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Kurzfristige Erfolgsrechnung

Die kurzfristige Erfolgsrechnung verbindet die Kostenrechnung mit der Leistungsrechnung, indem sie Kosten und Leistungen eines Unternehmens für einen bestimmten …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Definition und Zweck
  2. 2. Durchführung und Formen
  3. 3. Abgrenzung zur Nachkalkulation
  4. 4. Bedeutung für Kontrolle und Steuerung

Definition und Zweck

Die kurzfristige Erfolgsrechnung ist in der Betriebswirtschaftslehre eine Erfolgsrechnung, deren Rechnungsperiode weniger als ein Jahr beträgt, zum Beispiel ein Quartal oder ein Monat. Sie dient dazu, den Erfolg eines Unternehmens nicht erst am Jahresende, sondern laufend zu ermitteln.

Materielle Unterschiede zwischen einer Erfolgsrechnung und einer kurzfristigen Erfolgsrechnung gibt es nicht. Der Unterschied liegt vor allem in der kürzeren Rechnungsperiode. Die kurzfristige Erfolgsrechnung kann Aufwand und Erträge oder Kosten und Erlöse gegenüberstellen und daraus den Periodenerfolg bestimmen.

Durchführung und Formen

Die kurzfristige Erfolgsrechnung wird über Zeiträume von weniger als einem Jahr erstellt, etwa vierteljährlich, monatlich oder sogar täglich. In der Praxis wird sie meist monatlich, mindestens jedoch quartalsweise vorgenommen.

Sie kann als kurzfristige Betriebsergebnisrechnung, als Kostenträgerzeitrechnung oder einfach als Deckungsbeitragsrechnung durchgeführt werden. Die Kostenträgerzeitrechnung betrachtet die Kosten für Kostenträger, also etwa Produkte oder Leistungen, innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Die Deckungsbeitragsrechnung stellt Erlöse und zurechenbare Kosten gegenüber, um zu zeigen, welchen Beitrag einzelne Produkte oder Bereiche zum Unternehmenserfolg leisten.

Abgrenzung zur Nachkalkulation

Die kurzfristige Erfolgsrechnung verbindet die Kostenträgerzeitrechnung mit der Erlösrechnung. Sie stellt Kosten und Erlöse gegenüber und ermittelt aus ihrem Saldo den Periodenerfolg.

Einige Autoren nennen die kurzfristige Erfolgsrechnung auch Nachkalkulation. Diese Gleichsetzung ist jedoch nicht genau: Die Nachkalkulation hat vor allem den Zweck, die Kosten eines Kostenträgers nachträglich genau zu ermitteln. Ihr fehlt die Erlösrechnung, die zur kurzfristigen Erfolgsrechnung dazugehört.

Bedeutung für Kontrolle und Steuerung

Die kurzfristige Erfolgsrechnung verbindet Kostenrechnung und Leistungsrechnung, indem sie Kosten und Leistungen eines Unternehmens für einen bestimmten Zeitraum gegenüberstellt. Dadurch lässt sich der Betriebserfolg ermitteln.

Zusätzlich zeigt sie, wie sich dieser Erfolg zusammensetzt, zum Beispiel nach Produktgruppen oder Erfolgsquellen. Deshalb ist sie ein Instrument der laufenden Kontrolle und Steuerung des Unternehmensprozesses.

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