel und Verkehr geprägt. Industrielle Schwerpunkte sind seltener, während Dienstleistungen und besonders der Tourismus große Bedeutung besitzen. Die EU-Länder sind wirtschaftlich stärker als die übrigen Mittelmeerländer, ihre mediterranen Regionen gelten innerhalb der EU jedoch vielfach als strukturschwach und erhalten EU-Strukturhilfen.
Wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Getreide, Wein, Oliven, Obst und Gemüse. In der Po-Ebene wird intensiv Weizen und Reis angebaut; in Nordafrika ist der Getreideanbau eher extensiv. Bewässerte Flusstäler ermöglichen spezialisierte Gartenkulturen, etwa die spanische Huerta. Angebaut werden unter anderem Zitrusfrüchte, Tomaten, Auberginen, Paprika, Tabak, Baumwolle und Lavendel. Schafe und Ziegen sind besonders im Süden bedeutend; außerdem spielen Geflügel, Schweine, Kaninchen, Esel, Pferde und Imkerei eine Rolle. Überfischung hat dazu geführt, dass der Mittelmeerraum zunehmend Fisch importieren muss.
Gewonnen werden vor allem Ton, Kalkstein, Marmor und Phosphat. Der Bergbau ist insgesamt unbedeutend; eine Ausnahme bildet die Quecksilbergewinnung in Spanien und Italien. Die Industrie konzentriert sich auf Metallverarbeitung, Fahrzeugbau, Textilien, Chemie, Pharmazeutik, Nahrungsmittel, Bauwirtschaft und regionale Nischenproduktionen. Schwerindustrie fehlt weitgehend. Neben fossilen und nuklearen Anlagen werden Solar- und Wasserkraft genutzt.
Der Tourismus profitiert von Klima, Küsten, Landschaften und kulturellem Erbe. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich Individual- und Pauschaltourismus stark. Das westliche Mittelmeer wurde früh durch den Autoverkehr erschlossen; später wuchs der Flug- und Pauschalreiseverkehr nach Spanien. Kroatien, Griechenland, die Türkei und seit den 2000er Jahren auch Albanien gewannen im östlichen Mittelmeer an Bedeutung. Albanien verzeichnete 2019 6,4 Millionen ausländische Besucher, Kroatien 2005 über 8,5 Millionen. Politische Instabilität, Unsicherheit und Umweltzerstörung begrenzen den Tourismus in manchen Gebieten.
Der Seeverkehr ist wegen der gemeinsamen Meereslage besonders wichtig. Suezkanal und Straße von Gibraltar gehören zu den meistbefahrenen Schifffahrtswegen der Welt; über sie werden unter anderem Öltransporte aus dem Persischen Golf abgewickelt. Eisenbahnnetze sind in Europa dichter als in Nordafrika. Im Straßenverkehr bestehen viele Autobahnen, meist mautpflichtig. Gebirge und steile Küsten erschweren die Verkehrsplanung und führen besonders in der Hauptreisezeit zu Engpässen. Der Luftverkehr wächst vor allem wegen des Massentourismus; wichtige Flughäfen liegen unter anderem in Madrid, Rom, Barcelona, Athen, Istanbul, Tel Aviv, Tunis und Casablanca.
Kultur, Sehenswürdigkeiten und Küche
Der Mittelmeerraum ist durch interkulturellen Austausch, frühe Urbanität und bedeutende intellektuelle Traditionen geprägt. Philosophie, Demokratie und Republik entwickelten sich in der Region; außerdem entstanden bedeutende Bibliotheken, Universitäten, Kunstformen und Bauwerke. Die Kunst des antiken Griechenlands und Roms, islamische Ornamentik und maurische Architektur, byzantinische Kunst, Renaissance, Barock sowie moderne Richtungen wie Kubismus und Futurismus gehören zu den prägenden kulturellen Leistungen.
Mehr als 150 Kulturdenkmäler des Mittelmeerraums stehen auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste. Besonders bedeutend sind Rom mit Bauwerken aus fast dreitausend Jahren, Jerusalem als religiöses Zentrum von Judentum, Christentum und Islam sowie Istanbul mit römischen, christlichen und islamischen Zeugnissen. Weitere Beispiele sind Knossos, Troja, Karthago, die Akropolis von Athen, römische Bauwerke wie Kolosseum, Aquädukte und Arenen, die Alhambra, die Hagia Sophia, der Petersdom, die Kathedrale von Florenz und moderne Bauwerke in Barcelona, Athen, Tel Aviv und Dubrovnik.
In der mediterranen Küche werden besonders Olivenöl, Gemüse, Obst, Kräuter, Gewürze und Fisch verwendet. Olivenöl enthält einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren. Regionale Unterschiede hängen vom Klima, der Religion und der Verfügbarkeit von Rohstoffen ab. Beispiele sind Pasta, Pizza, Pesto und Risotto in Italien, Paella und Tapas in Spanien, Bacalhau in Portugal, Fisch und Meeresfrüchte in Griechenland, Hummus und Falafel im östlichen Mittelmeerraum sowie Teiggerichte, Joghurtgerichte und Lammgerichte in der Türkei. Wein ist traditionell ein verbreitetes Getränk. Einige Gerichte wie Pizza, Ćevapčići und Döner Kebab wurden weltweit verbreitet und teilweise als Fast Food weiterentwickelt.