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Bilanzkennzahlen - Liquidität 1. Grades, 2. Grades und 3. Grades gaaanz einfach!
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 25 Zeilen
- Hallo, in diesem Video beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Graden der Liquidität wie z. B. der Liquidität 1. Grades, der Liquidität 2. Grades und der Liquidität 3. Grades. Diese
- Kennzahlen gehören zum Jahresabschluss, genauer gesagt zur Bilanzkritik. Man nennt diesen Themenbereich auch die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit bzw. der Liquidität.
- Dieses Video ist der 4. Teil der 5-teiligen Videoreihe zu den Bilanzkennzahlen. Falls du meinen Kanal noch nicht abonniert haben solltest, dann solltest du das jetzt noch schnell tun, damit
- du den letzten Teil der Serie nicht verpasst. Das Video darfst du natürlich auch gerne liken! Wann ist man liquide? Man ist liquide, wenn man jederzeit in der Lage ist seinen laufenden
- Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Auf Deutsch gesagt, wenn man jederzeit genug Geld hat, um seine Rechnungen, Löhne, Gehälter usw. bezahlen zu können. Wenn man das nicht kann,
- dann ist mal zahlungsunfähig bzw. insolvent und das Unternehmen in Gefahr. Also sollte man das auf jeden Fall vermeiden. So, dann starten wir mal mit der Liquidität 1.
- Diese berechnet man, indem man die flüssigen Mittel zum kurzfristigen Fremdkapital ins Verhältnis setzt. Wir möchten also wissen, ob unsere flüssigen Mittel ausreichen,
- um unser kurzfristiges Fremdkapital zurückzahlen zu können. Was gehört zu den flüssigen Mittel? Das ist in der Regel unser Bargeld und unsere Guthaben bei der Bank. Also praktisch das Geld,
- das uns sofort zur Verfügung steht. So dann legen wir mal los. Wir nehmen also die flüssigen Mittel von 30.000 € und rechnen die mal 100 und teilen sie durch unser kurzfristiges Fremdkapital
- von 70.000 €. Das ergibt eine Liquidität 1 von 42,86 %. Was bedeutet das jetzt? Das bedeutet, dass wir mit unseren flüssigen Mitteln 42,86 % unserer kurzfristigen Schulden bezahlen
- können. Ist das jetzt gut oder schlecht? Manchmal wird gesagt, dass die Liquidität 1 so zwischen 10 und 30 % liegen soll. Das kann man aber so pauschal nicht sagen. Das kommt wie immer
- sehr auf das Unternehmen und die Branche an. Ist jetzt mehr immer besser? Wäre nicht 100% ideal? Sicherlich nicht. Man kann auch zu viel Liquidität haben. Dann spricht man von Überliquidität.
- Unser Ziel ist es ja nicht möglichst viel Bargeld oder Guthaben auf der Bank zu haben, sondern wir wollen ja mit unserem Geld arbeiten, damit es sich verzinst und wir Gewinne damit
- erzielen. Dafür müssen wir es investieren. Zusammenfassend kann man aber sagen, dass die Liquidität 1 von 42,86 % auf keinen Fall zu niedrig ist.
- Schauen wir uns mal die Liquidität 2 an. Hier rechnet man die flüssigen Mittel und die Forderungen zusammen und setzt sie ins Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital.
- Wir möchten also wissen, ob die flüssigen Mittel zusammen mit den Forderungen ausreichen, um unser kurzfristiges Fremdkapital zurückzahlen zu können. So dann rechnen wir das jetzt mal aus. Wir nehmen
- wieder unsere Flüssigen Mittel von 30.000 € und rechnen sie plus unsere Forderungen von 50.000 €. Das macht 80.000 € und die rechnen wir mal 100 und teilen sie durch unser kurzfristiges Fremdkapital
- von 70.000 €. Das ergibt eine Liquidität 2 von 114,29 %. Ist das jetzt gut oder schlecht? Das ist gut, denn im Idealfall strebt man eine Liquidität 2 von mindestens 100 % an. Somit ist es möglich
- mit den flüssigen Mitteln und den Forderungen unsere kurzfristigen Schulden zu bezahlen. Schauen wir uns zum Schluss noch die Liquidität 3 an. Hier setzen wir das Umlaufvermögen mit dem
- kurzfristigen Fremdkapital ins Verhältnis. Jetzt müssen wir erstmal das Umlaufvermögen ausrechnen. Dazu rechnen wir die 30.000 € plus die 50.000 € plus die 80.000 € zusammen und kommen somit
- auf ein Umlaufvermögen von 160.000 €. Wir rechnen also das Umlaufvermögen von 160.000 € mal 100 durch das kurzfristige Fremdkapital von 70.000 € und erhalten eine Liquidität 3 von
- 228,57 %. Ist das jetzt gut oder schlecht? Man sagt, dass die Liquidität 3 mindestens 100 % betragen sollte. Denn hier ist das kurzfristige Fremdkapital komplett durch
- das Umlaufvermögen gedeckt. Wir müssten also kein Anlagevermögen verkaufen, um unser kurzfristiges Fremdkapital zurückzuzahlen. Die Banker´s Rule geht hier noch einen Schritt weiter und sagt,
- dass wir immer eine Liquidität von 200 % anstreben sollten, um auf Nummer sicher zu gehen. Somit sind wir mit unserer Liquidität 3 von 228,57 % sehr gut aufgestellt.
- Jetzt sind wir mit der Beurteilung der Zahlungsfähigkeit fertig. Im nächsten Video schauen wir uns dann die Kennzahlen der Rentabilität an.
Zum Nachlesen
LiquiditätsgradDer Liquiditätsgrad ist in der Betriebswirtschaftslehre eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, welche die Zahlungsfähigkeit eines Wirtschaftssubjekts, …
LiquiditätLiquidität (lateinisch liquidus, „flüssig“) ist in der Wirtschaft die Fähigkeit von Wirtschaftssubjekten, jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen aus …
UmlaufvermögenUmlaufvermögen (englisch current assets) sind in Unternehmen alle Vermögensgegenstände, die im Rahmen des Geschäftsprozesses zur kurzfristigen Veräußerung, …
AnlagendeckungAnlagendeckung (auch Anlagedeckung oder Kapitaldeckung) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die bei Unternehmen die horizontale Bilanzstruktur …