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Bilanzkennzahlen einfach erklärt | Goldene Bilanzregel und 1:1 Regel
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 89 Zeilen
- hallo und herzlich willkommen zu diesem Video heute schauen wir uns Bilanzkennzahlen genauer an viel Spaß
- bevor wir ein genaueren Blick auf die Bilanzkennzahlen werfen können sollten wir uns den konkreten Aufbau einer Bilanz nochmals Gedächtnis holen eine
- Bilanz ist in zwei Teile aufgeteilt aktiv war und Passiva auf der aktiver Seite wird unser Vermögen abgebildet auf der passiver Seite des Kapital das
- Vermögen lässt sich weiter aufteilen in Anlagevermögen da fallen alle Positionen rein wie z.B Grundstücke Immobilien oder Maschinen daneben gibt es das
- Umlaufvermögen z.B die Kasse unsere Bank aber auch die Vorräte die wir haben das Kapital lässt sich grundsätzlich einteilen in Eigenkapital und
- Fremdkapital unter Fremdkapital fallen so Dinge wie Darlehen oder Verbindlichkeiten auf der Passivseite gucken wir uns also an wo kommt unser
- Geld eigentlich her also unsere Mittel Herkunft zu welchen Teilen besteht unser Geld aus Eigenkapital und zu welchen Teilen besteht unser Geld aus
- Fremdkapital also welches Geld ist wirklich unser und welches haben wir uns nur geliehen auf der Aktivseite schauen wir uns an was wurde mit dem Geld
- eigentlich gekauft also unsere Mittel Verwendung haben wir unser Kapital benutzt um Anlagevermögen zu kaufen Grundstücke oder Immobilien
- beispielsweise oder besteht unser Vermögen hauptsächlich aus Cash aus der Kasse auf der Bank oder eben die Vorräte am einfachsten zu verstehen sind die
- verschiedenen Arten der Bilanzkennzahlen wenn wir mal genauer anschauen was man in so einer Bilanz eigentlich ablesen kann bzw miteinander vergleichen kann
- bei dem Bilanzkennzahlen versuchen wir jetzt Aussagen auf Basis der Struktur der Bilanz zu treffen wir können uns hier verschiedene Dinge anschauen wir
- können beispielsweise ablesen ob wir mehr Eigenkapital oder mehr Fremdkapital haben und auf Basis dessen und zu überlegen sollten wir eine zukünftige
- Anschaffung Liebe mit eigen oder mit Fremdkapital finanzieren auf der Aktivseite kann ich mir z.B das Verhältnis anschauen zwischen Anlage und
- Umlaufvermögen also habe ich mehr Anlage oder habe ich mehr Umlaufvermögen wie ist das Verhältnis zwischen den beiden Sachen also wie ist es genau aufgebaut
- das heißt wir vergleichen sozusagen von oben nach unten also zum Beispiel im Vermögen das Anlage mit dem um Vermögen oder beim Kapital das eigen mit dem
- Fremdkapital das heißt wir sind auf einer vertikalen Ebene wir vergleichen oben mit unten deshalb sprechen wir hier von vertikalen Bilanzkennzahlen bzw der
- vertikalen Bilanzstruktur wir können aber auch auf die horizontale Ebene gehen also links mit rechts bzw rechts mit linksvergleichen also die
- aktivposition mit dem passivposition wir können uns anschauen in welchem Verhältnis eigentlich das Anlagevermögen zum Eigenkapital steht oder auch das
- Anlagevermögen insgesamt zu dem Kapital was wir haben man kann sich aber auch beispielsweise anschauen wie viel Fremdkapital man im Vergleich zum
- Umlaufvermögen hat um dann Aussagen auf Basis der Liquidität treffen zu können werfen Blick auf konkrete Bilanzkennzahlen wir schauen uns im
- Folgenden an wie diese ausgerechnet und interpretiert werden ich verzichte dabei auf konkrete Zahlen Beispiele Bilanzen und die Strukturen von Bilanzen können
- teilweise so unterschiedlich ausfallen dass diese sich auch ganz unterschiedlich auch je nach Branche interpretieren lassen letztlich müssen
- die Zahlen auch einfach nur in diese Formeln eingesetzt werden und ausgerechnet werden und die zeige ich euch natürlich wir schauen selbst bin
- ich auch darauf ob diese Zahlen gut oder schlecht sind wobei das alles immer nur Richtwerte sind es gibt auch Unternehmen die erfüllen diese Richtwerte nicht und
- arbeiten trotzdem total erfolgreich beginnen wir mit der vertikalen Bilanzstruktur also mit vertikalen Bilanzkennzahlen da haben wir
- beispielsweise die Eigenkapitalquote wir rechnen das Eigenkapital geteilt durch das Gesamtkapital mal 100 wir schauen uns also an in Prozent wie viel von
- unserem Gesamtkapital denn eigentlich Eigenkapital ist das Gleiche kann man mit dem Fremdkapital machen und die Fremdkapitalquote ausrechnen dazu
- rechnen wir das Fremdkapital geteilt durch das Gesamtkapital mal 100 dann wissen wir in Prozent wie viel von unserem Gesamtkapital Fremdkapital ist
- hier gilt grundsätzlich je höher das Eigenkapital desto krisenfester bzw unabhängiger ist das Unternehmen kommen hier auch schon zu einer ersten Regel
- wie man befolgen kann die sogenannte 1 zu 1 Regel die eins zu eins Regel sagt dass das Eigenkapital zum Fremdkapital in einem Verhältnis von 1 zu 1 stehen
- soll in dem Zusammenhang können wir uns eine dritte bilanzkennzahl anschauen und zwar den Verschuldungsgrad hier schauen wir uns das Verhältnis an zwischen
- Fremdkapital und Eigenkapital wenn wir Fremdkapital geteilt durch Eigenkapital rechnen mal 100 haben wir in Prozent den Grad der Verschuldung wenn dies genau
- ausgeglichen ist also in einem Verhältnis von 1 zu 1 steht dann hat man die sogenannte 1 zu 1 Regel erfüllt das ist allerdings eine Regel die in der
- Praxis selten eingehalten wird in den meisten Unternehmen ist die Fremdkapitalquote deutlich höher als sie Eigenkapitalquote dies ist also eine
- Regel die man durchaus befolgen kann es gibt aber auch viele Unternehmen die einen viel höheren Verschuldungsgrad haben und trotzdem erfolgreich
- wirtschaften letztlich kommt es natürlich darauf an was wir mit dem Fremdkapital dass wir uns geliehen haben machen im Hinblick auf die Struktur von
- eigenen Fremdkapital taucht den Aufgaben oder auch in Büchern häufig der Begriff Leverage Effekt auf diese ergibt sich aus der
- volkskennzahlen wie beispielsweise der eigen- und der Gesamtkapitalrentabilität um dieses Thema wird zum nächsten Video gehen ich verlinke das Video mal an den
- üblichen Stellen die unten in der Video Beschreibung oben im i oder auch in der endcard das waren jetzt drei Kennzahlen zu Kapitalstruktur also der Passivseite
- wir können aber auch auf die Aktivseite gehen und Kennzahlen zu vermögenstruktur ausrechnen da haben wir einmal die Anlagenintensität wir rechnen unser
- Anlagevermögen geteilt durch das Gesamtvermögen mal 100 dann wissen wir in Prozent wie hoch der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen des
- Unternehmens ist dementsprechend gibt es natürlich auch noch die Umlauf Intensität da nehmen wir jetzt unser Umlaufvermögen und teilen das durch das
- Gesamtvermögen mal 100 und wissen dann in Prozent wie hoch der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen des Unternehmens ist hier gibt's jetzt keine
- eindeutige Regel aber es gilt natürlich je höher die Anlage Intensität desto größer sind die monatlichen Fixkosten und desto geringer die Flexibilität des
- Unternehmens das heißt wir haben hier einen Maßstab für die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens wie hoch diese Flex Mobilität sein sollte
- hängt aber völlig von der Branche ab dementsprechend kann man hier keine allgemeine Regel festlegen sondern muss dann auf ähnliche Branchenzahlen gucken
- und Unternehmen untereinander vergleichen werfen wir einen Blick auf die horizontale Bilanzstruktur wir vergleichen bei der Horizontalen
- Bilanzstruktur jetzt links mit rechts oder rechts mit Links also aktiv mit passiv bzw passiv mit aktiv wichtige Kennzahlen ergeben sich aus der
- anlagendeckung da haben wir zum Beispiel einmal den Deckungsgrad 1 da schauen wir uns an Eigenkapital geteilt durch Anlagevermögen mal 100 es gibt doch
- einen Deckungsgrad 2 dann nehmen unser Eigenkapital plus das langfristige Fremdkapital geteilt durch das Anlagevermögen mal 100 aber was gucken
- wir uns hier eigentlich genau an die anlagendeckung gibt an in welchem Maß ist das Anlagevermögen durch langfristig verfügbares Kapital finanziert ist wenn
- wir sie auf den Deckungsgrad 1 schauen verstehen wir jetzt hier unter langfristig verfügbares Kapital das Eigenkapital weil unser Eigenkapital ist
- wie es im Ohr drin steckt unser eigenes Kapital dementsprechend ist das in der Regel auch langfristig verfügbar frem Kapital müssen wir irgendwann
- zurückzahlen also es ist irgendwann nicht mehr da wir schauen uns also im Deckungsgrad 1 an wie viel von unserem Anlagevermögen wir mit Eigenkapital
- finanziert haben wenn wir über langfristiges finanzieren sprechen könnten wir zum Eigenkapital noch unser langfristiges Fremdkapital dazu nehmen
- das ist also unser Fremdkapital was wir wirklich sehr langfristig aufgenommen haben Darlehen zum Beispiel dann könnten wir beim Deckungsgrad 2 eben ausrechnen
- wie viel von unserem Anlagevermögen einmal durch unser Eigenkapital was wir sehr langfristig haben finanziert ist aber auch zusätzlich durch langfristig
- aufgenommenes Fremdkapital aber welche Aussage lässt sich durch den Deckungsgrad in Netz eigentlich ableiten hier könnte man eine weitere Regel
- beachten die sogenannte goldene Bilanzregel die goldene Bilanzregel besagt dass unser Anlagevermögen durch möglichst langfristiges Kapital
- finanziert sein sollte weil unser Anlagevermögen sind ja unsere Immobilien unsere Grundstücke unsere Maschinen das sollte jetzt nicht durch kurzfristiges
- Geld finanziert sein was wir kurzfristig zurückzahlen müssen sondern durch langfristiges Geld die goldene Bilanzregel sagt eben das Anlage Jürgen
- zu 100% durch langfristiges Kapital finanziert sein sollte dementsprechend sollte bei den deckungsgraden noch 100% rauskommen im besten Fall schon beim
- Deckungsgrad 1 also dass unser Anlagevermögen zu 100% durch Eigenkapital finanziert ist sollte das nicht der Fall sein kann man zumindest
- auch mal den Deckungsgrad 2 sich anschauen und schauen ob wenigstens 100% unseres Anlagevermögens durch Eigenkapital plus langfristiges
- Fremdkapital finanziert ist man kann in der Horizontalen Bilanzstruktur aber auch ein Blick auf die Liquidität werfen die wir grundsätzlich in drei
- verschiedene Grade einteilen wenn wir uns anschauen wie die Liquidität ausgerechnet wird sehen wir schon mal dass wir in jeder Rechnung das
- Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital suchen bei der Liquidität ersten Grades schauen wir uns an wie ist denn das Verhältnis von unseren
- flüssigen Mitteln also Kasse und Bank im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital also wie viel Geld haben wir in der Kasse und auf der Bank um
- unser kurzfristiges Fremdkapital wieder zurückzahlen zu können also Geld das wäre relativ kurzfristig wieder zurückgeben müssen wenn wir einen Grad
- weiter gehen nehmen wir noch die kurzfristigen Forderungen dazu also zusätzlich zu Bank und Kasse Geld dass wir kurzfristig bekommen sollten im
- Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital und wenn wir auf den dritten Grad der Liquidität gehen nehmen wir unser gesamtes Umlaufvermögen im
- Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital mit den Liquiditätskennzahlen können wir Aussagen darüber treffen wie liquide ein
- Unternehmen ist also wie viel flüssiges Geld vorhanden ist im Verhältnis zu dem was man kurzfristig wieder zurückzahlen muss auch hier gibt es Ergebnisse an dem
- man sich orientieren kann so sagt man beispielsweise bei der Liquidität ersten Grades dass die ca 20% betragen sollte man sollte also flüssige Mittel im
- Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital und Höhe von 20% haben die Liquidität zweiten Grades sollte bei ungefähr 100% liegen die Liquidität
- dritten Grades bei ungefähr 200 %. das bedeutet man sollte doppelt so viel Umlaufvermögen haben als kurzfristiges Fremdkapital sollte man unter diesen
- Zahlen liegen hat man wohl zu wenig Liquidität das bedeutet man kann nicht so flexibel auf bestimmte Dinge reagieren weil man nicht so viel Cash in
- der Kasse hat andersrum ist es aber auch nicht unbedingt geschriebenswert möglichst viele Liquidität zu haben ein Unternehmen möchte sein Geld ja lieber
- investieren um aus dem Geld mehr Geld werden zu lassen liquide des Geldes aber eher dafür da um Rechnungen zu bezahlen das ist nichts was investiert ist
- dementsprechend wird das Geld auch nicht vermehrt dementsprechend hat ein Unternehmen das überlegidität hat also sehr hohe liquiditätsgrade viel Geld in
- der Kasse liegen und es geht einem Rendite verloren bei diesen Zahlen 20% 100% 200% muss man aber auch wieder dazu sagen dass ein ungefähre Zahlen das kann
- von branchenbranche auch unterschiedlich sein wie hoch das sein sollte es gibt sicherlich Branchen das Liquidität wichtiger als andere es gibt sicherlich
- Unternehmen die haben sehr hohe liquiditätsgrade und sind trotzdem sehr erfolgreich aber auch Unternehmen die sehr niedrige Liquidität gerade haben
- und sehr erfolgreich sind es sind Möglichkeiten um Unternehmen einordnen zu können aber es ist kein Erfolgsgarant wenn man diese Regeln die ich jetzt hier
- aufgeführt habe alle einhält und das waren die wichtigsten Kennzahlen zu Bilanzstruktur es gibt noch viele mehr die alle unterschiedlich beurteilt
- werden können solche Zahlen geben Hinweise auf die Gesundheit eines Unternehmens wobei so viele Unternehmen gibt die auf dem Papier schlechte Zahlen
- haben und trotzdem insgesamt sehr erfolgreich sind im nächsten Video geht es um die Erfolgskennzahlen Klick dafür gerne hier aber für dieses Video soll es
- dann erst einmal gewesen sein wir sehen uns beim nächsten Mal
Zum Nachlesen
AnlagendeckungAnlagendeckung (auch Anlagedeckung oder Kapitaldeckung) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die bei Unternehmen die horizontale Bilanzstruktur …
FremdkapitalquoteFür Besteuerungszwecke wird also vom Anlagendeckungsgrad ausgegangen und das Eigenkapital dann als angemessen eingestuft, wenn der Anlagendeckungsgrad (I) …
EigenkapitalquoteFür Besteuerungszwecke wird also vom Anlagendeckungsgrad ausgegangen und das Eigenkapital dann als angemessen eingestuft, wenn der Anlagendeckungsgrad (I) …
PassivaHierin sind die Summen der Aktiva und der Passiva (Bilanzsumme) formal identisch, dies ist ein wesentliches Merkmal einer Bilanz. Der so gefasste Bilanzbegriff …