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Der Steppenwolf (Film)

Der Steppenwolf ist ein Filmdrama aus dem Jahr 1974. Die internationale Produktion ist die Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von 1927 des …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Handlung
  3. 3. Produktion
  4. 4. Einordnung der Kritiken

Überblick

Der Steppenwolf ist ein Filmdrama aus dem Jahr 1974. Es handelt sich um eine internationale Produktion aus den USA, Frankreich, der Schweiz und Großbritannien. Der Film ist eine Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von Hermann Hesse aus dem Jahr 1927. Hesse war Literaturnobelpreisträger. Die Hauptrolle des Harry Haller spielt der schwedische Schauspieler Max von Sydow.

Der Film hat eine Länge von 107 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Regie und Drehbuch stammen von Fred Haines. Produziert wurde der Film von Melvin Fishman und Richard Herland. Die Musik komponierte George Gruntz, die Kamera führte Tomislav Pinter, der Schnitt stammt von Irving Lerner.

Handlung

Im Mittelpunkt steht Harry Haller, der unter innerer Zerrissenheit leidet. Er sieht sich selbst als Mischwesen: einerseits als Mensch, andererseits als metaphorischen „Steppenwolf“. Mit diesem Bild beschreibt er einen Teil seiner Persönlichkeit, der sich nicht an das Bürgertum anpassen will. Gleichzeitig fühlt er sich klassischer Literatur und Musik verbunden.

Weil Harry Haller sein seelisches Leiden beenden möchte, beschließt er, sich an seinem 50. Geburtstag das Leben zu nehmen. Vorher begegnet er jedoch Hermine. Sie führt ihn in eine Welt ein, die ihm zunächst „platt“ erscheint, und konfrontiert ihn mit dem normalen, bürgerlichen Leben.

Harry reagiert zuerst skeptisch. Besonders Hermines Freund Pablo, ein Jazzsaxofonist, erscheint ihm oberflächlich. Allmählich lernt Harry jedoch von diesen neuen Bekanntschaften und beginnt, sich ihnen anzupassen. Gegen Ende gelangt er in ein „Magisches Theater“. Dort lassen sich Realität und Illusion nicht mehr klar unterscheiden. Nach den verwirrenden Erlebnissen erkennt Harry, dass er das Leben mit Humor nehmen muss. Damit endet der Film.

Produktion

Der Film wurde 1973 gedreht. Drehorte waren Basel, unter anderem der Innenhof des Rathauses, sowie das Studio Hamburg.

Eine wichtige gestalterische Rolle spielt die Sequenz „Magisches Theater“. Die Hintergrunddarstellungen für diese Szene wurden von dem Maler Mati Klarwein gestaltet.

Einordnung der Kritiken

Die Kritiken fallen unterschiedlich aus. Die San Francisco Chronicle lobte den Film als „brillante Adaption des Hesse-Romans“. Der Boston Globe beschrieb ihn als „schön, einfallsreich und bereichernd“.

Das Lexikon des internationalen Films bewertete die Verfilmung deutlich kritischer. Es ordnete sie als Literaturverfilmung im Zusammenhang mit der Hermann-Hesse-Renaissance der 1970er Jahre ein. Kritisiert wurde vor allem die starke Worttreue: Durch die genaue Bebilderung des Textes komme die gedankliche Annäherung an den existentiellen Inhalt der Buchvorlage zu kurz. Auch die elektronisch farbmanipulierten Traumbilder des „Magischen Theaters“ würden Hallers visionäre Zustände nicht wirklich erfahrbar machen, sondern wirkten nur wie theatralische Kulissen. Selbst der gute Hauptdarsteller könne das mangelnde dramaturgische Konzept laut dieser Kritik nicht ausgleichen.

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