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Hyperbel (Sprache)
In der Sprachwissenschaft wird als Hyperbel das rhetorische Stilmittel der Übertreibung bezeichnet. Das zugehörige Adjektiv ist hyperbolisch.
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Definition und Funktion
Eine Hyperbel ist in der Sprachwissenschaft ein rhetorisches Stilmittel der Übertreibung; das Adjektiv lautet „hyperbolisch“. Ihr Gegensatz ist die Untertreibung. In literarischen Texten wird die Hyperbel häufig als extreme, wörtlich meist unglaubwürdige oder unmögliche Übertreibung verwendet. Sie soll etwas Außergewöhnliches oder Außerordentliches darstellen oder besonders hervorheben. Dabei kommen oft Metaphern oder ausführte Vergleiche zum Einsatz. In der Rhetorik gehört die Hyperbel zu den Tropen.
Beispiele
Literarische Beispiele sind Heinrich Heines Beschreibung eines so dünnen Schneidergesellen, „dass die Sterne durchschimmern konnten“, Hans Christian Andersens Hund mit Augen „so groß wie Mühlräder“ sowie R. W. Emersons „Schuss, der um die ganze Welt gehört wurde“, der sich auf den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bezieht.
Auch in der Bibel finden sich Hyperbeln: der „Splitter“ und der „Balken“ im Auge, das Kamel, das eher durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt, sowie die verblendeten Führer, die „Mücken aussieben, aber Kamele verschlucken“.
In der Alltagssprache erscheinen Übertreibungen unter anderem in „todmüde“, „blitzschnell“, „Schneckentempo“, „unendlich lang“, „wie Sand am Meer“, „ein Meer von Tränen“ und „Ich habe dir das schon tausend Mal gesagt.“