In diesem Zeichen wirst du siegen! Die Konstantinische Wende in 150 Sekunden Das Römische Reich in 100 Sekunden https://www.youtube.com/watch?v=lK4UvxwyW_Y Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Das Christentum war im antiken Rom eine angefeindete Religion. Doch die Verfolgung konnte den Aufstieg der jungen Religion nicht aufhalten, besonders im Osten. Im Jahr 300 0:07 n.Chr. waren etwa 10% der Reichsbewohner Christen. Ein neuer Umgang mit der verbotenen Religion musste gefunden werden. Es war ein Mann, der den Wandel brachte: 0:17 Konstantin. Seit 306 war er eines von vier Mitgliedern des damals neugeschaffenen Kaiserkollegiums. Doch er wollte mehr. Nach und nach schaffte er seine Konkurrenten aus dem Weg. 0:29 Über die entscheidende Schlacht gegen seinen Rivalen Maxentius an der Milvischen Brücke vor den Toren Roms wird sich eine Geschichte erzählt, die seinen Sinneswandel erklären soll. 0:38 Vor der Schlacht habe er im Traum eine göttliche Eingebung gehabt. Er solle das Zeichen Christi an den Schilden seiner Soldaten anbringen lassen, in diesem Zeichen werde er siegen. 0:49 Der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte lässt sich nicht ermessen. Fakt ist aber, dass Konstantin als Kaiser das Christentum förderte. Schon 313 hatte er mit der Mailänder Vereinbarung das Christentum 1:01 zur religio licita, also zur erlaubten Religion gemacht und damit die Verfolgungen beendet. Konstantin dehnte den staatlichen Einfluss auf die christlichen Institutionen aus, 1:11 die sich in den 300 Jahren zuvor im Verborgenen etabliert hatten. Vermutlich war dies der primäre Zweck seiner Wende: Ließ sich der Aufstieg der neuen Religion schon nicht mehr verhindern, 1:21 sollte sie zumindest beherrschbar gemacht werden. 325 lud er alle Bischöfe des Reiches zu einer allgemeinen Versammlung ein. Das Konzil von Nicäa ist bis heute als erstes ökumenisches Konzil von 1:35 fast allen christlichen Kirchen als verbindlich anerkannt. Über 200 Teilnehmer erschienen, darunter zum Beispiel der heilige Nikolaus, also der echte. Berichten zufolge verpasste 1:46 er einem theologischen Rivalen eine Ohrfeige. So viel zum Thema christliche Nächstenliebe. Das Konzil befasste sich mit mehreren Themen: Das wichtigste war der Streit um den Arianismus, 1:56 einer Minderheitenmeinung bezüglich der Natur Christi. Während die Mehrheit der Konzilsteilnehmer Vater und Sohn als Wesensgleich ansahen, 2:04 lehnten die Arianer dies ab. Das auf dem Konzil für verbindlich erklärte, und bis heute gültige Glaubensbekenntnis, wies den Arianismus zurück. Der Streit konnte damit 2:13 aber nicht endgültig geschlichtet werden. Es sollte noch fast ein Jahrhundert dauern, bis das Christentum zur dominierenden Religion und schließlich zur Staatsreligion im Reich 2:24 werden sollte. Konstantins Engagement für die christliche Sache blieb stets zwiespältig, er förderte es, brach aber nie ganz mit der traditionellen Vorstellungen. 2:33 Wenn ihr mehr über die Christenverfolgung in Rom oder die traditionelle römische Religion erfahren wollt, schaut euch die Videos zu diesen Themen an. Bis dahin!