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Chol HaMoed
Als Chol HaMoed (hebräisch חוֹל הַמּוֹעֵד Chōl haMōʿed) bezeichnet man die „Zwischen“-Feiertage von Pessach und Sukkot in der jüdischen Religion.
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Grundidee und Einordnung
Chol HaMoed bezeichnet in der jüdischen Religion die „Zwischen“-Feiertage von Pessach und Sukkot. Diese Tage verbinden Merkmale eines חול „chol“, also eines Wochentags, mit Merkmalen eines מועד „moed“, also eines Festtages. Sie sind deshalb keine ganz gewöhnlichen Werktage, aber auch nicht in jeder Hinsicht volle Feiertage wie Jom Tov, der „gute Tag“ oder Festtag.
An Pessach umfasst Chol HaMoed den zweiten bis sechsten Feiertag, in der Diaspora den dritten bis sechsten. An Sukkot umfasst Chol HaMoed den zweiten bis siebten Tag, in der Diaspora den dritten bis siebten. Hoschana Rabba, der siebte Tag von Sukkot, hat zwar einen eigenen Namen, gehört aber ebenfalls zu Chol HaMoed.
Alltag und Arbeit
An den Wochentagen von Chol HaMoed sind die üblichen Einschränkungen jüdischer Feiertage gelockert, aber nicht vollständig aufgehoben. Geschäfte, die an Feiertagen normalerweise verboten wären, dürfen etwa getätigt werden. Auch Tätigkeiten, die für die Feierlichkeiten gebraucht werden, und soziale Arbeiten sind zulässig.
Gleichzeitig sollen manche gewöhnlichen Aufgaben eher vermieden werden, zum Beispiel Wäsche waschen, Haare schneiden und Rasieren. Der Gebrauch von Elektrizität und Autofahren sind dagegen gestattet. Hochzeiten finden an Chol HaMoed nicht statt, Verlobungen sind aber erlaubt. Fällt Chol HaMoed auf einen Schabbat, werden die Schabbatgebote befolgt.
Gebet und Toralesung
Die Gebete an Wochentagen während Chol HaMoed folgen grundsätzlich der Reihenfolge der Wochentagsgebete und nicht der Ordnung der Festtagsgebete. Trotzdem zeigt sich der festliche Charakter deutlich im Gottesdienst.
Bei der Tora-Lesung in der Synagoge gibt es an Wochentagen während Chol HaMoed vier Alijot, also vier Aufrufungen zur Tora. Das liegt zwischen den sonst üblichen drei Alijot an Wochentagen und den sieben Alijot am Schabbat.
Ja'aleh v'Javo wird an diesen Tagen zur Amidah, dem Achtzehnbittengebet, und zum Birkat Hamason, dem Tischgebet nach dem Essen, hinzugefügt. Hallel- und Musaf-Gebete werden wie an Jom Tow gesprochen, wobei an Chol HaMoed von Pessach nur eine gekürzte Form des Hallel rezitiert wird. An Sukkot werden Hoschanot rezitiert. Das Tachanun-Gebet wird ausgelassen. An Hoschana Rabba verbindet der Gottesdienst einige übliche Praktiken von Chol HaMoed mit Praktiken von Jom Tov und den Hohen Feiertagen Rosch ha-Schana und Jom Kippur.
Festliche Bräuche
Pessach und Sukkot heißen auf Hebräisch חגים Chagim, also Feste; sie können auch מועדים Moadim genannt werden, ebenfalls „Feste“. Die Einzahl lautet מועד Moed.
Die wichtigsten Bräuche der jeweiligen Feste bleiben an Chol HaMoed erhalten. An Pessach bedeutet das: Matze wird gegessen, und Gesäuertes, Chametz, wird vermieden. An Sukkot gehört dazu der tägliche Aufenthalt in der Sukka, der Laubhütte.
Ebenfalls zu Sukkot gehört die Zeremonie der ארבעת המינים Arba'a minim, der „vier Arten“, mit den vier Pflanzenarten des Feststraußes nach Levitikus 23:40. Diese Zeremonie wird täglich ausgeführt, außer am Schabbat.