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Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien
Im Oktober 2022 wurden die Religionspädagogin Andrea Lehner-Hartmann zur Dekanin und der Sozialethiker Alexander Filipović zum Vizedekan der Fakultät ernannt.
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Überblick und Bedeutung
Die Katholisch-Theologische Fakultät ist eine von 20 Fakultäten und Zentren der Universität Wien. Sie gehört zu den größten theologischen Fakultäten im deutschen Sprachraum. Die Fakultät versteht sich als Ort für Forschung und Studium im Dialog mit anderen Wissenschaften, mit der gesellschaftlichen Öffentlichkeit und mit der Kirche.
Im Oktober 2022 wurden Andrea Lehner-Hartmann, Religionspädagogin, zur Dekanin und Alexander Filipović, Sozialethiker, zum Vizedekan ernannt. An der Fakultät forschen und lehren etwa 70 Wissenschafterinnen und Wissenschafter. Sie arbeiten in sieben Instituten mit 15 Fachbereichen sowie in vier fakultären Forschungsschwerpunkten.
Die Fakultät ist außerdem an mehreren interdisziplinären Einrichtungen beteiligt: am Forschungszentrum „Religion and Transformation in Contemporary Society“, am Forschungszentrum Menschenrechte, an der Forschungsplattform „Ethik und Recht in der Medizin“ und am Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität Wien. 2017 studierten etwa 1000 Studierende aus rund 30 Ländern an der Fakultät.
Geschichte und Entwicklung
Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien wurde von Herzog Albrecht III. gegründet. Die kirchliche Bewilligung erfolgte am 21. Februar 1384 durch Papst Urban VI. Damit ist sie die älteste theologische Fakultät im heutigen deutschen Sprach- und Kulturraum; die Universität Prag wurde bereits 1348 gegründet.
Mit 1. Oktober 2024 soll das Institut für Islamisch-Theologische Studien Teil der Katholisch-Theologischen Fakultät werden. Bis dahin war es an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät verankert.
Forschung
Die Fakultät arbeitet mit vier Forschungsschwerpunkten. Ein Forschungsschwerpunkt bündelt wissenschaftliche Arbeit zu einem bestimmten Thema.
Die genannten Schwerpunkte sind: Ethik in religiösen und säkularen Kontexten; Religion und Transformation, mit Stand von 2021 im Rahmen des Forschungszentrums „Religion and Transformation in Contemporary Society“; Text und Mystik; sowie Theologische Mediävistik. Mediävistik bezeichnet die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Mittelalter.
Die Fakultät ist auch an zwei wissenschaftlichen Buchreihen beteiligt: „Wiener Forum für Theologie und Religionswissenschaft“ sowie „Religion and Transformation in Contemporary European Society“.
Studienangebot
Das Studienangebot umfasst 12 theologische und religionswissenschaftliche Studienrichtungen in mehreren Studienformen: Bachelor-, Master-, Diplom-, Doktorats- und PhD-Studien. Dazu kommen zwei religionswissenschaftliche Erweiterungscurricula, also ergänzende Studienangebote.
Im Diplomstudium wird Katholische Fachtheologie angeboten, darunter die Version 15W und eine auslaufende Version.
Zu den Bachelorstudien gehören Religionspädagogik mit Schwerpunkt Katholische Religionspädagogik, Religionspädagogik mit Schwerpunkt Pädagogik der Religionen, Lehramt Unterrichtsfach Katholische Religion, Islamisch-Theologische Studien und Alevitisch-Theologische Studien. „Auslaufende Versionen“ bedeutet, dass ältere Studienpläne noch bestehen, aber nicht dauerhaft weitergeführt werden.
Zu den Masterstudien gehören Religionspädagogik mit Schwerpunkt Katholische Religionspädagogik, Religionspädagogik mit Schwerpunkt Orthodoxe Religionspädagogik, Unterrichtsfach Katholische Religion, Theologische Spezialisierung, Religionswissenschaft und Islamische Religionspädagogik. Im Bereich Doktorats- und PhD-Studien werden Theologische Studien und Religionsforschung genannt. Die Erweiterungscurricula Religionswissenschaft heißen „Grundlagen und Methoden der Religionswissenschaft“ und „Hauptthemen der Religionsgeschichte“.
Institute und Fachbereiche
Die Fakultät ist in sieben Institute mit insgesamt 15 Fachbereichen gegliedert. Alle Institute sind im Universitätsgebäude Schenkenstraße 8–10, 1010 Wien, untergebracht.
Zu den Instituten gehören das Institut für Bibelwissenschaft, das Institut für Interkulturelle Religionsphilosophie, das Institut für Historische Theologie, das Institut für Islamisch-Theologische Studien, das Institut für Kirchenrecht und Religionsrecht, das Institut für Praktische Theologie, das Institut für Religionswissenschaft sowie das Institut für Systematische Theologie und Ethik. Der Artikel nennt außerdem das Forschungszentrum Religion und Transformation.
Wichtige Fachbereiche sind unter anderem Altes Testament und Neues Testament, Kirchengeschichte, Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie, Theologie und Geschichte des Christlichen Ostens, Theologie der Spiritualität, Pastoraltheologie und Kerygmatik, Religionspädagogik und Katechetik, Dogmatik und Dogmengeschichte, Sozialethik, Theologische Ethik und Theologische Grundlagenforschung. Diese Gliederung zeigt, dass die Fakultät sowohl biblische, historische, praktische, rechtliche, systematische und religionswissenschaftliche Themen behandelt.
Besonderheit und frühere Lehrende
Der Artikel nennt eine lange Liste ehemaliger Lehrender an der Fakultät. Dazu gehören Personen aus verschiedenen theologischen und verwandten Fachrichtungen, etwa Alttestamentler, Neutestamentler, Kirchenhistoriker, Kirchenrechtler, Religionspädagogen, Dogmatiker, Ethiker, Fundamentaltheologen, Moraltheologen, Liturgiewissenschafter und Religionswissenschafter. Diese Liste zeigt die lange wissenschaftliche Tradition der Fakultät, wird aber im Artikel vor allem als Namensliste dargestellt.
Eine besondere Ausstattung der Fakultät ist das Gemälde „Theologie“ von Franz Matsch im Sitzungssaal. Es ist als einziges von vier Gemälden der sogenannten Fakultätsbilder im Original erhalten geblieben.