Die Entstehung des Islam (Dokumentation Unterrichtsfilm) Lieblingsfach Religion https://www.youtube.com/watch?v=tcAOhnxHLT8 Transkript (automatisch erstellt) 0:12 Unterwerfung unter den Willen Gottes. Das bedeutet Islam. Der gläubige Muslim bekennt, es gibt keinen Gott außer Gott. Und Mohammed ist [musik] sein Prophet. 0:27 [musik] Aus der Wüste Arabiens hat sich der Glaube an Allah und Mohammed in alle 0:35 Himmelsrichtungen verbreitet. Noch zu Lebzeiten des Propheten beginnt der Siegeszug des Islam um die Welt. Was ist das Geheimnis seines Erfolges? Wer war 0:45 der Mann am Anfang dieses Weges? Wie wurde Mohammed aus Meckka zum Führer der arabischen Stämme und zum Propheten einer neuen Weltreligion? 1:08 [musik] ربنا [musik] واغفر لنا ذنوبنا واسرافنا 1:24 في امرنا Fünf mal am Tag erklingt vom Minaret der Moschee die Aufforderung zum Gebet. 1:34 Das heilige Buch des Islam, der Koran. Birgt er das Geheimnis für die erstaunliche Erfolgsgeschichte [musik] des Islam? Er ist Lebensgrundlage für 1:43 über eine Milliarde Menschen. Gott ist groß, größer als alles andere auf der Welt. 1:58 Im 7. Jahrhundert nach Christus liegt Arabien am Rande der Weltgeschichte. Hier entsteht nach Judentum und Christentum der Islam. Die dritte 2:08 Religion, die aus den nahen Osten kommt und nur einen Gott kennt. Es ist ein heißer Sommertag, im Jahre 610. 2:18 Die Menschen fliehen vor der sängenden Hitze der Stadt in die Berge. So auch Mohammed, ein Kaufmann aus Mecker. 2:31 Er ahnt nicht, dass dieser Tag der Wendepunkt in seinem Leben und in der Geschichte der Menschheit sein wird. 2:43 Erschöpft von den Strapazen des langen [musik] Weges lässt er sich in einer Höhle zur Ruhe nieder und sinkt in einen tiefen Schlaf. 2:54 Plötzlich schreckt er auf. Er spürt die Gegenwart einer ungeheuren Kraft, die ihn zwingt, ihm unbekannte Worte zu sprechen. 3:03 Trage vor im Namen deines Herren, [musik] der erschaffen hat, der den Menschen aus einem Klumpen Blut erschaffen hat. Trage 3:12 vor die ersten Zeilen des Koran. [musik] [musik] 3:28 Mohammeds Geschichte beginnt in Mecka, einer kleinen Handelsstadt am Rande der arabischen Wüste. Nichts deutet darauf hin, dass diese 3:39 Stadt einmal Zentrum einer Weltreligion sein wird. Die Wüstenstadt logt viele Nomaden an. 6000 [musik] Menschen leben damals in 3:49 Mecka. Wer im Karawanenhandel tätig ist, kann hier hohe Gewinne machen. [musik] Viele Händler tauschen noch Ware gegen Ware, doch einige beginnen ihre 4:00 Güter gegen Geld zu verkaufen. Es ist die Zeit des Übergangs vom Tauschhandel zur Geldwirtschaft. 4:12 Meckers Kaufleute rüsten gemeinsam Karawanen [musik] aus mit Reit und Lastkamelen, die Waren über die Halbinsel tragen. Die ersten 4:20 Handelsunternehmen entstehen. Der Wandel, der Arabien erfasst hat, macht auch vor der Religion [musik] nicht halt. 4:30 Noch opfern die Araber heiligen Bäumen und Steinen, beten zur Sonne [musik] und zu den Sternen, an deren magische Kraft sie glauben. 4:40 Ein Zentrum dieses Kultes [musik] ist Mecker. Von der ganzen Halbinsel strömen die Menschen hierher. Die Pilgerscharen haben Mecker zu einer reichen Stadt 4:50 gemacht. Am Knotenpunkt der Karawanenstraßen [musik] steht das uralte Heiligtum der Araber, die Kaaba. Hier wird in wenigen Jahren 4:59 der Lauf der Welt eine dramatische Wendung [musik] nehmen. Im Dunkel der Kaaba stehen 360 [musik] Götterfiguren in Tier und 5:10 Menschengestalt, die Götzen der Wüstennomaden. Mit magischen Ritualen versuchen die Pilger die Götter gnädig zu stimmen. Sie 5:18 bringen ihnen Blutopfer da und beschwören sie mit geheimnisvollen Gebeten. [musik] 5:29 Doch der Götzenkult ist nicht mehr, was er einmal war. Die Menschen sind von den alten Göttern und [musik] ihren Priestern enttäuscht, weil sie ihnen in 5:37 der sich ändernden Welt nicht mehr helfen können. Sie sehnen sich nach einem Gott, nach dessen geboten sie ihr ganzes Leben ausrichten können. Einem 5:46 Gott, der immer für sie da ist und den [musik] sie nicht durch Beschwörungsformeln günstig stimmen müssen. 5:53 Einige suchen Antworten beim Gott der Juden und der Christen, doch der spricht fremde Sprachen, Hebräisch und Griechisch. Die Zeit [musik] ist reif. 6:02 für eine neue arabische Religion. Mohammed, der Name bedeutet der Gepriesene. Im Jahr 570 kommt [musik] er 6:17 zur Welt. Sein Vater ist kurz zuvor auf einer Karawanenreise gestorben. Die Mutter gibt ihn als Kleinkind [musik] zu einer Beduinenfamilie, ein 6:33 alter Brauch in Mecker. Die Stadtbewohner halten auf diese Weise enge Verbindung zu den Verwandten in der Wüste. 6:41 Die Kinder sollen mit den Sitten und Gebräuchen der Beduinen aufwachsen und deren Lebensweise [musik] kennenlernen. Mohammed wächst auf in einer Tradition, 6:51 die seit Jahrtausenden fast unverändert [musik] ist. Auf den weiten Wüstenreisen werden [musik] die Kinder nicht geschont. Sie 7:03 sind denselben Strapazen ausgesetzt wie die Erwachsenen. Die Tiere bestimmen den Lebensrhythmus [musik] 7:09 der Menschen. Oft ziehen die Nomaden wochenlang durch die Wüste auf der Suche nach Wasser und Weidegründen. Die schafe, Ziegen und Kamäele sind ihr 7:18 [musik] wertvollster Besitz. Ohne die Herden könnten die Menschen nicht überleben. In den Weiten der [musik] Wüste ist der Einzelne auf die Familie 7:27 und den Stammesverband angewiesen. Ohne ihren Schutz ist er verloren. [musik] Gemeinsam erflehen die Menschen die 7:38 Hilfe der Götter, bitten um Nachwuchs und um Regen, um das Ende einer Solche oder einer Blutsfede. [musik] Es sind die uralten Rituale der 7:48 Nomadenreligion, die Mohammed schon in frühester Kindheit [musik] beschäftigen. Als Mohammed 6 Jahre alt ist, stirbt auch seine Mutter. Er ist nun ein 8:04 Weisenkind. Sein Überleben hängt vom Wohlwollen der Stammesbrüder ab. Als schließlich auch der Großvater stirbt, wird der achtjährige Junge das Mündel 8:13 seiner Sippe. Ein Onkel nimmt Mohammed auf. Er lässt den Jungen bei sich arbeiten und hält schützend die Hand über ihn. Doch seinen Lebensunterhalt 8:21 muss sich der Achtjährige selbst verdienen. Harte Gesetze regeln das Marktleben. Wer seine Schulden nicht bezahlen kann, 8:33 wird in die Sklaverei verkauft. Für [musik] ein elternloses Kind wie Mohammed ist die Arbeit im Karawanenhandel der einzige Ausweg aus 8:42 der Armut. Die arabische Gesellschaft ist im Umbruch. Die Solidarität der Reichen mit den Armen, die in der Wüste galt, 8:51 [musik] existiert in Mecker nicht mehr. Privater Profit wird mit dem Beginn der Geldwirtschaft immer wichtiger, das Gemeinschaftsgefühl unter den 9:00 Stammesbrüdern immer schwächer. Wird sich Mohammed behaupten können in dieser Welt, in [musik] der jeder auf sich selbst gestellt ist? 9:10 Bei seinem Onkel und dessen Gehilfen lernt Mohammed, was zum Beruf des Karawanenhändlers gehört. 9:18 Ob sie wohl ahnen, dass dieser Junge einmal ihre Welt verändern wird? In einer frommen islamischen Legende wird erzählt, wie der junge Mohammed auf 9:26 einer langen Karawanenreise [musik] ins weit entfernte Syrien kommt. [musik] Dort am Rande der Wüste begegnet die Karawane seines Onkels, einem 9:37 christlichen Mönch, der seit Jahren in der [musik] Einsamkeit lebt. Ahira, [musik] so heißt der Mönch, erkennt in dem Knaben den Nachfolger von 9:49 Jesus [musik] Christus, der ihm in der Nacht zuvor im Traum erschienen ist. Der Mönch bricht seinen Schweigen, [musik] um den Vorbeiziehenden zu 9:59 prophezeien: "Unter euch ist der Sendbote Gottes, der künftige [musik] Prophet, den das Evangelium als Nachfolger von Jesus 10:08 angekündigt hat. [musik] Er erkennt Mohammed an zwei vorhergesagten Zeichen, an einem Muttermal und an einer Wolke über seinem 10:17 Haupt, die ihn vor den erbarmungslosen [musik] Strahlen der Sonne schützt. Von Nordafrika über Ägypten bis nach 10:26 [musik] Persien und Äthiopien. Die Christen im vorderen Orient sind zerstritten. Die Kirche ist in viele Glaubensrichtungen gespalten. Das 10:35 Byzantinische Reich verfolgt alle Christen, deren Glauben von der [musik] Staatsreligion abweicht. So flüchten viele Andersdenkende ins Exil nach 10:44 Arabien. Der Sieg des Islam wenige Jahrzehnte später bedeutet für sie Befreiung von Byzanz. Christen, Muslime und Juden haben die 10:54 gleichen Wurzeln, die gleichen Propheten und die gleiche Botschaft von dem einen Gott. Alle drei Religionen berufen sich auf Abraham. Der war bereit, seinem Gott 11:05 alles zu opfern, selbst den eigenen [musik] Sohn. Mit Abraham beginnt die Geschichte des Glaubens an den einen Gott. 11:13 Die Muslime werfen Juden und Christen jedoch vor, diesen Glauben verfälscht zu haben. Erst der Islam sei das reine Wort Gottes. 11:33 Mit 25 Jahren ist Mohammed noch unverheiratet. Eine Seltenheit unter seinem Zeitgenossen. Im Karawanenhandel ist er ein gefragter Mann. 11:43 Doch auf dem Heiratsmarkt hat er keine Chance. Ohne eigenen Besitz, ein Untergeber der großen Kaufleute, erfährt Mohammed bei 11:52 Vätern und Töchtern nur Ablehnung. Zu dieser Zeit können noch die Frauen in manchen Wüstenstämmen mehrere Männer 12:05 gleichzeitig heiraten. Die Braut, [musik] die in einem Zelt auf dem Rücken des Kamels trt, reitet nach 12:13 der Hochzeit nicht zu ihrem Bräutigam. In diesen Stämmen bleiben die verheirateten Frauen bei ihren Müttern und Verwandten wohnen ein Leben lang. 12:21 Hier ziehen sie ihre Kinder groß. Hier werden sie von ihren [musik] Männern besucht. Kaum eine Frau begnügt sich nur mit einem Mann. Der Islam wird das 12:29 später ändern. Die Mehe für Frauen wird verboten, [musik] den Männern allerdings wird sie erlaubt. 12:40 [musik] Zweimal im Jahr verlassen die Handelskarawanen [musik] 12:45 die Stadt. Im Sommer ziehen sie nach Syrien, im Winter in den Jemen. Zum Schutz vor räuberischen Nomaden schließen sich Meckers Händler [musik] 12:53 zusammen und heuern Beduinen an, die die Karawanen auf ihren wochenlangen Reisen durch feindliches Gebiet [musik] begleiten. 13:04 [musik] Ohne die Beduinenführer wären die Händler auch den anderen Gefahren der Wüste hilflos ausgeliefert, denn nur sie 13:12 wissen, wo die Kamele dem trügerischen Treibsand ausweichen müssen und wo die Karawane ein sicheres Lager aufschlagen kann. 13:22 Ihre Wüstenkenntnis lassen sich die Beduinen gut bezahlen. Sie erhalten als Gegenleistung für ihre Dienste und für freies Geleit durch die Wüste eine 13:30 Beteiligung am Gewinn der Kaufleute. Auf den weiten Reisen sind Lebensmittel knapp. Die Herden von Schafen und 13:39 Ziegen, die die Karawane begleiten, liefern Milch, werden aber nur in Notzeiten geschlachtet. Sie sollen am Ende der Reise auf dem Markt verkauft 13:48 werden. So sind Datteln, Milch und Fladenbrot, das im Sand gebacken wird, über viele 13:57 Wochen oft die einzige Nahrung. Aber die Entbehrungen lohnen sich. Wenn die Karawanenhändler am Ziel sind, können sie auf den Märkten der Städte 14:06 mit ihren Waren hohe Gewinne machen. Doch nötig dafür sind nicht nur kaufmännisches Geschick, sondern auch Ausdauer, um die Strapazen 14:16 des Kargen Wüstenlebens zu überstehen. Mohammed gilt schon früh als einer der besten Karawanenführer von Mecka. Sein 14:29 guter Ruf dringt auch zu einer wohlhabenden Geschäftsfrau Khadij, die auf der Suche ist nach einem zuverlässigen Mitarbeiter, der die 14:37 Arbeit ihres verstorbenen Mannes übernehmen soll. Die reiche Witwe gibt dem jungen Mann eine Chance und schickt ihn nach Syrien mit [musik] ihrer 14:44 wertvollsten Karawane. Der Erfolg gibt ihr Recht. Mohammed kehrt von der Reise mit hohem [musik] Gewinn zurück. 14:55 Khadija bietet ihm die Ehe an gegen den Willen ihrer Verwandtschaft, die von dem 15 Jahre jüngeren mittellosen Kamelführer nichts hält. Mohammed ist 15:04 selbst überrascht vom Angebot seiner Arbeitgeberin und zweifelt, ob es ernst gemeint ist. Eine Heiratsvermittlerin stellt die Verbindung zwischen den 15:12 Familien der beiden her. Mohammed lässt sich überzeugen, dass Khadija ihn trotz seiner Armut heiraten will. Er willigt ein, eine Entscheidung, die sein Leben 15:22 verändert. Mohammed ist jetzt selber Kaufmann und von heute auf morgen ein angesehener 15:32 Mann. [musik] Khadijas Karawanen, die jetzt auch 15:42 Mohammed gehören, liefern Leder und Weihauch nach Syrien im Tausch gegen Getreide aus dem Byzantinischen Reich. Ein gutes Geschäft. 15:53 [musik] Doch es wird Mohammed immer klarer, dass ihn das [musik] Leben eines Kaufmanns 16:02 nicht ausfüllt. Auf den weiten Wüstenreisen sondert er sich immer öfter ab von den Gefährten. Der Beginn einer Wahrheitssuche, die ihn weit wegführt 16:10 vom Götzendienst [musik] und vom Aberglauben seiner Vorfahren. [musik] Der Sinn des Lebens, der Zustand der 16:19 Gesellschaft, Fragen, auf die er keine Antwort weiß, beschäftigen ihn in der Einsamkeit bis zu jenem Tag im Jahr 610, als er zum ersten Mal die göttliche 16:30 Stimme hört. 22 Jahre lang, bis kurz vor seinem Tod, wird diese Stimme den Propheten 16:41 begleiten. Sie offenbart ihn die Verse [musik] des Koran, die Worte des einen Gottes, Allahs Auftrag an Mohammed. Bring diese Botschaft den Arabern in 16:52 ihrer eigenen Sprache. Mohammed traut der Stimme nicht, will nicht glauben, dass Gott ausgerechnet ihn, den einfachen Kaufmann aus Mecka zum 17:00 Propheten auserwählt hat. Doch seine Frau Khadija ermutigt ihn, den Auftrag Gottes anzunehmen. Mohammeds Mission hat Erfolg. Viele junge Leute aus Mecka 17:10 finden im Glauben [musik] an Allah eine Erfüllung, die sie in den Naturreligionen vergeblich suchen. Mohammeds Botschaft ist auch Kritik an 17:19 der wachsenden Kluft zwischen oben und unten, zwischen arm und Reich. Viele einfache Leute, Besitzlose [musik] und Sklaven, fühlen sich davon angesprochen. 17:28 Mohammed ist von seinem Erfolg überrascht. Er fragt sich, wohin wird mich Gottes Auftrag führen? 17:37 werden eines Tages [musik] alle Araber meiner Botschaft folgen? Die religiöse Botschaft, die Mohammed bringt, ist neu und allzugleich. Sie 17:47 ruft die Erinnerung wach an Abraham, den biblischen Stammvater von Arabern und Juden, den Gott als ersten dazu ausersehen hatte, ihnen den wahren 17:57 Glauben zu [musik] bringen. Die Legende erzählt, dass Abraham einst an der Kaaba zu Allah gebetet habe. Nach Jahrhunderten des Vergessens tritt nun 18:07 Mohammed als Sprachrohr Gottes auf, [musik] als letzter in der Reihe von Propheten, die mit Abraham begann. Es ist Mohammeds Aufgabe, den Arabern 18:17 die Religion der Väter zurückzubringen. [musik] [musik] 18:33 Die Kaufleute von Meckka fühlen sich durch Mohammeds Botschaft provoziert. Sie fürchten um ihre Geschäfte. Der Glaube an den einen Gott gefährdet den 18:42 einträglichen Handel mit den Beduinen, die zu den Götzen in der Kaaba pilgern. Mohammed, der in Mecka bisher der Zuverlässige hieß, wird nun als 18:52 Zerstörer der Gemeinschaft beschimpft. Die Kaufleute drohen ihn, wenn er nicht aufhört gegen die Götzen zu predigen, 19:07 sollen er und seine Anhänger kein Recht mehr haben, in Mecka zu leben. So schickt Mohammed vorsorglich [musik] eine Gruppe von Gläubigen übers Meer 19:21 nach Äthiopien ins Exil. Unter ihnen eine seiner Töchter. Dort werden sie großzügig empfangen. Das christliche Äthiopien ist seit 19:36 langem ein wichtiger Handelspartner Meckas. Die Menschen hier sehen in den Muslimen Brüder und Schwestern. Gemeinsam ist ihnen der Glaube an einen 19:46 Gott. Dass das Christentum ein naher Verwandter des Islam sei, betont 19:55 Mohammed im Koran immer wieder. Doch tadelt er den Glauben an die Dreifaltigkeit. Vater, Sohn und Heiliger Geist. Das ist 20:04 für Mohammed Viel Götterei. Die ursprüngliche Botschaft ihrer Buchreligion hätten die Christen verfälscht und aus dem Propheten Jesus 20:13 einen Gott gemacht. Einige muslimische Familien aus Mecka harren jahrelang in Äthiopien aus in der 20:26 Hoffnung auf Rückkehr. Als Mohammed schließlich eine Zufluchtstätte für seine Gemeinde in Arabien findet, folgen ihm fast alle dorthin. Die wenigen, die 20:35 in Äthiopien bleiben, werden Christen. Zu Hause in Meckka predigt Mohammed weiter seine Botschaft. 20:49 Sie richtet sich auch an die arabischen Frauen. Anders als damals üblich [musik] gibt Mohammed ihnen das Recht auf freien Willen und eigene Entscheidungen. Die 20:59 Frauen hören zum ersten Mal, dass sie Anspruch auf eigenes Vermögen und auf ein Erbe haben. Eine Revolution für die damalige Zeit. 21:08 [musik] Den Schleier, die Kopftracht des alten Oriens, tragen die muslimischen Frauen 21:17 als Zeichen ihrer Frömmlichkeit, aber auch zu ihrer Sicherheit, um nicht von fremden Männern belästigt zu werden. 21:27 [musik] Denn bei den Beduinen war es durchaus üblich, die Frauen anderer Stimme zu rauben und sie in den eigenen Harem aufzunehmen. 21:37 Die Lage der [musik] Muslime, die nicht nach Äthiopien ausgewandert, sondern mit Mohammed in Meckka geblieben sind, wird immer schwieriger. Die Gläubigen werden 21:45 boikottiert. Wer sich zum Islam bekennt, gilt als Feind. Meckers reiche Händler fürchten, dass Mohammed bald nicht mehr nur predigen, 21:58 sondern nach der politischen Macht greifen wird. Sie drohen ihn, aber er bleibt seinem Auftrag treu. Die Zahl seiner Anhänger wächst weiter. [musik] 22:08 So entschließen sich Mohammeds Gegner zu einem Mordanschlag auf ihren Stammesbruder. Mohammed ahnt lange nicht, was hinter 22:15 seinem Rücken vorgeht. Seine Stellung in der Stadt ist geschwächt seit dem Tod seines Onkels, der ein angesehener Mann in Mecka war. Auch Khadija lebt nicht 22:24 mehr, die Mutter seiner sieben Kinder, mit der er 25 Jahre lang verheiratet war. Auf den Märkten der Nachbar Oasen 22:32 predigt Mohammed den neuen Glauben. Araber aus fremden Stämmen schließen sich ihm an, vor allem Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. 22:46 Mohammed ist auf der Suche nach einer neuen Heimat für sich und seine Gemeinde. 22:54 [musik] Als die Muslime erfahren, dass die Feinde des Propheten einen Mordanschlag gegen ihm planen, beschließen sie, die 23:02 Heimatstadt mit ihm gemeinsam zu [musik] verlassen. Ihren Besitz lassen sie zurück. Ein Abschied für immer. 23:09 Das Band der Stammesbrüerschaft [musik] ist zerschnitten. Nach dem Gesetz der Wüste sind die Auswanderer voelfrei. 23:20 Mohammed wird mit seinen Getreuen [musik] im Exil einen neuen Stamm gründen, der zusammengehalten wird durch den Glauben, das Band des Islam. Die 23:29 Religion [musik] wird die Muslime in Zukunft über alle alten Stammesgrenzen hinweg vereinen. 23:38 [musik] Die Auswanderung aus Mecka ist der Anfang eines neuen Zeitalters. 23:46 Es ist das Jahr 622 nach Christus, das Jahr 1 des islamischen Kalenders, das erste Jahr der Immigration. 23:57 In der Oase Jathrib, 350 km von Mecker entfernt, finden die Auswanderer Zuflucht. Die Bewohner der Oase sind seit Jahren zerstritten. Man hofft auf 24:08 die Ankunft Mohammeds, der als Schiedsrichter auf der ganzen Halbinsel berühmt ist. Er soll den Konflikt schlichten. 24:25 Jüdische Stämme haben [musik] viele Wüstentälbiens in fruchtbare Oasen verwandelt. Auch in Jathrib sind die Juden die Pioniere 24:33 [musik] der Landwirtschaft. Entsprechend groß sind ihr Wohlstand und ihr Einfluss. Das Eintreffen Mohammeds und der Muslime verändert die Lage. [musik] 24:42 Plötzlich bekommen die Juden Konkurrenz. [musik] Das Oasental von Jafhrib dehnt sich über fast 100 Quadrkm aus. Ein ungewohnter Anblick [musik] für die 24:53 Auswanderer aus der Wüstenstadt Mecker. [musik] Nomadenstämme sind in der Oase sesshaft geworden. Die Verlockungen des 25:03 Wohlstands waren [musik] stärker als die Verachtung für ein bäuerliches Leben. Wie zuvor ihre Herden sind nun die Dattelpalmen [musik] 25:11 ihr ganzer Stolz und eine ständige Einnahmequelle. Denn die Datteln [musik] von Jathrib gelten als besonders wohlschmeckend und werden auf die ganze 25:19 Halbinsel exportiert. Die kleine Gruppe von Muslimen aus Jasrib, die den Propheten hierher geholt hat, hilft den Neuankömmlingen nach 25:27 Kräften. Großzügig teilen sie, was sie haben, mit den aus Mecker vertriebenen Glaubensbrüdern. Die Bauern geben die Hälfte von ihren Dattelpalmen, 25:36 Arbeitstieren und von ihrem Ackerland ab. Karawanenhändler und Kaufleute nehmen Muslime aus Mecker als Partner in ihre Unternehmen auf. 25:57 Doch nicht alle heißen die Neuankömmlinge willkommen. 25 000 Menschen leben bereits in der Oase. 26:07 Der Streit, der das ganze Tal erfasst hat, geht um Wasser und damit um Macht. Die Bevölkerung wächst und Wasser wird nicht mehr gerecht verteilt. 26:20 Doch ohne geregelte Bewässerung gibt es keine Landwirtschaft in der Wüste. Beim Eintreffen des Propheten in Jathrib steht der Konflikt kurz vor einem 26:29 Bürgerkrieg. Einige Stämme, die sich nicht wehren konnten, sind in ihren Siedlungen ermordet worden. Andere wurden mit Gewalt aus der Oase 26:37 vertrieben. Die Karavanserei von Jathrib ist Raststätte für die Karawanen. Hier tauschen die Kamelführer Informationen 26:46 aus und ergänzen ihre Vorwräte. Im Basar gibt es frisch gepresstes Sesamöl [musik] zu kaufen, Waffen und Sättel für die Reitkamele. 27:00 [musik] Schmuck und Waffenschmiede in Arabien sind zumeist Fremde, Einwanderer und 27:08 Sklaven. Beduinen verachten diese Tätigkeit. Als die besten Handwerker gelten die Juden, Araber, die sich zum Judentum 27:18 bekehrt haben und Nachfahren von jüdischen Flüchtlingen aus Palästina, die in Arabien Aufnahme gefunden haben. 27:31 Auch christliche Araber leben in Jathrib. Mohammed gelingt es, den Konflikt zwischen den Stimmen von Jasrib zu 27:38 schlichten. Er schließt einen Vertrag mit ihnen ab und legt die Rechte und Pflichten für alle Bürger gleichermaßen fest. Egal, ob Muslim, Jude oder Christ. 27:49 Der Prophet des Islam entscheidet nun in Jathrib über Krieg und Frieden. [musik] Mit den Offenbarungen, die er von Gott erhält, schafft Mohammed neue Gesetze 27:57 und legt eine neue [musik] Moral fest. Der Neubeginn drückt sich auch im Namen aus. Aus der Oase Jathrib wird die Stadt des Propheten. Kurz Medina, die Stadt. 28:10 Hier legt Mohammed das Fundament für das Haus des Islam, den ersten islamischen Staat. In ihm gelten die Gesetze Gottes. Abgerechnet wird beim jüngsten Gericht. 28:22 Ihr Gläubigen, [musik] nehmt euch in acht vor einem Feuer, dessen Brennstoff aus Menschen und Steinen [musik] besteht. Wenn der Himmel 28:30 sich spaltet und die Berge zu Staub werden, dann werden Ungläubige und Sünder [musik] im Höllenbrand schmoren. Doch wer an Gott und seine Propheten 28:39 glaubt, dem steht das Paradies offen. Die mahnenden Worte des Propheten, die den Gläubigen auf seinem Lebensweg 29:02 begleiten und ihn ständig erinnern an Allah und an den Tag der Abrechnung, liegt darin das Geheimnis des Islam, die Ursache seines Erfolges. 29:16 Im Gebet preisen die Muslime die Allmacht Gottes. Mit jeder Verne unterwerfen sie sich Allah. Dasselbe arabische Wort für Gott bei Christen und 29:26 Muslimen. Heute noch verehren die Gläubigen jene Gefährten Mohammeds, die als erste seinem Aufruf folgten und mit ihm 29:35 ausharten, trotz Verfolgung und [musik] Exil. Weirauch hält die Erinnerung wach an die Heiligen der islamischen Geschichte. In 29:46 manchen Ländern des Orients pilgern die Muslime [musik] sogar zu den Gräbern von christlichen und jüdischen Heiligen. Orte für Meditation und Gebet, [musik] 29:54 an denen sich Gläubige aus drei Religionen begegnen. Nach der Ausbreitung über die Welt hat der Islam viele unterschiedliche Formen 30:09 angenommen. Den Völkern Afrikas und Asiens haben vor allem die Sufis den Islam gebracht. Islamische Mystiker, die als Kaufleute 30:19 durch die Welt zogen. Wo sie die Menschen zum Islam bekehrten, geschah das nicht mit Feuer und Schwert, sondern durch die Kraft ihrer Religion und die 30:27 Klarheit der Botschaft. Es gibt nur einen Gott und Mohammed ist sein Prophet. [musik] 30:39 Die Religion aus Arabien ist mit den Kulturen der Völker verschmolzen zwischen Tanga und Taschkent, Malaysia und Madagaskar, Kairo und Karaci. 30:50 Mohammed, der edelste aller Menschen, der Geliebte Gottes. So singen die Sufis und preisen den Propheten mit Gebeten und Musik. 31:00 Der Weg der Mystiker zu ihrem Gott führt über Rausch und Ektase. Die erste Moschee des [musik] Islam in Medina diente Mohammed auch als Wohnhaus 31:22 für sich und seine Familie. Hier legte er Vorschriften und Gesetze fest, die heute noch gelten, bis ins 31:33 kleinste Detail. Im Koran sind die Regeln für das tägliche Leben der Gläubigen ausführlich festgehalten. Ihr Gläubigen, wenn ihr euch zum Gebet 31:43 aufstellt, dann wascht euch vorher das Gesicht und die Hände bis zu den Ellenbogen und streicht euch über den Kopf und wascht euch die Füße bis zu den 31:54 Knöcheln. Ein Geheimnis des Erfolges, der den Islam zur Weltreligion machte, liegt in 32:07 den klaren Vorschriften, mit denen die Religion den Gläubigen Halt gibt im Alltag. Strenggläubige Muslime meinen, dass Gottes Wort im Koran auch jene 32:16 Fragen beantwortet, die das Leben von heute stellt. Nicht eine Zeile wurde bis heute am Koran verändert. Er gilt als Gottes unveränderliches Wort und als das 32:26 bedeutendste Buch in arabischer Sprache. Die Notizen, die sich Mohammeds Zuhörer auf Lederfetzen und flachen Steinen, auf Papyos, Holz und Knochen machten, wurden 32:36 20 Jahre nach seinem Tod zu einem Buch zusammengetragen. 99 Namen Gottes abgezählt am Rosenkranz. Eine Form des Betens, die von den 32:47 Christen übernommen wurde. Fünf Pflichten muss ein frommer Muslim erfüllen. Das tägliche Beten, die 32:58 regelmäßige Spende für die Armen, das Fasten im Monat Ramadan, das Glaubensbekenntnis und die Pilgerfahrt nach Mekka. Auf diesen fünf Säulen ruht 33:07 der Islam. Ein guter Muslim befolgt die Gebote. Glücksspiele und Alkohol lehnt der Prophet auf Erden ab, da sie die Menschen entzweihen. Im Paradies jedoch 33:18 wird Wein in Strömen fließen. [musik] Karawanen, die von Meckka [musik] nach Syrien ziehen, reisen auf einer Route, 33:29 die 100 km entfernt an Medina vorbeiführt. [musik] Wandelnde Ziele für beutehungrige Nomaden, die ständig die 33:37 Wüste ausspelen nach Gelegenheiten für eine Ratia, einen Überfall. Ratien auf Karawanen haben Tradition. Viele Beduinenstämme leben davon. Auch 33:49 die Immigranten in Medina [musik] entschließen sich dazu, die Karawanen aus Meckka zu überfallen. Mohammed will seine Heimatstadt 33:57 schwächen und ihren Widerstand gegen den Islam brechen. Damit beginnt der Jihad, der Kampf gegen den Unglauben. Jihad heißt nicht 34:06 heiliger Krieg und auch nicht Mord und Terrorismus. Vor allem soll der Muslim gegen sich selbst, gegen das eigene Versagen 34:14 kämpfen. Erst dann kommt der Kampf gegen den Unglauben in der Welt. Heute wird der [musik] Jihad oft missverstanden als Gewalt gegen alle, die an etwas anderes 34:24 glauben. Der Krieg zwischen [musik] Mecker und Medina beginnt im Dezember des Jahres 34:32 623. 300 Muslime überfallen eine schwerbeladene Karawane mit mehr als [musik] 1000 Kamelen. 34:41 Für Mohammed ist jedoch Gewalt kein Mittel, um Andersgläubige zum Islam zu bekehren. Es gibt keinen [musik] Zwang in der Religion, heißt es im Koran. 34:52 Dennoch fürchten sich viele Menschen [musik] im Westen vor dem Islam, einer Religion, deren Anfangsjahre von Krieg und Gewalt gezeichnet sind. [musik] 35:07 Mohammeds Harim wächst mit der Zahl seiner Anhänger [musik] und Verbündeten. Die Hochzeit einer Stammestochter mit Mohammed, dem Fürsten von Medina, ist 35:16 bei Wüstenstemmen [musik] Mittel der Bündnispolitik. Auch die Töchter des Propheten sind für den Islam nützliche Ehen eingegangen mit 35:26 wichtigen Vertrauten [musik] ihres Vaters. Der Krieg mit Mecker macht aus vielen Ehefrauen Witwin. Um ihre Not zu 35:35 lindern, empfiehlt [musik] der Prophet den muslimischen Männern mehrere Frauen zu heiraten. Bei gerechter Behandlung aller Ehefrauen. 35:45 [musik] In Mohammeds Harem ist die Frau [musik] seines Herzens Aisha, die Tochter seines 35:54 engsten Freundes. [musik] 36:00 Bei der Hochzeit mit dem Propheten ist sie fast noch ein Kind. Später wird Aisha den Ehrentitel tragen: Mutter der Muslime. 36:12 [musik] Rauch erhebt sich in Medina über [musik] den Dattelplantagen und Dörfern der 36:20 Juden. Der Machtkampf zwischen ihnen und den Muslimen [musik] hat zur Katastrophe geführt. Mohammeds Hoffnung, die Juden würden den Islam annehmen und ihn als 36:29 Propheten respektieren, hat sich nicht erfüllt. Stattdessen verbünden sie sich mit Mohammeds Gegnern [musik] aus Meckka, 36:38 Verrat in den Augen der Muslime. Nach dem Gesetz der Wüste müssen sie furchtbar bezahlen. Viele werden getötet, ganze Stämme vertrieben oder in 36:47 die Sklaverei verkauft. Ihre Häuser werden zerstört. Ihr Besitz fällt an [musik] die Muslime. 36:57 7 Jahre dauert der Krieg zwischen Mecka und Medina. Das Kriegsglück wechselt zwischen Sieg und Niederlage. 37:06 Mohammed gelingt es Meckers Karawanen den Weg nach Syrien abzuschneiden. Der Ruin der Handelsstadt ist absehbar. 37:17 So brechen Meckers Krieger im Jahr 627 zum großen Schlag gegen Medina auf. [musik] Sie wollen die Stadt des Propheten erobern. 37:29 [musik] Doch die Muslime haben schnell einen Graben um Medina gelegt. So ist die Stadt vor den Angreifern geschützt. 37:40 Zwei Wochen lang wird die Oase belagert, [musik] dann zerstört ein Sandsturm das Lager der Angreifer. Medina ist gerettet. 37:49 [musik] Nun geschieht das Überraschende. 629 [musik] darf Mohammed zum ersten Mal 37:57 seine Heimatstadt wieder betreten als Pilger. Er ist fest [musik] entschlossen, Mecker für sich zu gewinnen. Man verhandelt und 38:07 Mecker verspricht im kommenden [musik] Jahr zur Wallfahrtszeit allen Muslimen die Tore der Stadt zu öffnen. So kehren sie ein Jahr später zurück. 38:17 Mohammed und ein Herr von 10 000 Mann. Ohne jedes Blut vergießen reiten die Muslime [musik] in Mekka ein. Ein Triumph für den Islam. 38:27 Mohammeds erster Weg führt zur Kaaba. Der Tempel soll nun zum Haus Allah werden. Die Ehra des Götzenkultes [musik] geht zu Ende. 38:38 Aus den Flammen der Zerstörung steigt der Glaube an den einen Gott. Die Naturreligionen weichen [musik] den Monotheismus. 38:49 Mohammed selbst [musik] sticht den Götzenbildern die Augen aus, bevor sie auf seinen Befehl hin umgestürzt und verbrannt werden. Die alten Götter der 38:58 Nomaden sind zerstört. Der Ort, [musik] an dem die Kaaba steht, ist nun heiliger Boden. Ungläubige 39:09 dürfen ihn nicht betreten. Ein Verbot, [musik] das seit fast 1400 Jahren gilt. An der Kaaba versammeln sich allährlich Millionen von Muslimen und beten 39:20 gemeinsam über alle Grenzen hinweg. Schiiten und Suniten, strenggläubige und liberale Muslime. Die Regeln der Wallfahrt hat Mohammed 39:30 selbst festgelegt, kurz vor seinem Tod. So ist die Stadt ein Pilgerzentrum geblieben bis zum heutigen Tag. 39:49 Dre Monate nach seiner letzten Wahlfahrt zur Kaaba stirbt der Prophet im Alter von 62 Jahren. Mit dem Tode Mohammeds droht der Staat 39:59 von Medina zu zerfallen. Die verbündeten Nomadenstämme fühlen sich nicht mehr an ihren Treueit gebunden. Ergibt Mohammeds erster Nachfolger an 40:08 der Spitze der Gemeinde der erste Kalif am Grabe des Propheten die Losung aus. Mohammed ist tot, doch Gott lebt und ist unsterblich. 40:18 Es gelingt ihm, den jungen Staat zusammenzuhalten. Die Beduinen bleiben dem Islam treu. Was ist aus der Religion, die Mohammed 40:26 gründete geworden? Warum fordern Fundamentalisten die Rückkehr zum Islamischen Staat von Medina? 40:37 Das Leben von Mohammed, dem Propheten, Staatsführer und Feldherrn, war für seine Anhänger stets die Richtschnur ihres Lebens. Eine Herausforderung an 40:46 die Muslime von heute, die einen Weg finden müssen zwischen den Worten des Koran, den Traditionen des Oriens und der Realität des modernen Lebens. 40:56 [musik] Es dauerte nur wenige Jahrzehnte, bis die Reiterscharen des Islam Mohammeds Erbe von Arabien nach [musik] Asien und 41:05 nach Europa trugen. Die Muslime sehen ein Zeichen [musik] Gottes in der stürmischen Ausbreitung ihres Glaubens. 41:15 [musik] Die Erfolgsgeschichte des Islam fasziniert und ängstigt. Sie beruht [musik] auf seiner Vision von der 41:23 Einheit einer Welt, in der die Religion des Leben aller Menschen bestimmt, von der Geburt bis zum Tod und bis zum jüngsten [musik] Gericht.