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Minden
Minden ['mɪndn̩] ist eine Große kreisangehörige Stadt im Nordosten des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie ist Verwaltungssitz des ostwestfälischen Kreises …
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Lage und natürliche Grundlagen
Minden ist eine Große kreisangehörige Stadt im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Sie gehört zum Regierungsbezirk Detmold, ist Verwaltungssitz des Kreises Minden-Lübbecke und mit 83.598 Einwohnern (31. Dezember 2025) die viertgrößte Stadt Ostwestfalen-Lippes. Die Stadt liegt an der Weser und bildet das historische und politische Zentrum des Mindener Landes. Sie ist 101,12 km² groß, liegt überwiegend auf etwa 42 m ü. NHN und ist in 19 Stadtbezirke gegliedert. Bürgermeister ist seit dem 1. November 2025 Peter Kock (SPD).
Minden liegt nördlich der Porta Westfalica, wo die Weser das Weser- und Wiehengebirge durchbricht und in die Norddeutsche Tiefebene eintritt. Die Stadt erstreckt sich beiderseits der Weser und liegt an einer historischen Weserfurt. Die Geländestufe zwischen Wesertal und Lübbecker Lößland teilt die Stadt in Ober- und Unterstadt. Der niedrigste Punkt liegt im Stadtteil Leteln bei 40,338 m ü. NN, der höchste mit 271,74 m ü. NN auf dem Häverstädter Berg. Die Weser und der Kleinfluss Bastau prägen die Landschaft; nördlich der Innenstadt überquert der Mittellandkanal die Weser am Wasserstraßenkreuz Minden.
Das Stadtgebiet grenzt an Bückeburg in Niedersachsen sowie an Petershagen, Hille, Bad Oeynhausen und Porta Westfalica. Landwirtschaftsflächen nehmen 52,28 km² beziehungsweise 51,72 % der Stadtfläche ein. Daneben gibt es 4,44 km² Wald, 4,02 km² Wasserflächen und 10,17 km² Siedlungs- und Verkehrsflächen.
Die Böden und Gesteine sind stark durch die Eiszeit geprägt. Häufig sind Kies, Sand, Geschiebelehm und Löss. Auf Löss überwiegen Parabraunerden; im Nordosten gibt es für den Ackerbau geeignete Braunerden, im Nordwesten staunasse Pseudogleye und in den Flussauen grundwasserbeeinflusste Gleye. Im Wiehen- und Wesergebirge treten steinige Rendzina-Braunerden auf. Im Untergrund liegen Gesteine aus Trias, Jura und Unterkreide. 1998 wurden bei Haddenhausen Überreste des Dinosauriers Wiehenvenator gefunden. Im Mindener Revier wurden rund 370 Jahre lang Steinkohle und seit Mitte des 19. Jahrhunderts Eisenerz abgebaut.
Minden liegt im Übergangsbereich zwischen maritimem und zeitweise kontinentalem Klima. Die Sommer sind eher kühl, die Winter vergleichsweise warm. Wegen der Leelage am nördlichen Wiehengebirge ist Minden im Vergleich zu anderen Teilen Ostwestfalens niederschlagsarm. Die Jahresniederschläge betragen im Norden meist 600 bis 650 mm und im Süden 650 bis 700 mm; die Jahresmitteltemperatur liegt zwischen 9 und 9,5 °C.
Historische Entwicklung
Siedlungsfunde weisen auf eine Besiedlung seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. hin. Wegen der Weserfurt kreuzten sich hier schon früh wichtige Verkehrswege in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Minden 798 als „Minda“ in den Reichsannalen. Um 800 gründete Karl der Große das Bistum Minden. 977 erhielt die Stadt Markt-, Münz- und Zollrecht.
Um 1230 erlangten die Bürger Stadtrechte und konnten sich vom Bischof als weltlichem Landesherrn lösen. Der Handel wurde zu einer wichtigen Grundlage der Stadtentwicklung. Minden war Mitglied der Hanse und betrieb besonders erfolgreichen Getreidehandel. Das Stapelrecht verpflichtete vorbeifahrende Schiffe, ihre Waren auszuladen. Eine erste Weserbrücke ist für 1258 belegt. Das historische Rathaus entstand wahrscheinlich um 1260. 1306/07 verlegte Bischof Gottfried von Waldeck seine Residenz nach Petershagen.
Während der Reformation kam es 1529 zu schweren Konflikten. Am 13. Februar 1530 verkündete Nikolaus Krage die evangelische Kirchenordnung. Zwischen 1584 und 1684 fanden Hexenprozesse gegen mindestens 170 Personen statt, überwiegend gegen Frauen. Im Dreißigjährigen Krieg war Minden von 1625 bis 1634 durch kaiserliche Truppen besetzt und wurde anschließend von schwedischen Truppen erobert. Der Westfälische Frieden von 1648 brachte Minden unter brandenburgisch-preußische Herrschaft. Die Stadt blieb Hauptstadt des Fürstentums Minden.
Das Stadtreglement von 1711 beendete das jahrhundertelange Selbstbestimmungsrecht der Bürger; an die Stelle des Rates trat ein landesherrlich geprägter Magistrat. Im Siebenjährigen Krieg war Minden erneut umkämpft. In der Schlacht bei Minden am 1. August 1759 besiegten alliierte Truppen die französische Armee. Von 1719 bis 1807 war Minden Verwaltungssitz von Minden-Ravensberg, von 1816 bis 1947 Sitz des Regierungsbezirks Minden.
1806 besetzten französische Truppen die Stadt. Minden gehörte zunächst zum Königreich Westphalen und ab 1810 zum Kaiserreich Frankreich. Nach Napoleons Niederlage wurde Minden wieder preußische Garnisonsstadt. Der Wiederaufbau der Festung im 19. Jahrhundert führte zu beengten Wohnverhältnissen und hemmte die industrielle Entwicklung. Die Weserschifffahrtsakte von 1823 beseitigte mittelalterliche Stapelrechte und ermöglichte eine durchgehende Weserschifffahrt. 1873 wurde die Festung aufgehoben, ab 1879 wurden die Stadtmauern abgetragen. Das ehemalige Festungsglacis wurde später zu einem Grüngürtel.
1915 wurde das Wasserstraßenkreuz Minden mit der Eröffnung des Mittellandkanals in Betrieb genommen. Im Ersten Weltkrieg befand sich in Minderheide ein Kriegsgefangenenlager mit bis zu 25.000 Gefangenen. 1918 übernahm ein Arbeiter- und Soldatenrat vorübergehend die öffentliche Gewalt. Während des Nationalsozialismus wurden jüdische Bürger verfolgt, enteignet, deportiert und größtenteils ermordet. Der erste Transport aus dem Regierungsbezirk Minden nach Riga erfolgte am 13. Dezember 1941; nur etwa ein Zehntel der Mitglieder der jüdischen Gemeinde überlebte die Deportationen und Zwangsmaßnahmen.
Der Zweite Weltkrieg verursachte schwere Bombenschäden. Beim Angriff vom 28. März 1945 starben 186 Menschen. Am 4. April 1945 erreichten kanadische Fallschirmjäger die Stadt; am 5. April galt Minden als vollständig eingenommen. Nach dem Krieg gehörte die Stadt zur Britischen Besatzungszone. Der Sitz der Bezirksregierung wurde 1947 nach Detmold verlegt. 1973 wurde Minden durch die Eingemeindung umliegender Gemeinden vergrößert und blieb Kreisstadt des neu gebildeten Kreises Minden-Lübbecke. Seit den 1970er-Jahren wurden Altstadt, Glacis und Weserufer neu gestaltet. Nach dem Abzug der britischen Truppen 1992 bis 1994 wurden frühere Militärflächen für Wohnungen, Betriebe und Infrastruktur genutzt.
Bevölkerung, Religion und Politik
Die Einwohnerzahl wuchs im 19. Jahrhundert durch die Industrialisierung stark: 1816 lebten etwa 6.500 Menschen in Minden, 1900 bereits 25.000. Bis 1965 verdoppelte sich die Zahl nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Zuzug unter anderem von Flüchtlingen und Vertriebenen auf 50.000. Durch die Eingemeindungen zum 1. Januar 1973 kamen etwa 25.000 Einwohner hinzu; dadurch entstand eine Stadt mit rund 80.000 Einwohnern. 2024 besaßen fast 14.000 Einwohner, etwa 16,5 %, keine deutsche Staatsangehörigkeit. Sie stammten aus 129 Ländern; größere Gruppen kamen unter anderem aus Syrien, der Ukraine, dem Irak und Polen.
Nach dem Zensus 2022 waren 40,9 % der Einwohner evangelisch, 9,9 % katholisch und 49,2 % konfessionslos, Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften oder ohne Angabe. Minden war von etwa 800 bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts Sitz des Bistums Minden. Die Reformation setzte sich zwischen 1521 und 1529 durch; der Dom blieb jedoch katholisch. Heute gibt es sechs evangelische Kirchengemeinden und vier römisch-katholische Gemeinden im Dekanat Herford-Minden des Erzbistums Paderborn. Daneben bestehen unter anderem baptistische, methodistische, neuapostolische und freikirchliche Gemeinden sowie Gemeinden der Zeugen Jehovas.
Eine jüdische Gemeinde ist seit dem 13. Jahrhundert belegt. Im 19. Jahrhundert hatte sie bis zu 400 Mitglieder. Nach dem Holocaust wurde die jüdische Kultusgemeinde Minden und Umgebung mit 40 Mitgliedern neu gegründet. 1958 wurde eine neue Synagoge eingeweiht. Seit dem 3. März 2026 ist Minden Mitglied im Deutschen Riga Komitee, das an die Deportationen und Ermordungen im Ghetto Riga erinnert. Eine islamische Gemeinde der DITIB und weitere Moscheen gehören ebenfalls zum religiösen Leben der Stadt. Die im 19. Jahrhundert bestehende Quäkergemeinde ist erloschen; erhalten ist der Quäkerfriedhof.
Verbreitete Umgangssprache ist Hochdeutsch mit westfälischen Besonderheiten. Minden liegt im Gebiet der ostwestfälischen niederdeutschen Dialekte. Das früher verbreitete „Mindener Platt“ wird heute kaum noch gesprochen. Die ebenfalls aussterbende Mindener Buttjersprache wurde 2014 als Immaterielles Kulturerbe nach der UNESCO-Konvention von 2003 ausgezeichnet.
Der Stadtrat hat regulär 50 Mitglieder, wurde aber zum Verhältnisausgleich auf 66 Sitze erweitert. Bei der Kommunalwahl 2025 entfielen 24 Sitze auf die SPD, 16 auf die CDU, 11 auf die AfD, 6 auf die Grünen, 4 auf die Linke, jeweils 2 auf FDP und BBM sowie 1 auf „Wir für Minden“. Der hauptamtliche Bürgermeister ist zugleich oberster Repräsentant, Ratsvorsitzender und Leiter der Stadtverwaltung. Der Haushalt 2025 umfasst etwa 329,8 Millionen Euro Einnahmen und 349,2 Millionen Euro Ausgaben; das Defizit von rund 17 Millionen Euro wird durch Rücklagen ausgeglichen.
Kultur, Bauwerke und Natur
Das Stadtbild wird durch den Mindener Dom, die Altstadt, Gebäude der Weserrenaissance und Bauten der ehemaligen preußischen Festung geprägt. Der Dom besitzt ein romanisches Westwerk und wurde später weitgehend gotisch umgestaltet. Neben dem Dom liegen Domschatzkammer und Altes Rathaus mit einem steinernen Laubengang aus dem 13. Jahrhundert. Zur historischen Oberstadt gehören unter anderem St. Martini, St. Marien, St. Simeonis, die Alte Münze, das Fachwerkhaus am Windloch und die Museumszeile in der Ritterstraße.
Zu den preußischen Bauten zählen die ehemalige Heeresbäckerei, das Proviant-Magazin, die Defensionskaserne und das frühere Heereslazarett. Das Proviant-Magazin wird heute vom Weser-Kolleg genutzt, die Defensionskaserne beherbergt das Preußen-Museum Minden. Weitere wichtige Bauten sind die Fischerstadt, das Weserrenaissance-Schloss Haddenhausen und das 2001 fertiggestellte Verwaltungsgebäude von Harting nach einem Entwurf von Mario Botta. Das Stadttheater wurde 1908 eröffnet. Die Kampa-Halle dient als Sport- und Veranstaltungshalle.
Das Mindener Museum zeigt die Kulturgeschichte der Stadt, während das Preußen-Museum die preußische Vergangenheit dokumentiert. Weitere Einrichtungen sind die Schiffmühle, restaurierte Windmühlen, die Mindener Museumseisenbahn, das Informationszentrum am Wasserstraßenkreuz und die Kösliner Heimatstube. Das Amateurkabarett Mindener Stichlinge besteht seit 1966 und gilt als ältestes aktives Amateurkabarett Deutschlands. Seit 1994 vergibt die Stadt alle zwei Jahre den mit 4.000 Euro dotierten Kabarett-Förderpreis „Mindener Stichling“. Die Autorenvereinigung „Die Kogge“ wurde 1953 in Minden wiederbelebt und zählt etwa 170 Mitglieder aus 17 Ländern. Der Mindener Jazz-Club besteht seit 1953.
Das Glacis entstand nach der Aufhebung der Festung 1873 aus den früheren Wallanlagen und bildet einen Grüngürtel um die Innenstadt. Zum Glacis gehören der Botanische Garten auf dem früheren Alten Friedhof, der Weserglacis und Promenaden an der Weser. Im Stadtgebiet liegen vier Naturschutzgebiete: Nordholz mit 25,4 ha, Minderheide mit 31,2 ha sowie Anteile an den Bastauwiesen und am Gebiet Kohbrink. Die Gebiete gehören überwiegend zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000. Außerdem sind 21 Einzelbäume und Baumgruppen sowie eine Steinbruchwand als Naturdenkmale ausgewiesen.
Wichtige Veranstaltungen sind die zweimal jährlich stattfindende Mindener Messe, das alle zwei Jahre veranstaltete Mindener Freischießen, das „Blaue Band der Weser“, die Weserberglandrallye und das Weserlieder Open Air. Das Kino Birke ist das letzte verbliebene Kino der Stadt und verfügt über einen Saal mit 300 Plätzen. Der bekannteste Sportverein ist GWD Minden, der seit der Gründung der Handball-Bundesliga 1966 mit drei Unterbrechungen in der Bundesliga spielt. Wegen seiner Geschichte führt Minden im Wappen den Reichsadler und zwei Schlüssel; die Stadtfarben sind Rot und Weiß.
Wirtschaft, Bildung und öffentliche Einrichtungen
Die wirtschaftliche Entwicklung wurde bis 1873 durch die Festungsanlagen behindert. Heute gibt es in Minden unter anderem Chemie- und Metallindustrie sowie Unternehmen aus Elektronik, Papier, Keramik und Holzverarbeitung. Die Stadtverwaltung zählt 4.700 Unternehmen. Die Landwirtschaft nutzt etwa die Hälfte der Stadtfläche. Der Hafen und der östlich des Wasserstraßenkreuzes geplante beziehungsweise ausgebaute RegioPort Weser stärken den Containerumschlag.
Überregional bekannte Unternehmen sind Melitta, seit 1929 in Minden ansässig, sowie unter anderem Siegfried PharmaChemikalien Minden, Follmann, Ornamin, Altendorf, WAGO, Edeka Minden-Hannover, Ernst Böcker und Mars Petcare Deutschland. Altendorf ist Weltmarktführer für Formatkreissägen. Die frühere Bahntechnikverwaltung des Bundes ist in DB Systemtechnik und DB Fahrzeuginstandhaltung aufgegangen. Das verfügbare Einkommen lag 2015 mit 20.198 € je Einwohner unter dem Durchschnitt des Kreises und des Landes Nordrhein-Westfalen.
Minden ist Sitz der Kreisverwaltung, mehrerer Gerichte, des Regionalforstamts Ostwestfalen-Lippe und einer Berufsfeuerwehr. Im Stadtgebiet liegen die Herzog-von-Braunschweig-Kaserne und das Johannes-Wesling-Klinikum. Der Campus Minden der Hochschule Bielefeld bietet Studiengänge in Gestaltung, Architektur, Bauingenieurwesen, Technik, Ingenieurwissenschaften und Mathematik, Sozialwesen, Wirtschaft und Gesundheit. Seit 2015 dient das Klinikum als Standort des Universitätsklinikums der Ruhr-Universität Bochum für die praktische Ausbildung von Medizinstudierenden.
Zum Schulangebot gehören drei Gymnasien, zwei Realschulen, eine Sekundarschule, eine PRIMUS-Schule, eine Gesamtschule, Grund- und Förderschulen, zwei Berufskollegs und das Weser-Kolleg für Abschlüsse auf dem zweiten Bildungsweg. Außerdem gibt es eine städtische Musikschule und die Volkshochschule Minden. 2022 wurde gemeinsam mit vier Universitäten und der DB Systemtechnik der Rail Campus OWL gegründet.
Verkehr und überregionale Verbindungen
Minden ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt an Weser und Mittellandkanal. Der Bahnhof liegt an der Hauptstrecke Hannover–Bielefeld–Hamm im Verlauf der Verbindung Berlin–Ruhrgebiet–Köln. Weitere Strecken führen nach Osnabrück und Rheine sowie über Nienburg in Richtung Hamburg. Im Fernverkehr halten ICE- und Intercity-Züge, darunter Verbindungen der ICE-Linien 10 und 43 sowie die Intercity-Linien 55 und 77. Regional verkehren RE 6, RE 60/70, RE 78 und die S-Bahn-Linie S 1 nach Hannover.
Der Stadtbusverkehr bedient den Bahnhof etwa alle 15 Minuten. Wichtigster Umsteigepunkt ist der Zentrale Omnibusbahnhof in der Innenstadt. Stadt- und Regionalbusse treffen sich dort überwiegend im Halbstundentakt. Minden gehört zum Westfalentarif; Richtung Hannover und Nienburg gelten außerdem niedersächsische Tarife.
Die Stadt liegt etwa 15 km nördlich der Autobahnen A 2 und A 30. Durch Minden führen die Bundesstraßen 65 und 61; östlich verläuft die B 482. Mehrere Weserbrücken entlasten die zentrale Weserbrücke: die Gustav-Heinemann-Brücke im Norden und die Theodor-Heuss-Brücke im Süden. Die Glacisbrücke verbindet die Innenstadt als Fußgängerbrücke mit dem Parkplatz und Festplatz Kanzlers Weide.
Das Wasserstraßenkreuz Minden verbindet die Bundeswasserstraßen Weser und Mittellandkanal. Die Schachtschleuse überwindet eine Höhendifferenz von rund 13 m; die neue Weserschleuse wurde 2017 in Betrieb genommen. Eine zweite Kanalbrücke für Großmotorschiffe wurde 1998 fertiggestellt. Der Hafen verbindet Minden insbesondere mit den Seehäfen Bremerhaven und Hamburg. In den Sommermonaten fahren Fahrgastschiffe auf Weser und Mittellandkanal.
Minden liegt an mehreren Radfernwegen, darunter Weser-Radweg und Mühlenroute. Seit 1996 gehört die Stadt zur Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Das Radverkehrskonzept von 2010 strebt langfristig einen Fahrradanteil von über 25 % am Gesamtverkehr an.