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Commonwealth of England
Commonwealth of England war die offizielle Bezeichnung der englischen Republik von 1649 bis 1660. Das Commonwealth umfasste zunächst nur England (inklusive …
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Grundzüge des Commonwealth
Das Commonwealth of England war die offizielle Bezeichnung der englischen Republik von 1649 bis 1660. Es umfasste zunächst England einschließlich Wales und später auch Schottland und Irland. Hauptstadt war London, Amtssprache Englisch und Währung das Pfund Sterling. Die Staats- und Regierungsform war eine Republik.
Das Commonwealth entstand aus den Vorgängergebilden Königreich England, Königreich Irland und Königreich Schottland und wurde 1660 wieder durch diese Königreiche abgelöst. Als Verfassungen galten das Instrument of Government (1653–1657) und die Humble Petition and Advice (1657–1660). Von 1653 bis 1659 war der Lordprotektor zugleich Staatsoberhaupt und Regierungschef.
Entstehung und politische Entwicklung
Am Ende des englischen Bürgerkriegs von 1642 bis 1648 wurde König Karl I. am 30. Januar 1649 hingerichtet. Am 19. Mai 1649 führte der Act declaring England to be a Commonwealth die Republik ein. Oliver Cromwell, einer der Führer des Bürgerkriegs, schlug royalistische Aufstände in Irland 1649 sowie in Schottland 1650/51 nieder.
Das Commonwealth hatte weder ein Oberhaus noch einen König. Das Unterhaus war nun allein das „Parliament of England“. Die drei höchsten Würdenträger waren der Parlamentssprecher, der Präsident des Armeerats und der Präsident des Staatsrats (Council of State). Der Staatsrat führte die Regierung und wurde vom Parlament ernannt.
Im April 1653 trat die Verfassung Instrument of Government in Kraft. Sie setzte Oliver Cromwell an die Spitze des Staatsrats. Cromwell löste das Rumpfparlament auf und bezeichnete sich nun als „Lord-Präsident“. Nach der Selbstauflösung des kurzlebigen „Parlaments der Heiligen“ übernahm er als „Lordprotektor“ allein die Legislative.
1657 wurde Cromwell mit der Verfassungsurkunde Humble Petition and Advice die Königswürde angeboten. Er lehnte sie ab und blieb bis zu seinem Tod 1658 Lordprotektor. Sein Sohn Richard Cromwell übernahm das Amt, konnte sich jedoch politisch nicht durchsetzen und dankte am 25. Mai 1659 ab. Danach regierte wieder das Parlament.
1660 löste George Monck das Parlament auf und setzte ein neues, königstreues Parlament ein. Am 8. Mai 1660 proklamierten die Abgeordneten Karl II., den Sohn des hingerichteten Stuart-Königs Karl I., zum König. Damit endete die Zeit des Commonwealth of England. Karl II. kehrte am 29. Mai 1660 aus dem Exil nach London zurück und übernahm die Herrschaft. Seine Krönung fand am 23. April 1661 in der Westminster Abbey statt.
Flaggen und Wappen
Die Flagge veränderte sich entsprechend den politischen und territorialen Verhältnissen:
- 1649–1651: englisches Georgskreuz und irische Harfe.
- 1651–1658: englisches Georgskreuz und schottisches Andreaskreuz.
- 1658–1660: englisches Georgskreuz, schottisches Andreaskreuz und irische Harfe.
Für das Commonwealth sind Wappen für die Zeiträume 1649–1653 und 1653–1660 angegeben. Außerdem wird ein eigenes Wappen des Lordprotektors ausgewiesen.