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A Groovy Kind of Love

Die Musik basiert auf den ersten 8 Takten von Muzio Clementis. Rondo (Allegro di molto). Muzio Clementi (1797) - Sonatine Op. 36 No. 5 - Rondo (bei Musescore) …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Lied und Grundidee
  2. 2. Entstehung und musikalischer Aufbau
  3. 3. Erfolg der Mindbenders
  4. 4. Version von Phil Collins und Charts
  5. 5. Verkäufe und weitere Fassungen

Lied und Grundidee

„A Groovy Kind of Love“ ist ein Popsong, dessen Text Toni Wine und dessen Musik Carole Bayer Sager 1965 schrieben. Er wurde zunächst vom Mädchen-Duo Diane and Annita veröffentlicht und entwickelte sich 1966 in der Fassung der Mindbenders zum Millionenseller. Später wurde besonders die Version von Phil Collins aus dem Jahr 1988 weltweit erfolgreich.

Der Text beschreibt einen Protagonisten, der seine sehr glückliche, als „groovy“ bezeichnete Beziehung zu seiner Geliebten lobt. Dabei geht es sowohl um Trauer als auch um gegenseitige Nähe. „Groovy“ bedeutete damals als Jugendausdruck etwa „toll“ oder „super“.

Entstehung und musikalischer Aufbau

Carole Bayer Sager hörte erstmals den neuen Jugendausdruck „groovy“ und hatte die Idee zu „Groovy Kinda…“. Gemeinsam mit Toni Wine experimentierte sie während ihres Studiums an der New Yorker High School of Music & Art mit Formulierungen; daraus entstand „Groovy Kind of Love“. Das ganze Lied war nach 20 Minuten fertig.

Die Musik beruht auf den ersten acht Takten aus dem dritten Satz, Rondo (Allegro di molto), der Klaviersonatine G-Dur op. 36 Nr. 5 von Muzio Clementi aus dem Jahr 1797. Clementi schrieb ein deutlich schnelleres Tempo vor als die spätere Pop-Ballade. Muzio Clementi wird zwar nicht als Autor genannt, juristisch ist dies laut Artikel aber kein Plagiat, weil sein Werk gemeinfrei ist. Die ersten zwei Takte der Sonatine werden im Popsong nach dem achten Takt wiederholt; so entsteht der Eindruck eines Refrains.

Der Aufbau verwendet eine Akkordprogression, also eine festgelegte Abfolge von Akkorden, mit einem Akkord pro Takt. In der Textstelle „when you're close to [IV] me, / I can feel your [IIIm] heart beat / I can hear you [IIm] breathing / near my [V] ear. / wouldn't you a[I]gree“ sind die Akkorde als Stufen IV, IIIm, IIm, V und I angegeben. Die Melodie trifft die Basslinie am Taktende bei jeder zehnten Note, danach folgt eine Suspension, also ein liegen bleibender Ton, der sich erst anschließend auflöst. Mit jedem dritten und vierten Takt sinkt die Tonhöhe. Diese Tonfolge war zur Entstehungszeit noch nicht weit verbreitet.

Zuerst war Lesley Gore als Interpretin vorgesehen. Ihr Produzent Shelby Singleton verlangte jedoch, das Wort „groovy“ wegzulassen. Toni Wine lehnte dies ab; deshalb nahm Gore das Lied nicht auf. Stattdessen veröffentlichten Diane Hall und Annita Ray als Diane and Annita im Oktober 1965 in Frankreich auf der EP „One by One“ die Aufnahme „A Groovey Kind of Love“ (Vogue Int. 18035).

Erfolg der Mindbenders

Wayne Fontana verließ Wayne Fontana & The Mindbenders während eines Auftritts im Oktober 1965. Die Gruppe trat danach als Mindbenders auf und erhielt das Lied über die Londoner Niederlassung des Verlags Screen Gems music publishing company, der das Original verwaltete.

Die Mindbenders nahmen im November 1965 ebenfalls eine Balladenversion auf. Gitarrist Eric Stewart übernahm den Gesang statt Wayne Fontana. Seine Stimme wurde durch Overdubbing, also durch das nachträgliche Übereinanderlegen weiterer Aufnahmen, verdoppelt und dadurch ausdrucksstärker gemacht. Die Single „A Groovy Kind of Love / Love is Good“ (Fontana TF 644) erschien im Dezember 1965. Sie verkaufte sich in Großbritannien sofort 250.000-mal und insgesamt eine Million Mal. In den USA erreichte sie Platz 2 der Billboard Hot 100, im Vereinigten Königreich Platz 2 der UK Top 40.

1966 erhielt die Aufnahme einen BMI-Award. BMI führt sie auf Rang 73 seiner 100 besten Songs des Jahrhunderts.

Version von Phil Collins und Charts

Phil Collins veröffentlichte seine Version im August 1988 auf dem Album „Buster“; sie gehörte zum Soundtrack des Kinofilms „Buster“. Ursprünglich wollte Collins ein anderes Lied für den Film aufnehmen. Nach einer Demoaufnahme entschied er sich jedoch für „A Groovy Kind of Love“, weil die Musik im Stil der 1960er-Jahre seiner Ansicht nach besser zur Handlung passte, die ebenfalls in den 1960er-Jahren spielt. Zu diesem Zeitpunkt war der Jugendslang „groovy“ bereits aus der Mode. Auch Collins’ Aufnahme verkaufte sich mehr als eine Million Mal.

Die Single wurde Nummer eins in den USA, im Vereinigten Königreich, in Irland, der Schweiz, den Niederlanden und Australien. In Deutschland erreichte sie Platz 3 und blieb 21 Wochen in den Charts; in Österreich Platz 6 bei einer Chartdauer von vier Monaten. Weitere aufgeführte Höchstplatzierungen sind Platz 1 in der Schweiz für 22 Wochen, in den Vereinigten Staaten für 25 Wochen und im Vereinigten Königreich für 15 Wochen. In den Jahrescharts 1988 stand sie auf Platz 40 in Deutschland, Platz 29 in den Vereinigten Staaten und Platz 7 im Vereinigten Königreich.

Verkäufe und weitere Fassungen

Für die Phil-Collins-Version sind insgesamt 1× Silber und 6× Gold bei 1.100.000 Verkäufen angegeben. Gold erhielt sie in Australien für 35.000, Deutschland für 250.000, Neuseeland für 15.000, Schweden für 25.000, der Schweiz für 25.000 und den Vereinigten Staaten für 500.000 Verkäufe. Im Vereinigten Königreich erhielt sie Silber für 250.000 Verkäufe.

Es gibt mindestens 44 Coverversionen. Zu den im Artikel genannten gehören Fassungen von Patti LaBelle (Januar 1966), Duane Eddy als Instrumental (Juli 1966), Sonny & Cher auf dem Album „In Case You're in Love“ (März 1967) sowie Neil Diamond auf „Up on the Roof: Songs from the Brill Building“ (September 1993). Das Lied war außerdem Teil des Soundtracks von „Wedding Planner – Verliebt, verlobt, verplant“ und der Fernsehserie „Friends“.

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