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Dipol-Dipol-Wechselwirkungen

Chemie - simpleclub5:00 1 Mio. Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 47 Zeilen
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  1. So Leute, jetzt gibt's erstmal was zu tun. Schnappt euch einen Luftballon, pustet den richtig gut auf und bindet
  2. ihn zu. Jetzt treibt ihr den am Kopf und ladet den so auf. Anstatt mit dem jetzt die Frisur zu verschönern, haltet ihr
  3. den nebenen Wasserstrahl aus dem Wasserharn und schauen was passiert. Am besten hier Pause drücken, wenn ihr es
  4. macht. Ansonsten kommt hier sofort die Auflösung. Der Wasserstrahl wird zum Ballon hin abgelenkt. Was da passiert,
  5. warum das so ist und was das alles mit Chemie zu tun hat, klären wir jetzt. Wenn ihr den Luftballon reibt, dann
  6. ladet ihr ihn elektrisch auf. Nennt man auch elektrostatische Aufladung, bestimmt schon gehört. Die kommt
  7. übrigens zustande, wenn bei enger Berührung von zwei unterschiedlichen Stoffen Elektronen von einem Stoff auf
  8. den anderen übergehen und zwar logischerweise Formstoff, der sie nicht so gut festhalten kann auf den, der die
  9. Stärke anzieht, aber das ist jetzt gerade nicht wirklich Thema. Jedenfalls zieht der Ballon z.B. dadurch Haare an
  10. oder klebt an der Decke. Wichtig jetzt, der hat eine Ladung. Sagen wir mal beispielsweise eine negative. Wenn wir
  11. das Ding jetzt neben den Strahl halten, dann wird der Strahl in die Richtung abgelenkt. Also irgendwelche Kräfte in
  12. den Wassermolekülen müssen mit dem Ballon und seiner Ladung zusammenwirken. Aber unsere Wassermoleküle haben keine
  13. echten Ladung, sind ja ungeladene Moleküle. Wieso werden die dann trotzdem angezogen? Dafür schauen wir uns so ein
  14. Wassermolekül und seine Bindungen mal ganz genau an. Wir wissen ja, dass es beim Wasser zweimal die Bindung zwischen
  15. einem Wasserstoffatom und einem Sauerstoffatom gibt. Die Bindung ist eine
  16. Elektronenpaarbindung, also beide Atome teilen sich hier ein Elektronenpaar. Jetzt ist aber der Sauerstoff viel
  17. elektronegativer als der Wasserstoff. Und da die Elektronegativität ein Maß dafür ist, Elektronen zu sich zu ziehen,
  18. sind die Elektronen weiter am Sauerstoff als am Wasserstoff. Soweit so gut. Jetzt sind die Elektronen aber, wie ihr wisst,
  19. negativ geladen. Wenn die dann näher am Sauerstoff sind, ist da mehr negative Ladung. Deshalb bekommt der Sauerstoff
  20. hier auch ein griechisches Delta. Sieht so aus mit einem Minus dran. Das steht eben für eine negative Teilladung, auch
  21. Partialladung genannt. Wenn das Teilchen aber am Sauerstoff ein bisschen negativer ist, weil hier die Elektronen
  22. näher sind, dann muss es beim Wasserstoff natürlich positiver sein. Deshalb hier wieder das griechische
  23. Delta, aber halt mit einem Plus hin. Um das Ganze noch weiter zu verdeutlichen, kann man auch die Kilschreibweise
  24. benutzen. Dafür einfach das dickere Ende von dem K dahin, wo die Elektronen stärker angezogen werden. Also in
  25. unserem Fall zum Sauerstoff. Da man die aber zu schnell mit räumlichen Ausrichtung verwechseln kann, nimmt man
  26. lieber die griechischen Deltas. Wenn wir nun beide Bindungen im Wassermolekül betrachten, dann bekommen wir sowas. Auf
  27. der Seite der Wasserstoffatome haben wir eine positive Teilladung und auf der Seite des Werstoffs eine negative.
  28. Deshalb wird Wasser auch Depol genannt. Auf der einen Seite positiv, auf der anderen negativ, wie bei Magneten eben.
  29. Deshalb kann man die Moleküle auch so vereinfachen. Und wenn man sich nun erklären soll, was
  30. mit dem Wasserstrahl neben dem negativ geladenen Luftballon passiert, dann checkt man das auch. Da sich positive
  31. und negative Ladungen anziehen, ziehen im Wasserstrahl die positiven Enden der Wassermoleküle zum negativen Ballon hin.
  32. Wenn wir da eine positive Ladung neben den Wasserstrahl halten würden, würde er trotzdem in dieselbe Richtung abgelenkt
  33. werden. Nur würden hier eben die negativen Seiten angezogen werden. Das war jetzt aber nicht wirklich eine Depol
  34. Depol Wechselwirkung, sondern eine Depol Wechselwirkung mit einem wirklich geladenen Stoff. Das geht also
  35. offensichtlich auch. Es gibt noch viele andere Dipole, nicht nur Wasser. Betrachten wir also ein echtes Beispiel,
  36. die Depol Wechselwirkung zwischen Chlor Wasserstoffmolekülen. Das Chlor ist elektronegativer, zieht
  37. also die Elektronen näher zu sich und bekommt eine negative Partialladung. Deshalb hat eben auch der Wasserstoff
  38. eine positive Ladung. Jetzt richten sich die negativen und positiven Enden der Moleküle so aus, dass es zwischen den
  39. einzelnen Molekülen Anziehungskräfte gibt. Die sind hier gestrichelt dargestellt. Zwar sind die
  40. Wechselwirkungen hier schwächer als echte Bindungen, aber dafür stärker als Wand der Wahlswechselwirkung.
  41. Moleküle, bei denen keine oder nur eine sehr kleine Elektronegativitätsdifferenz auftritt, sind keine Dipole. Das ist so
  42. bei Molekülen aus gleichen oder sehr ähnlichen Atomen wie bei H2. Hier ziehen beide Seiten gleichstark, deshalb gibt
  43. es keine Partialladung. Insgesamt ist es für die Chemie aber wichtig zu wissen, ob es sich bei einem Stoff um ein Dipol
  44. handelt oder nicht. Denn für die Löslichkeit von Stoffen in verschiedenen Lösungsmitteln spielt das eine Rolle,
  45. genauso wie für die Anziehungskräfte der Moleküle unter sich und die beeinflussen Schmelz und Siedepunkte. Zudem sind
  46. Wasserstoffbrückenbindungen ein Sonderfall der Depol Wechselwirkung. Mehr dazu erfahrt ihr aber hier in dem
  47. Video. Wenn ihr den Versuch gemacht habt und der bei euch geklappt hat, dann schreibt in die Comments #supergeil.

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