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Horn (Musik)

Horn ist ein unspezifischer Begriff für diverse Blasinstrumente, die als Musikinstrumente und Signalgeräte verwendet werden.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Grundprinzip
  2. 2. Naturhörner
  3. 3. Blechblasinstrumente mit Klappen oder Ventilen
  4. 4. Weitere Instrumente und Signalgeräte

Begriff und Grundprinzip

„Horn“ ist ein unspezifischer Sammelbegriff für verschiedene Blasinstrumente. Sie werden sowohl als Musikinstrumente als auch als Signalgeräte verwendet. Ursprünglich bezeichnete der Begriff Instrumente aus den Hörnern von Tieren; später wurde er auch auf Instrumente mit entsprechender Bauform unabhängig vom verwendeten Material übertragen.

Das natürliche Tierhorn ist ein hohler Überzug aus Hornsubstanz über einem Knochenzapfen. Weil sich dieser Überzug leicht ablösen lässt, wurde er zur Lauterzeugung genutzt. Dazu wird die Spitze geöffnet und als Mundstück verwendet. Die konische Form des Horns wirkt als Schallverstärker und bildet einen Schalltrichter. Dieses Bauprinzip wird in analoger Form auch bei Lautsprechern verwendet.

Ein Beispiel für ein Blasinstrument aus Tierhorn ist der jüdische Schofar. Die Abgrenzung zwischen verschiedenen Hornarten richtet sich nicht immer eindeutig nach ihrer Form oder ihrem Material.

Naturhörner

Naturhörner sind Blechblasinstrumente ohne Klappen und ohne Ventile. Ihre Tonhöhe wird daher nicht durch Klappen- oder Ventilmechanismen verändert. Sie dienen als Signal- oder Musikinstrumente und gehören zu den Naturtoninstrumenten.

Die Grenze zwischen eher zylindrisch geformten Naturtrompeten und eher konisch geformten Naturhörnern ist unscharf. Deshalb ist diese Einteilung bei Naturtoninstrumenten allgemein nur eingeschränkt geeignet.

Zu den im Artikel genannten Naturhörnern und verwandten Instrumenten zählen Alphorn, Barockhorn, Clairon, Corno da caccia, Cornu, Didgeridoo, Dord, Dung, Elfenbeintrompete, Hifthorn, Inventionshorn, Jagdhorn, Lure, Olifant, Parforcehorn, Fürst-Pless-Horn beziehungsweise Plesshorn, Trompe de Chasse, Middewinterhorn beziehungsweise Dewertshorn und Adventshorn, Phalaphala, Posthorn, Russische Hörner, Schneckenhorn beziehungsweise Schneckentrompete und Schofar. Das Büffelhorn, auf Tetum „karau dikur“, wird in Osttimor als Signalinstrument und zur Begleitung ritueller Tänze eingesetzt. Das Parforcehorn ist ein Jagdhorn und direkter Vorläufer des Waldhorns.

Blechblasinstrumente mit Klappen oder Ventilen

Bei modernen oder weiterentwickelten Blechblasinstrumenten kann die Tonhöhe mithilfe von Klappen oder Ventilen verändert werden. Instrumente mit Klappen werden als Klappenhörner, Instrumente mit Ventilen als Ventilhörner bezeichnet.

Zu den Klappenhörnern gehören Basshorn, Bügelhörner mit Klappen, Kenthorn, Waldhorn mit Klappen, Ophikleide und der Serpent in einer späten Bauform.

Zu den Bügelhörnern mit Ventilen und den Ventilhörnern zählen Althorn, Baritonhorn oder Baryton, Euphonium, Flügelhorn, Tenorhorn, Tuba, Horn beziehungsweise Waldhorn, Wagnertuba und Kornett. Diese Instrumente gehören trotz ihrer unterschiedlichen Bauformen zur Gruppe der Blechblasinstrumente, weil ihre Tonerzeugung auf der schwingenden Bewegung der Lippen am Mundstück beruht.

Weitere Instrumente und Signalgeräte

Nicht alle Instrumente, die „Horn“ genannt werden, sind Blechblasinstrumente. Das Bassetthorn, Englischhorn und Krummhorn sind Rohrblattinstrumente. Rohrblattinstrumente erzeugen den Ton mithilfe eines einfachen oder doppelten Rohrblatts. Das Gemshorn ist dagegen eine Flöte. Außerdem tragen mehrere Orgelregister die Bezeichnung „Horn“; umgangssprachlich kann auch das Saxophon so genannt werden.

Als Signalgeräte werden Aufschlaghorn, Diaphon, Folgetonhorn, Megafon, Nebelhorn und Vuvuzela bezeichnet. Das Diaphon gehört zu den Membranopipes. Das Folgetonhorn ist auch als Martinshorn bekannt, das Megafon als Flüstertüte. Diese Beispiele zeigen, dass „Horn“ nicht nur eine bestimmte Instrumentenfamilie bezeichnet, sondern verschiedene Blasinstrumente und Geräte mit sehr unterschiedlichen Bauweisen und Funktionen zusammenfasst.

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