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Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach
Mit über 1300 Schülern ist das Hans-Thoma-Gymnasium das größte Gymnasium in Südbaden. Zusammen mit dem benachbarten Hebel-Gymnasium und der Theodor-Heuss …
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Überblick und Schulangebot
Das Hans-Thoma-Gymnasium (HTG) ist ein allgemeinbildendes Gymnasium in Lörrach, Baden-Württemberg. Es wurde 1899 gegründet, trägt den Namen des aus dem Schwarzwald stammenden Malers und Graphikers Hans Thoma und hat die Schulnummer 04106161. Die Schule befindet sich in der Baumgartnerstraße 26 bei 47° 36′ 29″ N, 7° 39′ 50″ O.
Mit über 1300 Schülerinnen und Schülern sowie etwa 130 Lehrkräften ist das HTG das größte Gymnasium in Südbaden. Leiterin ist seit 2025 Annette Schuck. Zusammen mit dem benachbarten Hebel-Gymnasium und der Theodor-Heuss-Realschule gehört es zum Campus Rosenfels.
Das Gymnasium war bis 1997 mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichtet und bietet seitdem zusätzlich einen neusprachlichen Zweig an. Französisch kann wegen der Nähe zu Frankreich seit dem Schuljahr 1971/1972 als erste Fremdsprache gewählt werden. Seit 2018/2019 gibt es außerdem das Profilfach IMP, das Mathematik, Physik und Informatik kombiniert. Besonders in der Oberstufe arbeitet das HTG mit dem Hebel-Gymnasium zusammen.
Entwicklung der Schule
Die Schule hieß zunächst Bürgerschule. 1912 wurde sie in Realschule umbenannt, ab dem Schuljahr 1927/1928 in Oberrealschule. 1929 legten zehn Schülerinnen und Schüler das erste Abitur ab. Seit 1948 trägt die Schule ihren heutigen Namen.
Das alte Schulgebäude an der Baumgartnerstraße und die alte Sporthalle entstanden von 1909 bis 1911 im Jugendstil und stehen unter Denkmalschutz. Große Erweiterungsbauten erhöhten die Kapazität 1966 sowie 1999/2000 erheblich. 2012 kam das Gebäude TonArt hinzu, das von HTG, Hebel-Gymnasium und Theodor-Heuss-Realschule als Kunst- und Musikbau genutzt wird.
Seit April 2007 ist dem HTG das Schülerforschungszentrum „phaenovum“ Lörrach-Dreiländereck e. V. angegliedert. Es soll junge Menschen für Wissenschaft und Forschung fördern und arbeitet in den Bereichen Physik/NanoSciences, Life Sciences/Biologie und Chemie sowie Informationstechnik/Robotik. Für internationale Schülerbegegnungen kooperiert die Schule mit Lörrach International.
Die gemeinsame Mensa von Hans-Thoma-Gymnasium und Hebel-Gymnasium wurde in den Pfingstferien 2008 fertiggestellt. Ihre Schülerkantine bietet etwa 120 Plätze; durch Ausbaumöglichkeiten könnte sie die doppelte Zahl von Schülerinnen und Schülern versorgen. Ein von der Schule organisierter 24-Stunden-Lauf im Juli 2008 erbrachte für eine neue Schülerbibliothek etwa 30.000 Euro; dabei wurden über 10.000 km gelaufen.
Gebäude und Ausstattung
Die Gebäude gliedern sich in den Altbau „A“, den naturwissenschaftlichen Bau „NW“, den Neubau „N“ sowie das TonArt für Musik und Kunst. Der 38,5 Meter hohe Turm ist die architektonische Dominante des Altbaus. Neben der alten Halle stehen für den Sportunterricht die größere Rosenfelshalle und der Sportplatz zur Verfügung, die mit dem Hebel-Gymnasium genutzt werden.
Der Altbau entstand 1909/10 nach Plänen des Stadtbaudirektors Himbeck. Seine Architektur setzte sich von dem Historismus des 19. Jahrhunderts ab, nahm aber zugleich regionale Bautraditionen auf. Dazu gehören das Schwarzwaldhausdach, ein Halbwalmdach, über dem Mittelbau und das an den Turmhelm der evangelischen Stadtkirche erinnernde Pyramidendach des Turms. Jugendstileinfluss zeigt sich am Dekor der Portalzone; schmucklose Fensterbänder gelten als Zeichen einer Tendenz zur Versachlichung.
Leitung und Auszeichnungen
Schulleiter seit 1928 waren Paul Mayer (1928–1948), Heinrich Funck (1948–1961), Alfred Klar (1961–1970), Joseph Heimerl (1971–1977), Oskar Keller (1978–1992), Georg Raith (1992–2002), Hubert Bernnat (2002–2015), Frank Braun (2015–2025) und seit 2025 Annette Schuck.
Drei Schüler des HTG erreichten 2015 beim Landeswettbewerb Jugend forscht in Stuttgart einen ersten Platz. Am 27. Mai 2018 belegte die Schule den 2. Platz bei „Jugend forscht Schule 2018“, dem Schulpreis der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Nach zwei Schülern wurden 2022 wegen ihrer Platzierungen bei der Intel International Science and Engineering Fair 2018 die Asteroiden (34484) Kubetzko und (34488) Lennartresch benannt.