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Sonatine
Eine Sonatine (oder italienisch und spanisch Sonatina) ist eine kleine Sonate, leichtverständlich und leicht zu spielen; während Sonaten im 18.
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Grundidee
Eine Sonatine, italienisch und spanisch Sonatina, ist eine kleine Sonate. Sie ist leichtverständlich und leicht zu spielen. Während Sonaten im 18. Jahrhundert zunehmend umfangreicher und schwieriger wurden, richteten sich Sonatinen an Amateure und dienten als Unterrichtsliteratur.
Typisch ist, dass der erste Satz keine oder nur eine sehr kurze Durchführung hat. Mit Durchführung ist hier die Auseinandersetzung mit den Themen gemeint, die vorher in der Exposition vorgestellt wurden; es ist nicht der Begriff aus der Fugenkomposition. Die Zahl der Sätze beträgt meistens zwei oder drei.
Aufbau der Sätze
Der erste Satz ist meist in der Sonatenhauptsatzform geschrieben. Er wird normalerweise schnell gespielt, zum Beispiel allegro oder in ähnlichem Tempo.
Der zweite Satz ist in der Regel langsam, etwa andante, adagio oder largo. Er kann aber auch ein Menuett oder Scherzo sein.
Wenn die Sonatine drei Sätze hat, ist der dritte Satz oft wieder schnell. Er ist fast immer ebenfalls in Sonatenhauptsatzform oder als Rondo gestaltet.
Abweichungen und Beispiel
Bei einer Sonatine mit nur zwei Sätzen kann der Aufbau auch anders sein: Der erste Satz kann langsam und der zweite schnell sein.
Ein Beispiel ist Beethovens Sonatine op. 49, Nr. 1 in g-Moll für Klavier. Dort trägt der erste Satz in Sonatenhauptsatzform den Titel Andante. Danach folgt als zweiter, schnellerer Satz ein Rondo mit der Bezeichnung Allegro.
Komponisten
Bekannte Sonatinen beziehungsweise Sonatinas für Klavier des 18. Jahrhunderts stammen zum Beispiel von Georg Benda, Anton Diabelli, Muzio Clementi und Friedrich Kuhlau.
Sonatinen für Gitarre wurden unter anderem von Niccolò Paganini, Joseph Küffner und Matteo Carcassi komponiert. Im 20. Jahrhundert schrieb Manuel Ponce Sonatinen für Gitarre.