Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Magisches Dreieck der Vermögensanlage

magisches Dreieck der Geldanlage Spannungsfelder der drei grundlegenden Ziele einer Geldanlage mit den Anlagezielen Rentabilität, Liquidität und Sicherheit …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Grundidee des magischen Dreiecks
  2. 2. Die drei Anlageziele
  3. 3. Typische Zielkonflikte
  4. 4. Beispiele und nachhaltige Geldanlagen

Grundidee des magischen Dreiecks

Das magische Dreieck der Vermögensanlage, auch magisches Dreieck der Geldanlage, beschreibt drei miteinander konkurrierende Ziele jeder Geldanlage: Rentabilität, Sicherheit und Liquidität. Die Ziele werden als Eckpunkte eines Dreiecks dargestellt. „Magisch“ heißt der Zielkonflikt, weil nicht alle drei Faktoren gleichzeitig und im gleichen Maß erreicht werden können.

Anleger möchten möglichst hohe Erträge erzielen, ihr Vermögen erhalten und zugleich jederzeit flexibel auf ihr Geld zugreifen können. In der Praxis behindern sich diese Ziele jedoch häufig gegenseitig. Deshalb muss bei einer Anlageentscheidung meist abgewogen werden, welche zwei Ziele besonders wichtig sind und welches Ziel dafür weniger stark erfüllt wird.

Die drei Anlageziele

Sicherheit bedeutet hier vor allem den Erhalt des Vermögens. Ein höheres Maß an Sicherheit kann beispielsweise durch Diversifikation erreicht werden. Diversifikation bedeutet, das Vermögen zu streuen.

Liquidität, auch Verfügbarkeit, beschreibt, wie schnell ein investierter Betrag wieder in Bargeld oder Bankguthaben umgewandelt werden kann. Dabei ist auch wichtig, wie hoch die aus dieser Umwandlung entstehenden Kosten oder Strafkosten sind. Je kürzer der Umwandlungszeitraum ist, desto liquider ist die Anlage.

Rentabilität, auch Rendite, ist der Ertrag aus einer Investition. Dieser kann etwa aus Dividenden, Zinszahlungen, Wertsteigerungen durch Kursveränderungen oder anderen Ausschüttungen entstehen.

Typische Zielkonflikte

Bei hoher Sicherheit und hoher Liquidität beziehungsweise schneller Verfügbarkeit ist eine Geldanlage wenig rentabel.

Eine Anlage mit hoher Rentabilität und hoher Sicherheit ist dagegen nicht liquide oder nicht schnell verfügbar.

Hohe Rentabilität bei zugleich schneller Verfügbarkeit geht typischerweise mit Risiko und damit mit niedriger Sicherheit einher. Das Dreieck macht somit deutlich, dass der Schwerpunkt auf zwei Zielen meist bedeutet, das dritte Ziel zu vernachlässigen.

Beispiele und nachhaltige Geldanlagen

Sparbücher ohne zeitliche Bindung und Tagesgeldkonten stehen für hohe Sicherheit, hohe Liquidität und niedrige Rentabilität. Sie sind in der Regel durch einen Einlagensicherungsfonds geschützt und täglich verfügbar. Weil die Bank über das Vermögen nur für einen nicht feststehenden Zeitraum verfügen kann, kann sie damit nur eingeschränkt wirtschaften und gewährt deshalb nur eine niedrige Rendite.

Langfristige Anleihen und Sparverträge stehen für hohe Sicherheit, niedrige Liquidität und hohe Rentabilität. Sie sind in der Regel ebenfalls durch einen Einlagensicherungsfonds gedeckt. Da das Geld der Bank länger zur Verfügung steht als etwa bei Tagesgeldkonten, kann sie langfristiger wirtschaften und höhere Renditen geben.

Aktien oder Optionen können täglich gehandelt werden und verbinden daher hohe Liquidität mit möglicher hoher Rentabilität. Ihre Sicherheit ist jedoch deutlich niedriger, etwa wegen Kursschwankungen als Marktrisiko oder wegen des Emittentenrisikos.

Wer zusätzlich soziale oder ökologische Kriterien berücksichtigt, erweitert das Modell zum magischen Viereck der Geldanlage. Solche Anlagen heißen nachhaltige oder ethische Investments. Neben dem Konflikt zwischen Rendite, Risiko und Liquidität kann dann ein Konflikt mit ethischen Kriterien entstehen. Die meisten Untersuchungen kommen jedoch zu dem Schluss, dass Geldanlagen mit ethischen Kriterien nicht schlechter abschneiden. Die Nachhaltigkeitsdimension betrachtet, wie eine Geldanlage Umwelt und soziales Umfeld beeinflusst, zum Beispiel Klima, biologische Vielfalt, Menschenrechte und Arbeitsbedingungen.

Weiterlesen

Investition Unter einer Investition (lateinisch investire ‚einkleiden') versteht man in der Wirtschaft allgemein den Einsatz von Kapital oder Sachgütern für einen … Rentabilität Rentabilität (englisch profitability) ist der Oberbegriff für mehrere betriebswirtschaftliche Kennzahlen, die der Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs … Sicherheit Die kollektive Sicherheit bedeutet in Konfliktsituationen, dass man gemeinsam Maßnahmen entwickelt, um die Sicherheit für sämtliche Vertragspartner zu … Liquidität Liquidität (lateinisch liquidus, „flüssig“) ist in der Wirtschaft die Fähigkeit von Wirtschaftssubjekten, jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen aus … Diversifikation (Wirtschaft) Diversifikation (oder Diversifizierung) ist in der Betriebswirtschaftslehre eine Strategie von Unternehmen, durch Erweiterung oder Modifizierung der … Rendite Rendite bei Finanzprodukten und Finanzinstrumenten · Geldanlagen · Wertpapiere · Stetige und diskrete Rendite · Zeitgewichtete und kapitalgewichtete Rendite. Anleihe Eine Anleihe (auch festverzinsliches Wertpapier, Rentenpapier, Schuldverschreibung oder Obligation, englisch Bond oder debenture bond) ist ein zinstragendes … Option (Wirtschaft) Unter einer Option versteht man im Finanzwesen das Recht (aber nicht die Verpflichtung) einer Vertragspartei (Optionsnehmer), einen Basiswert von der … Ethisches Investment Unter ethischem Investment versteht man Geldanlagen, die neben den wirtschaftlichen Anlagezielen Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit auch ethische bzw.