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Bilanzkennzahlen - Anlagendeckungsgrad 1 und Anlagendeckungsgrad 2 gaaanz einfach!
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 24 Zeilen
- Hallo, in diesem Video beschäftigen wir uns mit dem Anlagedeckungsgrad 1 und dem Anlagedeckungsgrad 2. Beides gehört in den Bereich des Jahresabschlusses,
- zur Bilanzkritik. Man nennt diesen Teil auch die Beurteilung der Anlagenfinanzierung. Dieses Video ist der 2. Teil der 5teiligen Videoreihe zu den Bilanzkennzahlen. Falls du
- meinen Kanal noch nicht abonniert haben solltest, dann solltest du das jetzt noch schnell tun, damit du die anderen Teile der Serie nicht verpasst. Das Video darfst du natürlich auch gerne liken!
- Wir starten mit der Berechnung des Deckungsgrad 1. Dazu nehmen wir das Eigenkapital mal 100 und teilen es durch das Anlagevermögen. Wir rechnen also das Eigenkapital von 150.000 € mal 100 und
- teilen es durch das Anlagevermögen von 190.000 €. Das ergibt einen Deckungsgrad von 78,95 %. Ist das jetzt gut oder schlecht? Man sagt, dass Vermögen, das langfristig im Unternehmen
- verbleiben soll auch mit langfristigem Kapital finanziert werden soll. Man nennt das auch den Grundsatz der Fristengleichheit oder auch Fristenkongruenz. Oftmals wird es auch goldene
- Bilanzregel genannt. Das hast du bestimmt schon mal gehört. Daher sollte das Anlagevermögen, weil es langfristig im Unternehmen verbleiben soll, mit langfristigem Kapital finanziert sein.
- Es macht also keinen Sinn, eine Maschine, die wir 10 Jahre lang nutzen möchten mit einem Lieferantenkredit zu finanzieren, den wir nach 60 Tagen zurückzahlen müssen.
- Im Idealfall sollte das Anlagevermögen komplett mit Eigenkapital finanziert sein. Daher wäre ein Deckungsgrad 1 von 100% ideal. Das ist hier leider nicht der Fall. Das ist aber nicht so schlimm,
- da es viele Branchen gibt, in denen das auch nicht der Fall ist. Je anlagenintensiver ein Unternehmen ist, also je höher das Anlagevermögen ist, desto schwieriger ist es natürlich dieses
- komplett mit Eigenkapital zu finanzieren. Wenn wir ein Unternehmen haben, das Autos herstellt, dann ist hier unser Anlagevermögen natürlich viel größer, als wenn unser Unternehmen z. B.
- ein kleines Café betreibt. Somit hat das Café weniger Probleme einen Deckungsgrad von 100% zu erreichen. Aber warum ist es denn überhaupt erstrebenswert sein Anlagevermögen komplett
- mit Eigenkapital zu finanzieren? Stell dir vor du kommst mit deinem Unternehmen in eine Krise und hast Probleme deinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
- Wenn dir jetzt Teile deines Anlagevermögens nicht selbst gehören, dann kann es sein, dass du die Zinsen und Tilgung dafür nicht mehr bezahlen kannst und du dann z. B.
- einige Maschinen verlierst. Was machst du denn jetzt? Womit willst du denn jetzt produzieren? Das verschlimmert jetzt deine Lage. Wenn deine Maschinen aber mit Eigenkapital finanziert wurden,
- dann kann dir das nicht passieren. So wirst du besser durch die Krise kommen. Schauen wir uns jetzt mal den Anlagedeckungsgrad 2 an. Hier setzen wir das langfristige Kapital zum
- Anlagevermögen ins Verhältnis. Wir rechnen also das Eigenkapital und das langfristige Fremdkapital zusammen und nehmen es mal 100 und teilen es dann durch das Anlagevermögen.
- Wir rechnen also das Eigenkapital von 150.000 € plus das langfristige Fremdkapital von 130.000 €, das macht 280.000 € und das nehmen wir mal 100 und teilen es durch das Anlagevermögen von 190.000 €.
- Das ergibt einen Deckungsgrad 2 von 147,37 %. Ist das jetzt gut oder schlecht? Das ist super, denn im Idealfall liegt unser Deckungsgrad 2 über 100% und das ist hier der Fall. Wenn wir
- es schon nicht schaffen unser Anlagevermögen komplett durch Eigenkapital zu decken so sind wir doch in der Lage es mit zusätzlichem langfristigem Fremdkapital zu decken.
- Wir haben sogar noch etwas Geld übrig. Damit können wir noch den eisernen Bestand unseres Vorratsvermögens und sogar noch einen Teil unseres Umlaufvermögens finanzieren. Was will man mehr?
- Also merke dir die goldene Bilanzregel. Es ist wichtig, dass wir Vermögen, dass lange im Unternehmen verbleiben soll auch mit langfristigem Kapital finanzieren
- sollen. Das kann entweder Eigenkapital oder langfristiges Fremdkapital sein. Somit sind wir mit der Beurteilung der Anlagenfinanzierung fertig. Im
- nächsten Video schauen wir uns dann die Beurteilung des Vermögensaufbaus an.
Zum Nachlesen
AnlagendeckungAnlagendeckung (auch Anlagedeckung oder Kapitaldeckung) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die bei Unternehmen die horizontale Bilanzstruktur …
FristenkongruenzFristenkongruenz ist in der Betriebswirtschaftslehre die Übereinstimmung der Fristen von Kapitalbindung und Kapitalüberlassung von Aktiva und Passiva in der …
FremdkapitalquoteFür Besteuerungszwecke wird also vom Anlagendeckungsgrad ausgegangen und das Eigenkapital dann als angemessen eingestuft, wenn der Anlagendeckungsgrad (I) …
EigenkapitalquoteFür Besteuerungszwecke wird also vom Anlagendeckungsgrad ausgegangen und das Eigenkapital dann als angemessen eingestuft, wenn der Anlagendeckungsgrad (I) …