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Apollo News
Apollo News ist ein rechtskonservatives beziehungsweise rechtslibertäres Online-Magazin. Es wurde 2018 von Max Mannhart in Berlin-Treptow gegründet.
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Überblick und Entwicklung
Apollo News ist ein seit 2018 bestehendes deutschsprachiges Online-Magazin mit Sitz in Berlin. Gründer ist Max Mannhart, Betreiber die Apollo Medien GmbH. Das Portal bezeichnet sich als „Das Magazin für die Freiheit“, die Registrierung ist optional. Inhalte werden neben der Website auch über soziale Medien verbreitet.
Apollo News entstand 2018 in Berlin-Treptow zunächst als Schülerblog; Max Mannhart gehörte zu den Gründern. Laut Artikel erhielt die Publikation früh wesentliche Unterstützung durch die Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft. Der Name soll als Gegenbezug zu Sputnik News eine proamerikanische Haltung ausdrücken.
Mannhart schrieb für Achse des Guten und arbeitete ab 2020 als Redakteur für Tichys Einblick. 2021 stießen 20 weitere Mitglieder des Apollo-Teams als Jugendredaktion zu Tichys Einblick. 2022 wechselte das Team zur Redaktion von Julian Reichelt und wirkte am Aufbau von Nius mit; Mannhart leitete den Nius-Vorgänger pleiteticker.de. 2023 machte sich das Team wieder selbstständig. Mannhart begründete dies mit einem Richtungsstreit über Celebrity-News und boulevardeske Inhalte bei Nius.
Nach Mannharts Angaben hatten im März 2025 keiner der 15 festangestellten Redakteure eine formale journalistische Ausbildung. Im Juli 2025 wurde der frühere Cicero-Ressortleiter Daniel Gräber Mitglied der Chefredaktion. Die Verantwortlichen verstehen das Angebot als „Jugendjournalismus“ und wollen Nachwuchsjournalisten jenseits eines von ihnen so bezeichneten „links-grünen Mainstreams“ ausbilden. Anfang 2025 verzeichnete die Website durchschnittlich etwa sieben Millionen Aufrufe monatlich. Finanziert werde sie laut Mannhart hauptsächlich durch Spenden und Werbung; Crocodile Capital GmbH des Finanzinvestors Thorsten Kraemer hielt im März 2024 rund 15 Prozent am Unternehmen. Im Februar 2026 hatte das Portal 22 feste Mitarbeiter.
Beim AfD-Bundesparteitag 2026 in Erfurt wurden drei Reporter von Apollo News am Rand einer Gegendemonstration bedrängt, geschlagen und getreten, bevor die Polizei eingriff. Auch die links orientierte taz verurteilte den Übergriff.
Einordnungen der politischen Ausrichtung
Apollo News wird im Artikel als rechtskonservatives beziehungsweise rechtslibertäres Magazin bezeichnet. Rechtslibertär meint hier Positionen für einen Minimalstaat, also einen Staat mit möglichst wenigen Aufgaben, und gegen Sozialismus.
Der MDR sieht bei vielen Autoren eine stark libertäre und teilweise rechtspopulistische Ausrichtung. Der Spiegel ordnete das Portal Plattformen zu, die Desinformationen und extrem rechte Narrative verbreiten würden; für ungeübte Leser könnten Grenzen zwischen seriösem Journalismus und manipulativen Inhalten verschwimmen. Laut Spiegel unterstütze Apollo News die AfD subtiler als vergleichbare Medien. Stefan Niggemeier nannte es ein „rechtes Alternativmedium“.
Die Zeit beschrieb den Ton als „bürgerlich, ruhig“ und nicht hetzerisch, kritisierte aber eine begrenzte Themenauswahl: Donald Trump, die Grünen und Fehler des öffentlich-rechtlichen Rundfunks; oft werde über Themen berichtet, die auch für die AfD wichtig seien. CeMAS verbindet die Popularität des Magazins mit rechtslibertären Positionen, der Ablehnung von Migration sowie konservativen bis reaktionären Gesellschaftsvorstellungen. In verschwörungsideologischen oder rechtsextremen deutschsprachigen Telegram-Chats seien Links zu Apollo-Inhalten laut CeMAS verbreiteter als Links zu Junge Freiheit, Nius oder Tichys Einblick.
Gabriele Hooffacker zählt Apollo News neben Nius und Tichys Einblick zu „rechten Boulevardmedien“. Sie kritisiert den Einsatz von „Trigger-Themen“ wie Migration, Gendersternchen oder Schwangerschaftsabbruch zur Aktivierung bestimmter Gruppen sowie emotionalisierte und verzerrte Darstellungen. Imre Grimm ordnet das Portal als parajournalistisch ein: Gemeint sind Angebote, die journalistisch wirken, nach seiner Einschätzung aber Themen verkürzen, auslassen und zuspitzen, um Empörung zu erzeugen.
Kritik, Fehler und Streitfälle
Correctiv widersprach einer Telegram-Behauptung von Apollo News über „Handbook Germany“. Das Magazin hatte behauptet, die geförderte Informationsseite rate Eltern, ein Kind „verschwinden“ zu lassen, um eine Abschiebung zu verhindern. Laut Correctiv und der Betreiberin fand sich ein solcher Rat weder damals noch früher auf der Seite.
Nach der Amokfahrt in Mannheim 2025 verbreitete Apollo News einen gefälschten Polizeibericht, der dem Täter einen „dunklen Hauttyp“ zuschrieb. Boris Rosenkranz kritisierte dies als Beispiel vorschneller Verurteilungen von Ausländern nach Attentaten. Das Medium Magazin beanstandete zudem handwerkliche Fehler: ein verfälschtes Zitat von Wolfgang Schmidt, die Verharmlosung der Gruppe Sächsische Separatisten durch Weglassen ihrer Pläne für ethnische Säuberungen sowie eine unzutreffende Behauptung zu Joe Biden und dem Transgender Day of Visibility. Dieser Gedenktag findet seit 2009 jährlich am gleichen Datum statt und fiel 2024 zufällig auf den Ostersonntag. Der MDR erklärte, ein TikTok-Video habe Aussagen von Katrin Göring-Eckardt bis zur Unkenntlichkeit verzerrt; es wurde mehrere hunderttausend Mal aufgerufen.
Polisphere sah in einem Apollo-News-Beitrag den Beginn einer Kampagne gegen die Bundesverfassungsgerichtskandidatin Frauke Brosius-Gersdorf. Zapp bewertete den Ausgangstext als relativ sachlich, hielt die anschließende Aufgreifung von Reizthemen durch andere Akteure jedoch für erwartbar. Umgekehrt erhob das ZDF im heute-journal fälschlich den Vorwurf, Apollo News habe in zwei Artikeln dazu Falschmeldungen verbreitet. Das ZDF korrigierte den Beitrag und gab eine Unterlassungserklärung ab.
Ein Flyer des Linkspartei-Bezirksverbands Treptow-Köpenick rief im Oktober 2025 dazu auf, „rechten Medien auf die Tasten [zu] treten“ und „rechte Hetze aus den Köpfen [zu] treiben“. Bei einer Veranstaltung über Apollo News nahmen etwa 70 Menschen teil. Apollo News wertete dies als Angriff auf die Pressefreiheit und unterstellte der Amadeu Antonio Stiftung und einer Belltower-News-Mitarbeiterin Gewaltaufrufe. Stiftung und Bezirksvorsitzender distanzierten sich von Gewalt und erklärten, die Veranstaltung habe über Strategien „rechts-alternativer“ Medien aufklären sollen. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union betonte: Kritik an journalistischen Inhalten sei legitim, Einschüchterung oder Behinderung jedoch nicht.