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Demokratische Republik Kongo
Demographie · Bevölkerungsentwicklung, Fertilitäts- und Nettoreproduktionsraten von 1950 bis 2021; Schätzung der Vereinten Nationen 2022 · Bevölkerungspyramide …
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Staat und Lebensraum
Die Demokratische Republik Kongo ist eine Republik in Zentralafrika. Sie wird auch DR Kongo, DRK oder Congo-Kinshasa genannt, um sie von der benachbarten Republik Kongo zu unterscheiden. Mit 2.344.858 km² Fläche ist sie nach Algerien der zweitgrößte Staat Afrikas; 2025 wurde die Einwohnerzahl auf 112,8 Millionen geschätzt. Hauptstadt und wichtigstes Wirtschaftszentrum ist Kinshasa. Amtssprache ist Französisch; Kikongo ya leta, Lingala, Swahili und Tschiluba sind Nationalsprachen. Staatsoberhaupt ist Präsident Félix Tshisekedi, Premierministerin seit Juni 2024 Judith Tuluka Suminwa.
Das Land grenzt im Uhrzeigersinn an die Zentralafrikanische Republik, den Südsudan, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania, Sambia, Angola, den Atlantik und die Republik Kongo. Der Äquator durchquert das Staatsgebiet. Rund 60 Prozent des Landes nimmt das Kongobecken mit tropischem Regenwald ein; insgesamt sind etwa zwei Drittel der Fläche von tropischem Regen- und Höhenwald bedeckt. Die höchste Erhebung ist die Margherita-Spitze im Ruwenzori-Gebirge mit 5109 Metern. Der wichtigste Fluss ist der Kongo: Mit 4374 Kilometern Länge ist er nach dem Nil der zweitlängste Fluss Afrikas; nach Wasserführung ist er mit 39.160 m³/s der größte Fluss Afrikas und der zweitgrößte weltweit.
Das Klima ist überwiegend äquatorial: In vielen Regionen herrscht ein warmes, tropisches Feuchtklima mit etwa 20 °C in der Trockenzeit und rund 30 °C in der Regenzeit. Wegen der großen Landesfläche gibt es deutliche regionale Unterschiede: Im Äquatorgebiet fällt ganzjährig viel Regen, im Süden sind Trocken- und Regenzeit stärker ausgeprägt, der Osten ist durch Höhenklima kühler, und das kleine Küstengebiet im Westen ist durch den kalten Benguelastrom trockener.
Die Demokratische Republik Kongo gehört wegen ihrer großen Artenvielfalt zu den Megadiversitätsländern. Wichtige Schutzgebiete sind die Nationalparks Garamba, Kahuzi-Biéga, Salonga und Virunga sowie das Okapi-Wildtierreservat. Das Land beherbergt als weltweit einziges drei Menschenaffenarten: Östlicher Gorilla, Bonobo und Schimpanse. Viele Arten sind jedoch bedroht, unter anderem durch Wilderei, Bushmeat-Handel und den hohen Proteinbedarf einer stark wachsenden Bevölkerung. Im Januar 2025 kündigte die DR Kongo ein neues Schutzgebiet mit rund 108.000 km² Regenwald an.
Bevölkerung und Gesellschaft
Die DR Kongo hatte 2024 etwa 109,3 Millionen Einwohner und war damit der viertbevölkerungsreichste Staat Afrikas. Das jährliche Bevölkerungswachstum betrug +3,2 %. Die Bevölkerung ist sehr jung: 2024 lag das Medianalter bei 15,8 Jahren, 46 Prozent waren unter 15 Jahre alt und nur 3 Prozent älter als 64 Jahre. Die statistische Geburtenzahl lag 2024 bei 6,0 Kindern pro Frau. Die Lebenserwartung betrug 2024 insgesamt 62 Jahre, bei Frauen 64 und bei Männern 60 Jahre. Die letzte Volkszählung fand 1984 statt; damals lebten etwa 30 Millionen Menschen im Land.
Es gibt mehr als 200 Ethnien. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung werden zu den Bantu gezählt; wichtige Gruppen sind Baluba (18 Prozent), Bakongo (16 Prozent), Mongo (13 Prozent) und Banjaruanda (10 Prozent). Weitere Gruppen sprechen zentralsudanische Sprachen, außerdem gibt es Niloten und Mbuti. Die ethnischen Einteilungen wurden zum Teil in der Kolonialzeit konstruiert oder verstärkt. Rivalitäten zwischen Bevölkerungsgruppen, die schon von der belgischen Kolonialmacht geschürt wurden, gelten bis heute als ein Faktor für Konflikte.
Die Sprachenvielfalt ist groß: Insgesamt werden 214 Sprachen und Dialekte genannt. Französisch ist Amts-, Literatur- und Bildungssprache. Die vier Nationalsprachen sind Lingala, Kikongo ya leta, Swahili und Tschiluba. Lingala verbreitete sich besonders entlang der Flüsse und durch Medien und Musik; Swahili ist vor allem im Osten wichtig und wurde nach dem Ende des Mobutu-Regimes auch Armeesprache.
Die Bevölkerung zählt zu den ärmsten der Welt. 2026 konnten 26,5 Millionen Menschen, also etwa ein Viertel der Bevölkerung, ihren Grundnahrungsmittelbedarf nicht decken; mehr als 3,6 Millionen Menschen drohte der Hungertod. 2023 lebten laut Angaben des BMZ mehr als 60 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut, 40 Prozent galten als chronisch unterernährt. Das Sozialsystem ist faktisch kaum funktionsfähig. Viele staatliche Dienstleistungen werden direkt bezahlt; solche Zahlungen an Lehrer, Ärzte, Beamte oder Polizisten heißen im kongolesischen Französisch la motivation.
Auch Gesundheit und Bildung sind stark belastet. Ein öffentliches Gesundheitssystem ist kaum vorhanden; viele Einrichtungen wurden im Krieg zerstört. Es gibt nur etwa einen Arzt pro 10.000 Menschen. Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen ist begrenzt, wodurch Durchfallerkrankungen und Infektionskrankheiten verbreitet sind. Die Alphabetisierungsrate lag 2016 bei rund 77 Prozent, bei Männern 88,5 Prozent und bei Frauen 66,5 Prozent. Formal ist Grundbildung vorgeschrieben, aber viele Schulen erhalten keine staatliche Unterstützung, sodass Eltern Lehrer direkt bezahlen müssen. Universitäten existieren unter anderem in Kinshasa, Lubumbashi und Kisangani, doch Unterrichtsqualität, Ausstattung und Korruption gelten als große Probleme.
Geschichte und Konflikte
Vor der Kolonialzeit lebten im Gebiet der heutigen DR Kongo unter anderem Mbuti; später wanderten Bantuvölker ein. Ein bedeutendes vorkoloniales Staatswesen war das im 14. Jahrhundert gegründete Königreich Kongo. Im 15. Jahrhundert nahmen portugiesische Seefahrer um Diogo Cão Kontakt zur Kongomündung auf; 1491 begannen diplomatische Beziehungen zwischen Portugal und dem Kongoreich. Später wurde das Reich durch Sklavenhandel, äußere Einflüsse und innere Schwäche zerstört.
1885 machte König Leopold II. von Belgien das Gebiet nach der Kongokonferenz zu seinem privaten „Kongo-Freistaat“. Dieses Kolonialregime gilt als eines der grausamsten. Die Bevölkerung wurde rechtlos behandelt und im Kautschukboom brutal ausgebeutet; die sogenannten Kongogräuel lösten internationale Empörung aus. 1908 musste Leopold II. das Gebiet an Belgien abgeben, das es als Belgisch-Kongo weiterführte. Auch unter belgischer Herrschaft blieb politische Teilhabe der einheimischen Bevölkerung stark eingeschränkt.
Am 30. Juni 1960 wurde das Land als „Republik Kongo“ unabhängig. Joseph Kasavubu wurde Präsident, Patrice Lumumba erster Ministerpräsident. Wegen fehlender Fachkräfte, sezessionistischer Bewegungen, besonders in Katanga, und ausländischer Eingriffe zerfiel die junge Republik in eine Krise. Lumumba wurde abgesetzt, verhaftet, an Gegner ausgeliefert und ermordet; eine Beteiligung des belgischen Geheimdienstes wurde im Jahr 2000 bestätigt.
1965 putschte Joseph Mobutu und errichtete eine lange, kleptokratische Diktatur. 1971 benannte er das Land in Zaire um. Er schuf einen Einparteienstaat, betrieb Afrikanisierung und erhielt Unterstützung westlicher Staaten, weil er den sowjetischen Einfluss bekämpfte. Ab 1990 begann zwar eine angekündigte Demokratisierung, doch Mobutus Herrschaft endete erst 1997, als Laurent-Désiré Kabila mit Unterstützung verschiedener Gegner und der neuen ruandischen Tutsi-Regierung Zaire eroberte und wieder in Demokratische Republik Kongo umbenannte.
Ab 1998 folgte ein weiterer Krieg, weil sich frühere Verbündete zerstritten. Ruandisch gestützte Rebellen griffen von Osten an, Angola und Simbabwe unterstützten Kabila. Der Krieg wurde wegen der Beteiligung vieler afrikanischer Staaten als Afrikanischer Weltkrieg bezeichnet. 2003 endete er durch Verhandlungen und eine Übergangsregierung. Die Opferzahl ist unbekannt; Hochrechnungen sprechen von mehr als drei Millionen indirekten Kriegsopfern.
Im Osten dauern Konflikte in Kivu und Ituri bis heute an. Dort kämpfen staatliche Kräfte, lokale Milizen und Rebellengruppen, darunter die FDLR und seit 2012 die Bewegung 23. März (M23). Seit März 2022 kam es erneut zu Kämpfen mit M23; Anfang 2022 gab es insgesamt über sechs Millionen Binnenvertriebene im Land. Am 19. Mai 2024 scheiterte ein Putschversuch unter Führung des US-Bürgers Christian Malanga; Sicherheitskräfte töteten oder verhafteten mehrere Angreifer, zwei Polizisten starben.
Politik und Menschenrechte
Die Verfassung von 2006 beschreibt die DR Kongo als säkularen, demokratischen Rechtsstaat mit semipräsidentiellem Regierungssystem. Der Präsident wird direkt für fünf Jahre gewählt und kann einmal wiedergewählt werden. Das Parlament besteht aus Senat und Nationalversammlung. Der Senat hat 108 Mitglieder, die Nationalversammlung 500 Abgeordnete.
In der Praxis erfüllt der Staat laut Artikel die Merkmale einer Demokratie und eines Rechtsstaates kaum. Gewaltenteilung existiert vor allem theoretisch, die Justiz ist nicht unabhängig genug, Gesetze werden oft nicht durchgesetzt, und staatliche Institutionen sind korruptionsanfällig. Besonders im Osten ist die territoriale Kontrolle des Staates schwach; deshalb wird die DR Kongo als gescheiterter Staat bezeichnet.
Die ersten freien Wahlen seit 1965 fanden 2006 statt. Joseph Kabila gewann die Stichwahl mit 58,05 Prozent. 2011 wurde Kabila nach einer Verfassungsänderung wiedergewählt; dabei gab es Hinweise auf Unregelmäßigkeiten und Wahlbetrug. Die Wahlen, die eigentlich 2016 stattfinden sollten, wurden mehrfach verschoben und schließlich am 30. Dezember 2018 durchgeführt. Félix Tshisekedi wurde Präsident, doch das Ergebnis gilt im Artikel als offenbar grob gefälscht: Daten der katholischen Bischofskonferenz und der Wahlkommission deuteten auf eine Mehrheit für Martin Fayulu. 2023 wurde Tshisekedi wiedergewählt; auch hier kritisierte die katholische Bischofskonferenz CENCO Fälschung, Korruption in großem Maßstab und weitere schwere Mängel. Am 20. Januar 2024 wurde Tshisekedi für seine zweite Amtszeit vereidigt.
Internationale Indizes bewerten die politische Lage sehr kritisch. 2024 lag die DR Kongo im Fragile States Index bei 106,7 von 120 Punkten, also im Bereich „großer Alarm“. Der Demokratieindex 2024 gab 1,92 von 10 Punkten und stufte das Land als autoritäres Regime ein. Freedom in the World 2024 bewertete das Land mit 18 von 100 Punkten als unfrei. Der Korruptionswahrnehmungsindex 2025 lag bei 20 von 100 Punkten.
Die Menschenrechtslage ist besonders in Kriegsgebieten schwerwiegend. Vergewaltigung wird als Kriegswaffe eingesetzt; Vergewaltigung in der Ehe ist keine Straftat. Bewaffnete Gruppen und staatliche Sicherheitskräfte verüben Folter, Misshandlungen, Entführungen und Angriffe auf Zivilisten. In Gefängnissen herrschen oft unmenschliche Bedingungen. Berichte von Human Rights Watch und dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte dokumentieren schwerste Verbrechen, darunter gezielte Tötungen von Zivilisten. Homosexualität ist in der Demokratischen Republik Kongo legalisiert.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die DR Kongo ist sehr reich an Rohstoffen, gehört aber wegen Ausbeutung, Korruption, Kriegen und schnellem Bevölkerungswachstum zu den ärmsten Ländern der Welt. Das kaufkraftbereinigte Bruttoinlandsprodukt betrug 2023 etwa 177 Milliarden US-Dollar, das BIP pro Einwohner ungefähr 1.774 US-Dollar. Für 2024 wird in der Infobox ein nominales BIP von 74 Milliarden US-Dollar und ein BIP nach Kaufkraftparität von 195 Milliarden US-Dollar angegeben. Der HDI lag 2023 bei 0,522 und Rang 171. Seit Jahrzehnten ist die Inflation hoch; der US-Dollar dient deshalb häufig als Zweitwährung und Wertaufbewahrungsmittel. Der informelle Sektor ist sehr groß und wird nicht vollständig im BIP erfasst.
Der wichtigste Wirtschaftsbereich ist der Rohstoffabbau. Gefördert werden unter anderem Diamanten, Gold, Kupfer, Coltan, Kobalt, Mangan, Blei, Zink und Zinn. 2024 war der Kongo der weltweit zweitgrößte Kupferproduzent. Coltan ist besonders bekannt, weil es Columbit und Tantalit enthält, aus denen Niob und Tantal gewonnen werden; Tantal ist wichtig für elektronische Geräte. Der Abbau ist jedoch stark mit Konflikten verbunden: Im Osten kontrollieren Milizen viele Rohstoffgebiete, Schürfer verkaufen zu niedrigen Preisen an Händler, und Einnahmen finanzieren bewaffnete Gruppen. Boykottforderungen gegen Coltan aus dem Kongo stehen im Spannungsfeld dazu, dass der Coltanexport für viele Menschen im Kivu eine Haupteinnahmequelle ist.
Die Landwirtschaft beschäftigt fast zwei Drittel der Erwerbstätigen und macht mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts aus, obwohl nur knapp drei Prozent der Landfläche landwirtschaftlich genutzt werden. Häufig ist es Subsistenzwirtschaft, also Produktion für den eigenen Bedarf. Wichtige Produkte sind Maniok, Zuckerrohr, Kaffee, Palmöl, Kautschuk und Bananen. Die Nahrungsmittelproduktion reicht nicht aus, sodass Lebensmittel importiert werden müssen. Die Industrie konzentriert sich vor allem auf Gewinnung und Verarbeitung mineralischer Rohstoffe; verarbeitende Betriebe sind meist klein.
Die Infrastruktur ist durch Krieg, Vernachlässigung und geringe Investitionen stark geschädigt. Um den Stand eines durchschnittlichen Entwicklungslandes zu erreichen, müsste das Land jährlich etwa 5,3 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 75 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts von 2006 aufwenden. Das Straßennetz umfasst etwa 150.000 Kilometer, aber nur rund 3000 Kilometer sind asphaltiert. Auf dem Papier gibt es rund 5100 Kilometer Eisenbahn, doch die Netze sind schlecht erhalten. Der Schiffsverkehr ist wegen schlechter Straßen und Gleise sehr wichtig: Mehr als 15.000 Kilometer des Kongo und seiner Nebenflüsse sind schiffbar. Auch Flugverkehr ist wegen der großen Entfernungen und schwachen Verkehrswege bedeutend, aber Sicherheitsmängel sind ein Problem.
Elektrizität stammt fast vollständig aus Wasserkraft. Die Inga-Staudämme gingen 1972 und 1982 in Betrieb. Das Wasserkraftpotenzial des Landes wird auf 100 GW geschätzt, 2009 waren aber nur 2,4 GW installiert und nur 1 GW einsatzbereit. 2022 nutzten 27,2 Prozent der Einwohner das Internet; die Preise bleiben jedoch hoch. Mobiltelefonie hat sich deutlich schneller verbreitet als Festnetztelefonie.
Kultur und Alltag
Die Kultur der DR Kongo ist vielfältig und wird von regionalen Traditionen, Religionen, Sprachen und städtischen Kulturzentren geprägt. In der Religion dominiert das Christentum. Schätzungen des Deutschen Auswärtigen Amtes nennen 50 Prozent römisch-katholische Christen, 20 Prozent Protestanten, 10 Prozent Kimbanguisten, 10 Prozent Muslime und 10 Prozent synkretistische oder traditionelle Religionen; andere Angaben weichen teilweise deutlich ab. Die katholische Kirche ist nicht nur religiös wichtig, sondern betreibt auch soziale Dienste und genießt deshalb hohes Ansehen.
Kinshasa ist ein wichtiges kulturelles Zentrum. Dort befindet sich die Académie des Beaux-Arts de Kinshasa, eine Kunstakademie auf Hochschulniveau. Seit November 2019 präsentiert das Nationalmuseum in Kinshasa traditionelle und moderne Künste. In der Literatur werden unter anderem Valentin-Yves Mudimbe, Clémentine Nzuji und In Koli Jean Bofane genannt.
Musik spielt eine große Rolle. Aus der Musikszene Léopoldvilles, des heutigen Kinshasa, entwickelte sich der Soukous-Stil, der für die Kongoregion typisch ist. Wichtige Instrumente waren zunächst Gitarre, Schlagzeug, Akkordeon und Klarinette, später kamen Saxophone, Trommeln und E-Gitarren hinzu. Bekannte Namen sind Wendo, Papa Wemba und die Gruppe Staff Benda Bilili. Das Orchestre Symphonique Kimbanguiste gilt als einziges Symphonieorchester Zentralafrikas.
In der Küche sind Maniok, Taro, Mais und Reis Grundnahrungsmittel. Maniok wird gekocht, gebraten, zu Brot oder Fufu-Brei verarbeitet oder als Atiéké gegessen. Pondu, ein Gericht aus Maniokblättern, ist weit verbreitet und wird oft an Festtagen zubereitet. Fleisch, Fisch und Gewürze wie Chili, Ingwer, Knoblauch und Pfeffer sind ebenfalls wichtig.
Der wichtigste Sport ist Fußball. Die Nationalmannschaft gewann die Afrika-Cups 1968 und 1974; 1974 nahm das damalige Zaire als erster schwarzafrikanischer Staat an einer Fußballweltmeisterschaft teil. Der erfolgreichste Verein ist Tout Puissant Mazembe aus Lubumbashi, der 2009 und 2010 die CAF Champions League gewann und 2010 als erste afrikanische Fußballmannschaft das Finale der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft erreichte. Nationalfeiertag ist der 30. Juni, der Unabhängigkeitstag.