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In diesem Zeichen wirst du siegen! Die Konstantinische Wende in 150 Sekunden
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Transkriptautomatisch erstellt · 16 Zeilen
- Das Christentum war im antiken Rom eine angefeindete Religion. Doch die Verfolgung konnte den Aufstieg der jungen Religion nicht aufhalten, besonders im Osten. Im Jahr 300
- n.Chr. waren etwa 10% der Reichsbewohner Christen. Ein neuer Umgang mit der verbotenen Religion musste gefunden werden. Es war ein Mann, der den Wandel brachte:
- Konstantin. Seit 306 war er eines von vier Mitgliedern des damals neugeschaffenen Kaiserkollegiums. Doch er wollte mehr. Nach und nach schaffte er seine Konkurrenten aus dem Weg.
- Über die entscheidende Schlacht gegen seinen Rivalen Maxentius an der Milvischen Brücke vor den Toren Roms wird sich eine Geschichte erzählt, die seinen Sinneswandel erklären soll.
- Vor der Schlacht habe er im Traum eine göttliche Eingebung gehabt. Er solle das Zeichen Christi an den Schilden seiner Soldaten anbringen lassen, in diesem Zeichen werde er siegen.
- Der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte lässt sich nicht ermessen. Fakt ist aber, dass Konstantin als Kaiser das Christentum förderte. Schon 313 hatte er mit der Mailänder Vereinbarung das Christentum
- zur religio licita, also zur erlaubten Religion gemacht und damit die Verfolgungen beendet. Konstantin dehnte den staatlichen Einfluss auf die christlichen Institutionen aus,
- die sich in den 300 Jahren zuvor im Verborgenen etabliert hatten. Vermutlich war dies der primäre Zweck seiner Wende: Ließ sich der Aufstieg der neuen Religion schon nicht mehr verhindern,
- sollte sie zumindest beherrschbar gemacht werden. 325 lud er alle Bischöfe des Reiches zu einer allgemeinen Versammlung ein. Das Konzil von Nicäa ist bis heute als erstes ökumenisches Konzil von
- fast allen christlichen Kirchen als verbindlich anerkannt. Über 200 Teilnehmer erschienen, darunter zum Beispiel der heilige Nikolaus, also der echte. Berichten zufolge verpasste
- er einem theologischen Rivalen eine Ohrfeige. So viel zum Thema christliche Nächstenliebe. Das Konzil befasste sich mit mehreren Themen: Das wichtigste war der Streit um den Arianismus,
- einer Minderheitenmeinung bezüglich der Natur Christi. Während die Mehrheit der Konzilsteilnehmer Vater und Sohn als Wesensgleich ansahen,
- lehnten die Arianer dies ab. Das auf dem Konzil für verbindlich erklärte, und bis heute gültige Glaubensbekenntnis, wies den Arianismus zurück. Der Streit konnte damit
- aber nicht endgültig geschlichtet werden. Es sollte noch fast ein Jahrhundert dauern, bis das Christentum zur dominierenden Religion und schließlich zur Staatsreligion im Reich
- werden sollte. Konstantins Engagement für die christliche Sache blieb stets zwiespältig, er förderte es, brach aber nie ganz mit der traditionellen Vorstellungen.
- Wenn ihr mehr über die Christenverfolgung in Rom oder die traditionelle römische Religion erfahren wollt, schaut euch die Videos zu diesen Themen an. Bis dahin!
Zum Nachlesen
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