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Kirchengeschichte - Abiturwissen - Ev. Religion
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 176 Zeilen
- Willkommen zu unserem Lernvideo zum Thema Geschichte des Christentums. Ich versuche hier in diesem Video die wichtigsten Stationen der
- Kirchengeschichte für das Abitur zusammenzufassen. Eigentlich ganz leichte Aufgabe. Es sollte man auf jeden Fall auch noch mal mit dem ergänzen, was
- man auch im Unterricht gelernt hat. Die Hauptthemen der Geschichte des Christentums beschäftigt sich zum einen erstmal mit dem Verhältnis von Kirche
- und Staat. äh natürlich auch die Frage, wie hat sich Kirche als Institution entwickelt und zu guter Letzt natürlich auch mit der Geschichte der Theologie
- und auch zentralen Personen des Christentums. Kirchengeschichte versteht sich natürlich genauso als Wissenschaft, als historische Wissenschaft, wie das im
- Fachgeschichte der Fall wäre und man bewertet es auch mit den gleichen Kriterien. Das erste für mich sehr wichtige
- Ereignis ist das Apostelkonzil. Das zeigt auch ein bisschen, wie Kirche sich als solches entwickelt hat. oder was für Kirche auch sehr wichtig
- ist, zum nächsten einmal ist hier die Streitfrage zu nennen. Die Streitfrage, um die es geht, die wird in zwei Textquellen besprochen. Äh auf der
- einen Seite in der Apostelgeschichte im Kapitel 15 und im Galaterbrief im Kapitel 2 ist als besonders gut belegt. Es sind zwei Themen, die wir haben. Zum
- einen die Heidenmission und zum anderen die Frage des Gesetz des Mose. Wie gehe ich also mit dem Thema der Beschneidung um und den vor allem Reinheits und
- Speisegeboten, was für Heidenchristen teilweise sehr kompliziert gewesen ist. Die größte Hürde war letztlich das gemeinsame Essen von Juden und
- Heidenchristen. Zur Erinnerung noch mal im Judentum ist es problematisch z.B. aus religiösen Gründen Fleischspeisen mit Milchspeisen zu vermischen. Man hat
- normalerweise auch ein getrenntes Besteck dafür, getrenntes Kochgeschirr in sehr traditionellen jüdischen Familien ist es üblich und das war auch
- zur damaligen Zeit schon das größte Problem gewesen. Paulus selbst, der Pharisäer gewesen ist, hat sich komplett vom pharisäischen Verständnis abgekehrt.
- Also er sah er überhaupt kein Problem mit Heiden Christen zusammenzuspeisen. Und es gab eine Gruppe, die Paulus selbst als Pharisäer
- bezeichnet haben. Die haben einen sehr judengristlichen Glauben gehabt. Sie verlangten sogar, dass Heidenchristen sich genauso wie Juden beschneiden
- lassen sollten. Und wir hatten auch eine gemäßigte Mitte. Da würde ich Simon Petrus anziedeln, der im klassischen jüdischristlichen Kontext sich
- tatsächlich eher an die Speisegebote gehalten hat, aber durchaus auch gemeinsames Mal gehalten hat mit Heidenchristen. Eine Sache, die ihm
- übrigens Paulus später auch vorwirft. Die Frage ist, wie wird das Ganze gelöst? Und das zeigt auch einen Ansatz, wie Kirche zu verstehen ist.
- hier in dem Falle in Form von einem Apostelkonzil mit dem Herrenbruder Jakobus als Vorsitzenden. Und interessanterweise
- gibt es in der Bibel zwei unterschiedliche Ergebnisse. Paulus selber sagt in Galaterbrief 2, hätten überhaupt keine Vorschriften erhalten.
- Das einzige, woran sie halten sollen, ist, dass sie eben Geld sammeln sollen für die Jerusalemer Urgemeinde. In der Apostelgeschichte laut Lukas sieht es
- anders aus. Und zwar wird hier gesagt, dass die Essensvorschriften beim gemeinsamen Mal einzuhalten sind. Also zwei recht unterschiedliche
- Modelle. Interessant, um Kirche zu verstehen, wie sich Kirche entwickelt hat. Es ist hier zunächst einmal ein konziliärer Prozess. Das heißt, beide
- Parteien wurden in Jerusalem gehört und die Gemeindeleitung nicht eine einzelne Person bestehend eben aus mehreren Mitgliedern fällt die Entscheidung.
- Das Christentum ist ab diesem Zeitpunkt eine Gemeinschaft von Juden und Heiten, von Judenchristen und Heidenchristen. Und die Taufe und das
- Bekenntnis zu Jesus Christus ist entscheidend, nicht mehr eben die rituellen jüdischen Handlungen, sprich eben das die Speisegebote oder auch die
- Beschneidung. Damit wird natürlich das Schriftprinzip des Judentums relativiert. Das heißt, das Alte Testament muss sich letztlich
- immer an der Offenbarung Jesu Christi messen lassen. Die Kirche hatte relativ früh leider auch mit Verfolgung zu
- tun. Die erste größere Bewegung kam seitens der Satuze, also seiten der Juden selbst. Der Priesterkult lehnte die christliche jüdische Sekte ab und
- veranlasste auch eine Steinigung des Diakons Stefanus. Das wird in Apostelgeschichte 6 und 7 beschrieben. Erst nach der Zerstörung des Jerusal
- Tempels wurden übrigens Christen komplett in den jüdischen Gemeinden ausgeschlossen. Bis dahin gab es dann oft noch einen miteinander. Deswegen
- dann auch mit dem Zilotenaufstand zusammen. Man wollte im Prinzip sein eigenes Profil gewinnen und die Christen passten nicht mehr in dieses Profil
- hinein. Das römische Reich war zwar extrem tolerant gegenüber anderen Religionen. Man sieht es z.B. am Tempel der Isis, der in Rom auch aufgebaut
- werden durfte, in dem auch die Priester entsprechend ihre ihren Kult abhalten konnten. Aber Juden wie Christen lehnten den Kaiserkult und die gesamten
- Götzenverhrung ab und wurden daher als unsozial angesehen. Bei Christen war es sogar noch extremer wie bei Juden, weil sie
- verlangten eine komplette Abkehr von den bisherigen Bräuchen und lebten auch sehr abgeschlossen und zogen sich komplett aus dem gesellschaftlichen Leben
- zurück. Und so kam es eben zu nichts systematischen Verfolgungen, z.B. unter Nero, weil die Christen sich sehr gut als Sünden begeeigneten. Ihn wurde z.B.
- vorgeworfen, sie hätten den Brand in Rom veranlasst oder wären Schuld am Brand in Rom. Damit wollte Nero von den Vorwürfen, die ihm entgegenkamen,
- ablenken. Und den Christen wurde in erster Linie auch Menschenhas unterstellt, weil sie sich eben nicht an die römischen Sitten halten. Dazu
- gehörte eben auch der Kaiserkult. Im dritten Jahrhundert nach Christus kam es dann zu systematischen Verfolgungen, weil das Christentum
- inzwischen eine sehr große Macht geworden ist. Die Motive waren zunächst einmal, dass sie den Staatskult ablehnten, dass sie nicht an
- Militärdienst teilnehmen wollten als Christen, aber eben auch, dass die Kirche ein richtiger Machtfaktor gewesen ist, der allerdings nicht selbst zum
- Staat gehörte. Und für Dezius Kaiser Dezius war die Grundlage des Opfergebots und da haben wir eine der ersten großen
- systematischen Verfolgungen. Das Opfergeboten, der sagt, wer die Götter Roms eben nicht verehrt und dem allmächtigen Kaiser das Opfer
- verweigert, ist des Religionsfreefels und des Majestätsverbrechens schuldig. Also hier sieht man auch, wie im Staat, im römischen Staat Religion
- und Politik eng zusammengehörten. Noch extremer wurde es dann unter Doklezian. Hier kam es sogar eine Einschränkung der Bürgerrechte. Äh
- selbstveradligen machte keinen Halt. Es gab eine systematische Zerstörung von Kirchen, die Schriften wurden verbrannt und man versuchte gezielt die Leitung
- der Kirchen entsprechend anzugreifen und zu töten. Durch diese systematische Verfolgung wurde interessanterweise auch die Bedeutung des bichöflichen Amts
- gestärkt, weil man kann sagen, hier haben wir die ersten Ansätze einer Volkskirche. Es gab eine ganze Reihe an Christen, die aus Angst eben vor der
- Folter und dem Märtürerod bereit waren, dann doch den Kaisern entsprechend zu opfern. Und sie wollten allerdings danach wieder aufgenommen werden in die
- Kirche. Der Klerus selbst hat sich in dieser Zeit entsprechend auch entwickelt. Also auch das ist eine Phase, die wir sehr gut beobachten
- können. Äh sie wurden wirklich auch als Ausgesonderte innerhalb der Kirche selbst gesehen. Im neuen Testament selbst. war die ganze Gemeinde noch als
- Klerus bezeichnet. Und jetzt brauchte man eine Lösung und man legte das Heil in die Hand des Bischofs. Hier wird im Prinzip
- Seelsorge und Recht miteinander verquickt. Das Besondere war gewesen, dass der Bischof jetzt entscheiden konnte, ob jemand z.B., wenn er in
- Todesnot gewesen ist, doch in die Kirche wieder aufgenommen wird. Und Sybrian begründet ist mit der Binde und Lösegalt des Petrus, wie wir sie im Matthäus
- Evangelium im 16. Kapitel finden können. Also diese Bibelstelle ist besonders wichtig und damit begründet sich auch das besondere Amt des Bischofs im
- Allgemeinen, nicht unbedingt nur des Bischofsamts in Rom. Im vierten Jahrhundert kam es dann erfreulicherweise zu einer Wende, die
- sogenannte konstantinische Wende. Es gab eine große Schlacht an der milblichen Brücke, an der Kaiser Konstantin eine Vision hatte, äh eine Vision von dem
- Kreuz äh in der Schlacht am Abend davor. Dieses Kreuz ließ er dann auf die Schilde seiner Soldaten anbringen und die Schlacht war sehr erfolgreich
- gewesen und das war für ihn der Ansatz gewesen, das sogenannte Mehlender Toleranzedikt zu verfassen. Das war 313 nach Christus und damit wurde die
- Verfolgung beendet. Den Christen wurde auch Religionsfreiheit zugestanden und die Vermögen, die in den Verfolgung davor
- weggenommen worden sind, wurden zurückerstandet. Andere Religionen blieben übrigens bestehen. Kaiser Konstantine hielt übrigens auch den
- Sonnenkult um Apollon bei. Man findet also Münzen sowohl mit christlichen Symbolen als auch mit den kultischen Symbolen äh um Apollon.
- Ab diesem Zeitpunkt gab es allerdings eine massive Förderung der Kirche. Konstantin nutzte die Möglichkeiten und die Kontakte der Bischhöfe als Verwalter
- für sein Reich und er ließ sich übrigens am Totenbett selbst auch taufen. Warum er so spät gemacht hat, ist unsicher. Sing vielleicht auf der einen Seite auch
- mit der Unsicherheit im Bußverständnis zusammen. Also so in dem Sinne, man dürfe danach nicht mehr sündigen. Und Konstantin nahm auch
- Einfluss auf die Einheit der Kirche. Das Konzil von Liza wurde auf die Initiative des Kaisers gegründet. Hier ging es um den Streit zwischen den Trinitariern und
- den Arianern. Trinitarier, die also sagen, Vater und Sohn und Heiliger Geist sind alle gleich. kein es ist kein Unterschied zu erkennen und bei den
- Arianern, die eine Unterscheidung sagen, es gibt oben quasi Gott den Vater und ihm untergeordnet sind der Sohn und der Heilige
- Geist. Der homousianische trinitarische Glaube wurde allerdings erst 380 unter Theodosius dem ersten zur Staatsreligion und zwar durch einen Edikt.
- Man kann sagen, an der konstantinischen Wende wird deutlich, dass das Mertortum, also die Bereitschaft der Christen für ihren Glauben zu sterben, das war ein
- Sieg dieses Merterrortums und die Anerkennung des Christentums ist die Konsequenz dieses Mirroritums, weil man wirklich beeindruckt gewesen ist, wie
- sehr die Christen bereit waren an ihrem Glauben festzuhalten. Und jetzt kommen wir natürlich zu der Phase, wo wir sagen,
- wir haben Kirche und Staat verbunden miteinander. Das Ganze hat natürlich Vorteile. Die Kirche in der Form, wie wir sie kennen, würde wohl nicht
- existieren ohne die staatliche Förderung, die wir haben. Allerdings auch mit den Nachteilen, auch mit der dunklen Seite von Kirche angefangen von
- den Kreuzzügen bis auch über Ketzerverfolgungen. Es deut sich ja an, dass ja der Staat auch ein hohes Interesse daran hatte, die Religion
- unter Kontrolle zu behalten. Im Mittelalter haben wir eine sehr interessante Tendenz. Wir haben im Prinzip so im deutschfranzösischen Raum
- so drei große Gruppierungen, die sich die sich Machtblöcke, die sich entwickelt haben. Zum einmal des Papstumen selbst, also die Kirche, dann
- natürlich die Könige bzw. Kaiser und auch die Fürstentümer. Und der Investiturstreit stärkt vor allem auch die Kirche in ihrer Entwicklung. Die
- Voraussetzung des Investiturstreits war das Reichskirchensystem von Otto dem I. Es wurde im 10. Jahrhundert nach Christus als System eingeführt, um die
- Macht des Adels zu beschränken. Also hier haben wir die Außenussersetzung zwischen Königen und Fürsten. Äh Bishöfe und Epte haben in
- diesem System plötzlich Lehn durch den König bzw. durch den Kaiser erhalten, also das Wasallensystem wurde vom Adel auf die Kirche übertragen und der König
- setzt die Bischfen Amt ein. Äh der Vorteil war für den König natürlich gewesen, dass er die Erbstreitigkeiten damit vom Tisch hatte und er nicht mehr
- so stark vom Adelabhängig war. Aus kirchenrechtlicher Sicht ist das Ganze natürlich problematisch, weil wir haben hier eine Leinvestitur. Das heißt, ein
- König setzt plötzlich die Büchere ein. Und auch das zweite Problem, es gab auch die sogenannte Simonie, das heißt der Kauf oder Verkauf von kirchlichen
- Ämtern, Fründen, Sakramenten und Religien war ein großes Problem. Das heißt, man konnte z.B. ein Bischofsamt dann auch aufkaufen, um entsprechend
- hier wirtschaften zu können. Das hat natürlich einen etwas schalen Beigeschmack. Der Investiturstreit lief ab, vor allem zwischen Gregor, dem VI
- und Heinrich, dem vi. Es ging um die Besetzung des Mailänder Bischofs und Gregor 7 betonte eben die geistliche Binde und Lösegwalt. Das hatten wir
- schon bereits bei Zybrian. Und 1076 in Worms wehrte sich Heinrich der VI und setzte den Papst einfach ab und dieser reagierte relativ schnell einer Synode
- in Rom und bandet den Kaiser. Und dieser hatte jetzt nun das Problem, da er ja Kaiser bzw. König gewesen ist von Gottes Gnaden und er ist nicht mehr in der
- Kirche, funktioniert das Ganze natürlich technisch nicht mehr und parallel gab es dann Könige auch ein Gegenkönig, der aufgestellt worden ist. Die Fürsten
- nutzen das auch als Möglichkeit, gegen den König zu rebellieren. Er reagierte sehr intelligent mit dem berühmten Bußgang
- nach Kanossa, der sicherlich nicht ganz unproblematisch gewesen ist, aber tatsächlich zwang damit Gregor den VI zu reagieren und er wurde wieder
- aufgenommen in die Kirche. Danach gab es eine ganze Reihe an Bürgerkriegen. Es gab Doppelbesetzung und Gregor VI wurde sogar vertrieben. Der Kaiser blieb aber
- trotzdem geschwächt. Gelöst wurde das Ganze erst 1122 mit dem Warmster Konkodat zwischen Heinrich dem V und Papst Kalix den. Die Wahl des Bischofs
- war nun oder des Abtes war nun geschah nun durch die Kirche die Zepterinvestitur und damit die Übergabe der Regalien, also der königlichen
- Nutzungsrechte erfolgt durch den König. Wir machen jetzt einen relativ großen Sprung wieder zu Martin Luther. Es ist ja auch ein Lernkanal für evangelische
- Religionen. Luther natürlich als also der Reformator an sich, der versucht hat eben Kirche neu zu definieren. Theologisch bei ihm sehr interessant
- ist, dass er Christus zentriert ist. Das heißt, er sieht allein Christus als derjenige äh der das Heil bringt. Äh Kirche als Mittler wird bei
- ihm ausgeschlossen. Daher auch die Formulierung Solus Christus. Und auf dieser Grundlage entwickelt er auch
- seine Rechtfertigungslehre. Das heißt, die Errettung des Kommen des Reich Gottes ist eben allein durch den Glauben an Christus möglich. Dieser Glaube wird
- mir übrigens von Gott auch selbst gegeben und dadurch erlangen wir auch die Gnade Gottes. Das ist also dieser Grundgedanke, den er hat. Kirche ist wie
- gesagt da kein Thema mehr. Zur Rechtfertungslehrer selber habe ich auch ein eigenes Video gemacht, die ist ja sehr umfangreich. Ähm die nehme ich
- jetzt aber mal als Grundlage. Auf dieser Grundlage entwickelt er eine sogenannte seine sogenannte zweiche Lehre. Luther sieht die Welt mit realistischem Auge
- und sagt wir haben momentan eine Welt, wo nicht alles optimal läuft, aber diese Ordnung, die wir haben, die musst erhalten bleiben. Und damit das Ganze
- funktioniert, hat Gott uns im Prinzip zwei unterschiedliche Reiche oder zwei Regimente gegeben, um das Ganze zu organisieren. Das eine Regiment ist das
- geistliche Regiment, das ist die Kirche, deren Aufgabe ist sich um den Glauben zu kümmern. Und auf der anderen Seite das sogenannte weltliche Regiment, da geht
- es um den Staat und der kümmert sich um die Ordnung, dass alles soweit funktioniert. Beide Regemente tun nach Martin Luther
- Gottesdienst und ihm kommt sogar die relativ steile These, also die steile Behauptung, dass er sagt, selbst ein Henker würde Gottesdienst tun, wenn er
- im Auftrag des Staates jemanden hinrichtet, also wenn das eine ordentliche Hinrichtung wäre. Der Widerstand gegen die Obrigkeit ist zwar
- durchaus möglich, aber nur dann, wenn der Staat eben seine Aufgaben nicht erfüllt. Also Martin Luthers eigene Situation muss man natürlich hier
- beobachten, weil er selbst natürlich auch verfolgt worden ist. Seine Verfolgungssituation entstand eben durch die Veröffentlichung der 95 Thesen, wo
- er den Ablasshandel der Kirche stark kritisiert hatte und auch seine Theologie entsprechend veröffentlicht hatte.
- Er wurde durch den sächslichen Kurfürsten Friedrich den Weißen geschützt. Der hatte sowohl religiöse Interessen allerdings aller allerdings
- auch Interessen, den Kaiser und die Kirche zu schwächen. Also es hat durchaus auch politische Hintergründe. Bei Luther weiter interessant ist, wie
- er sich dann später auch positioniert hat. Er war letztlich dann auf der Seite der Obrigkeit, auch wenn er zu Beginn die Art kritisierten, wie wenn er
- beobachtet hatte, wie sie eben mit ihren Leibeigenen umgehen, weil Martin Luther selber wollte an der staatlichen Ordnung nichts ändern. Warum positioniert er
- sich auf die Seite auf der Seite der Obrigkeit? Letztlich war es der Grund, dass er dachte, dass man seine Theologie vereinnahmt hatte. Es ging um die den
- Ausspruch Freiheit eines Christenmenschen. Diese Freiheit hat Martin Luther allerdings nicht politisch verstanden, sondern rein theologisch.
- Das wurde allerdings von den Bauern entsprechend aufgegriffen und das gefiel ihm überhaupt nicht. Martin Luther ist sicherlich eine
- sehr bedeutende Persönlichkeit. Kritisch ist er allerdings in der Judenfrage zu sehen. Zu Beginn war er noch sehr positiv den Juden gegenüber
- gegenübergestellt, äh weil er wollte letztlich eine gewaltfreie Judenmission. 1543, also kurz vor seinem Tod griff er allerdings die damaligen Stereotypen zum
- Antijudaismus auf, als er beobachten musste, dass eben die Juden sich nicht von seiner Lehre so begeistern lassen, wie er sich es vorgestellt hat und rief
- eben zur Vertreibung der Juden als Religion auf, wenn sie nicht zum Christentum übertren. Die der Einsatz Martin Luthers oder die
- Auswirkung Martin Luthers veränderte die gesamte politische Landschaften, vor allem auch die kirchige Landschaft, die wir haben. Es kam dann zu dem Augsburger
- Religionsfriede 1555. Dazu erstmal ein kleiner geschichtlicher Überblick. 1530 hatten die evangelischen Reichstände, die sogenannten
- Protestanten des Augsburger Bekenntnis verfasst, was auch heutzutage immer noch Teil der Bekenntnisschriften der evangelischen Kirche
- ist. Und die katholische Seite reagierte dann mit dem Konzil von Trient von 1545 bis 1563. Es war das eine katholische Kirchenreformation und ein Gegenmodell
- zum Protestantismus. Hier wurden z.B. will dann eben die kirchliche Tradition betont, also die mündliche Tradition, dass die wichtig ist. Allerdings wurden
- auch viele sinnvolle Maßnahmen eingesetzt, wie z.B. die Einführung der Priesterseminare. Bisher konnten die Priester auch sehr ungebildet sein. Es
- gab verschiedene Dekräete, wie ein Beistuhl auszusehen hat, z.B. Diese ganzen Dinge wurden dort festgelegt. Allerdings wurde auch die Macht des
- Papstes erstaunlicherweise festzementiert. Die Päste hatten Angst, dass sie ihre Macht verlieren könnten, weil das ganze ja ein konzentjare
- Prozess wieder gewesen ist, aber das sollte so nicht sein. 155 in Augsburg wurde dann ein
- Religionsfriedejahr im weiteren Sinne erzwungen eben durch den militärischen Erfolg auch der Protestanten. Dieser gilt übrigens nur für die Anhänger des
- Auxor Bekenntnisses und die katholische Kirche, nicht für die Freikirchen wie die Menoniten. Und dem vorausging eben eine
- ganze Reihe an Kriegen zwischen Karl dem V und dem Protestantischen Fürsten mit wechselndem Kriegsglück, wo es bei sich am Ende die protestantischen Fürsten
- durchgesetzt hatten. Finan I. sollte dann im Auftrag von Karl V mit den Reichständen entsprechend verhandeln. Und zu guter
- Letzt kann man das ganze zusammenfassen mit dem Satz cuius Regio eus Religio. Freiersetzt heißt so viel wie der Herrscher eines Landes bestimmt auch die
- Religion dieses Landes. Folgende Bestimmungen gab es nun Lutheraner und Katholiken waren nun gleichberechtig gewesen. Es gab den
- allgemeinen Landfrieden. Protestantische Reichsstände und katholische Reichstände erkennt sich gegenseitig an. Reisstände haben in ihren Territorien
- Kirchenoheit und bestimmen eben über die Religion ihre Untertanen. Das ist mit dem Kuus Regio Eus Religio gemeint. Allerdings durften Untertanen anderen
- Glaubens auch auswandern. Die Reichstädte blieben bikonfessionell und die geistliche Gerichtsbarkeit wurde gegenüber den Protestanten, die das
- Augsburger Bekenntnis also hatten, abgeschafft. Geistliche Reichfürsten, also Bischhöfe, die katholisch gewesen sind und protestantisch wurden, verloren
- allerdings ihr Amt und auch die damit verbundenen Besitztümer. Hier ein kleiner Überblick eben über die wichtigsten Entwicklungen
- in der Zeit der Reformation. Jetzt wieder ein großer Sprung und zwar schauen wir uns die Kirche im dritten Reich
- an. Hier ist natürlich wichtig zunächst einmal zu sehen, wie Kirche zum Weim Republik stand. Also in erster Linie wurde diese von der Kirche nicht
- gewollt, weil sie war ja religionslos. Es gab keine Staatskirche mehr. Ähm, für die Protestanten speziell war das Problem, dass sie überhaupt nicht
- mitwirken konnten an der Mitgestaltung des Staates, weil sie hatte anders als die katholische Kirche keine politische Partei, die sie direkt vertreten hatte.
- Der Nationalsozialismus sorgte erstmal für eine ganze Reihe an Zustimmungen, weil man hatte Angst vor dem Kommunismus und es gab auch eine ganze Reihe an
- Versprechungen, z.B., dass man erstmal ein sogenanntes positives Christentum vertreten sollte. ähm genauso, dass die bestehenden Großkirchen für die
- Volkserziehung eine große Rolle spielen sollen. Die ersten wirklich benachteiligten des Nationalsozialismus, die Marxisten und Juden stand in der
- Kirche eher fern, deswegen hatte man die auch nicht so sehr im Blick. Und die deutschen Christen hatten sehr große Erfolge bei den Synodalwahlen am
- 23.7.133. Das sind alles Entwicklungen, die Kirche im Dritten Reich auch entsprechend negativ prägten. Die deutschen Christen
- hatten immerhin ein Drittel der Pfahrerschaft für sich gewonnen. Die katholische Kirche schloss ein Staatsvertrag mit dem
- Nationalsozialismus, dem Reichskonkotat, dem Vatikan. Das war auch Hitlers erster große Außenpoliche Erfolg, den er hatte. Und die Protestanten kann man sagen,
- wollten mittels des Nationalsozialismus auch ein ihren politischen Einfluss wiedergewinnen. Nun, nach der Machtübernahme schaut das Ganze ein
- bisschen anders aus, als sich erhofft hatte. Es kam eben zu der sogenannten Gleichschaltung, die wir hatten. Das heißt, das gesamte Reich wurde ja
- zentral auf Berlin ausgerichtet. Reichbischof Ludtik Müller wurde als Oberhaupt über die gesamten protestantischen Kirchen gesetzt. Das
- war hier möglich gewesen, weil wir ja keinen Papst haben und dieser übergab unter anderem auch die evangelische Jugend in die Hitterjugend. So viiel zur
- positiven Rolle für die Volkserziehung. Der Totalitätsanspruch des Staates wurde auch auf die Kirche übertragen. Das heißt, der Aria Paragraph, also dass
- jüdische Menschen oder Menschen mit jüdischer Abstammung keine Beamten werden dürfen, wurde auf die Kirche übertragen und es komm teilweise auch zu
- sehr skurilen Forderungen, die auch den Einfluss der deutschen Christen sehr schnell einschränkten. Und zwar fordern sie unter anderem auch die Abschaffung
- des Alten Testaments. Aufgrund des Aria Paragraphs wurde der Pfar Notbund und wichtiger Name ist auch für die Evangkirche Kirche in Hessenasu Martin
- Niemöller. Also der Pfarnotbund wurde entsprechend gegründet und ihm gelang es immerhin 20% der Pfahrerschaft auf seine Seite zu bringen. Aus diesem Phanotbund
- entwickelt sich letztlich die bekennende Kirche, die sich eben gegen die deutschen Christen werden, aber auch gegen den
- Nationalsozialismus insgesamt. Und eine ganz wichtige Bekenntnisgeschrift, die in dieser Zeit entstanden ist, ist die sogenannte barologische Erklärung, die
- insgesamt aus sechs Thesen besteht. Die kann man in zwei Hauptthemen unterscheiden. Die eine Thema ist zunächst einmal die Aussage, dass
- Christus die alleinige Offenbarung für die Kirche ist. oder für das Christentum ist und dass die Christusherrschaft eben auch für das gesamte Leben gilt, also
- nicht nur für den kirchlichen Bereich. Und der zweite Hauptteil beschäftigt sich vor allem mit der Freiheit der Kirche gegenüber staatlichen
- Forderungen. Das heißt, hier wurde eben abgelehnt, dass der Staat versucht hatte in kirchliche Belange direkt einzugreifen. Leider muss man sagen,
- dass auch die beende Kirche in der Judenfrage unschlüssig gewesen ist. Erfolgreich war die Kirche in Frage der Eutanasie, ähm also der Tötung von
- geistig behinderten Menschen, weil es auch in direkten Bereich der Kirche betraf, eben den Bereich der Diakonie, der hier mit angegriffen worden
- ist. Ich weiß, das war ein sehr umfangreicher Überblick. Allerdings war es auch sehr schwer gewesen, es auf die wesentlichen Themen zu konzentrieren.
- Ich hoffe, ich konnte eine Unterstützung auch geben zum Vorbereitung auf das Abitur und bedanke mich für das Zuhören und Zuschauen. Bis zu unserem nächsten
- Lernvideo.
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