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Die Evolutionstheorien von Lamarck und Darwin | STARK erklärt

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  1. Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wieso die Giraffe einen so langen Hals hat?
  2. Die Überlegungen zweier Naturforscher dazu lernst du in diesem Video kennen. [Musik]
  3. Lamark aus Frankreich und Darwin aus England entwickelten im 19. Jahrhundert ausführliche Theorien zur Artentstehung.
  4. Ihre Theorien zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Um die enorme Artenvielfalt auf der Erde
  5. zu erklären, gingen Lamark und Darawin beide davon aus, dass Arten auseinander entstehen. Außerdem waren sie sich darin
  6. einig, dass die Veränderungen über viele Generationen hinweg und sehr kleinschrittig ablaufen. Am Beispiel der
  7. Giraffen sehen wir uns nun ihre Evolutionstheorien genauer an. Lamark stellte Anfang des 19.
  8. Jahrhunderts als erster eine Theorie auf, die evolutionäre Veränderungen als Grund für die Anpassung von Lebewesen an
  9. ihre Umwelt nennt. Er formulierte drei Ursachen für die Veränderlichkeit der Arten den Gebrauch und Nichtgebrauch von
  10. Organen, die Vererbung von erworbenen Merkmalen und den Vervollkommnungstrieb. Sehen wir uns das Ganze mal am Beispiel
  11. der Giraffe an. Wie ist sie zu ihrem langen Hals gekommen? Die Urgraffe war ein eher kleines Tier mit kurzem Hals.
  12. Laut L Marx Theorie werden häufig genutzte Organe stärker ausgeprägt und kaum beanspruchte Organe bilden sich
  13. zurück. Der Vorfahrer der Giraffe musste bei Nahrungsknappheit am Boden den Hals strecken, um Blätter im Baum zu
  14. erreichen. Dadurch wurde der Hals ein klein wenig länger. Da solche erworbenen Merkmale nach Lam Marx Theorie vererbt
  15. werden, konnte sich der lange Hals heute lebender Giraffen über viele Generationen hinweg entwickeln. Die
  16. Giraffen streckten dabei ihren Hals immer etwas weiter in die Höhe. Außerdem nahm Lamark einen Vervollkommungstrieb
  17. an. Die Giraffe hat den Drang, auch die Blätter in den Baumwipfeln zu erreichen und sich so optimal an ihre Umwelt
  18. anzupassen. Nach dem heutigen Wissensstand ist Lam Marx Theorie, laut der Organismen aktiv
  19. an der Veränderung ihrer Merkmale beteiligt sind, widerlegt. Mitte des 19. Jahrhunderts stellte
  20. Darwin seine Evolutionstheorie auf. Sehen wir uns zuerst die Grundlagen seiner Theorie an. Diese sind
  21. Überproduktion von Nachkommen, Variabilität, Vererbung und natürliche Selektion. Wie
  22. können wir nun mit Hilfe Darwins Theorie den langen Hals der Giraffen erklären? Die Giraffen produzieren mehr Nachkommen
  23. als zur Arterhaltung nötig wären. Diese unterscheiden sich leicht in ihren Merkmalen. Diese Unterschiede sind
  24. zufällig und ungerichtet. Manche haben einen etwas längeren Hals, andere einen etwas kürzeren. Durch Nahrungskonkurrenz
  25. hatten Giraffen mit langen Hälsen einen Selektionsvorteil, konnten besser überleben und hatten mehr Nachkommen.
  26. Durch natürliche Selektion wurden die Giraffen so immer besser an ihre Umweltbedingungen angepasst.
  27. Über viele Generationen kommt es dadurch zu einem Wandel der Arten. Die Lebewesen werden also angepasst und
  28. spielen bei diesem Prozess eine passive Rolle. Seine Theorie ist auch heute noch die Grundlage für die synthetische
  29. Evolutionstheorie. Diese vereint Darwins Theorie mit den Erkenntnissen aus der klassischen und modernen Genetik, der
  30. Ökologie und der Ethologie. Was ist nun das Fazit der vielen Giraffen? Lamark und Darwin haben beide
  31. angenommen, dass Arten auseinander entstehen und dies in kleinschrittigen Veränderungen über viele Generationen
  32. hinweg abläuft. Lamar ging davon aus, daß Arten sich aktiv anpassen. Darwin hingegen
  33. formulierte in seiner Theorie, dass Arten passiv angepasst werden. Lamarks Theorie war ein wichtiger Schritt, wurde
  34. aber schließlich widerlegt. Auf Darwins Theorie gründet die heute aktuelle synthetische Evolutionstheorie.
  35. Ah.

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