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Geschichte des Islam (alle Teile) - Vom Tod Mohammeds bis zum Zerfall der muslimischen Einheit
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Transkriptautomatisch erstellt · 560 Zeilen
- [Musik] [Applaus] [Musik] die zentrale religiöse Allegorie des
- Islam beginnt mit der Offenbarung Mohammeds in den Höhlen und endet mit dem Tod des vierten Nachfolgers Ali fast 40 Jahre später sie ist vergleichbar mit
- dem letzten abendmah der Kreuzigung und der Auferstehung von Jesus Christus im Christentum zu Lebzeiten Mohammed erlangte seine Gemeinschaft die
- Kontrolle über die arabische Halbinsel und obwohl er im Jahr 632 nach Christus starb ist die religiöse Geschichte damit nicht zu Ende sondern wird durch seine
- vier engsten Nachfolger Abu Bakr umaar utman und Ali fortgesetzt gemeinsam bildeten sie die rashidun was so viel bedeutet wie die recht geleiteten und
- gemeinsam errichteten sie den ersten islamischen Staat das Kalifat in nur 30 Jahren hatte das rashidun Kalifat ganz Persien Ägypten Mesopotamien die lwante
- und sogar Teile des byzantinischen Reichs in Anatolien erobert in mancherlei Hinsicht ähnelte dieser neue Staat einer Demokratie die
- Staatsoberhäupter wurden alle von einem Rat von Vertretern gewählt aber der Machtwechsel zwischen diesen Führern war nicht einfach die 30 ereignisreichen und
- DRAM Jahre wurden zuerst von dem arabischen Historiker Iben ischak dokumentiert aber der größte Teil seiner Arbeit ging verloren bevor seine Werke
- verschwanden zitierten andere Gelehrte und Historiker jedoch daraus und fassten sie zusammen die Sache ist dass der Islam in einer Zeit der literarischen
- Blüte entstand Historiker schrieben Abhandlungen Gelehrte schrieben Tagebücher und Briefe Juristen verfassten bürokratische Artikel ab dem
- 7 jahrhundert gab es also eine Fülle von Dokumenten und deshalb kennen wir so viele historische Details ein Historiker der eben Isak als Hauptquelle verwendete
- war im 9 jahrhundert der persische Gelehrte Mohammad ibn jarir altabari er sammelte viele dieser Aufzeichnungen und stellte eine Chronik mit dem Titel die
- Geschichte der Propheten und Könige zusammen es handelt sich um eine 39 bändige Chronologie die von biblischen Gestalten über antike reiche bis hin zum
- Jahr 915 nach Christus reichte der Historiker widmete einen ganzen einer Zeitspanne von nur 30 menschlichen Dramas und alles begann mit dem Tod
- eines Propheten in dem Moment als der Prophet starb geriet die muslimische Gemeinschaft auch Oma genannt in eine Krise es stellte sich die Frage wer ist
- unser nächster Führer und was soll er für uns sein die Umma hatte sich vor dem toten Mohammeds einfach keine Gedanken über dieses Thema gemacht aber sie
- mussten sich nun etwas einfallen lassen ein Streitpunkt war dass der neue Führer kein Heiliger sein konnte weil Mohammed ausdrücklich gesagt hatte er sei der
- letzte Gesandte Gottes aber ebenso wichtig war dass der nächste Führer nicht einfach ein weiterer König sein konnte denn die Umma war nicht einfach
- ein weiteres Land viel mehr sah sich die muslimische Gemeinschaft als die Verkörperung des Islam in den Stunden nach dem Tod Mohammeds hörte der
- 60-Jährige abuakr ein enger Gefährte des Propheten Gerüchte dass die Muslime aus Medina zurückkommen würden um einen eigenen Anführer zu wählen abuakr rief
- einige Gefährten zusammen und stürmte die Versammlung er bat die Muslime aus Medina es sich noch einmal zu überlegen und einen einzigen Führer für alle
- Muslime zu wählen in seiner Rede pläierte abuakr weder für einen Propheten noch für einen König sondern nur für eine Person die Versammlungen
- einberuft und die Diskussionen moderiert und er wies auf zwei Gefährten des Propheten hin und sagte wählt einen von diesen beiden einer der besagten
- Gefährten war Umar aber in der arabischen beduinenkultur galt es als undenkbar sich über einen älteren Mann zu stellen uma trat mit Tränen in den
- Augen vor und pläerte für abuakr als neuen Anführer die Entscheidung war einstimmig Abu Bakr wurde zum ersten Anführer der Muslime gewählt besser
- bekannt als der erste Kalif niemand wusste wirklich was dieser Titel bedeutete oder welche Befugnisse er hatte der erste Titelträger würde diese
- Details ausfüllen müssen vorerst wurde die Nachfolge abuakrs verkündet und alle stimmten zu und jubelten aber nicht alle war anwesend ein führender Kandidat
- hörte nicht einmal dass die Frage überhaupt diskutiert wurde Mohammeds kousa Ali war noch dabei den Leichnamen des Verstorbenen Propheten zu waschen
- als er hörte dass ein neuer Führer gewählt wurde man kann sich vorstellen wie das klingen mag denn Ali hielt sich für den Nachfolger Mohammeds weil er den
- Propheten am nächsten stand und dafür gab es zahlreiche Gründe Alis Vater hatte Mohammed als Sohn adoptiert was Mohammed und Ali im Grunde zu Brüdern
- machte aber mohammed war etwa 30 Jahre älter als Ali und in der arabischen stammelskultur hatte ein viel älterer Bruder den Status eines Elternteils
- gegenüber seinen Geschwistern außerdem wuchs Ali im Haushalt von Mohammed auf was bedeutete dass Ali im Grunde wie ein Sohn Mohammeds war zumindest aus
- schiitischer Sicht genauso wichtig ist die Tatsache dass Ali der erste Mann war der den Islam annahm er war derjenige der es riskierte ein Messer zu nehmen
- als Mohammed von Attentätern verfolgt wurde er war Seite an Seite mit Mohammed in jeder Schlacht dabei als sich der Islam auf der Halbinsel ausbreitete und
- die muslimische Gemeinschaft wuchs war Ali immer an seiner Seite und diente als Mohammeds rechte Hand tatsächlich hielt der Prophet auf dem Heimweg von seiner
- letzten Predigt eine Rede vor einer Menge von 70 bis 12 000 Menschen an einem Ort namens algadirkum in der er folgendes sagte jeder von euch der mich
- als seinen Schutzherrn betrachtet sollte Ali als seinen Schutzherrn betrachten die Anhänger des schiitischen Islams interpretieren diese Worte so dass
- Mohammed Ali zu seinem Erben und Nachfolger ernannte sunitische Muslime hingegen interpretieren die Worte so dass Mohammed eine große Zuhörerschaft
- dazu aufforderte seinen Cousin und Schwiegersohn in hohem Ansehen und in Zuneigung zu halten der vielleicht wichtigste Grund warum Ali als Erbe und
- Nachfolger des Propheten angesehen wurde war jedoch dass Mohammed keine Söhne hatte die einzigen Enkel die er hatte stammten von seiner Tochter Fatima die
- mit Ali verheiratet war daher betrachteten viele Ali Söhne als Mohammeds Enkel aber aus sunitischer Sicht war die dynastische Erbfolge nicht
- islamisch und Alis familiäre Bindung an den Propheten war genau das was sie verhindern mussten um keine Aristokratie zu schaffen und so wurde Ali nach dem
- Tod des Propheten völlig vernachlässigt er galt nicht als Kandidat und wurde nicht einmal konsultiert es gibt zwei haupterklärungen für das was dann
- geschah einigen Quellen zufolge dauerte es etwa sech Monate bis Ali die Wahl anerkannte in diesen Monaten bedrohten die anhä von abuakr die Familie von Ali
- und ein solcher Zwischenfall führte zu einer Fehlgeburt von Fatima andere Quellen behaupten dass Ali ein paar Tage brauchte um abuakr die Treue zu schwören
- und dass die Fehlgeburt von Fatima nichts damit zu tun hatte ein Streit wie dieser kann heute nicht mehr gelöst werden aber er zeigt dass die
- Meinungsverschiedenheiten zwischen abuakr und Ali schließlich zu zwei verschiedenen Sekten des Islam führten den Sunniten und den Schiiten in jedem
- Fall ob es nun se Monate oder Tage waren hatte Ali die Wahl anerkannt kurz darauf lösten sich in ganz Arabien die Stämme und Clans von ihrer Loyalität zu abubakr
- und der Hauptstadt Medina die Stammesführer argumentierten dass sie niemals abuakr oder der um die Treue geschwören hätten sondern nur Mohammed
- selbst und mit dem Tod des Propheten sei diese Loyalität nun hinfällig geworden aber vielleicht war der wahre Grund die Zakat oder die wohltätigkeitssteuer die
- die Stämme an die Schatzkammer von Medina zahlten einige Stammesführer erklärten sich sogar selbst zu neuen Propheten abuakr reagierte darauf indem
- er eine neue religiöse Doktrin aufstellte die Idee war dass wenn es nur einen Gott gibt es auch nur eine Verkörperung des Islams eine
- Gemeinschaft und eine um geben kann abtrünigkeit und Apostasie wurden als Verrat erklärt zu jener Zeit schien dies eine logische kurzfristige Lösung zu
- sein doch im Laufe der Jahrhunderte sollte diese Erklärung den Islam allmählich zu einem soziopolitischen System und nicht nur zu einer relig
- Überzeugung machen innerhalb eines Jahres wurde der Aufstand der sezesionisten von khid Iben alvalid dem Obersten Befehlshaber und militärischen
- Berater von abuakr niedergeschlagen der Kalif hatte die Kontrolle über Arabien zurückgewonnen und beendete den ersten islamischen Bürgerkrieg der auch als die
- ridarriege bekannt ist was dann folgte war eine Reihe von Provokationen durch die benachbarten Sassaniden und die Byzantiner die zu einem totalen Krieg
- zwischen Russland dem Kalifat dem Sassanidenreich und dem Römischen Reich das wir als byzantinisches Reich bezeichnen werden führten die Sassaniden
- versuchten in den nordarabischen Regionen eine Rebellion anzuzetteln während die Byzantiner ihre Truppen an die Grenze des Kalifats verlegten um die
- zersplitterte arabische Region zu erobern aus strategischer Sicht war eine Invasion entweder des byzantinischen oder des sassanidischen Reiches auf
- lange Sicht und vermeidlich deswegen beschloss khif abuakr zuerst zuzuschlagen dazu muss man wissen dass die arab Halbinsel zu dieser Zeit aus
- zahlreichen autonomen Stämmen bestand die Araber trieben regenhandel Gewürze Stoffe und andere Waren wurden von Ost nach West von Nord nach Süd
- transportiert sie waren also mit den wichtigsten Handelsrouten und den wichtigsten Religionen der damaligen Zeit vertraut aber sie kannten auch die
- Logistik und die militärischen Taktiken ihrer beiden größeren Nachbarn und was ebenso wichtig war der Kalif wusste dass die Sassaniden und die Byzantiner nach
- jahrhundertelangen kriegen erschöpft waren und so arbeiteten abuakr und seine engsten Berater und militärischen Befehlshaber an einem strategischen
- Feldzug der innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem der größten Reiche der Geschichte führen sollte an einem Augusttag des Jahres
- 634 trat abuakr nach einem heißen Bart aus seinem Haus in einen kalten Windstoß bei Einbruch der Dunkelheit bekam er hohes Fieber und wusste dass der Tod
- nahe war also rief er die wichtigsten Persönlichkeiten der Gemeinschaft zusammen und ernannte Umar zu seinem Nachfolger Umar war ebenfalls ein enger
- Gefährte Mohammeds aber er war auch ein harter militärischer Befehlshaber dessen Aussehen Größe und Temperament die Menschen um ihn herum einschüchterte
- daher war der Rat nicht davon überzeugt dass Umar der richtige Mann für die Führung der uma war es kam zu einer Diskussion und in diesem kritischen
- Moment trat Ali vor und sprach sich für Umar aus seine Worte gaben den Ausschlag die Umar hatte ihren zweiten Kalifen gewählt und sobald Umar sein Amt
- angetreten hatte wandte er sich den militärischen Feldzug zu an dem er und abuakr zuvor gearbeitet hatten die nachfolgekrise war vorbei jetzt war es
- Zeit für Krieg und Eroberung gegen Ende der ridkriege hatten die Byzantiner ihre Hauptarmee an
- die Grenze des Kalifats verlegt und die Sassaniden versuchten in ihren ehemaligen Vasallenstaaten die nun Teil des Kalifats waren einen Aufstand
- anzutett abuakr glaubte dass entweder eine sasanidische oder eine byzantinische Invasion in Arabien bevorstand und
- schickte seinen besten general Khalid Iben alwalid um die Sassaniden in Mesopotamien und die Byzantiner in Syrien zurückzudrängen obwohl er
- zahlenmäßig stark unterlegen war war general alvalid in beiden Feldzügen entscheidend siegreich doch während dieser Kampagnen war Abu Bakr an einem
- Fieber gestorben sein Nachfolger Umar nahm einige militärische Reformen vor und setzte den Krieg fort dann im September des Jahres
- 634 erhielt khif Umar Nachrichten von General alvalid die Belagerung der byzantinischen Stadt Damaskus war beendet das Kalifat war siegreich von
- diesem Moment an befanden sich die Byzantiner in der Defensive und die Muslime in der Offensive bei den Sassaniden hätte die Situation nicht
- gegensätzlicher sein können während sich die Byzantiner zurückgezogen hatten versuchten die Sassaniden ständig ihr Land in Mesopotamien zurückzu erobern
- Umar vertrat die Ansicht dass die Sassaniden nur dann Frieden akzeptieren würden wenn sie eine vernichtende Niederlage erleiden würden die jedoch
- eine umfassende Invasion erforderte die Eroberung Mesopotamiens und Syriens konnte als Präventivschlag oder als Antwort auf eine Provokation
- gerechtfertigt werden aber die Invasion des persischen Kernlandes eines fremden Landes mit einer fremden Religion und fremden Sitten war durch nichts im Koran
- zu rechtfertigen und da sie nicht islamisch war würde es den muslimischen freiwilligen Armeen schwer fallen eine hohe Moral aufrecht zu erhalten also
- musste sich Umar etwas einfallen lassen er musste eine islamische Begründung finden warum die Invasion eines fremden Landes gerecht war und so baute er auf
- einem Prinzip auf dass sein Vorgänger abuakr bereits während der rederkriege entwickelt hatte das Argument lautete dass es nur einen Gott gibt und der
- Islam die Verkörperung von Gottes Willen auf der Erde sei sass nur eine om oder eine muslimische Gemeinschaft existieren kann und da die Umar den Islam
- repräsentierte und nach den Worten des Koran lebte war die Umma gut und friedlich alles was sich außerhalb der Umar befand und nicht nach den Gesetzen
- Gottes lebte galt als böse und chaotisch obwohl dies nicht im Koran erwähnt wird beschrieben frühe muslimische Theologen Rechtsgelehrte und Philosophen zwei
- reiche in dieser Welt es gab das dar el Islam das Reich der Unterwerfung unter Gott und das Reich des Friedens das war das Land der Muslime alles andere war
- Teil des dar alharb dies war das Reich des Krieges und dieses Reich wurde als Feind der Menschheit angesehen deshalb betrachteten die Muslime jeden der sich
- in Dar alhb aufhielt als Ungläubigen und hatten deswegen das Recht den Jihad gegen ihn auszurufen eine wichtige Sache die man verstehen muss ist dass dihad
- eigentlich nicht Krieg bedeutet es bedeutet Kampf man kann also einen inneren Jihad führen um seine schlechten Gewohnheiten und Triebe zu bekämpfen
- aber Umar und die frühen muslimischen Gelehrten gaben der Philosophie des dihad eine militärische Dimension um die Invasion eines fremden Landes die
- Invasion Persiens zu rechtfertigen aus der Sicht der frühen Muslime wurden die muslimischen Expansionen als Kampf des Guten und der Gerechtigkeit gegen das
- Böse und die Falschheit gerechtfertigt wie weiß gegen schwarz die Sonne gegen den Mond das alles war eine eher alte Philosophie die einen gerechten Anstrich
- erhielt s dass der Kalif eine im Islam legale Art der Kriegsführung geschaffen hatte um den Willen Gottes auf der Erde durchzusetzen die moralische Frage war
- damit nicht mehr von Belang denn die muslimischen Armeen betrachteten den Jihad als eine edle Tat mit der neuen militärischen Dimension des Jihads und
- einigen der besten Generäle der Militärgeschichte expandierte das Kalifat in einem noch nie dagewesenen Tempo der Feldherr Khalid Iben alvalid
- eroberte die Levante und vernichtete die byzanti Armee in der Schlacht von jamuk der Feldherr AMR ibben alas marschierte nach Westen und eroberte Ober und
- Unterägypten sowie Teile Nordafrikas Kommandant Sat Iben Abi wakas marschierte nach Osten besiegte die sassanidischen Armeen und eroberte das
- gesamte sassanidische Reich einschließlich Persien Aserbaidschan Baktrien den Kaukasus und makran insgesamt hatte das Kalifat während der
- Feldzüge schätzungsweise 4000 Städte erobert normalerweise haben die Soldaten im Krieg die Erlaubnis zu plündern und zu brandschatzen aber während der
- Herrschaft von Umar hatten die Soldaten keine Erlaubnis das Eigentum der einfachen Bürger zu beschlagnahmen die muslimischen Armeen bekamen die Beute
- auf dem Schlachtfeld und vier Fünftel der Schatzkammern der Herrscher die sie eroberten diese Beute wurde gleichmäßig unter den Soldaten aufgeteilt es gab
- keinen Unterschied zwischen den Kommandanten und den Fußsoldaten das restliche Fünftel der Beute ging zurück in die Hauptstadt Medina wo dieses Geld
- dann über ein Sozialsystem namens Bait Alm an die unterprivilegierten verteilt wurde dieses Finanzinstitut verteilte Zuwendungen an arme weisen Witwen und
- Behinderte und bot sogar Kindergeld und Renten für alte Muslime und nichtmuslimische Bürger des Kalifats an diese Art von System war in der Antike
- unbekannt und das rashidun Kalifat wurde zum ersten wohlfahrtsstat der Geschichte aber das Kronjuwel aller Eroberungen war die Stadt Jerusalem die für Muslim die
- dritteiligste Städte ist und eine der berühmtesten Geschichten von Umar spielt sich nach der Eroberung der Stadt ab der Kalif machte sich auf den Weg nach
- Jerusalem um der Übergabe der Stadt persönlich beizuwohnen Umar reiste mit einem Diener aber sie hatten nur einen Esel dabei und wechselten sich daher
- beim Reiten und gehen ab als sie die Stadtmauern erreichten Ritt der Diener zufällig auf dem Esel so dass die Einwohner Jerusalems ihn für den Kalifen
- hielten und sich beeilten ihm zu huldigen und Treue zu Schwien schließlich erfuhr die Menge dass der andere Mann der Kalifa den sie grüßen
- sollte diese Art von Anekdoten gibt es in der gesamten Regierungszeit von Umar zu Hauf und zeugen von der Bescheidenheit und Demut des Kalifen
- aber was dann geschah ist ebenso wichtig als Umar in Jerusalem einzog nahm die christliche Bevölkerung an dass der Kalif als Zeichen seines Triumphs ein
- muslimisches Gebet in der heiligsten Kirche der Stadt verrichten wollte aber Umar weigerte sich dies zu tun er erklärte lehrte wenn er in einer Kirche
- beten würde würde irgendein muslimischer Herrscher in der Zukunft diese Kirche in eine Moschee umwandeln und das sein nichts die Absicht des Islam der Kalif
- erklärte dass es den Einheimischen freistehe so zu leben und zu beten wie es ihnen gefalle und dass die Muslime von nun an unter ihnen leben würden und
- auf ihre eigene Art und Weise beten und gute Vorbilder sein würden Umar erklärte dass die Menschen denen das was sie sahen gefiel sich der muslimischen
- Gemeinschaft anschließen konnten das ist aber keinen Zwang in der Religion gab dieses Ereignis war wegweisend für die Beziehungen zwischen den Muslimen und
- den Menschen die sie eroberten die christlichen und jüdischen Gemeinden in Jerusalem und anderswo im Kalifat erfuhren dass sie als Nichtmuslime einer
- besonderen Steuer der jizia unterworfen waren die aber immer noch niedriger war als das was sie an die Byzantiner gezahlt hatten außerdem betrachteten die
- muslimischen Herrscher im Gegensatz zu den byzantinischen Herrschern die sich in die Praktiken der Sekten in Ihrer Region einmischten alle einheimischen
- Gemeinschaften entweder als Christen oder Juden aus muslimischer Sicht gab es keinen Unterschied zwischen den Sekten also gab es auch keinen Grund in ihre
- Praktiken einzugreifen und so hatten die Einheimischen Gemeinschaften innerhalb des islamischen Staates ihre eigenen Gesetze ihre eigenen Richter und
- Genossen so mehr Freiheiten als unter der byzantinischen Herrschaft zuvor aus Sicht der einheimischen Bevölkerung bot das Kalifat gegenseitige Vorteile und
- tatsächlich schlossen sich viele Christen und Juden den muslimischen Armeen an was zu außergewöhnlich schnellen Eroberungen führte als sich
- neue Gebiete dem islamischen Staat anschlossen profitierten sie auch vom freien Handel mit anderen Gebieten im Kalifat zuvor hatten die Byzantiner und
- die Sassaniden hohe Steuern auf den Handel erhoben der Unterschied war dass das Kalifat nicht den Handel selbst besteuerte sondern nur den Reichtum aus
- finanzieller Sicht kamen also sowohl das Kalifat als auch die einheimische Bevölkerung durch die Ausweitung des Staates zu Wohlstand das sind alles nur
- kleine Gründe aber zusammengenommen erklären sie wie und warum es dem Kalifat gelang sich so schnell im gesamten Nahen Osten auszudehnen zu
- integrieren und Menschen zu bekehren in den nächsten Jahren wurde klar dass das Kalifat nun eine unübertroffene macht in der Welt war aber um die Kontrolle über
- die neu eroberten Gebiete zu behalten waren massive Reformen notwendig der Kalif führte eine politische Struktur ein die sich an der persischen
- Verwaltung orientierte er zentralisierte die Regierung mit dem en als Oberhaupt einer souveränen politischen Autorität teilte den Staat in Provinzen auf und
- ernannte für jeden Provinz einen Gouverneur den Wali er wählte jeden Gouverneur auf der Grundlage seiner Fähigkeiten Verdienste und Frömmigkeit
- handverlesen aus und wenn sich ein Gouverneur schlecht benah konnte der Kalif ihn entlassen die Provinzen wurden dann weiter in Bezirke unterteilt und
- jeder Bezirk oder jede große Stadt wurde von einem untergouverneur oder Amil regiert manchmal wählte der Kalif selbst die unter Gouverneure aus manchmal war
- es der Provinzgouverneur der den untergouverneur auswählte man schätzt dass es gegen Ende von umars Herrschaft 13 Provinzen und etwa 100 Bezirke im
- Kalifat gab die Provinzen und sogar einige wohlhabende Bezirke hatten ihr eigenes stehendes her wobei die Provinzgouverneure als Oberbefehlshaber
- fungierten eine wichtige Randbemerkung ist dass khif Umar nie jemanden für eine Führungsposition auswählte der ihm oder seiner Familie nahe stand egal wie
- talentti oder geschickt die Person war der Kalif argumentierte dass er die Saat der Korruption vermeiden musste indem er sich selbst und seine Familienbande von
- der Leitung des Staates distanzierte doch neben den administrativen militärischen und wirtschaftlichen Reformen führte der Kalif noch viele
- weitere religiöse Reformen durch hatte der erste Kalif abuakr den Islam nicht nur als Religion sondern auch als soziales und politisches System
- etabliert so formalisierte der zweite Kalif Umar das islamische Recht was schließlich zur Schaffung der Sharia führen sollte wenn der Kalif keine
- Antwort im Koran finden konnte fragte er die Gefährten Mohammeds was der Prophet in einer ähnlichen Situation getan oder gesagt hatte daraufhin begann Umar einen
- sortierprozess bei dem Mohammeds Offenbarungen und Erzählungen doppelt und dreifach überprüft wurden dann wurden die Quellen doppelt und dreifach
- geprüft und schließlich wurden die Niederschriften in einer umfassenden Sammlung zusammengefasst aus dieser Praxis heraus wurde eine neue
- Institution gegründet deren einziger Zweck es war die Offenbarungen die Geschichten und die Beispiele Mohammeds zu studieren diese Gruppe von Gelehrten
- wurden Ulama genannt eine der wichtigsten gesellschaftlichen Institutionen des Islam die Gelehrten die sich mit der islamischen
- Rechtssprechung befassten wurden als Faki bezeichnet was so viel wie Rechtsgelehrter bedeutet von da an nutzten die Rechtsgelehrten den Koran
- und die Sunna als Hauptquellen für das islamische Recht das war eine Zeitlang in Ordnung aber manchmal tauchte eine Frage oder ein Problem auf das nicht
- durch den Koran oder die Sunna abgedeckt war und so mussten die Juristen andere Wege finden diese Fragen zu klären die Rechtsgelehrten kamen durch verschiedene
- Methoden zu Ergebnissen eine davon ist die IMA also der Konsens der Ulama Gelehrten eine zweite ist die quias eine Art des juristischen und wissenbasierten
- Denkens dies waren die beiden wichtigsten Methoden für einen Rechtsgelehrten und beide wurden von Kalif Umar ständig angewandt als sich
- z.B heraus stellte dass weder im Koran noch in der Sunna die Bestrafung von Ehebrechern erwähnt wurde stellten Kalif Umar und die Rechtsgelehrten fest dass
- die Strafe für Ehebruch im Gesetz des Moses vorkommt nämlich die Steinigung und so einigte man sich im i Konsens darauf dass diese Strafe auch nach
- islamischem Recht zulässig ist ein weiteres Beispiel ist die Strafe für Trunkenheit auch hier wird im Koran keine Strafe für das Trinken erwähnt
- aber Umar argumentierte dass ein betrunkener verleumten würde und dann die Strafe für Verleumdung durch die quas Analogie die Peitsche war konnte
- die peitschenstrafe auch auf das Trinken angewendet werden bis heute wird der IMA Konsens und die quas Analogie im islamischen Rechtsdenken verwendet da es
- aber viele Möglichkeiten gibt eine Analogie zu interpretieren und sich der Konsens im Laufe der Zeit ändert gibt es unter den Muslimen und religiösen
- Institutionen viele Unterschiede und Meinungsverschiedenheiten darüber was islamisch legal ist und was nicht eine weitere wichtige Änderung die Umar als
- führender Rechtsgelehrter vornahm war dass er Maßnahmen zur Regelung und Trennung der Rollen von Männern und Frauen ergriff er ordnete an dass Männer
- und Frauen getrennt beten sollten um jegliche sexuellen Gedanken während des gebetsrituals zu vermeiden später bildeten muslimische Herrscher auf der
- Grundlage dieses Prinzips eine quiasanalogie und trennten die Rollen von Frauen und Männer auf der Grundlage sexueller Spannungen weiter dies setzte
- sich über Jahrhunderte fort und schränkte schließlich die Rolle der Frau fr im öffentlichen Leben stark ein das bedeutet zwar nicht dass Frauen und
- Männer in der Frühzeit des Islams nach modernen Maßstäben völlig gleichberechtigt waren aber die Schulbildung war sowohl für Jungen als
- auch für Mädchen Pflicht Frauen arbeiteten an der Seite der Männer und nahmen aktiv am öffentlichen Leben teil Frauen besuchten Vorlesungen und hielten
- Predigten sie zogen als Hilfskräfte in den Krieg und kämpften manchmal sogar Seite an Seite mit den Männern Umar selbst lieferte sich häufig hitzige
- öffentliche Debatten auf Augen Höhe mit Frauen und Männern doch trotz alledem legte Umar den Grundstein dafür dass die Teilnahme von Frauen am öffentlichen
- Leben in den muslimischen Kulturen im Laufe der Jahrhunderte eingeschränkt wurde eine weitere Praxis die sich im Laufe der Jahrhunderte rückschrittlich
- entwickelte war die Sklaverei im 7 jahrhundert war die Sklaverei eine akzeptierte Praxis und florierte in ganz Arabien der Koran verbart die Sklaverei
- zwar nicht aber er legte Einschränkungen Fest zum einen durfte ein Muslim kein Sklave sein der Sklavenhandel durfte nichts dazu führen dass eine Familie
- auseinandergerissen wurde also durfte man nur ganze Familien kaufen oder verkaufen ein Sklavenhalter durfte einen Sklaven außerdem nicht missbrauchen oder
- misshandeln und der Sklave hatte ähnliche Grundrechte wie ein freier Mensch z.B musste ein Sklave am Tisch seines Herren Essen und dieselbe Nahrung
- bekommen wäre dieser Weg bis zum Ende befolgt worden er hätte die Sklaverei in der muslimischen Welt vielleicht ein Ende gefunden aber das tat sie nicht
- stattdessen machten die muslimis Gesellschaften im Laufe der Jahrhunderte in dieser Frage Rückschritte und die Situation der Sklaverei nahm zu und
- verschlimmerte sich umars eigenes Leben fand ein Ende als ihm ein sassanidischer persischer Sklave in der Moschee ein Messer in den Bauch stieß einige Quellen
- besagen dass der Sklave Pirus nahavandi seelisch gestört war und andere Quellen besagen dass es sich um die Rache der Sassaniden für die islamische Eroberung
- Persiens handelte wie auch immer auf dem Sterbebett traf Kalif Umar seine letzte politische Entscheidung er richtete ein Komitee ein das als Schura bekannt war
- und dessen Aufgabe es war einen neuen Kalifen auszuwählen und die Zustimmung der Umar zu seiner Kandidatur einzuholen der nächste Kalif sollte wieder von
- einem demokratischen Gremium gewählt werden die Wahl fiel auf zwei Personen Ali der Schwiegersohn Mohammeds und utmann ein wohlhabender Kaufmann aus
- einer mächtigen Familie und ein Gefährte Mohammeds es wurde eine Versammlung vor der Öffentlichkeit und der Schur abgehalten beiden Kandidaten wurde eine
- wichtige Frage gestellt wenn du Kalif wirst wirst du dich dann an den Koran die Sunna und die von Abu Bakr und Umar geschaffenen Präzedenzfälle halten Ali
- sagte Ja zum Koran und ja zur sunnaah aber was die Entscheidungen von Abu Bakr und um angeht antwortete Ali mit nein er hatte seinen eigenen Kopf und würde sein
- eigenes Gewissen für die Entscheidungen konsultieren utmann hingegen antwortete ja ich bin kein Erneuerer und so erklärte die Schura utman zum neuen
- Kalifen und die Umar stimmte zu Ali war zwar nicht der Meinung dass utman die richtige Person für das Amt war aber die Einheit unter den Muslimen war für Ali
- wichtiger als persönliche Erfolge und so leistete er während dieser Versammlung den
- Treueid bevor er zum Islam konvertierte war utman ein wohlhabender Kaufmann aus einer einflussreichen Familie die als die umayaden bekannt war sein Vater war
- sogar einer der reichsten men in der Stadt mecka utman erbte im Alter von 20 Jahren den Reichtum seines Vaters der zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben war
- doch als geschickter Kaufmann gelang es utmann sein Erbe zu vervielfachen sass er sich den Beinamen utmann der reiche verdiente vor seiner Konvertierung zum
- Islam trank und rauchte utman nicht und trotz seines guten Aussehens für dass er als utman der hübsche bekannt war war er nicht hinter Frauen her als utman zum
- Islam konvertierte erzürnte das jedoch seine Familie im Laufe der Jahre puppten sich die Mitglieder der umayadenfilie unter der Führung von Abu Sufjan als die
- antimuslimische Fraktion innerhalb des Stammes der quarish utmans zwei Ehefrauen verurteilten ihn weil er zum Islam konvertiert war woraufhin sich
- utman von ihnen scheiden ließ und eine von Mohammeds Töchtern heiratete später nahm er noch eine weitere Tochter des Propheten zur Frau die frühe muslimische
- Gemeinschaft war sicherlich froh ein so wohlhabenden Mann in ihren Reihen zu haben und utmann half seinen muslimischen Mitbürgern auf jede
- erdenkliche Art und Weise aber in der Regel war es finanzielle Unterstützung und man finanzierte z.B die Einwanderung einer Gruppe von
- Muslimen nach Abessinien er gab verschwenderisch Geld für öffentliche Einrichtungen wie den Ausbau der Moschee in Medina aus und spendete Reichtümer an
- die Öffentlichkeit enormer Reichtum Glück und die Ehe mit zwei Töchtern des Propheten utmann hatte alles und gerade wegen seines Glücks war utman ein Mann
- der von Schuldgefühlen getrieben wurde er verbrachte einen Großteil seiner Zeit mit Fasten beten und dem Lesen des Koran jeder Tag ist der jüngste Tag sagte
- utmann einmal dieser gottesfürchtige und von Schuldgefühlen getriebene mann sollte also der dritte Kalif des rashidun Kalifats
- werden zu Lebzeiten des zweiten Kalifen Umar hatte sich der Staat gewaltig entwickelt die islamischen Sozialeinrichtungen und die islamische
- Rechtsprechung nahmen Gestalt an und die Regierungszeit von Umar war voller Entdeckungen und abenteuertum als utman an die Macht kam musste er hingegen
- Steuern eintreiben Brücken reparieren Gerichte leiten Gehälter festsetzen und alle langweiligen Angelegenheiten des Kalifats Regeln aber in der Geschichte
- kommt es immer wieder vor dass die Kleinsten und langweiligsten Entscheidungen die tiefgreifendsten langfristigen Auswirkungen haben für den
- Kalifen bestand die erste Aufgabe darin die Finanzen des Staates zu regeln das war schließlich das was utmann am besten konnte zuvor wurden die Ausgaben des
- Staates nicht erfasst oder gar berechnet und obwohl es eine Staatskasse und andere Finanzinstitutionen gab reformierte und straffte utman das
- gesamte System mehr als je zuvor flossen die Steuern des Kalifats über die Hauptstadt und der Staat finanzierte die Staatsausgaben damit hatte der Kalif die
- Autorität des Kalifen und der Hauptstadt Medina weiter zentralisiert in den nächsten Jahren erhöhte utmann die Staatseinnahmen drastisch indem er die
- Provinzgouverneure reformierte und ersetzte als z.B AMR Iben alas der Eroberer und Gouverneur von Ägypten der Hauptstadt nicht genügend Einnahmen
- verschaffen konnte ließ utman ihn durch seinen eigenen Pflegebruder abd Allah ibn alsad ersetzen der frühere Gouverneur Amr ibn alas war dagegen und
- behauptete dass der neue Gouverneur Abt Allah seine Autorität missbrauchte indem er die ägyptische Bevölkerung unterdrückte und aushungerte nur um die
- Einnahmen zu erhöhen aber da abd Allah es in kurzer Zeit geschafft hatte die Steuern aus Ägypten zu verdoppeln schien die Ablösung von alas als Gouverneur
- doch eine Weise finanzielle Entscheidung gewesen zu sein dies war ein Präzedenzfall für die Herrschaft utmanns bald wurden auch die Gouverneure der
- Provinzen Kufa und Basra ausgetauscht und mit der Zeit ersetzte der Kalif immer mehr Gouverneure durch Leute denen er vertraute und von denen er wusste
- dass sie fähig waren doch die Leute denen Kalif utman vertraute und von denen er wusste dass sie fähig waren waren in der Regel Mitglieder seiner
- eigenen Familie der umayaden nach der Ablösung des ägyptischen Gouverneurs führte utmann eine weitere bedeutende Finanzreform
- durch er hob das Verbot des vherigen Kalifen dass Muslime keine Ländereien in den eroberten christlichen und jüdischen Gebieten besitzen durften auf da utmann
- als Kaufmann an die wirtschaftliche Freiheit glaubte änderte er die Regeln und erlaubte den Muslimen Land in den eroberten Gebieten zu erwerben er
- förderte den Landerwerb zusätzlich indem er den Muslimen staatliche Darlehen zur Finanzierung dieser Käufe gewährte und so kaufte und erwarb die muslimische
- Elite in relativ kurzer Zeit im gesamten Kalifat wertvolle Ländereien eine Gruppe profitierte von dieser Regelung mehr als als alle anderen utmanns eigener
- Familienclan die umayaden da seine Verwandten bereits wohlhabend und gut vernetzt waren hatten es die umaden leichter Kredite aus der Staatskasse
- aufzunehmen währenddessen erwies sich die wirtschaftliche Erneuerung durch utmann als so gewaltig dass sie im gesamten Kalifat einen Bauboom auslöste
- gepflasterte Straßen wurden ausgebessert und erweitert neue Kanäle wurden gegraben und die Bewässerungssysteme verbessert neue Häfen und Basare wurden
- gebaut und reguliert und es entstand rund 5000 neue Moscheen uttmann der wohlhabende uttmann der schöne war zu uttmann dem Baumeister geworden das
- Kalifat war wohlhabend und der Kalif wurde von den meisten Menschen bewundert und respektiert von den meisten aber nicht von allen während der Herrschaft
- des Kalifen brachen zahlreiche Aufstände in den ehemaligen sassanidengebieten aus vor allem in den Provinzen Fars Aserbeidschan sistan tabaristan und
- kurasan die Aufstände wurden schließlich durch verschiedene den beendet einige Regionen erklärten sich bereit einen Tribut zu zahlen einige einigten sich
- auf Autonomie aber in einigen Regionen z.B in tabaristan wurde die lokale Bevölkerung zerschlagen versklavt und massakriert kurz gesagt die
- Rückeroberung der ehemaligen sassanidischen Provinzen war sogar noch blutiger als die erste Eroberung unter utma alles in allem hatte das Kalifat
- während der Herrschaft utmans nur geringfügige Gebietserweiterungen vorgenommen was daran lag dass der Kalif kein des Militärs war und alle
- militärischen Angelegenheiten in die Hände der lokalen Befehlshaber legte im Wesentlichen verstärkte das Kalifat nur die Gebiete die während der Herrschaft
- von Umar erobert worden waren die einzige bedeutende militärische Entwicklung war die Gründung der muslimischen Marine der Gouverneur von
- Damaskus muavia hatte mit der Hilfe des lokalen Fachwissens eine große Flotte gebaut die es mit der byzantinischen Marine aufnehmen sollte und mit Hilfe
- der neuen Marine eroberte das Kalifat die Insel el Zypern Rodos Kreta und Sizilien und gründete einigen Historikern zufolge sogar kleine
- Kolonien und handelsvorposten an den iberischen Küsten die bedeutendste militärische Auseinandersetzung war jedoch die Schlacht von foinix in der
- die neue Marine des Kalifats entgegen allen Erwartungen die altgediente byzantinische Marine an der Lykischen Küste entscheidend besiegen konnte
- dadurch wurde das Machtgleichgewicht in der Region völlig verändert das Kalifat war nicht mehr nur eine Landmacht sondern auch eine Seemacht die es mit
- jedem aufnehmen konnte ein wichtiges islamisches Projekt das während der Herrschaft utmn abgeschlossen wurde war die endgültige Ausgabe des Korans das
- endgültige Buch war nach der Länge der Verse zusammengestellt und alle anderen Versionen wurden vernichtet was einige Gelehrte dazu veranlasste utmann einer
- Verschwörung zur Veränderung des Inhalts des Korans zu beschuldigen die endgültige Ausgabe des Korans wurde später kopiert und in der ganzen Welt
- verbreitet und dies ist derselbe unveränderte Koran den die Muslime heute noch benutzen die maritimen Expeditionen des Kalifats die Aufstände der
- Sassaniden und die endgültige Ausgabe des Korans fanden alle in den 12 Jahren seit utmn Amtsantritt als Kalif statt doch wie immer wurde der Kalif von einem
- nicht enden wollenden Schuldgefühl getrieben utmann hatte hauptsächlich von Brot Wasser und Gebet gelebt während seine umayadischen Verwandten im Laufe
- der Jahre langsam aber sicher zum wirtschaftlichen und politischen Machtzentrum des Kalifats geworden waren sie herrschten über die größten Städte
- und Handelszentren sie besaßen die wertvollsten Ländereien und verfügten über das größte Finanzvermögen ein bestimmtes Mitglied der umayaden stach
- dabei besonders hervor der lieblingsousan des Kalifen muavya der die muslimische Flotte aufgebaut hatte ein Jahrzehnt später hatte muaviya der
- Mann der als Gouverneur der Moschee und ihrer Umgebung begonnen hatte seinen Einfluss durch politische Intrigen königliche heiraten Landkäufe
- handelsruten und durch Geschenke des Kalifen ausgebaut innerhalb eines Jahrzehnts erstreckte sich muavias Territorium vom efrad bis zur
- ägyptischen Mittelmeerküste außerdem hat er ein großes stehendes Heer und eine flotte aufgestellt die nur ihm selbst gegenüber loyal war es ist wichtig zu
- verstehen dass muavias Einfluss und seine Macht ganz allmählich zunahm es geschah nicht über Nacht sondern über einen Zeitraum von 12 Jahren und ohne
- den Vorteil zu haben die Geschichte zu kennen sind solche Entwicklungen oft schwer zu erkennen der bewunderte Kalif utman erhielt nun Einwände und
- Beschwerden aus dem ganzen Kalifat finanzielle Erpressung Korruption und eine hohe Besteuerung waren die Hauptkritikpunkte in Ägypten erpresste
- utmans Pflegebruder abd Allah derselbe abdall der Amri ibn al-as als Gouverneur abgelöst hatte und vor dem alas gewarnt hatte die örtliche Bevölkerung so stark
- dass es zu Unruhen kam die örtlichen ägyptischen Händler Kaufleute und anggesehenen Bürger schlossen sich zusammen und schrieben einen Brief an
- uttmann indem sie die Entlassung des Gouverneurs forderten als sie nach einiger Zeit keine Antwort erhielten beschlossen sie eine große Delegation zu
- entsenden um den Kalifen persönlich um Hilfe zu bitten als dies geschah wurden auch andere Delegationen aus anderen Provinzen wie Kufa und Basra entsandt
- auf ihrem Weg nach Medina hatte die Menschenmenge ihre Kräfte unter der ägyptischen Delegation gebündelt und bevor der Kalif es überhaupt merkte
- klopfte eine große Gruppe wütender Bürger an seine Tür die Delegation argumentierte dass ein Jahrzehnt der Erpressung durch Gouverneur abd Allah
- genug sei sie wollten ein Wechsel der Autorität zunächst wollte utman sich der Menge nicht stellen und hatte Ali gebeten hinauszugehen und im Namen des
- Kalifen zu Ihnen zu sprechen aber es war Ali der utman davon überzeugte nach draußen zu gehen und sich den berechtigten Beschwerden der Menschen zu
- stellen und so geschah es dann auch utmann wandte sich an die ägyptische Delegation versprach seinen Pflegebruder in Ägypten abzusetzen und schickte die
- Delegation nach Hause das Problem schien gelöst und eine Krise war abgewendet als die Ägypter auf dem Heimweg waren fiel ihnen unterwegs ein besonders
- Verdächtiger Mann auf sie sprachen den Mann an und durchsuchten ihn es stellte sich heraus dass er ein Diener utmanns war der einen Brief für den Gouverneur
- von Ägypten bei sich hatte als die Ägypter den Brief entfalteten und den Inhalt lasen brach ihre ganze Welt zusammen in dem Brief stand dass
- Gouverneur abd Allah die gesamte Delegation hinrichten sollte sobald sie am ägyptischen Hof auftauchte der Brief war anscheinend vom Kalifen selbst
- unterzeichnet die ägyptische Menge die sich von ihrem eigenen en verraten und im Stich gelassen fühlte kehrte wütend nach Medina zurück
- utmann kam ihnen auf den Stufen seiner Residenz entgegen wo die Delegation ihm den Brief zeigte der Kalif war fassungslos
- utman schwor bei Gott dass der Brief nicht von ihm stammte und er bis jetzt noch nie davon gehört hatte historiker vermuten dass der Brief in Wirklichkeit
- von utmans Cousin Marwan geschrieben wurde der ein Verwandter und Verbündeter des Gouverneurs muavia in Damaskus war dazu muss man wissen dass der Kalif
- keine Leibwächter oder ähnlich hatte die Armee befand sich in den Provinzen und an der Front des Staates und die wehrfähigen Männer der Stadt waren auf
- ihrer Pilgerfahrt nach meckka der einzige Schutz den der Kalif hatte waren ein paar Einheimische junge Männer die in der Residenz des Kalifen stationiert
- waren zu ihnen gehörten die beiden Söhne Alis Hassan und Hussein die Ereignisse die auf die Begegnung zwischen utman und der ägyptischen Delegation folgten sind
- ziemlich verwirrend und widersprüchlich aber was danach geschah ist sicher als der Streit weiterging eskalierte die Situation und als sich die Delegation
- zum zweiten Mal der Residenz des Kalifen näherte schoss jemand einen Pfeil ab und tötete einen der Anführer der Menge der Mob war wütend und verlangte dass der
- Kalif denjenigen der den Pfeil abgeschossen hatte herausgibt utmann weigerte sich mit der Begründung dass er eine Person die zu seiner Verteidigung
- gehandelt hatte nicht verraten könne daraufhin verlangte die Menge dass der Kalif von seinem Amt zurücktrete aber auch das lehnte utman ab stattdessen
- verließ der Kalif die Gespräche und zog sich in seine Privatgemächer zurück wo er das tat was er immer tat beten und den Koran lesen draußen wurde die Menge
- von der Wut und dem Gefühl der Ungerechtigkeit überwältigt und wandte sich der Gewalt zu sie brachen die Tür von utmanns Wohnhaus auf und stürmten
- schreiend hinein dort fanden sie uttmann der mit einer kleinen Mappe in der Ecke seines Arbeitszimmers saß und den Koran las im Alter von 80 Jahren wurde der
- Kalif der Muslime von seinen eigenen Glaubensbrüdern zu Tode geprügelt vier Tage lang tobte die wütende Menge durch die Straßen von Medina plünderte und
- brandschatz die Bürger der Stadt was als legitime friedliche Delegation begonnen hatte verwandelte sich durch Verschwörung ein Gefühl von Verrat und
- Ungerechtigkeit in einen wütenden Mob von Rebellen der den Kern des Islam bedrohte am Ende des vierten Tages forderten die Anführer des Mobs ein
- neuen Kalifen dem Sie vertrauen konnten sonst würden sie einen verheerenden Sturm von Tod und Zerstörung über die Stadt bringen der Mob gab den Bürgern
- von Medina einen Tag Zeit um einen neuen Kalifen zu wählen in dieser turbulenten und verzweifelten Zeit richteten sich alle Köpfe auf eine Person die immer
- wieder übergangen worden war manche hatten ihn schon immer als den einzigen legitimen Nachfolger des Propheten bezeichnet und die Muslime von Medina
- wählten schließlich Ali den Schwiegersohn Mohammeds zu ihrem neuen Kalifen zunächst hatte Ali die Ehre abgelehnt aber als namhafte Mitglieder
- der uma Ali ihre Treue gelobten und ihn anflehten das Amt zu übernehmen hatte er keine andere Wahl und so nahm er schließlich den Titel des Kalifen an der
- vierte Kalif stand vor einer gewaltigen Herausforderung Ali hatte Aufgabe die Rebellion zu beenden und die Gerechtigkeit wiederherzustellen und
- dann gab es einige die nach Rache für die Ermordung UTM riefen Blut sollte mit Blut beantwortet werden die lauteste dieser Stimmen war die von muavya und
- den umayaden die in Damaskus ihre Banner und Soldaten zu den Waffen gerufen hatten durch politische Intrigen und Verschwörungen führte muavya und seine
- umayadischen Verbündeten das Kalifat in einen Bürgerkrieg der die demokratische Struktur des Kalifats im Wesentlichen beendete und die islamische zivilis
- und Identität für immer verändern sollte seit dem Streit zwischen ihm und Abu Bakr über die Nachfolge Mohammeds
- den wir im ersten Teil besprochen haben hatte Ali eine äußerst loyale Anhängerschaft gewonnen und trotz Alis Treue und Loyalität gegenüber den ersten
- drei Kalifen betrachtete eine große Gruppe von Muslimen Ali immer noch als den einzigen Auserwählten und legitimen Nachfolger Mohammeds schiitischen
- gelehrt zufolge wurde Ali Familie während der Herrschaft der vorangegangenen Kalifen schikaniert ein Teil ihres Besitzes wurde beschlagnahmt
- und in einem Fall führte dies sogar zur Fehlgeburt und zum Tod seiner Frau Fatima sunitische Gelehrten jedoch sagen dass diese Behauptungen über die
- beschlagnahmten Güter erfunden seien und dass die Fehlgeburt und der Tod von Fatima damit nichts zu tun hatten sicher ist dass Ali trotz allem ein starker
- Befürworter der Einheit unter den Muslimen blieb und die Kalifen weiterhin in vielen politischen und religiösen Fr Fragen beriet Ali war ist z.B der Kalif
- Umar riet die erste hitschra die die Wanderung Mohammeds von meckka nach Medina markiert als Beginn des islamischen Mondkalenders festzulegen in
- seiner Freizeit hielt Ali Predigten und Vorträge und im Laufe der Jahre wuchs seine Anhängerschaft an schließlich wurde sie als Partei Alis oder kurz als
- die Partisanen bekannt was auf Arabisch Schiiten bedeutet die Partisanen hatten ihren Anführer als Imam bezeichnet wenn die sunitische Gemeinschaft Muslime den
- Kalifen hatte dann hatten die Shiiten den Imam somit hat der Begriff Imam für sunitische und schiitische Muslime unterschiedliche Bedeutungen abgesehen
- von diesem Unterschied in den Titeln gab es zu dieser Zeit keine kulturellen oder religiösen Unterschiede zwischen den Muslimen es gab keine Sekten Kulte oder
- Zweige noch wichtiger ist dass es keine Spaltung gab zumindest nicht am Anfang und nicht in der Öffentlichkeit als Ali zum neuen Kalifen
- gewählt wurde wandte er sich als allererstes an das Volk er machte deutlich dass er das Amt des Kalifen in turbulenten Zeiten angenommen hatte Ali
- deutete an dass er versuchen würde den Mord an utmann aufzuklären und die Täter vor Gericht zu bringen er erklärte aber auch dass politische Stabilität und
- Einheit noch wichtiger als Gerechtigkeit sein der Kalif argumentierte dass die ägyptische Delegation vor der Ermordung utmans als Opfer begonnen hatte und ihre
- Beschwerden berechtigt waren Korruption Erpressung Monopole und Aristokratie waren tief im hern des Staates verankert Ali erklärte dass er zunächst versuchen
- würde die wirtschaftliche Ausbeutung und die Korruption des Staates sowie den habgierigen Materialismus der im Namen des Islam zur Schau gestellt wurde zu
- beenden um den Staat von der Korruption zu befreien musste er die Politik von utman umkehren das Problem dabei war jedoch dass in den 12 Jahren in den
- utman das Kalifat regierte eine ganz neue Elite von Muslimen aufgestiegen war die ihren Reichtum ihre Macht und ihre sozialen Privilegien nicht verlieren
- wollten aus der Sicht der der muslimischen Elite war Ali eine Bedrohung für ihre Macht und ihren Lebensstil und so hatten sich die
- Spitzen der Eliten aus Medina zurückgezogen und unter dem Banner des Gouverneurs muavya in Damaskus versammelt der das führende Mitglied der
- mächtigen umayadenfilie war wenn khif Ali eine Bedrohung für die muslimische Elite und die Familie der umayaden darstellte dann war Gouverneur muavia
- der Schutzherr für den Reichtum und die Sicherheit dieser Elite das war der neue Stand der Dinge in Damaskus spielte sich allerdings eine ganz andere Geschichte
- ab muavia der ein geschickter Politiker war hielt in seinen Provinzen Predigten und warb um Unterstützung für seine Sache und forderte öffentlich Rache für
- die Ermordung des Kalifen utmann außerdem weigerte sich muavia dem neuen Kalifen die Treue zu schwören und führte sogar Alis Unfähigkeit die Gerechtigkeit
- wiederherzustellen als Hauptgrund für die Forderung an Ali solle als Kalif zurücktreten ebenso wichtig ist jedoch dass muavia genau wusste dass Rache für
- utman unrealistisch war zum einen wusste niemand genau wer der Attentäter war oder wer den letzten finalen Schlag ausgeführt hatte und außerdem war diese
- nicht einmal praktisch durchführbar wie wir in der letzten Folge erklärt haben gab es in Medina keine Armee und der Mob beherrschte immer noch die Straßen der
- Hauptstadt Ali hätte einfach nicht genug Leute gehabt um diese Forderung zu erfüllen es war ein klassischer Politiker Trick von muavia er stellte
- eine vernünftige aber unerfüllbare Forderung an seinen Gegner mit dem einzigen Ziel ihn in den Augen der Öffentlichkeit zu diffamieren kurz nach
- nach seiner Wahl setzte Ali seinen Reformplan in die Tat um er entließ alle Gouverneure die utman an die Macht gebracht hatte und bestimmte neue
- Verwalter die sie ersetzen sollten aber keiner der Gouverneure war bereit zurückzutreten in der Zwischenzeit war muavias Forderung nach Rache so
- überzeugend dass die jüngste Frau des Propheten aishcha die als Mutter der Gläubigen bekannt ist sich an die Menschen in mecka wandte und zur Rache
- für das Blut utmn aufrief um die Ehre des Islam zu verteidigen die Absichten von aishcha sind umstritten aber die meisten modernen Historiker sind sich
- einig dass es ein Aufruf zum Krieg war die Frage ist nur gegen wen mit der finanziellen Unterstützung der aristokratischen Gouverneure stellte
- Aisha eine Armee zusammen und plante einen Feldzug zu diesem Zeitpunkt hatte sich die ägyptische Delegation die für die Ermordung utmansn verantwortlich war
- bereits im ganzen Reich zerstreut viele der Rebellen der Delegationen sollen über die Stadt Basra im Südirak geflohen sein und genau dorthin setzte die Mutter
- der Gläubigen ihre Armee in Marsch mit relativer leicht it schlug sie die örtlichen Rebellen nieder und eroberte quasi nebenbei die Stadt Aishas nicht
- autorisierte Armee und ihre engen Beziehungen zu muavia ließen viele glauben dass sie unter dem Vorwand der Gerechtigkeit für die Ermordung utmans
- in Wirklichkeit Ali entmachten wollte etwa zur gleichen Zeit kursierte im Kalifat das Gerücht Ali habe sich tatsächlich verschworen utman zu
- ermorden um die Macht an sich zu reißen für Ali war dies der endgültige Schlag es schien als würde das Kalifat von innen heraus zu Zusammenbrechen der
- Kalif hatte keine Kontrolle mehr über den Staat seine Autorität wurde von den Eliten untergraben gerüchte machten die Runde dass er der Mörder sei und nun
- formierte sich eine rebellische Armee und versuchte die Macht an sich zu reißen aus diesen Gründen ergriff Ali die einzige Maßnahme die er ergreifen
- konnte er stellte eine Armee zusammen und marschierte los um sich der Mutter der Gläubigen zu stellen unter den Muslimen herrschte nun große Verwirrung
- beide Seiten behaupteten für die Gerechtigkeit und den Islam zu kämpfen und doch stand sich nun zwei muslimische Armeen gegenüber die auf Kollisionskurs
- waren als Ali mit seiner Armee von Medina nach Norden marschierte schlossen sich ihm verschiedene Stammesangehörige an und die Armee des Kalifen wurde immer
- größer aber wie wir bereits erwähnt haben hatte sich die ägyptische Delegation im ganzen Reich zerstreut und da sowohl Aisha als auch Ali eine
- Freiwilligenarmee zusammengestellt hatten wurden ihre militärischen Reihen von den Teilnehmern des Mobs unterwandert als Ali Basra erreichte
- schickte er einen seiner vertrauensw würdigsten Befehlshaber um Verhandlungen über einen Waffenstillstand zu führen und zuur Überraschung aller
- funktionierte es Aisha gab zu dass sie den Gerüchten über Alis Beteiligung an der Ermordung utmanns keinen Glauben schenkte sie gab auch zu dass sie damit
- eine ohnehin schon angespannte Situation noch weiter verschärfte am Ende des Tages erklärte sich Aisha bereit ihre Waffen niederzulegen und sich mit Ali zu
- verbünden sie wollten sich am nächsten Tag treffen um die Bedingungen zu besprechen beide Armeen begrüßten und feierten die Nachricht an diesem Punkt
- in der Geschichte muss beiden Anführern wirklich Anerkennung gezeigt werden trotz der Spannungen und Emotionen bewahrten sie einen kühlen Kopf und kam
- zu einer Einigung da die Reihen beideer Armeen jedoch von den mobteilnehmern infiltriert waren verschworen sich die mobanführer in der Nacht um eine
- Situation zu provozieren die zu einem totalen Krieg führen würde eine Reihe von Soldaten aus beiden Armeen schlichen sich in die gegnerischen Lager sie
- begannen Zelte anzuzünden und starteten gleichzeitig einen Überraschungsangriff die einfachen Soldaten beider Seiten glaubten dass sie von der anderen Seite
- verraten worden waren und bevor Ali oder Aisha eingreifen konnten war es zu einer regelrechten Schlacht gekommen in der Hitze des Gefechts Ritt aishcha auf
- einem Kamel direkt auf das Schlachtfeld und befehligte ihre Truppen von diesem Moment an wurde diese Schlacht als kamelschlacht bekannt etwa 10 000
- Menschen starben bei den Kämpfen aber am Ende wurde Aisha gefangen genommen und Ali ging als Sieger aus der Schlacht hervor Ali und aishcha besprachen die
- Ereignisse und schlossen Frieden miteinander Aisha kehrte nach Medina zurück und wurde später eine der bedeutendsten und angesehensten
- Gelehrten des Islams für Ali sah es anders aus er konnte nicht nach Medina zurückkehren denn er musste sich immer noch muavia in Damaskus stellen es ist
- jedoch wichtig zu wissen dass sich die Menschen in Syrien zu dieser Zeit von denen in Mesopotamien Unterschieden vor dem Kalifat waren die lwante und
- Mesopotamien eingeschworene Feinde da sie jeweils Teil des byzantinischen bzw sassanidischen Reichs waren Ali hatte die Stadt Kufa in Mesopotamien als
- Belohnung für ihre Unterstützung und Treue zur neuen Hauptstadt des Kalifats gemacht das wiederum verärgerte die Menschen in der Levante die das persisch
- dominierte Mesopotamien immer noch als ihren historischen Rivalen ansahen im Wesentlichen wurde die Grenze zwischen Ali und muavia entlang der alten
- byzantinisch persischen Linien gezogen der Stadthalter in der Levante muavia nutzte dies und manipulierte die öffentliche Meinung mit der
- Unterstützung der Bevölkerung mobilisierte er ein stehendes Heer und setzte sich in Marsch um Ali und seine Partisanen auf dem Sch Feld zu treffen
- etwa 6 Monate nach der kamelschlacht im Jahr 657 trafen die Armeen von Ali und muavia am Ufer des eufrad aufeinander Ali
- kontrollierte das Flussufer und obwohl es zu Scharmützeln kam herrschte monatelang eine patzsituation beide Seiten hielten sich zurück da beide
- Führer ein Blutvergießen verhindern wollten dass den Angreifern religiöse Frömmigkeit und Autorität gekostet hätte schließlich brach die patzsituation
- zusammen und es kam zu massiven kämpfen die Schlacht dauerte vier Tage und kostete etwa 70 000 Menschen das Leben am letzten Tag der Schlacht Griff Ali
- erneut ein und erlangte die entscheidende Oberhand die Schiiten zerschlugen die Reihen von muavias Armee in einem verzweifelten Versuch das Blatt
- zu wenden dachte sich muavia eine neue Strategie aus er ließ seine sperträger Seiten des Korans an ihren langspitzen befestigen und ließ sie langsam auf den
- Gegner zumarschieren dicht auf die sperrträger folgten muslimische Gelehrte die islamische Verse rezitierten diese ein stategie funktionierte Ali Partisan
- wagten es nicht ihre Schwerter gegen die heiligen Seiten des Korans zu erheben eine Gruppe von Soldaten Zwang Ali sogar dazu Verhandlungen zu führen mit dieser
- geschickten Taktik hatte muavia Ali in Zugzwang gebracht und es kam zu Gesprächen alle erwarteten dass muavia im Gegenzug für eine Garantie
- kapitulieren würde aber stattdessen schlug er vor dass er weiterhin Herrscher über Syrien und Ägypten bleiben sollte während Ali der Herrscher
- über alles andere bleiben sollte da Ali kurz vor einem entscheidenden militärischen Sieg stand schien der Vorschlag geradezu lächerlich zu sein
- und Ali lehnte ihn ab aber muavia war ein Mann der seinen Reichtum mit seinem Verstand aufgebaut hatte sein Vorschlag war nie das eigentliche Ziel die
- Verhandlungen selbst waren es indem Ali zustimmte auf Augenhöhe zu verhandeln hatte er ungewollt seinen Status als rechtmäßiger Kalif herabgesetzt und in
- der Zwischenzeit muavias Anspruch auf Syrien und Ägypten erhöht das Endergebnis spielte also keine Rolle mehr muavia galt nun de facto als
- Herrscher von Syrien und Ägypten der Gouverneur hatte den Kalifen schachmat gesetzt als Ali und seine Partisanen in die neue Hauptstadt Kufa zurückkehrten
- hielt ein großer Teil der Truppe etwa 12000 Mann Abstand zum Hauptteil der Armee es war die gleiche Gruppe von Männern die Ali gezwungen hatten
- Verhandlungen zu führen jetzt aber stritt diese Gruppe darüber dass Ali den Islam verraten hatte indem er einem Waffenstillstand zustimmte und dass er
- weiter hätte kämpfen sollen die Befehlshaber argumentierten dass sie gegen muavi J Rebellion gewesen waren weil Sie Ali für den rechtmäßigen
- Kalifen hielten aber jetzt waren sie auch gegen Ali weil er akzeptiert hatte seine rechtmäßige Autorität einer Verhandlung zu unterwerfen alles deutete
- auf eine Meuterei hin aber in Wirklichkeit war es noch viel schlimmer als das diese Gruppe von Meuterern spaltete sich ab und gründete ihre
- eigene Partei die karititen die sich später zu einer anarchistischen Bewegung entwickelte wer ihr Anführer war ist ein sehr umstrittenes Thema einige Quellen
- behaupten sogar dass es mehrere uren und Anführer gab die alle mehrere verschiedenen Namen und Titel hatten was wir wirklich mit Sicherheit wissen ist
- dass sie die erste Sekte im Islam waren die erste die die Hauptreligion verließen tatsächlich bedeutet der Name karititen so viel wie die die
- weggegangen sind damals wusste oder verstand das noch niemand aber es war nicht nur eine Meuterei es stellte sich heraus dass die führenden Mitglieder der
- karititen die meuterten die Anführer der ägyptischen Delegation gewesen waren sie waren für die Rebellion gegen utman und seine Ermordung verantwortlich und als
- sie sich im ganzen Land verteilten und die Reihen von Alis freiwilligen Armee infiltrierten waren die karititen direkt an der Vorbereitung der Kämpfe zwischen
- Aisha und muavya beteiligt es stellte sich sogar heraus dass diese Gruppe von Meuterern alle wichtigen Ereignisse von Anfang an inszeniert hatten es war eine
- Verschwörung innerhalb einer Verschwörung nun hatten sich dieselben Leute als die karititen neu erfunden und sollten die Geschichte für immer
- verändern indem sie den Grundstein für den islamischen Radikalismus legten die kariten glaubenten dass der Akt der Sünde mit dem Unglauben gleichzusetzen
- sei somit war jeder Sünder ein Ungläubiger obwohl dies im Widerspruch zu den Lehren Mohammeds stand da man ein Sünder sein und dennoch Muslim bleiben
- konnte wurden viele junge Muslime in diese neue Doktrin aufgenommen oberflächlich betrachtet mag es wie ein kleiner philosophischer Disput aussehen
- aber nach der Lehre der karititen änderte dies die Philosophie des Jihads drastisch der wie wir im zweiten Teil der Serie über die islamische Geschichte
- erklär ert haben zwischen dem Bereich des Friedens und dem Bereich des Krieges stattfand die Doktrin der karititen dente den Bereich des Krieges jedoch auf
- alle Muslime aus die nicht mit ihren Ansichten übereinstimmten was bedeutete dass die karititen im Grunde genommen mit der ganzen bekannten Welt im Krieg
- waren als sie mit Ali und seinen Gefolgsleuten getrennte Wege gingen ließen sich die kariten in einer Stadt namens all naravan südlich von Bagdad
- nieder dort töteten sie den örtlichen Gouverneur und gründeten ihren eigenen Staat in ihrer Isolation änderten und verdrehten die Anhänger der karititen
- ihre Ansichten über den Islam z.B mischten sich die karititenagenten auf einen überfüllten Markt während sie ihre Dolche und Schwerter versteckt hielten
- die kariten Anhänger stießen dann ihre Klingen in ahnungslose Zivilisten und töteten so lange bis sie selbst getötet wurden das war der Vorläufer des
- Selbstmordattentäters die erste Form des islamischen Terrorismus in den nächsten zwei Jahren entwickelte sich die Ideologie der karitsiten und nahm
- Gestalt an sie begannen junge Anhänger aus anderen Teilen des Kalifats zu rekrutieren und ermutigten sie in ihre Stadt einzuwandern wenn man sich die
- Prinzipien und Taktiken der karititen ansieht kann man leicht Parallelen zu anderen modernen Gleichgesinnten Gruppen wie Isis al-qida Boko Haram und so
- weiter erkennen aus diesem Grund gelten die kariciten als die Hauptquelle des islamischen Radikalismus bald erkannte Ali wie tief die Verschwörung der
- karitsiten ging und dass diese reaktionäre Gruppe in Wirklichkeit die ägyptische Delegation war dieselbe Gruppe die eine Kette von Ereignissen
- manipuliert und angezettelt und die Bühne für den islamischen Bürgerkrieg bereitet hatte sie hatten von Anfang an alles und jeden getäuscht jetzt hatten
- sie ihren eigenen Staat gegründet und verübten überall im Kalifat Terroranschläge Ali musste also Handeln er stellte eine neue Armee zusammen und
- zog schließlich im Jahr 659 in die Stadt alnaravan gegen die karititen in die Schlacht der Kalif ging als Sieger hervor aber nicht alle Anführer der
- karititen wurden getötet einige geflohen und die Überlebenden Befehlshaber verteilten sich erneut im ganzen Land und planten ihre weiteren Schritte zwei
- Jahre nach ihrer Niederlage bei All naravan waren die karititen bereit ihr Plan war es die drei Anführer die für ihre Misserfolge verantwortlich waren zu
- ermorden Khalif Ali Gouverneur muavya und alas der bei den Verhandlungen zwischen Ali und muaviya vermittelt hatte die Attentate fanden gleichzeitig
- statt als die drei Führer in ihren jeweiligen Städten Kufa Damaskus und fustas das Morgengebet verricht wollten an diesem Tag wurde der Kurs der
- islamischen Zivilisation und Identität für immer verändert muavia entkam dem Attentat nur mit leichten Verletzung während alas aufgrund seiner Krankheit
- dem Gebet fern bliieb und an seiner Stelle sein Stellvertreter getötet wurde doch Ali der Kalif des islamischen Staates wurde während des Gebets in der
- großen Moschee von Kufa von einem Agenten der karitschiten namens Abdul Raman ibben julman angegriffen der Schnitt war nicht tödlich aber das Gift
- in das der dech getaucht war schon wenige Tage später starb Ali und hinterließ eine große machtslücke einen zerrütteten Staat und zwei Söhne Hassan
- und Hussein unmittelbar nach dem Tod des vierten Kalifen und des ersten Imams sahen die Anhänger Alis seinen ältesten Sohn Hassan als rechtmäßigen Nachfolger
- an und ernannten ihn zum zweiten Imam Hassan hatte nun die Aufgabe das Erbe von Mohammed und Ali vorzuführen das Zusammenspiel zwischen muavah und Hassan
- und Hussein sollte jedoch eine un bare Spaltung der muslimischen Gemeinschaft in Gang
- setzen der Tod Alis sollte jedoch nicht das Ende der Schiiten sein denn Ali hinterließ zwei Söhne Hassan und Hussein nach dem Tod des vierten Kalifen und des
- ersten Imams sahen die Anhänger Alis sofort seinen ältesten Sohn Hassan als rechtmäßigen Nachfolger an und ernannten ihn zum zweiten Imam doch Hassan der vom
- Krieg erschöpft und von Trauer überwältigt war argumentierte dass die Übernahme der Macht zu dem Zeitpunkt wie eine gierige Machtergreifung aussehen
- würde was das Andenken seines Vaters entehrt hätte anstatt den Krieg fortzusetzen einigte sich Hassan mit moavia und trat zur Seite der
- Stadthalter hatte endlich sein Ziel erreicht er würde der nächste Kalif werden allerdings gab es Bedingungen Hassan erhielt die Autorität über die
- Region Kufa und die Steuererhebung in dieser Region wurde ihm und seiner schiitischen Gemeinschaft zugesprochen noch wichtiger war dass die Vereinbarung
- besagte dass Kalif muavia kein Recht haben würde einen Nachfolger zu ernennen und dass Hassan nach seiner Herrschaft als Sechster Kalif regieren sollte
- dieser letzte Punkt ist ser wichtig denn er sollte den Aufstieg einer umayadenmonarchie verhindern alles in allem wurde das Abkommen als Hassan
- muavia Vertrag bekannt für diesen Kompromiss wurde Hassan als Hassan der Friedensstifter betitelt und im Jahr 662 als es keinen anderen Bewerber mehr
- gab wurde muavia in Jerusalem zum Kalifen ernannt während der Zeremonie seiner Krönung hielt er eine Rede und erklärte dass sein Vermächtnis im
- Gegensatz zu den vorherigen Kalifen nicht durch die Erweiterung der Grundlagen der islamischen Identität bestimmt werden würde sondern dadurch
- dass er der islamischen Welt Ruhm und Reichtum bringen würde er sagte ich habe mir den Weg gewünscht dem abuakr und Omar gefolgt sind aber ich war nicht in
- der Lage ihm zu folgen und so habe ich mit euch einen Weg eingeschlagen der trotz mancher Befangenheit Glück und Nutzen für euch beinhalt
- freut euch also über das was ihr von mir erhaltet auch wenn es nur wenig ist wenn das Gute beständig ist auch wenn es nur wenig ist bereichert es Unzufriedenheit
- macht das Leben düster auch wenn die Schiiten muavia als Thronräuber betrachten sollte der Kalif einer der fähigsten und geschicktesten Führer der
- Geschichte werden sobald er sich in seinem Amt eingelebt hatte richtete moavia seine Aufmerksamkeit auf die Byzantiner er eroberte eine Reihe
- strategisch wichtiger Inseln im Mittelmeer und sicherte damit langfristig die seeinteress des Kalifats seine Armeen stießen immer weiter gegen
- die Grenzen des byzantinischen Reiches vor etwa ein Jahrzehnt nach seiner Machtübernahme im Jahr 674 unterstützte muavia die Belagerung von Konstantinopel
- obwohl die Belagerung der byzantinischen Hauptstadt scheiterte war er dem Sieg erstaunlich nahe während seiner Herrschaft schickte der Kalif eine Reihe
- von militärexpeditionen in die magrebregion und errichtete sogar militärische Außenposten im heutigen Tunesien dadurch wurden die
- kolonisierungsbemühungen in den iberischen Küstenstädten weiter vorangetrieben und der Grundstein für die militärische Eroberung der
- iberischen Halbinsel im Jahr 711 gelegt muvia erkannte jedoch auch dass die einheimischen Christen der Concordia nur zufrieden sein würden wenn sie religiöse
- Freiheiten genossen und so setzte er die von Umar eingeschlagene Politik fort die Minderheiten durften ihre Traditionen Religionen und Gesetze frei ausüben
- dieses Maß an Freiheit ermöglichte es dem Kalifen sich ausgiebig auf die Eroberung neuer Gebiete zu konzentrieren ohne Angst zu haben die Kontrolle über
- das Reich zu verlieren alles in allem dehnten sich die Grenzen des Staates aus Handel und Finanzen florierten und mit ihnen auch der Reichtum und die Macht
- des arabischen Adels doch muavias Herrschaft wurde von der radikalen Bewegung der karititen herausgefordt die immer wieder Aufstände im ganzen Land
- ansettelten außerdem wurde durch den erbitterten Konflikt mit dem Byzantinischen Reich der Handel und die Kommunikation zwischen dem Nahen Osten
- und Europa unterbrochen wovon sie sich nie wieder erholen sollte beide Regionen entwickelten getrennte Zivilisationen und die Schiiten wurden im neuen Kalifat
- zu Bürgern zweiter Klasse gegen Ende des ersten jahrzehns indem muavia das Kalifat regierte wurde klar dass Hassan der 45 Jahre alt muavia der 68 Jahre alt
- war überleben würde es war nur eine Frage der Zeit bis Hassan die Führung des Kalifats übernehmen würde aber für muavia war dies katastrophal es
- bedeutete dass alles wofür er gearbeitet hatte der Ruhm der Reichtum und der der Adel umsonst sein würde die einzige Möglichkeit das Fortbestehen seines
- Erbes und das der umayaden zu sichern bestand darin seinen ältesten Sohn yasid zu seinem Erben zu ernennen doch der Vertrag mit Hassan stellte dafür ein
- großes Hindernis da seit Hassan die Macht an muavia abgetreten hatte lebten er und sein Bruder Hussein in Medina sie hielten sich bedeckt und hielten sich
- aus der Politik des Staates heraus was daraufhin geschah ist umstritten und beide Seiten haben ihre eigenen Erklärungen die offizielle Geschichte
- besagt dass Hassan etwas gegessen oder getrunken hat und daraufhin schwer krank wurde Hassan spürte dass der Tod unmittelbar bevorstand aber wie es dazu
- kam wissen wir nicht auch hasassan selbst war sich nicht sicher denn auf dem Sterbebett weigerte er sich seinem Bruder Hussein den Namen eines
- Verdächtigen zu nennen aus Angst dass die falsche Person aus Rache getötet würde die meisten Historiker sind jedoch der Meinung dass der Tod von Hassan
- keineswegs ein Zufall war viel mehr muss er von muavia inszeniert worden sein der entweder einen Diener oder eine der Ehefrauen von Hassan überredete ihn zu
- vergiften schließlich waren Zufälle nicht selten wenn muavia in der Nähe war wie auch immer im Jahr 670 starb Hassan der zweite Imam und künftige sechste
- Kalif doch bevor er starb übergab er die Fackel der Nachfolge an seinen Bruder Hussein Hussein wurde nun zum dritten Imam ernannt der die Nachfolger von
- Mohammed und Ali antreten sollte die Herrschaft von muavia sollte noch ein weiteres Jahrzehnt andauern und nach dem Tod von Hassan fühlte sich muavia nicht
- mehr an den Vertrag gebunden den er mit Hassan geschlossen hatte daher ernannte er seinen ältesten Sohn yaasid den ersten zum nächsten Kalifen der
- formalitä halber hatte muavia jedoch die führenden arabischen Stammesführer versammelt und einen Schura Wahlrat eingesetzt es gab einen kurzen Moment
- des Optimismus als die Stammesführer über die neuen Kandidaten für das Amt des Kalifen zu diskutieren begannen plötzlich stand ein Leibwächter von
- muavia auf und bat um Aufmerksamkeit als er langsam um den runden Tisch herumging und jedem Stammesführer in die Augen blickte zog der Leibwächter sein Schwert
- und drohte den Ratsmitgliedern lieber für muavas ältesten Sohn zu stimmen die Einschüchterung funktionierte der Schurarat wählte auf demokratische Weise
- Yazid zum nächsten Kalifen und ein wichtiges Kapitel in der islamischen Geschichte ging zu Ende der schurarrat sollte nie wieder einberufen werden und
- das kurze soziale Experiment mit der Demokratie wich einer dynastischen Erbfolge muavia wurde von seinem Sohn yasid abgelöst der wiederum von seinem
- Sohn abgelöst wurde und so setzte sich das Erbe der umayadenfilie schließlich fort in jeder Hinsicht bedeutete muavias Aufstieg zur Macht den Tod des
- islamischen Kalifats und die Geburt des islamischen Reiches auf seinem Sterbebett im Jahr 680 führte muavia ein Gespräch mit seinem Sohn indem er yasid
- davor warnte Hussein zu misshandeln er sagte zu seinem Sohn was Hussein betrifft was kann ich dir über ihn sagen hüte dich davor ihm zu begegnen es sei
- denn auf eine gute Art und Weise gebt ihm frei die Hand und lasst ihn auf der Erde umherstreifen wie es ihm gefällt fügt ihm keinen Schaden zu aber zeigt
- ihm den Blitz und den Donner konfrontiere ihn nie mit Kriegswaffen sondern beschenke ihn mit großzügigen gaben gib ihm einen Ehrenplatz in deiner
- Nähe und behandle ihn mit der nötigen Ehrfurcht sei vorsichtig mein Sohn dass du Gott nicht mit seinem Blut begegnest damit du nicht zu denen gehörst die
- untergehen als jaasid die Nachfolge seines Vaters antrat forderte er als erstes alle Stadthalter auf ihm den Treueeid zu leisten jeder Statthalter
- aus allen Teilen des Kalifats schwor dem sechsten Kalifen die Treue und überhäufte ihn mit Geschenken aber eigentlich ging es yasid nur um die
- Treue von Hussein der sich geweigert hatte sich zu beugen yaasid der ein Mann des Militärs war und während der Eroberung seines Vaters in vielen
- Schlachten gekämpft hatte wurde als stark fähig und mutig beschrieben aber er war auch ein Mann der hart ja sogar rücksichtslos war und ertrank er war ein
- Mann der die Existenz von Hussein als Bedrohung für seine Herrschaft ansah Hussein der immer noch in Medina lebte erfuhr bald von einem Attentat dass der
- Kalif auf ihn verüben wollte jetzt hatte Hussein genug er verließ Medina um in meckka Sicherheit zu suchen an seinem Zielort angekommen erklärte Hussein
- offen dass die Ernennung von Yazid zum Kalifen gegen die Lehren des Islam verstoße und dass er yaasid herausfordern wolle einige hochrangige
- Persönlichkeiten traten an Hussein heran und schworen ihm die Treue außerdem erhielt Hussein Briefe aus Kufa wo die Einwohner ihn um Unterstützung gegen die
- umayaden baten den ersten Briefen zufolge hatten bereits etwa 18 000 Männer aus Kufa Hussein die Treue geschworen und ihn gebeten in die Stadt
- zu kommen es wurde deutlich dass viele Menschen Hussein als den rechtmäßigen Nachfolger betrachteten aber es gab nur einen Weg um sicher zu sein der dritte
- Imam versammelte seine Familie Freunde und Anhänger und machte sich mit einer Gruppe von etwa 70 bis 150 Personen auf den Weg nach Kufa schon damals schien es
- wie eine Geschichte von David und Goliath Hussein der keine Truppen hatte machte sich auf den Weg um den mächtigsten Tyrannen zu stürzen es ist
- heutzutage schwer zu rekonstruieren wie genau der Plan aussehen sollte es sieht so aus als wollte Hussein einen Aufstand anzetteln indem er die örtlichen Stämme
- dazu inspirierte sich ihm anzuschließen doch kurz bevor er nach Kufa aufbrach hielt Hussein eine letzte Predigt er sagte wenn er der Sohn Alis und der
- Enkel Mohammed sich nicht gegen die Tyranei wehren könne wer dann er fuhr fort und erwähnte dass er sicher sei getötet zu werden er sagte der Tod ist
- eine Gewissheit für die Menschen genau wie die Spur der Halskette am Hals junger Mädchen und ich bin mit meinen Vorfahren verbunden wie der Eifer Jakobs
- für Josef jeder der sein Blut für uns opfern will und bereit ist Allah zu begegnen soll mit mir kommen in gewisser Weise war es eher eine Abschiedsrede und
- aus diesem Grund wird vermutet dass Husseins Reise nach Kufa nicht so sehr ein Versuch war die umjaden zu stürzen sondern eher ein symbolisches Opfer für
- die Menschheit trotz aller Ratschläge nicht nach Kufa zu reisen machte sich Hussein also auf den Weg als der Kalif von dieser Entwicklung erfuhr gab er den
- Befehl Hussein und seine Anhänger auf ihrem Weg nach Kufer das nur noch zwei Tage entfernt war abzufangen Husseins Truppe traf auf die kuferarmee die sich
- zuvor für Husseins Besuch eingesetzt hatte nun aber hatten sie ihre Gefolgschaft gewechselt und stellten sich gegen ihn die Armee forderte
- Hussein auf einen anderen Weg nach Kufa zu nehmen und das tat er somit auch einige Tage später wurde Hussein in der Wüste südlich von Kerbala von einer
- anderen anischen Armee abgefangen und in eine Falle gelockt das Klima war heiß und trocken Husseins Truppen befanden sich in Sichtweite des Efrat aber etwa
- 5000 Reiter blockierten den Fluss sodass Sie keine Wasserversorgung hatten die patsituation hielt tagelang an einige von Husseins Anhängern versuchten über
- den Zugang zu Wasser zu verhandeln aber das wurde ihnen verwehrt in der Zwischenzeit waren viele der Zivilisten aus Husseins Gruppe verdurstet in der
- Nacht vor der Schlacht versammelte Hussein seine Männer und teilte ihnen mit dass sie den sicheren Tod vor Augen hätten er verkündete dass es allen
- seinen Anhängern freistehe das Lager zu verlassen aber keiner ging am nächsten Morgen begann die Schlacht von kbala die kufanarmee begann den Angriff indem sie
- Husseins Männer mit Pfeilen beschoss die meisten Soldaten von Hussein wurden dabei erschossen oder verletzt um zu verhindern dass Husseins Lager in dem
- sich auch Frauen und Kinder befanden wahllos mit Pfeilen gespickt wurden schickte Hussein seine Kämpfer in den Nahkampf einer nach dem anderen fielen
- sie Hussein selbst der wie sein Vater ein hervor fragender Schwertkämpfer war besiegte jeden Gegner im Zweikampf dann traf ihn ein Pfeil in die Brust ein
- anderer Mann schlug ih mit einem Stein den Kopf ein und ein weiterer stieß ein Schwert in Hussein als der dritte Imam auf die Knie sank begannen die Soldaten
- seine Habseligkeiten zu plündern als der letzte von Husseins Bande getötet war stürmte die gegnerische Armee herab und zu ihrer Überraschung atmete Hussein
- noch und betete sogar er konnte sich nicht bewegen war aber offensichtlich am Leben als sich die Befehlshaber der kufan Hussein nähert sagte einer worauf
- wartet Ihr erlöst den Mann aus eininem Elend dann schlug ihm einer der Soldaten auf den Kopf und enthauptete ihn sein Kopf wurde an den Kalifen geschickt die
- kufanarmee plünderte daraufhin die Zelte und setzte das Lager in Brand jeder der überlebte wurde versklavt und zum Gouverneur von Kufa gebracht wozu auch
- Husseins einziger verbliebener Sohn Ali eben Hussein gehörte der Gouverneur verurteilte ihn zum Tode aber er wurde von seiner Tante seinab gerettet die
- auch bei der Schlacht von Kerbala dabei war die Gefangenen aus der Schlacht wurden nach Damaskus gebracht um den Kalifen zu treffen während dieser Reise
- nach Damaskus übernahm seinab die Führung und irgendwie gelang es ihr khif jaasid davon zu überzeugen die Gefangenen freizulassen und ihnen die
- Rückkehr nach Medina zu ermöglichen auf dem Rückweg machten seinab und die Überlebenden einen Zwischenstopp in Kerbala um den Tod von Hussein und den
- anderen zu betrauern seinab schaffte es die Überlebenden Männer wie Frauen zu inspirieren sie wurde zu einem Vorbild des Trotzes und spielte eine große Rolle
- in der Zukunft der schiitenbewegung Ali Hussein wurde von den Schiiten zum vierten Imam ernannt in Damaskus glaubte währenddessen khif yasid der den Rat
- seines Vaters missachtet hatte dass er den schitischen Faktor mit Gewalt ausgeschaltet hatte er hätte sich nicht mehr irren können denn die Partisanen
- waren wütend sie waren nicht nur die Außenseite des Reiches sondern der Kalif dieses Reiches hatte den Enkel Mohammeds rücksichtslos ermordet und enthauptet
- die Schiiten wollten nichts mit dieser islamischen Gesellschaft zu tun haben was als politische Frage um die dynastische Abfolge begann wurde nun zu
- viel mehr das merürertum von Hussein wurde zu einem zentralen glaubensprinzip der Schiiten es beeinflusste ihre Rituale die Literatur die Musik die
- Mentalität und auch die Theologie für die schietische Identität wird Hussein als der Meister der märter anerkannt und das Märtyrertum selbst wurde mit der
- Erlösung gleichgesetzt und bildet diesen zentralen Teil ihres Glaubens bis heute gedenken die schiitischen Muslime im ersten Monat des islamischen Kalenders
- der Schlacht von Kerbala in einigen Ländern wird dieses Ritual durch Selbstgeißelung vollzogen der mertürer Tod von Hussein entfachte einen
- Feuersturm im ganzen muslimischen Reich die Schiiten setzten sich nicht nur von der muslimischen Hauptströmung ab sie wurden zur Opposition jeder der sich
- gegen die Tyrannei des Reiches die Korruption und den arabischen Adel auflehnte fand bei den schieten Schutz und Sympathie was zu enormem Wachstum
- der Bewegung beitrug darüber hinaus fand die Vorstellung dass die Schiiten die Minderheit sind im Laufe des Jahrhunderts eine starke Unterstützung
- in den Ländern des alten Persiens die Perser wussten wie es war die Außenseiter im arabischen reich zu sein und diese gegenseitige Erfahrung von
- Schikanen und Unterdrückung ließ die beiden Identitäten im Laufe der Zeit zu einer verschmelzen yaasid starb bereits drei Jahre nach seiner Ernennung zum
- Kalifen er ging auf die Jagd kehrte aber nicht zurück und seine sterblichen Überreste wurden nie gefunden iasid wurde von seinem Sohn muavia dem i
- abgelöst der seinerseits innerhalb eines Jahres starb in der Zwischenzeit kam es zu einer Reihe von aufständ und die umayaden gerieten in eine Zeit der
- internen Konflikte zwei weitere Bürgerkriege wurden geführt und die umayaden gingen knapp als Sieger hervor es war eine komplexe Zeit mit vielen
- dynamischen Veränderungen die gleichzeitig stattfanden um mit den Rückschlägen fertig zu werden nutzten die umayadenherrscher den Jihad um den
- Schwerpunkt der Kriegsführung auf ihre Nachbarn zu verlagern und das funktionierte im Laufe des Jahrhunderts eroberte das Reich der umiaden so viel
- dass sich seine Territorien vom Indus bis zur iberischen Halbinsel ausdehnten für die muslimische Gemeinschaft waren die Siege an den Fronten und die
- Ausdehnung des Staates ein Beweis für die göttliche Wahrheit des Islam der ständige Kriegszustand brachte auch enorme Reichtümer ein infolge dessen
- wurden verschwenderische Gebäude errichtet extravagante Wohltätigkeitsprojekte durchgeführt öffentliche Prachtentfaltung und Ruhm
- waren in jeder Stadt präsent und niemals wurden die Steuern erhöht all diese Punkte trugen zu den schnellen Bekehrungen zum Islam bei aber
- gleichzeitig hatte dieses System einen Nebeneffekt der arabische Adel gewann an Macht und Einfluss arabisch wurde zur offiziellen Sprache des Staates und das
- Kalifat verwandelte sich langsam in ein arabisches Imperium die Freiheiten die die Minderheiten zuvor genossen hatten nahmen mit der Zeit immer mehr ab wer im
- Geschäftsleben erfolgreich sein wollte musste die arabische Sprache lernen und zum Islam konvertieren und wer sich nicht an diese Vorschriften hielt lebte
- als Bürger zweiter Klasse auch dies trug dazu bei dass sich viele Einheimische der arabischen Kultur und dem Islam anpassen eine Gruppe von Menschen
- weigerte sich jedoch sich der arabischen Kultur anzupassen die Perser ihr Heimatland wurde erobert und ihre Kultur unterdrückt aber die Perser blieben ein
- stolzes Volk eine andere Gruppe die diesen unterdrückten Glauben teilten waren die Schiiten wie bereits erwähnt schuf diese gemeinsame Erfahrung des
- unterlegenseins ein Band zwischen den ethnischen Persern und den Schiiten als die Macht und der Ruhm der umayaden wuchsen wurde auch die Opposition immer
- größer die Opposition verschmolz mit der schiitisch-persischen Koalition und schließlich im Jahr 76 40 etwa 70 Jahre nach dem Tod von Hussein erreichte die
- Situation einen Wendepunkt die abasiden aus ostpersien die aus der Verschmelzung der Schiiten mit den Persern hervorgegangen waren erhoben sich in
- einer Revolution und vertrieben die umayaden ein Zweig der umayaden floh über Nordafrika auf die iberische Halbinsel wo sie das Kalifat von Cordoba
- errichteten die abesidenynastie nahm im Laufe der Jahrhunderte das wissenschaftliche Wissen antiker Zivilisationen auf griechische römische
- persische indische chinesische und ägyptische Theorien zu Themen wie Physik Chemie Mathematik Astronomie Philosophie Medizin und vielen anderen wurden ins
- Arabische und ins Persische übersetzt dies wurde als übersetzungsbewegung bekannt und ebnete den Weg für eine neue Klasse wissenschaftlicher Gelehrte die
- mutasila die wiederum den Grundstein für das goldene islamische Zeitalter legen sollte doch trotz all ihrer Errungenschaften unterdrückten die
- abesiden die als schiitische revolutionäre begannen die Schiiten ironischerweise noch stärker als die aden im Laufe der Jahrhunderte nahmen
- die Unterschiede zwischen sunitischen und schietischen Muslimen drastisch zu diese Epoche der Geschichte die mit abuakr begann und mit Hussein endete
- erklärt wie sich der Islam allmählich in ein sozialpolitisches System verwandelte wir können die Ursprünge der islamischen Rechtssprechung den Aufstieg radikaler
- islamischer Gruppen und die Rolle der Frau auf diese Epoche der Geschichte zurückführen und leider haben sich einige der guten islamischen Ideen im
- Laufe der Jahrhunderte zurückentwickelt zum Beispiel der Multikulturalismus und die Toleranz gegenüber Außenseitern das Konzept des Wohlfahrtsstaates und der
- Wahlausschuss der der islamischen Kultur ein demokratisches Fundament gibt im Grunde genommen ist diese Chronik des menschlichen Dramas ein zentraler Teil
- des Verständnisses der Mentalitäten und Identitäten von sunnitischen und schieitischen Muslimen in gewisser Weise haben beide Seiten verloren das
- demokratische Wesen des Kalifats ebnete den Weg für muslimische Dynastien und die Abstammungslinie Mohammeds ging nach dem 11 Imam verloren keine der beiden
- Seiten erreichte was sie angestrebt hatte stattdessen wurden beide Gemeinschaften zum Feigenblatt für politisch motivierte
- Ziele das war caspin Report vielen Dank fürs zuschauen und einen besonderen Dank an alle unsere Unterstützer bei patreon wenn ihr den Kanal unterstützt und
- unsere Videos früher und werbefrei sehen wollt dann findet ihr den Link in der Beschreibung schreibt doch gerne in die Kommentare was ihr denkt und hoffentlich
- hören wir uns bald wieder
Zum Nachlesen
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Politische und soziale Geschichte des IslamsDieser Artikel gibt einen Überblick über die politische, kulturelle und soziale Geschichte des Islams und leitet zu weiteren Hauptartikeln. Die …
Umayyaden-KalifatDas Umayyaden-Kalifat war ein Herrschaftsgebilde der Dynastie der Umayyaden oder Omajjaden (arabisch بنو أمية banū Umayya oder الأمويون , DMG al-Umawiyyūn) …
KalifatAusbreitung unter dem Propheten Mohammed, 622–632 · Ausbreitung unter den vier „rechtgeleiteten Kalifen“, 632–661 · Ausbreitung unter den Umayyaden, 661–750 …