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In diesem Zeichen wirst du siegen! Die Konstantinische Wende in 150 Sekunden

Das Römische Reich in 100 Sekunden2:49 4.897 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 16 Zeilen
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  1. Das Christentum war im antiken Rom eine angefeindete Religion. Doch die Verfolgung konnte den Aufstieg der jungen Religion nicht aufhalten, besonders im Osten. Im Jahr 300
  2. n.Chr. waren etwa 10% der Reichsbewohner Christen. Ein neuer Umgang mit der verbotenen Religion musste gefunden werden. Es war ein Mann, der den Wandel brachte:
  3. Konstantin. Seit 306 war er eines von vier Mitgliedern des damals neugeschaffenen Kaiserkollegiums. Doch er wollte mehr. Nach und nach schaffte er seine Konkurrenten aus dem Weg.
  4. Über die entscheidende Schlacht gegen seinen Rivalen Maxentius an der Milvischen Brücke vor den Toren Roms wird sich eine Geschichte erzählt, die seinen Sinneswandel erklären soll.
  5. Vor der Schlacht habe er im Traum eine göttliche Eingebung gehabt. Er solle das Zeichen Christi an den Schilden seiner Soldaten anbringen lassen, in diesem Zeichen werde er siegen.
  6. Der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte lässt sich nicht ermessen. Fakt ist aber, dass Konstantin als Kaiser das Christentum förderte. Schon 313 hatte er mit der Mailänder Vereinbarung das Christentum
  7. zur religio licita, also zur erlaubten Religion gemacht und damit die Verfolgungen beendet. Konstantin dehnte den staatlichen Einfluss auf die christlichen Institutionen aus,
  8. die sich in den 300 Jahren zuvor im Verborgenen etabliert hatten. Vermutlich war dies der primäre Zweck seiner Wende: Ließ sich der Aufstieg der neuen Religion schon nicht mehr verhindern,
  9. sollte sie zumindest beherrschbar gemacht werden. 325 lud er alle Bischöfe des Reiches zu einer allgemeinen Versammlung ein. Das Konzil von Nicäa ist bis heute als erstes ökumenisches Konzil von
  10. fast allen christlichen Kirchen als verbindlich anerkannt. Über 200 Teilnehmer erschienen, darunter zum Beispiel der heilige Nikolaus, also der echte. Berichten zufolge verpasste
  11. er einem theologischen Rivalen eine Ohrfeige. So viel zum Thema christliche Nächstenliebe. Das Konzil befasste sich mit mehreren Themen: Das wichtigste war der Streit um den Arianismus,
  12. einer Minderheitenmeinung bezüglich der Natur Christi. Während die Mehrheit der Konzilsteilnehmer Vater und Sohn als Wesensgleich ansahen,
  13. lehnten die Arianer dies ab. Das auf dem Konzil für verbindlich erklärte, und bis heute gültige Glaubensbekenntnis, wies den Arianismus zurück. Der Streit konnte damit
  14. aber nicht endgültig geschlichtet werden. Es sollte noch fast ein Jahrhundert dauern, bis das Christentum zur dominierenden Religion und schließlich zur Staatsreligion im Reich
  15. werden sollte. Konstantins Engagement für die christliche Sache blieb stets zwiespältig, er förderte es, brach aber nie ganz mit der traditionellen Vorstellungen.
  16. Wenn ihr mehr über die Christenverfolgung in Rom oder die traditionelle römische Religion erfahren wollt, schaut euch die Videos zu diesen Themen an. Bis dahin!

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