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Alte Kirche

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  1. Der Ausdruck alte Kirche bezeichnet die ersten Jahrhunderte der christlichen Kirchengeschichte bis ungefähr 500N. CHR. Mit dieser Epochenabgrenzung ist
  2. die Abgrenzung der Gegenstandsbereiche der Lehrstühle für alte Kirchengeschichte und mittlere und neuere Kirchengeschichte verbunden.
  3. Zeitliche Eingrenzung. Für die zeitliche Begrenzung des alte Kirche genannten historischen Zeitraums existieren unterschiedliche Vorschläge. Zumeist
  4. wird damit jedenfalls die Epoche vor der Abspaltung der altorientalischen Kirchen verstanden, also auch vor der theologischen Auseinanderentwicklung der
  5. Orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche. Die theologischen Entwicklungen, die ökumenischen Konze. Die Heiligen und Kirchenväter dieser Zeit werden mithin
  6. in allen großen christlichen Kirchen anerkannt. Generell zur Epoche der alten Kirche gerechnet werden die Zeit des Urchristentums, die Zeit der
  7. apostolischen Väter, der Apologeten, der frühchristlichen Meertürer, der Kirchenväter, die Reichskirche nach der konstantinischen Wende und die ersten
  8. vier ökumenischen Konzele bis zum Konzil von 451. Für die westliche Kirche wird die Epoche der alten Kirche oft bis zum Untergang
  9. des weströmischen Reichs gerechnet. Nach manchen Autoren auch bis zu Gregor, dem Großen, dem letzten Kirchenlehrer des Westens, der auch in der Ostkirche
  10. anerkannt wird. Begriffe für die Kirchengeschichte in der Zeit der alten Kirche gibt es verschiedene Bezeichnungen, die sich teilweise
  11. überschneiden. Die Jerusalemmer Urgemeinde war die erste christliche Gemeinde, die sich nach Pfingsten in Jerusalem versammelte in der Zeit von
  12. etwa 30 bis 70. Urchristentum bezeichnet in der Christentumsgeschichte die Entstehungszeit des Christentums nach dem Tod Jesu von Nazareth um 30 oder 33.
  13. Manche Forscher setzen sein Ende bei der Verschriftung der synoptischen Evangelien, teils auch erst mit dem Auftreten der Apollogeten in der Mitte
  14. des zwei Jahrhunderts. Die Zeit der apostolischen Väter bezeichnet die Zeit der Kirchenväter, die wahrscheinlich persönliche Beziehungen zu Aposteln
  15. gehabt haben oder stark von den Aposteln beeinflusst wurden. So, Kirchenväter der zweiten und dritten Generation im späten ersten und der ersten Hälfte des zweiten
  16. Jahrhunderts. Als frühs Christentum oder früh Christentum wird teils die gesamte Epoche der alten Kirche bezeichnet, teils nur die voronstantinische Zeit,
  17. teils auch nur die Zeit des Urchristentums. Die Zeit der lokalen und systematischen Christenverfolgungen im römischen Reich begann etwa 49 und
  18. endete mit dem Meilen Toleran Zedikt von 313, endgültig mit der Anerkennung der christlichen Kirche als einziger Staatsreligion 391.
  19. Wesentliche Schritte zur römischen Reichskirche waren das Dreika Kaiser Edik 380, das den
  20. römisch-exandrinischen trinitarischen Glauben zur offiziellen Religion des römischen Reichs erklärte, um die innerchristlichen Streitigkeiten zu
  21. beenden und das Edikt von 391 mit dem Theodosius I. Die heitnischen Kulte verbot. Nach heutiger Sicht vieler Forscher war es jedoch erst Justinian I.
  22. der in der Mitte des sechsten Jahrhunderts im römischen Reich das Christentum tatsächlich gegen das Heidentum durchsetzte. Die römische
  23. Reichskirche hatte gegenüber dem Staat nie die Macht der römisch-katholischen Kirche im Mittelalter, sondern war besonders im Osten immer in einem
  24. prekäen Gleichgewicht mit der staatlichen Macht des Kaisers. Als Zeit der ökumenischen Konzilien wird die Zeit der sieben ökumenischen Konzele vom
  25. ersten Konzil von Nezi 325 bis zum zweiten Konzil von Nezi 787 bezeichnet. Patristik ist die Wissenschaft, die sich mit der Zeit der
  26. Kirchenväter vom 2. bis ins Jahrhundert befasst. Als Pentarchie wird die Zeit der fünf ökumenischen Patriarcharte bezeichnet. Diese Patriarcharte
  27. existierten de facto seit dem ersten Konzil von Konstantinopel 381 und wurden 451 am Konzil vonzedon endgültig definiert. Die Pentarchie umfasste die
  28. Patriarcharte von Rom, Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien und Jerusalem. Die Pentarchie endete mit dem morgenländischen Schisma etwa um die
  29. Jahrtausendwende. Organisatorische Entwicklungen. In die Zeit der alten Kirche fällt die Entwicklung vom Urchristentum zur Bischofskirche und
  30. dann zu den fünf Patriarcharten: Alexandrien, Antiochin, Jerusalem, Konstantinopel und Rom. Bis zum Anfang des vier Jahrhunderts tauschten sich die
  31. Bischöfe vor allem brieflich aus. Nach der konstantinischen Wende entwickelte sich ein reger Synodalbetrieb, zumal die Bischöfe nun den Kursus Publikus die
  32. kaiserliche Post nutzen konnten. Ebenfalls in die Zeit der alten Kirche fallen die Anfänge des Mönchtums die ersten Klöster in Ägypten. Die
  33. Ordensregeln von Basilius von Cesarea und von Benedikt von Ursia. Theologische Entwicklungen. In der Zeit der alten Kirche entstanden der Kanon des Neuen
  34. Testaments und die allgemein anerkannten Glaubensbekenntnisse. Theologisch und philosophisch entspricht die Zeit der Patristik. Wesentliche Konflikte dieser
  35. Zeit gibt es mit der Gnosis mit dem Schellenismus bezüglich der Christologie und bezüglich der Ekesiologie. Chronik um 33. Kreuzigung
  36. Christi. In der Folgezeit kommt es zu vereinzelten Christenverfolgungen im römischen Reich. Um 65. Enthauptung des Paulus und
  37. Kreuzigung des Petrus in Rom. 60 bis 95. Niederschrift der Evangelien um 125. Datum des ältesten bekannten Fragments des Neuen Testaments. Also
  38. bereits einer Abschrift. Um 220. Kusosi beansprucht Ausnahmestellung des Bischofs von Rom 313 Konstantin der Große sichert den
  39. Christen durch die Mailänder Vereinbarung Religionsfreiheit zu. 325 Konzil von Nikea 330 Konstantin der Große benennt Byzanz
  40. um in Nova Roma 400 Augustinus Bekenntnisse Fußnoten Petro Barcelen Wandel der Spätantike Kaiser und Bischöfe im Widerstreit Verlag
  41. Friedrich Pustet Regensburg 2013 ISBN 978379172 25291 56.

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