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Dipol-Dipol-Kräfte

Bei den polaren Bindungen werden die Bindungselektronen zu dem elektronegativeren Atom hin angezogen. Dadurch erhält das Molekül eine negative und eine positive …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Grundidee
  2. 2. Einordnung
  3. 3. Polare Bindungen
  4. 4. Voraussetzung für einen Dipol

Grundidee

Dipol-Dipol-Kräfte, auch Dipol-Dipol-Wechselwirkungen, Keesom-Kräfte oder Keesom-Wechselwirkungen genannt, sind Kräfte zwischen Molekülen mit einem permanenten elektrischen Dipolmoment. Ein Dipolmoment bedeutet, dass in einem Molekül ein Bereich mit negativer Partialladung und ein Bereich mit positiver Partialladung vorhanden ist. Die Stärke dieser Kräfte hängt von der Entfernung der Moleküle und von der relativen Orientierung ihrer Dipole ab.

Einordnung

Dipol-Dipol-Kräfte gehören zu den zwischenmolekularen Kräften. Sie sind schwächer als die Kräfte bei Wasserstoffbrückenbindungen, aber stärker als London-Kräfte, die als Van-der-Waals-Kräfte im engeren Sinne bezeichnet werden. Für magnetische Dipol-Dipol-Wechselwirkungen, zum Beispiel in paramagnetischen oder ferromagnetischen Festkörpern, gilt etwas Analoges.

Polare Bindungen

Bei Atombindungen innerhalb von Molekülen unterscheidet man nach der Differenz der Elektronegativität. Kovalente oder unpolare Bindungen haben eine Elektronegativitätsdifferenz von 0,0 bis 0,4. Polare Bindungen haben eine Elektronegativitätsdifferenz von 0,4 bis 1,7.

Bei polaren Bindungen werden die Bindungselektronen stärker zu dem elektronegativeren Atom hingezogen. Dadurch entstehen im Molekül eine negative und eine positive Partialladung.

Voraussetzung für einen Dipol

Ein Molekül ist erst dann ein Dipol, wenn ein Ersatzvektor gebildet werden kann. Anders gesagt: Die negativen und positiven Ladungsschwerpunkte dürfen nicht auf einen Punkt zusammenfallen. Als Beispiel nennt der Artikel Wasser: Das Wasser-Molekül besitzt ein intrinsisches Dipolmoment. Das CH4-Molekül besitzt dagegen kein solches Dipolmoment.

Lernvideos zu Dipol-Dipol-Kräfte

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