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Bridge (Musik)
Als Bridge [bɹɪdʒ] (englisch für „Brücke“) wird ein charakteristischer überleitender Formteil in Jazz, Pop, Rock, Metal, elektronischer Tanzmusik und …
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Bedeutung und Funktion
Eine Bridge ist ein charakteristischer überleitender Formteil in Jazz, Pop, Rock, Metal, elektronischer Tanzmusik und Hip-Hop. Sie stellt eine Verbindung über eine musikalische Trennung her. Häufig hebt sie sich von den umgebenden Teilen ab und führt zu einem folgenden Abschnitt weiter.
Bridge in Liedformen
Ein herkömmlicher 32-taktiger Chorus, also ein Durchlauf eines Jazzstandards, hat die Form A-A-B-A. Der B-Teil, der die Grundtonart verlässt, heißt Bridge.
Dieser Bauplan kann in seinen Proportionen verändert werden. The Girl from Ipanema besitzt einen gewöhnlichen 8-taktigen A-Teil, aber eine 16-taktige und vielfältig modulierende Bridge („Oh, but I watch her so sadly …“). Auch Yesterday von Paul McCartney hat eine A-A-B-A-Form, dabei einen 7-taktigen A-Teil und eine 8-taktige Bridge („Why she had to go I don’t know …“).
In vielen Popnummern und zahlreichen Rocksongs wechseln zunächst Strophe und Refrain (Verse und Chorus). Danach folgt eine Bridge, die sich melodisch, harmonisch und im Sound von der Umgebung unterscheidet; anschließend erklingt der Refrain erneut, oft mehrmals. Dadurch kann ein Ermüdungseffekt nach wiederholtem Hören von Strophe und Refrain vermieden werden.
In der klassischen Musik heißen bestimmte Formteile auf Englisch „bridge passage“, besonders die Überleitung zwischen Haupt- und Seitengedanke in der Sonatensatzform.
Abgrenzung zum Prechorus und Break
Gelegentlich kann mit Bridge auch der Prechorus gemeint sein: die letzten Takte der Strophe direkt vor dem Refrain, wenn sie einen eigenständigen formalen Abschnitt mit überleitender Funktion bilden.
Ein Einschub am Ende eines formalen Abschnitts, der untergliedert, heißt dagegen Break und nicht Bridge. Als Beispiel wird der Start des Raumschiffs in David Bowies Space Oddity genannt.