Die Evolutionstheorien von Lamarck und Darwin | STARK erklärt STARK Verlag https://www.youtube.com/watch?v=rsEuywoUX6s Transkript (automatisch erstellt) 0:01 Hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wieso die Giraffe einen so langen Hals hat? 0:08 Die Überlegungen zweier Naturforscher dazu lernst du in diesem Video kennen. [Musik] 0:25 Lamark aus Frankreich und Darwin aus England entwickelten im 19. Jahrhundert ausführliche Theorien zur Artentstehung. 0:33 Ihre Theorien zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Um die enorme Artenvielfalt auf der Erde 0:40 zu erklären, gingen Lamark und Darawin beide davon aus, dass Arten auseinander entstehen. Außerdem waren sie sich darin 0:48 einig, dass die Veränderungen über viele Generationen hinweg und sehr kleinschrittig ablaufen. Am Beispiel der 0:54 Giraffen sehen wir uns nun ihre Evolutionstheorien genauer an. Lamark stellte Anfang des 19. 1:01 Jahrhunderts als erster eine Theorie auf, die evolutionäre Veränderungen als Grund für die Anpassung von Lebewesen an 1:08 ihre Umwelt nennt. Er formulierte drei Ursachen für die Veränderlichkeit der Arten den Gebrauch und Nichtgebrauch von 1:15 Organen, die Vererbung von erworbenen Merkmalen und den Vervollkommnungstrieb. Sehen wir uns das Ganze mal am Beispiel 1:25 der Giraffe an. Wie ist sie zu ihrem langen Hals gekommen? Die Urgraffe war ein eher kleines Tier mit kurzem Hals. 1:32 Laut L Marx Theorie werden häufig genutzte Organe stärker ausgeprägt und kaum beanspruchte Organe bilden sich 1:39 zurück. Der Vorfahrer der Giraffe musste bei Nahrungsknappheit am Boden den Hals strecken, um Blätter im Baum zu 1:45 erreichen. Dadurch wurde der Hals ein klein wenig länger. Da solche erworbenen Merkmale nach Lam Marx Theorie vererbt 1:52 werden, konnte sich der lange Hals heute lebender Giraffen über viele Generationen hinweg entwickeln. Die 1:58 Giraffen streckten dabei ihren Hals immer etwas weiter in die Höhe. Außerdem nahm Lamark einen Vervollkommungstrieb 2:04 an. Die Giraffe hat den Drang, auch die Blätter in den Baumwipfeln zu erreichen und sich so optimal an ihre Umwelt 2:11 anzupassen. Nach dem heutigen Wissensstand ist Lam Marx Theorie, laut der Organismen aktiv 2:18 an der Veränderung ihrer Merkmale beteiligt sind, widerlegt. Mitte des 19. Jahrhunderts stellte 2:26 Darwin seine Evolutionstheorie auf. Sehen wir uns zuerst die Grundlagen seiner Theorie an. Diese sind 2:32 Überproduktion von Nachkommen, Variabilität, Vererbung und natürliche Selektion. Wie 2:39 können wir nun mit Hilfe Darwins Theorie den langen Hals der Giraffen erklären? Die Giraffen produzieren mehr Nachkommen 2:46 als zur Arterhaltung nötig wären. Diese unterscheiden sich leicht in ihren Merkmalen. Diese Unterschiede sind 2:52 zufällig und ungerichtet. Manche haben einen etwas längeren Hals, andere einen etwas kürzeren. Durch Nahrungskonkurrenz 2:59 hatten Giraffen mit langen Hälsen einen Selektionsvorteil, konnten besser überleben und hatten mehr Nachkommen. 3:06 Durch natürliche Selektion wurden die Giraffen so immer besser an ihre Umweltbedingungen angepasst. 3:13 Über viele Generationen kommt es dadurch zu einem Wandel der Arten. Die Lebewesen werden also angepasst und 3:21 spielen bei diesem Prozess eine passive Rolle. Seine Theorie ist auch heute noch die Grundlage für die synthetische 3:28 Evolutionstheorie. Diese vereint Darwins Theorie mit den Erkenntnissen aus der klassischen und modernen Genetik, der 3:35 Ökologie und der Ethologie. Was ist nun das Fazit der vielen Giraffen? Lamark und Darwin haben beide 3:42 angenommen, dass Arten auseinander entstehen und dies in kleinschrittigen Veränderungen über viele Generationen 3:48 hinweg abläuft. Lamar ging davon aus, daß Arten sich aktiv anpassen. Darwin hingegen 3:55 formulierte in seiner Theorie, dass Arten passiv angepasst werden. Lamarks Theorie war ein wichtiger Schritt, wurde 4:03 aber schließlich widerlegt. Auf Darwins Theorie gründet die heute aktuelle synthetische Evolutionstheorie. 4:15 Ah.