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Dipol-Dipol-Wechselwirkungen
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 47 Zeilen
- So Leute, jetzt gibt's erstmal was zu tun. Schnappt euch einen Luftballon, pustet den richtig gut auf und bindet
- ihn zu. Jetzt treibt ihr den am Kopf und ladet den so auf. Anstatt mit dem jetzt die Frisur zu verschönern, haltet ihr
- den nebenen Wasserstrahl aus dem Wasserharn und schauen was passiert. Am besten hier Pause drücken, wenn ihr es
- macht. Ansonsten kommt hier sofort die Auflösung. Der Wasserstrahl wird zum Ballon hin abgelenkt. Was da passiert,
- warum das so ist und was das alles mit Chemie zu tun hat, klären wir jetzt. Wenn ihr den Luftballon reibt, dann
- ladet ihr ihn elektrisch auf. Nennt man auch elektrostatische Aufladung, bestimmt schon gehört. Die kommt
- übrigens zustande, wenn bei enger Berührung von zwei unterschiedlichen Stoffen Elektronen von einem Stoff auf
- den anderen übergehen und zwar logischerweise Formstoff, der sie nicht so gut festhalten kann auf den, der die
- Stärke anzieht, aber das ist jetzt gerade nicht wirklich Thema. Jedenfalls zieht der Ballon z.B. dadurch Haare an
- oder klebt an der Decke. Wichtig jetzt, der hat eine Ladung. Sagen wir mal beispielsweise eine negative. Wenn wir
- das Ding jetzt neben den Strahl halten, dann wird der Strahl in die Richtung abgelenkt. Also irgendwelche Kräfte in
- den Wassermolekülen müssen mit dem Ballon und seiner Ladung zusammenwirken. Aber unsere Wassermoleküle haben keine
- echten Ladung, sind ja ungeladene Moleküle. Wieso werden die dann trotzdem angezogen? Dafür schauen wir uns so ein
- Wassermolekül und seine Bindungen mal ganz genau an. Wir wissen ja, dass es beim Wasser zweimal die Bindung zwischen
- einem Wasserstoffatom und einem Sauerstoffatom gibt. Die Bindung ist eine
- Elektronenpaarbindung, also beide Atome teilen sich hier ein Elektronenpaar. Jetzt ist aber der Sauerstoff viel
- elektronegativer als der Wasserstoff. Und da die Elektronegativität ein Maß dafür ist, Elektronen zu sich zu ziehen,
- sind die Elektronen weiter am Sauerstoff als am Wasserstoff. Soweit so gut. Jetzt sind die Elektronen aber, wie ihr wisst,
- negativ geladen. Wenn die dann näher am Sauerstoff sind, ist da mehr negative Ladung. Deshalb bekommt der Sauerstoff
- hier auch ein griechisches Delta. Sieht so aus mit einem Minus dran. Das steht eben für eine negative Teilladung, auch
- Partialladung genannt. Wenn das Teilchen aber am Sauerstoff ein bisschen negativer ist, weil hier die Elektronen
- näher sind, dann muss es beim Wasserstoff natürlich positiver sein. Deshalb hier wieder das griechische
- Delta, aber halt mit einem Plus hin. Um das Ganze noch weiter zu verdeutlichen, kann man auch die Kilschreibweise
- benutzen. Dafür einfach das dickere Ende von dem K dahin, wo die Elektronen stärker angezogen werden. Also in
- unserem Fall zum Sauerstoff. Da man die aber zu schnell mit räumlichen Ausrichtung verwechseln kann, nimmt man
- lieber die griechischen Deltas. Wenn wir nun beide Bindungen im Wassermolekül betrachten, dann bekommen wir sowas. Auf
- der Seite der Wasserstoffatome haben wir eine positive Teilladung und auf der Seite des Werstoffs eine negative.
- Deshalb wird Wasser auch Depol genannt. Auf der einen Seite positiv, auf der anderen negativ, wie bei Magneten eben.
- Deshalb kann man die Moleküle auch so vereinfachen. Und wenn man sich nun erklären soll, was
- mit dem Wasserstrahl neben dem negativ geladenen Luftballon passiert, dann checkt man das auch. Da sich positive
- und negative Ladungen anziehen, ziehen im Wasserstrahl die positiven Enden der Wassermoleküle zum negativen Ballon hin.
- Wenn wir da eine positive Ladung neben den Wasserstrahl halten würden, würde er trotzdem in dieselbe Richtung abgelenkt
- werden. Nur würden hier eben die negativen Seiten angezogen werden. Das war jetzt aber nicht wirklich eine Depol
- Depol Wechselwirkung, sondern eine Depol Wechselwirkung mit einem wirklich geladenen Stoff. Das geht also
- offensichtlich auch. Es gibt noch viele andere Dipole, nicht nur Wasser. Betrachten wir also ein echtes Beispiel,
- die Depol Wechselwirkung zwischen Chlor Wasserstoffmolekülen. Das Chlor ist elektronegativer, zieht
- also die Elektronen näher zu sich und bekommt eine negative Partialladung. Deshalb hat eben auch der Wasserstoff
- eine positive Ladung. Jetzt richten sich die negativen und positiven Enden der Moleküle so aus, dass es zwischen den
- einzelnen Molekülen Anziehungskräfte gibt. Die sind hier gestrichelt dargestellt. Zwar sind die
- Wechselwirkungen hier schwächer als echte Bindungen, aber dafür stärker als Wand der Wahlswechselwirkung.
- Moleküle, bei denen keine oder nur eine sehr kleine Elektronegativitätsdifferenz auftritt, sind keine Dipole. Das ist so
- bei Molekülen aus gleichen oder sehr ähnlichen Atomen wie bei H2. Hier ziehen beide Seiten gleichstark, deshalb gibt
- es keine Partialladung. Insgesamt ist es für die Chemie aber wichtig zu wissen, ob es sich bei einem Stoff um ein Dipol
- handelt oder nicht. Denn für die Löslichkeit von Stoffen in verschiedenen Lösungsmitteln spielt das eine Rolle,
- genauso wie für die Anziehungskräfte der Moleküle unter sich und die beeinflussen Schmelz und Siedepunkte. Zudem sind
- Wasserstoffbrückenbindungen ein Sonderfall der Depol Wechselwirkung. Mehr dazu erfahrt ihr aber hier in dem
- Video. Wenn ihr den Versuch gemacht habt und der bei euch geklappt hat, dann schreibt in die Comments #supergeil.
Zum Nachlesen
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