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Die Entstehung des Islam (Dokumentation Unterrichtsfilm)
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 241 Zeilen
- Unterwerfung unter den Willen Gottes. Das bedeutet Islam. Der gläubige Muslim bekennt, es gibt keinen Gott außer Gott. Und Mohammed ist [musik] sein Prophet.
- [musik] Aus der Wüste Arabiens hat sich der Glaube an Allah und Mohammed in alle
- Himmelsrichtungen verbreitet. Noch zu Lebzeiten des Propheten beginnt der Siegeszug des Islam um die Welt. Was ist das Geheimnis seines Erfolges? Wer war
- der Mann am Anfang dieses Weges? Wie wurde Mohammed aus Meckka zum Führer der arabischen Stämme und zum Propheten einer neuen Weltreligion?
- [musik] ربنا [musik] واغفر لنا ذنوبنا واسرافنا
- في امرنا Fünf mal am Tag erklingt vom Minaret der Moschee die Aufforderung zum Gebet.
- Das heilige Buch des Islam, der Koran. Birgt er das Geheimnis für die erstaunliche Erfolgsgeschichte [musik] des Islam? Er ist Lebensgrundlage für
- über eine Milliarde Menschen. Gott ist groß, größer als alles andere auf der Welt.
- Im 7. Jahrhundert nach Christus liegt Arabien am Rande der Weltgeschichte. Hier entsteht nach Judentum und Christentum der Islam. Die dritte
- Religion, die aus den nahen Osten kommt und nur einen Gott kennt. Es ist ein heißer Sommertag, im Jahre 610.
- Die Menschen fliehen vor der sängenden Hitze der Stadt in die Berge. So auch Mohammed, ein Kaufmann aus Mecker.
- Er ahnt nicht, dass dieser Tag der Wendepunkt in seinem Leben und in der Geschichte der Menschheit sein wird.
- Erschöpft von den Strapazen des langen [musik] Weges lässt er sich in einer Höhle zur Ruhe nieder und sinkt in einen tiefen Schlaf.
- Plötzlich schreckt er auf. Er spürt die Gegenwart einer ungeheuren Kraft, die ihn zwingt, ihm unbekannte Worte zu sprechen.
- Trage vor im Namen deines Herren, [musik] der erschaffen hat, der den Menschen aus einem Klumpen Blut erschaffen hat. Trage
- vor die ersten Zeilen des Koran. [musik] [musik]
- Mohammeds Geschichte beginnt in Mecka, einer kleinen Handelsstadt am Rande der arabischen Wüste. Nichts deutet darauf hin, dass diese
- Stadt einmal Zentrum einer Weltreligion sein wird. Die Wüstenstadt logt viele Nomaden an. 6000 [musik] Menschen leben damals in
- Mecka. Wer im Karawanenhandel tätig ist, kann hier hohe Gewinne machen. [musik] Viele Händler tauschen noch Ware gegen Ware, doch einige beginnen ihre
- Güter gegen Geld zu verkaufen. Es ist die Zeit des Übergangs vom Tauschhandel zur Geldwirtschaft.
- Meckers Kaufleute rüsten gemeinsam Karawanen [musik] aus mit Reit und Lastkamelen, die Waren über die Halbinsel tragen. Die ersten
- Handelsunternehmen entstehen. Der Wandel, der Arabien erfasst hat, macht auch vor der Religion [musik] nicht halt.
- Noch opfern die Araber heiligen Bäumen und Steinen, beten zur Sonne [musik] und zu den Sternen, an deren magische Kraft sie glauben.
- Ein Zentrum dieses Kultes [musik] ist Mecker. Von der ganzen Halbinsel strömen die Menschen hierher. Die Pilgerscharen haben Mecker zu einer reichen Stadt
- gemacht. Am Knotenpunkt der Karawanenstraßen [musik] steht das uralte Heiligtum der Araber, die Kaaba. Hier wird in wenigen Jahren
- der Lauf der Welt eine dramatische Wendung [musik] nehmen. Im Dunkel der Kaaba stehen 360 [musik] Götterfiguren in Tier und
- Menschengestalt, die Götzen der Wüstennomaden. Mit magischen Ritualen versuchen die Pilger die Götter gnädig zu stimmen. Sie
- bringen ihnen Blutopfer da und beschwören sie mit geheimnisvollen Gebeten. [musik]
- Doch der Götzenkult ist nicht mehr, was er einmal war. Die Menschen sind von den alten Göttern und [musik] ihren Priestern enttäuscht, weil sie ihnen in
- der sich ändernden Welt nicht mehr helfen können. Sie sehnen sich nach einem Gott, nach dessen geboten sie ihr ganzes Leben ausrichten können. Einem
- Gott, der immer für sie da ist und den [musik] sie nicht durch Beschwörungsformeln günstig stimmen müssen.
- Einige suchen Antworten beim Gott der Juden und der Christen, doch der spricht fremde Sprachen, Hebräisch und Griechisch. Die Zeit [musik] ist reif.
- für eine neue arabische Religion. Mohammed, der Name bedeutet der Gepriesene. Im Jahr 570 kommt [musik] er
- zur Welt. Sein Vater ist kurz zuvor auf einer Karawanenreise gestorben. Die Mutter gibt ihn als Kleinkind [musik] zu einer Beduinenfamilie, ein
- alter Brauch in Mecker. Die Stadtbewohner halten auf diese Weise enge Verbindung zu den Verwandten in der Wüste.
- Die Kinder sollen mit den Sitten und Gebräuchen der Beduinen aufwachsen und deren Lebensweise [musik] kennenlernen. Mohammed wächst auf in einer Tradition,
- die seit Jahrtausenden fast unverändert [musik] ist. Auf den weiten Wüstenreisen werden [musik] die Kinder nicht geschont. Sie
- sind denselben Strapazen ausgesetzt wie die Erwachsenen. Die Tiere bestimmen den Lebensrhythmus [musik]
- der Menschen. Oft ziehen die Nomaden wochenlang durch die Wüste auf der Suche nach Wasser und Weidegründen. Die schafe, Ziegen und Kamäele sind ihr
- [musik] wertvollster Besitz. Ohne die Herden könnten die Menschen nicht überleben. In den Weiten der [musik] Wüste ist der Einzelne auf die Familie
- und den Stammesverband angewiesen. Ohne ihren Schutz ist er verloren. [musik] Gemeinsam erflehen die Menschen die
- Hilfe der Götter, bitten um Nachwuchs und um Regen, um das Ende einer Solche oder einer Blutsfede. [musik] Es sind die uralten Rituale der
- Nomadenreligion, die Mohammed schon in frühester Kindheit [musik] beschäftigen. Als Mohammed 6 Jahre alt ist, stirbt auch seine Mutter. Er ist nun ein
- Weisenkind. Sein Überleben hängt vom Wohlwollen der Stammesbrüder ab. Als schließlich auch der Großvater stirbt, wird der achtjährige Junge das Mündel
- seiner Sippe. Ein Onkel nimmt Mohammed auf. Er lässt den Jungen bei sich arbeiten und hält schützend die Hand über ihn. Doch seinen Lebensunterhalt
- muss sich der Achtjährige selbst verdienen. Harte Gesetze regeln das Marktleben. Wer seine Schulden nicht bezahlen kann,
- wird in die Sklaverei verkauft. Für [musik] ein elternloses Kind wie Mohammed ist die Arbeit im Karawanenhandel der einzige Ausweg aus
- der Armut. Die arabische Gesellschaft ist im Umbruch. Die Solidarität der Reichen mit den Armen, die in der Wüste galt,
- [musik] existiert in Mecker nicht mehr. Privater Profit wird mit dem Beginn der Geldwirtschaft immer wichtiger, das Gemeinschaftsgefühl unter den
- Stammesbrüdern immer schwächer. Wird sich Mohammed behaupten können in dieser Welt, in [musik] der jeder auf sich selbst gestellt ist?
- Bei seinem Onkel und dessen Gehilfen lernt Mohammed, was zum Beruf des Karawanenhändlers gehört.
- Ob sie wohl ahnen, dass dieser Junge einmal ihre Welt verändern wird? In einer frommen islamischen Legende wird erzählt, wie der junge Mohammed auf
- einer langen Karawanenreise [musik] ins weit entfernte Syrien kommt. [musik] Dort am Rande der Wüste begegnet die Karawane seines Onkels, einem
- christlichen Mönch, der seit Jahren in der [musik] Einsamkeit lebt. Ahira, [musik] so heißt der Mönch, erkennt in dem Knaben den Nachfolger von
- Jesus [musik] Christus, der ihm in der Nacht zuvor im Traum erschienen ist. Der Mönch bricht seinen Schweigen, [musik] um den Vorbeiziehenden zu
- prophezeien: "Unter euch ist der Sendbote Gottes, der künftige [musik] Prophet, den das Evangelium als Nachfolger von Jesus
- angekündigt hat. [musik] Er erkennt Mohammed an zwei vorhergesagten Zeichen, an einem Muttermal und an einer Wolke über seinem
- Haupt, die ihn vor den erbarmungslosen [musik] Strahlen der Sonne schützt. Von Nordafrika über Ägypten bis nach
- [musik] Persien und Äthiopien. Die Christen im vorderen Orient sind zerstritten. Die Kirche ist in viele Glaubensrichtungen gespalten. Das
- Byzantinische Reich verfolgt alle Christen, deren Glauben von der [musik] Staatsreligion abweicht. So flüchten viele Andersdenkende ins Exil nach
- Arabien. Der Sieg des Islam wenige Jahrzehnte später bedeutet für sie Befreiung von Byzanz. Christen, Muslime und Juden haben die
- gleichen Wurzeln, die gleichen Propheten und die gleiche Botschaft von dem einen Gott. Alle drei Religionen berufen sich auf Abraham. Der war bereit, seinem Gott
- alles zu opfern, selbst den eigenen [musik] Sohn. Mit Abraham beginnt die Geschichte des Glaubens an den einen Gott.
- Die Muslime werfen Juden und Christen jedoch vor, diesen Glauben verfälscht zu haben. Erst der Islam sei das reine Wort Gottes.
- Mit 25 Jahren ist Mohammed noch unverheiratet. Eine Seltenheit unter seinem Zeitgenossen. Im Karawanenhandel ist er ein gefragter Mann.
- Doch auf dem Heiratsmarkt hat er keine Chance. Ohne eigenen Besitz, ein Untergeber der großen Kaufleute, erfährt Mohammed bei
- Vätern und Töchtern nur Ablehnung. Zu dieser Zeit können noch die Frauen in manchen Wüstenstämmen mehrere Männer
- gleichzeitig heiraten. Die Braut, [musik] die in einem Zelt auf dem Rücken des Kamels trt, reitet nach
- der Hochzeit nicht zu ihrem Bräutigam. In diesen Stämmen bleiben die verheirateten Frauen bei ihren Müttern und Verwandten wohnen ein Leben lang.
- Hier ziehen sie ihre Kinder groß. Hier werden sie von ihren [musik] Männern besucht. Kaum eine Frau begnügt sich nur mit einem Mann. Der Islam wird das
- später ändern. Die Mehe für Frauen wird verboten, [musik] den Männern allerdings wird sie erlaubt.
- [musik] Zweimal im Jahr verlassen die Handelskarawanen [musik]
- die Stadt. Im Sommer ziehen sie nach Syrien, im Winter in den Jemen. Zum Schutz vor räuberischen Nomaden schließen sich Meckers Händler [musik]
- zusammen und heuern Beduinen an, die die Karawanen auf ihren wochenlangen Reisen durch feindliches Gebiet [musik] begleiten.
- [musik] Ohne die Beduinenführer wären die Händler auch den anderen Gefahren der Wüste hilflos ausgeliefert, denn nur sie
- wissen, wo die Kamele dem trügerischen Treibsand ausweichen müssen und wo die Karawane ein sicheres Lager aufschlagen kann.
- Ihre Wüstenkenntnis lassen sich die Beduinen gut bezahlen. Sie erhalten als Gegenleistung für ihre Dienste und für freies Geleit durch die Wüste eine
- Beteiligung am Gewinn der Kaufleute. Auf den weiten Reisen sind Lebensmittel knapp. Die Herden von Schafen und
- Ziegen, die die Karawane begleiten, liefern Milch, werden aber nur in Notzeiten geschlachtet. Sie sollen am Ende der Reise auf dem Markt verkauft
- werden. So sind Datteln, Milch und Fladenbrot, das im Sand gebacken wird, über viele
- Wochen oft die einzige Nahrung. Aber die Entbehrungen lohnen sich. Wenn die Karawanenhändler am Ziel sind, können sie auf den Märkten der Städte
- mit ihren Waren hohe Gewinne machen. Doch nötig dafür sind nicht nur kaufmännisches Geschick, sondern auch Ausdauer, um die Strapazen
- des Kargen Wüstenlebens zu überstehen. Mohammed gilt schon früh als einer der besten Karawanenführer von Mecka. Sein
- guter Ruf dringt auch zu einer wohlhabenden Geschäftsfrau Khadij, die auf der Suche ist nach einem zuverlässigen Mitarbeiter, der die
- Arbeit ihres verstorbenen Mannes übernehmen soll. Die reiche Witwe gibt dem jungen Mann eine Chance und schickt ihn nach Syrien mit [musik] ihrer
- wertvollsten Karawane. Der Erfolg gibt ihr Recht. Mohammed kehrt von der Reise mit hohem [musik] Gewinn zurück.
- Khadija bietet ihm die Ehe an gegen den Willen ihrer Verwandtschaft, die von dem 15 Jahre jüngeren mittellosen Kamelführer nichts hält. Mohammed ist
- selbst überrascht vom Angebot seiner Arbeitgeberin und zweifelt, ob es ernst gemeint ist. Eine Heiratsvermittlerin stellt die Verbindung zwischen den
- Familien der beiden her. Mohammed lässt sich überzeugen, dass Khadija ihn trotz seiner Armut heiraten will. Er willigt ein, eine Entscheidung, die sein Leben
- verändert. Mohammed ist jetzt selber Kaufmann und von heute auf morgen ein angesehener
- Mann. [musik] Khadijas Karawanen, die jetzt auch
- Mohammed gehören, liefern Leder und Weihauch nach Syrien im Tausch gegen Getreide aus dem Byzantinischen Reich. Ein gutes Geschäft.
- [musik] Doch es wird Mohammed immer klarer, dass ihn das [musik] Leben eines Kaufmanns
- nicht ausfüllt. Auf den weiten Wüstenreisen sondert er sich immer öfter ab von den Gefährten. Der Beginn einer Wahrheitssuche, die ihn weit wegführt
- vom Götzendienst [musik] und vom Aberglauben seiner Vorfahren. [musik] Der Sinn des Lebens, der Zustand der
- Gesellschaft, Fragen, auf die er keine Antwort weiß, beschäftigen ihn in der Einsamkeit bis zu jenem Tag im Jahr 610, als er zum ersten Mal die göttliche
- Stimme hört. 22 Jahre lang, bis kurz vor seinem Tod, wird diese Stimme den Propheten
- begleiten. Sie offenbart ihn die Verse [musik] des Koran, die Worte des einen Gottes, Allahs Auftrag an Mohammed. Bring diese Botschaft den Arabern in
- ihrer eigenen Sprache. Mohammed traut der Stimme nicht, will nicht glauben, dass Gott ausgerechnet ihn, den einfachen Kaufmann aus Mecka zum
- Propheten auserwählt hat. Doch seine Frau Khadija ermutigt ihn, den Auftrag Gottes anzunehmen. Mohammeds Mission hat Erfolg. Viele junge Leute aus Mecka
- finden im Glauben [musik] an Allah eine Erfüllung, die sie in den Naturreligionen vergeblich suchen. Mohammeds Botschaft ist auch Kritik an
- der wachsenden Kluft zwischen oben und unten, zwischen arm und Reich. Viele einfache Leute, Besitzlose [musik] und Sklaven, fühlen sich davon angesprochen.
- Mohammed ist von seinem Erfolg überrascht. Er fragt sich, wohin wird mich Gottes Auftrag führen?
- werden eines Tages [musik] alle Araber meiner Botschaft folgen? Die religiöse Botschaft, die Mohammed bringt, ist neu und allzugleich. Sie
- ruft die Erinnerung wach an Abraham, den biblischen Stammvater von Arabern und Juden, den Gott als ersten dazu ausersehen hatte, ihnen den wahren
- Glauben zu [musik] bringen. Die Legende erzählt, dass Abraham einst an der Kaaba zu Allah gebetet habe. Nach Jahrhunderten des Vergessens tritt nun
- Mohammed als Sprachrohr Gottes auf, [musik] als letzter in der Reihe von Propheten, die mit Abraham begann. Es ist Mohammeds Aufgabe, den Arabern
- die Religion der Väter zurückzubringen. [musik] [musik]
- Die Kaufleute von Meckka fühlen sich durch Mohammeds Botschaft provoziert. Sie fürchten um ihre Geschäfte. Der Glaube an den einen Gott gefährdet den
- einträglichen Handel mit den Beduinen, die zu den Götzen in der Kaaba pilgern. Mohammed, der in Mecka bisher der Zuverlässige hieß, wird nun als
- Zerstörer der Gemeinschaft beschimpft. Die Kaufleute drohen ihn, wenn er nicht aufhört gegen die Götzen zu predigen,
- sollen er und seine Anhänger kein Recht mehr haben, in Mecka zu leben. So schickt Mohammed vorsorglich [musik] eine Gruppe von Gläubigen übers Meer
- nach Äthiopien ins Exil. Unter ihnen eine seiner Töchter. Dort werden sie großzügig empfangen. Das christliche Äthiopien ist seit
- langem ein wichtiger Handelspartner Meckas. Die Menschen hier sehen in den Muslimen Brüder und Schwestern. Gemeinsam ist ihnen der Glaube an einen
- Gott. Dass das Christentum ein naher Verwandter des Islam sei, betont
- Mohammed im Koran immer wieder. Doch tadelt er den Glauben an die Dreifaltigkeit. Vater, Sohn und Heiliger Geist. Das ist
- für Mohammed Viel Götterei. Die ursprüngliche Botschaft ihrer Buchreligion hätten die Christen verfälscht und aus dem Propheten Jesus
- einen Gott gemacht. Einige muslimische Familien aus Mecka harren jahrelang in Äthiopien aus in der
- Hoffnung auf Rückkehr. Als Mohammed schließlich eine Zufluchtstätte für seine Gemeinde in Arabien findet, folgen ihm fast alle dorthin. Die wenigen, die
- in Äthiopien bleiben, werden Christen. Zu Hause in Meckka predigt Mohammed weiter seine Botschaft.
- Sie richtet sich auch an die arabischen Frauen. Anders als damals üblich [musik] gibt Mohammed ihnen das Recht auf freien Willen und eigene Entscheidungen. Die
- Frauen hören zum ersten Mal, dass sie Anspruch auf eigenes Vermögen und auf ein Erbe haben. Eine Revolution für die damalige Zeit.
- [musik] Den Schleier, die Kopftracht des alten Oriens, tragen die muslimischen Frauen
- als Zeichen ihrer Frömmlichkeit, aber auch zu ihrer Sicherheit, um nicht von fremden Männern belästigt zu werden.
- [musik] Denn bei den Beduinen war es durchaus üblich, die Frauen anderer Stimme zu rauben und sie in den eigenen Harem aufzunehmen.
- Die Lage der [musik] Muslime, die nicht nach Äthiopien ausgewandert, sondern mit Mohammed in Meckka geblieben sind, wird immer schwieriger. Die Gläubigen werden
- boikottiert. Wer sich zum Islam bekennt, gilt als Feind. Meckers reiche Händler fürchten, dass Mohammed bald nicht mehr nur predigen,
- sondern nach der politischen Macht greifen wird. Sie drohen ihn, aber er bleibt seinem Auftrag treu. Die Zahl seiner Anhänger wächst weiter. [musik]
- So entschließen sich Mohammeds Gegner zu einem Mordanschlag auf ihren Stammesbruder. Mohammed ahnt lange nicht, was hinter
- seinem Rücken vorgeht. Seine Stellung in der Stadt ist geschwächt seit dem Tod seines Onkels, der ein angesehener Mann in Mecka war. Auch Khadija lebt nicht
- mehr, die Mutter seiner sieben Kinder, mit der er 25 Jahre lang verheiratet war. Auf den Märkten der Nachbar Oasen
- predigt Mohammed den neuen Glauben. Araber aus fremden Stämmen schließen sich ihm an, vor allem Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben.
- Mohammed ist auf der Suche nach einer neuen Heimat für sich und seine Gemeinde.
- [musik] Als die Muslime erfahren, dass die Feinde des Propheten einen Mordanschlag gegen ihm planen, beschließen sie, die
- Heimatstadt mit ihm gemeinsam zu [musik] verlassen. Ihren Besitz lassen sie zurück. Ein Abschied für immer.
- Das Band der Stammesbrüerschaft [musik] ist zerschnitten. Nach dem Gesetz der Wüste sind die Auswanderer voelfrei.
- Mohammed wird mit seinen Getreuen [musik] im Exil einen neuen Stamm gründen, der zusammengehalten wird durch den Glauben, das Band des Islam. Die
- Religion [musik] wird die Muslime in Zukunft über alle alten Stammesgrenzen hinweg vereinen.
- [musik] Die Auswanderung aus Mecka ist der Anfang eines neuen Zeitalters.
- Es ist das Jahr 622 nach Christus, das Jahr 1 des islamischen Kalenders, das erste Jahr der Immigration.
- In der Oase Jathrib, 350 km von Mecker entfernt, finden die Auswanderer Zuflucht. Die Bewohner der Oase sind seit Jahren zerstritten. Man hofft auf
- die Ankunft Mohammeds, der als Schiedsrichter auf der ganzen Halbinsel berühmt ist. Er soll den Konflikt schlichten.
- Jüdische Stämme haben [musik] viele Wüstentälbiens in fruchtbare Oasen verwandelt. Auch in Jathrib sind die Juden die Pioniere
- [musik] der Landwirtschaft. Entsprechend groß sind ihr Wohlstand und ihr Einfluss. Das Eintreffen Mohammeds und der Muslime verändert die Lage. [musik]
- Plötzlich bekommen die Juden Konkurrenz. [musik] Das Oasental von Jafhrib dehnt sich über fast 100 Quadrkm aus. Ein ungewohnter Anblick [musik] für die
- Auswanderer aus der Wüstenstadt Mecker. [musik] Nomadenstämme sind in der Oase sesshaft geworden. Die Verlockungen des
- Wohlstands waren [musik] stärker als die Verachtung für ein bäuerliches Leben. Wie zuvor ihre Herden sind nun die Dattelpalmen [musik]
- ihr ganzer Stolz und eine ständige Einnahmequelle. Denn die Datteln [musik] von Jathrib gelten als besonders wohlschmeckend und werden auf die ganze
- Halbinsel exportiert. Die kleine Gruppe von Muslimen aus Jasrib, die den Propheten hierher geholt hat, hilft den Neuankömmlingen nach
- Kräften. Großzügig teilen sie, was sie haben, mit den aus Mecker vertriebenen Glaubensbrüdern. Die Bauern geben die Hälfte von ihren Dattelpalmen,
- Arbeitstieren und von ihrem Ackerland ab. Karawanenhändler und Kaufleute nehmen Muslime aus Mecker als Partner in ihre Unternehmen auf.
- Doch nicht alle heißen die Neuankömmlinge willkommen. 25 000 Menschen leben bereits in der Oase.
- Der Streit, der das ganze Tal erfasst hat, geht um Wasser und damit um Macht. Die Bevölkerung wächst und Wasser wird nicht mehr gerecht verteilt.
- Doch ohne geregelte Bewässerung gibt es keine Landwirtschaft in der Wüste. Beim Eintreffen des Propheten in Jathrib steht der Konflikt kurz vor einem
- Bürgerkrieg. Einige Stämme, die sich nicht wehren konnten, sind in ihren Siedlungen ermordet worden. Andere wurden mit Gewalt aus der Oase
- vertrieben. Die Karavanserei von Jathrib ist Raststätte für die Karawanen. Hier tauschen die Kamelführer Informationen
- aus und ergänzen ihre Vorwräte. Im Basar gibt es frisch gepresstes Sesamöl [musik] zu kaufen, Waffen und Sättel für die Reitkamele.
- [musik] Schmuck und Waffenschmiede in Arabien sind zumeist Fremde, Einwanderer und
- Sklaven. Beduinen verachten diese Tätigkeit. Als die besten Handwerker gelten die Juden, Araber, die sich zum Judentum
- bekehrt haben und Nachfahren von jüdischen Flüchtlingen aus Palästina, die in Arabien Aufnahme gefunden haben.
- Auch christliche Araber leben in Jathrib. Mohammed gelingt es, den Konflikt zwischen den Stimmen von Jasrib zu
- schlichten. Er schließt einen Vertrag mit ihnen ab und legt die Rechte und Pflichten für alle Bürger gleichermaßen fest. Egal, ob Muslim, Jude oder Christ.
- Der Prophet des Islam entscheidet nun in Jathrib über Krieg und Frieden. [musik] Mit den Offenbarungen, die er von Gott erhält, schafft Mohammed neue Gesetze
- und legt eine neue [musik] Moral fest. Der Neubeginn drückt sich auch im Namen aus. Aus der Oase Jathrib wird die Stadt des Propheten. Kurz Medina, die Stadt.
- Hier legt Mohammed das Fundament für das Haus des Islam, den ersten islamischen Staat. In ihm gelten die Gesetze Gottes. Abgerechnet wird beim jüngsten Gericht.
- Ihr Gläubigen, [musik] nehmt euch in acht vor einem Feuer, dessen Brennstoff aus Menschen und Steinen [musik] besteht. Wenn der Himmel
- sich spaltet und die Berge zu Staub werden, dann werden Ungläubige und Sünder [musik] im Höllenbrand schmoren. Doch wer an Gott und seine Propheten
- glaubt, dem steht das Paradies offen. Die mahnenden Worte des Propheten, die den Gläubigen auf seinem Lebensweg
- begleiten und ihn ständig erinnern an Allah und an den Tag der Abrechnung, liegt darin das Geheimnis des Islam, die Ursache seines Erfolges.
- Im Gebet preisen die Muslime die Allmacht Gottes. Mit jeder Verne unterwerfen sie sich Allah. Dasselbe arabische Wort für Gott bei Christen und
- Muslimen. Heute noch verehren die Gläubigen jene Gefährten Mohammeds, die als erste seinem Aufruf folgten und mit ihm
- ausharten, trotz Verfolgung und [musik] Exil. Weirauch hält die Erinnerung wach an die Heiligen der islamischen Geschichte. In
- manchen Ländern des Orients pilgern die Muslime [musik] sogar zu den Gräbern von christlichen und jüdischen Heiligen. Orte für Meditation und Gebet, [musik]
- an denen sich Gläubige aus drei Religionen begegnen. Nach der Ausbreitung über die Welt hat der Islam viele unterschiedliche Formen
- angenommen. Den Völkern Afrikas und Asiens haben vor allem die Sufis den Islam gebracht. Islamische Mystiker, die als Kaufleute
- durch die Welt zogen. Wo sie die Menschen zum Islam bekehrten, geschah das nicht mit Feuer und Schwert, sondern durch die Kraft ihrer Religion und die
- Klarheit der Botschaft. Es gibt nur einen Gott und Mohammed ist sein Prophet. [musik]
- Die Religion aus Arabien ist mit den Kulturen der Völker verschmolzen zwischen Tanga und Taschkent, Malaysia und Madagaskar, Kairo und Karaci.
- Mohammed, der edelste aller Menschen, der Geliebte Gottes. So singen die Sufis und preisen den Propheten mit Gebeten und Musik.
- Der Weg der Mystiker zu ihrem Gott führt über Rausch und Ektase. Die erste Moschee des [musik] Islam in Medina diente Mohammed auch als Wohnhaus
- für sich und seine Familie. Hier legte er Vorschriften und Gesetze fest, die heute noch gelten, bis ins
- kleinste Detail. Im Koran sind die Regeln für das tägliche Leben der Gläubigen ausführlich festgehalten. Ihr Gläubigen, wenn ihr euch zum Gebet
- aufstellt, dann wascht euch vorher das Gesicht und die Hände bis zu den Ellenbogen und streicht euch über den Kopf und wascht euch die Füße bis zu den
- Knöcheln. Ein Geheimnis des Erfolges, der den Islam zur Weltreligion machte, liegt in
- den klaren Vorschriften, mit denen die Religion den Gläubigen Halt gibt im Alltag. Strenggläubige Muslime meinen, dass Gottes Wort im Koran auch jene
- Fragen beantwortet, die das Leben von heute stellt. Nicht eine Zeile wurde bis heute am Koran verändert. Er gilt als Gottes unveränderliches Wort und als das
- bedeutendste Buch in arabischer Sprache. Die Notizen, die sich Mohammeds Zuhörer auf Lederfetzen und flachen Steinen, auf Papyos, Holz und Knochen machten, wurden
- 20 Jahre nach seinem Tod zu einem Buch zusammengetragen. 99 Namen Gottes abgezählt am Rosenkranz. Eine Form des Betens, die von den
- Christen übernommen wurde. Fünf Pflichten muss ein frommer Muslim erfüllen. Das tägliche Beten, die
- regelmäßige Spende für die Armen, das Fasten im Monat Ramadan, das Glaubensbekenntnis und die Pilgerfahrt nach Mekka. Auf diesen fünf Säulen ruht
- der Islam. Ein guter Muslim befolgt die Gebote. Glücksspiele und Alkohol lehnt der Prophet auf Erden ab, da sie die Menschen entzweihen. Im Paradies jedoch
- wird Wein in Strömen fließen. [musik] Karawanen, die von Meckka [musik] nach Syrien ziehen, reisen auf einer Route,
- die 100 km entfernt an Medina vorbeiführt. [musik] Wandelnde Ziele für beutehungrige Nomaden, die ständig die
- Wüste ausspelen nach Gelegenheiten für eine Ratia, einen Überfall. Ratien auf Karawanen haben Tradition. Viele Beduinenstämme leben davon. Auch
- die Immigranten in Medina [musik] entschließen sich dazu, die Karawanen aus Meckka zu überfallen. Mohammed will seine Heimatstadt
- schwächen und ihren Widerstand gegen den Islam brechen. Damit beginnt der Jihad, der Kampf gegen den Unglauben. Jihad heißt nicht
- heiliger Krieg und auch nicht Mord und Terrorismus. Vor allem soll der Muslim gegen sich selbst, gegen das eigene Versagen
- kämpfen. Erst dann kommt der Kampf gegen den Unglauben in der Welt. Heute wird der [musik] Jihad oft missverstanden als Gewalt gegen alle, die an etwas anderes
- glauben. Der Krieg zwischen [musik] Mecker und Medina beginnt im Dezember des Jahres
- 623. 300 Muslime überfallen eine schwerbeladene Karawane mit mehr als [musik] 1000 Kamelen.
- Für Mohammed ist jedoch Gewalt kein Mittel, um Andersgläubige zum Islam zu bekehren. Es gibt keinen [musik] Zwang in der Religion, heißt es im Koran.
- Dennoch fürchten sich viele Menschen [musik] im Westen vor dem Islam, einer Religion, deren Anfangsjahre von Krieg und Gewalt gezeichnet sind. [musik]
- Mohammeds Harim wächst mit der Zahl seiner Anhänger [musik] und Verbündeten. Die Hochzeit einer Stammestochter mit Mohammed, dem Fürsten von Medina, ist
- bei Wüstenstemmen [musik] Mittel der Bündnispolitik. Auch die Töchter des Propheten sind für den Islam nützliche Ehen eingegangen mit
- wichtigen Vertrauten [musik] ihres Vaters. Der Krieg mit Mecker macht aus vielen Ehefrauen Witwin. Um ihre Not zu
- lindern, empfiehlt [musik] der Prophet den muslimischen Männern mehrere Frauen zu heiraten. Bei gerechter Behandlung aller Ehefrauen.
- [musik] In Mohammeds Harem ist die Frau [musik] seines Herzens Aisha, die Tochter seines
- engsten Freundes. [musik]
- Bei der Hochzeit mit dem Propheten ist sie fast noch ein Kind. Später wird Aisha den Ehrentitel tragen: Mutter der Muslime.
- [musik] Rauch erhebt sich in Medina über [musik] den Dattelplantagen und Dörfern der
- Juden. Der Machtkampf zwischen ihnen und den Muslimen [musik] hat zur Katastrophe geführt. Mohammeds Hoffnung, die Juden würden den Islam annehmen und ihn als
- Propheten respektieren, hat sich nicht erfüllt. Stattdessen verbünden sie sich mit Mohammeds Gegnern [musik] aus Meckka,
- Verrat in den Augen der Muslime. Nach dem Gesetz der Wüste müssen sie furchtbar bezahlen. Viele werden getötet, ganze Stämme vertrieben oder in
- die Sklaverei verkauft. Ihre Häuser werden zerstört. Ihr Besitz fällt an [musik] die Muslime.
- 7 Jahre dauert der Krieg zwischen Mecka und Medina. Das Kriegsglück wechselt zwischen Sieg und Niederlage.
- Mohammed gelingt es Meckers Karawanen den Weg nach Syrien abzuschneiden. Der Ruin der Handelsstadt ist absehbar.
- So brechen Meckers Krieger im Jahr 627 zum großen Schlag gegen Medina auf. [musik] Sie wollen die Stadt des Propheten erobern.
- [musik] Doch die Muslime haben schnell einen Graben um Medina gelegt. So ist die Stadt vor den Angreifern geschützt.
- Zwei Wochen lang wird die Oase belagert, [musik] dann zerstört ein Sandsturm das Lager der Angreifer. Medina ist gerettet.
- [musik] Nun geschieht das Überraschende. 629 [musik] darf Mohammed zum ersten Mal
- seine Heimatstadt wieder betreten als Pilger. Er ist fest [musik] entschlossen, Mecker für sich zu gewinnen. Man verhandelt und
- Mecker verspricht im kommenden [musik] Jahr zur Wallfahrtszeit allen Muslimen die Tore der Stadt zu öffnen. So kehren sie ein Jahr später zurück.
- Mohammed und ein Herr von 10 000 Mann. Ohne jedes Blut vergießen reiten die Muslime [musik] in Mekka ein. Ein Triumph für den Islam.
- Mohammeds erster Weg führt zur Kaaba. Der Tempel soll nun zum Haus Allah werden. Die Ehra des Götzenkultes [musik] geht zu Ende.
- Aus den Flammen der Zerstörung steigt der Glaube an den einen Gott. Die Naturreligionen weichen [musik] den Monotheismus.
- Mohammed selbst [musik] sticht den Götzenbildern die Augen aus, bevor sie auf seinen Befehl hin umgestürzt und verbrannt werden. Die alten Götter der
- Nomaden sind zerstört. Der Ort, [musik] an dem die Kaaba steht, ist nun heiliger Boden. Ungläubige
- dürfen ihn nicht betreten. Ein Verbot, [musik] das seit fast 1400 Jahren gilt. An der Kaaba versammeln sich allährlich Millionen von Muslimen und beten
- gemeinsam über alle Grenzen hinweg. Schiiten und Suniten, strenggläubige und liberale Muslime. Die Regeln der Wallfahrt hat Mohammed
- selbst festgelegt, kurz vor seinem Tod. So ist die Stadt ein Pilgerzentrum geblieben bis zum heutigen Tag.
- Dre Monate nach seiner letzten Wahlfahrt zur Kaaba stirbt der Prophet im Alter von 62 Jahren. Mit dem Tode Mohammeds droht der Staat
- von Medina zu zerfallen. Die verbündeten Nomadenstämme fühlen sich nicht mehr an ihren Treueit gebunden. Ergibt Mohammeds erster Nachfolger an
- der Spitze der Gemeinde der erste Kalif am Grabe des Propheten die Losung aus. Mohammed ist tot, doch Gott lebt und ist unsterblich.
- Es gelingt ihm, den jungen Staat zusammenzuhalten. Die Beduinen bleiben dem Islam treu. Was ist aus der Religion, die Mohammed
- gründete geworden? Warum fordern Fundamentalisten die Rückkehr zum Islamischen Staat von Medina?
- Das Leben von Mohammed, dem Propheten, Staatsführer und Feldherrn, war für seine Anhänger stets die Richtschnur ihres Lebens. Eine Herausforderung an
- die Muslime von heute, die einen Weg finden müssen zwischen den Worten des Koran, den Traditionen des Oriens und der Realität des modernen Lebens.
- [musik] Es dauerte nur wenige Jahrzehnte, bis die Reiterscharen des Islam Mohammeds Erbe von Arabien nach [musik] Asien und
- nach Europa trugen. Die Muslime sehen ein Zeichen [musik] Gottes in der stürmischen Ausbreitung ihres Glaubens.
- [musik] Die Erfolgsgeschichte des Islam fasziniert und ängstigt. Sie beruht [musik] auf seiner Vision von der
- Einheit einer Welt, in der die Religion des Leben aller Menschen bestimmt, von der Geburt bis zum Tod und bis zum jüngsten [musik] Gericht.
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