Bilanzkennzahlen einfach erklärt | Goldene Bilanzregel und 1:1 Regel EconomicsTeacher https://www.youtube.com/watch?v=EE-N1CrY7qA Transkript (automatisch erstellt) 0:00 hallo und herzlich willkommen zu diesem Video heute schauen wir uns Bilanzkennzahlen genauer an viel Spaß 0:12 bevor wir ein genaueren Blick auf die Bilanzkennzahlen werfen können sollten wir uns den konkreten Aufbau einer Bilanz nochmals Gedächtnis holen eine 0:19 Bilanz ist in zwei Teile aufgeteilt aktiv war und Passiva auf der aktiver Seite wird unser Vermögen abgebildet auf der passiver Seite des Kapital das 0:29 Vermögen lässt sich weiter aufteilen in Anlagevermögen da fallen alle Positionen rein wie z.B Grundstücke Immobilien oder Maschinen daneben gibt es das 0:38 Umlaufvermögen z.B die Kasse unsere Bank aber auch die Vorräte die wir haben das Kapital lässt sich grundsätzlich einteilen in Eigenkapital und 0:47 Fremdkapital unter Fremdkapital fallen so Dinge wie Darlehen oder Verbindlichkeiten auf der Passivseite gucken wir uns also an wo kommt unser 0:55 Geld eigentlich her also unsere Mittel Herkunft zu welchen Teilen besteht unser Geld aus Eigenkapital und zu welchen Teilen besteht unser Geld aus 1:04 Fremdkapital also welches Geld ist wirklich unser und welches haben wir uns nur geliehen auf der Aktivseite schauen wir uns an was wurde mit dem Geld 1:12 eigentlich gekauft also unsere Mittel Verwendung haben wir unser Kapital benutzt um Anlagevermögen zu kaufen Grundstücke oder Immobilien 1:20 beispielsweise oder besteht unser Vermögen hauptsächlich aus Cash aus der Kasse auf der Bank oder eben die Vorräte am einfachsten zu verstehen sind die 1:28 verschiedenen Arten der Bilanzkennzahlen wenn wir mal genauer anschauen was man in so einer Bilanz eigentlich ablesen kann bzw miteinander vergleichen kann 1:35 bei dem Bilanzkennzahlen versuchen wir jetzt Aussagen auf Basis der Struktur der Bilanz zu treffen wir können uns hier verschiedene Dinge anschauen wir 1:44 können beispielsweise ablesen ob wir mehr Eigenkapital oder mehr Fremdkapital haben und auf Basis dessen und zu überlegen sollten wir eine zukünftige 1:51 Anschaffung Liebe mit eigen oder mit Fremdkapital finanzieren auf der Aktivseite kann ich mir z.B das Verhältnis anschauen zwischen Anlage und 1:59 Umlaufvermögen also habe ich mehr Anlage oder habe ich mehr Umlaufvermögen wie ist das Verhältnis zwischen den beiden Sachen also wie ist es genau aufgebaut 2:06 das heißt wir vergleichen sozusagen von oben nach unten also zum Beispiel im Vermögen das Anlage mit dem um Vermögen oder beim Kapital das eigen mit dem 2:15 Fremdkapital das heißt wir sind auf einer vertikalen Ebene wir vergleichen oben mit unten deshalb sprechen wir hier von vertikalen Bilanzkennzahlen bzw der 2:24 vertikalen Bilanzstruktur wir können aber auch auf die horizontale Ebene gehen also links mit rechts bzw rechts mit linksvergleichen also die 2:31 aktivposition mit dem passivposition wir können uns anschauen in welchem Verhältnis eigentlich das Anlagevermögen zum Eigenkapital steht oder auch das 2:39 Anlagevermögen insgesamt zu dem Kapital was wir haben man kann sich aber auch beispielsweise anschauen wie viel Fremdkapital man im Vergleich zum 2:46 Umlaufvermögen hat um dann Aussagen auf Basis der Liquidität treffen zu können werfen Blick auf konkrete Bilanzkennzahlen wir schauen uns im 2:53 Folgenden an wie diese ausgerechnet und interpretiert werden ich verzichte dabei auf konkrete Zahlen Beispiele Bilanzen und die Strukturen von Bilanzen können 3:00 teilweise so unterschiedlich ausfallen dass diese sich auch ganz unterschiedlich auch je nach Branche interpretieren lassen letztlich müssen 3:06 die Zahlen auch einfach nur in diese Formeln eingesetzt werden und ausgerechnet werden und die zeige ich euch natürlich wir schauen selbst bin 3:13 ich auch darauf ob diese Zahlen gut oder schlecht sind wobei das alles immer nur Richtwerte sind es gibt auch Unternehmen die erfüllen diese Richtwerte nicht und 3:20 arbeiten trotzdem total erfolgreich beginnen wir mit der vertikalen Bilanzstruktur also mit vertikalen Bilanzkennzahlen da haben wir 3:27 beispielsweise die Eigenkapitalquote wir rechnen das Eigenkapital geteilt durch das Gesamtkapital mal 100 wir schauen uns also an in Prozent wie viel von 3:37 unserem Gesamtkapital denn eigentlich Eigenkapital ist das Gleiche kann man mit dem Fremdkapital machen und die Fremdkapitalquote ausrechnen dazu 3:46 rechnen wir das Fremdkapital geteilt durch das Gesamtkapital mal 100 dann wissen wir in Prozent wie viel von unserem Gesamtkapital Fremdkapital ist 3:54 hier gilt grundsätzlich je höher das Eigenkapital desto krisenfester bzw unabhängiger ist das Unternehmen kommen hier auch schon zu einer ersten Regel 4:02 wie man befolgen kann die sogenannte 1 zu 1 Regel die eins zu eins Regel sagt dass das Eigenkapital zum Fremdkapital in einem Verhältnis von 1 zu 1 stehen 4:11 soll in dem Zusammenhang können wir uns eine dritte bilanzkennzahl anschauen und zwar den Verschuldungsgrad hier schauen wir uns das Verhältnis an zwischen 4:18 Fremdkapital und Eigenkapital wenn wir Fremdkapital geteilt durch Eigenkapital rechnen mal 100 haben wir in Prozent den Grad der Verschuldung wenn dies genau 4:28 ausgeglichen ist also in einem Verhältnis von 1 zu 1 steht dann hat man die sogenannte 1 zu 1 Regel erfüllt das ist allerdings eine Regel die in der 4:35 Praxis selten eingehalten wird in den meisten Unternehmen ist die Fremdkapitalquote deutlich höher als sie Eigenkapitalquote dies ist also eine 4:42 Regel die man durchaus befolgen kann es gibt aber auch viele Unternehmen die einen viel höheren Verschuldungsgrad haben und trotzdem erfolgreich 4:48 wirtschaften letztlich kommt es natürlich darauf an was wir mit dem Fremdkapital dass wir uns geliehen haben machen im Hinblick auf die Struktur von 4:55 eigenen Fremdkapital taucht den Aufgaben oder auch in Büchern häufig der Begriff Leverage Effekt auf diese ergibt sich aus der 5:02 volkskennzahlen wie beispielsweise der eigen- und der Gesamtkapitalrentabilität um dieses Thema wird zum nächsten Video gehen ich verlinke das Video mal an den 5:10 üblichen Stellen die unten in der Video Beschreibung oben im i oder auch in der endcard das waren jetzt drei Kennzahlen zu Kapitalstruktur also der Passivseite 5:18 wir können aber auch auf die Aktivseite gehen und Kennzahlen zu vermögenstruktur ausrechnen da haben wir einmal die Anlagenintensität wir rechnen unser 5:25 Anlagevermögen geteilt durch das Gesamtvermögen mal 100 dann wissen wir in Prozent wie hoch der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen des 5:33 Unternehmens ist dementsprechend gibt es natürlich auch noch die Umlauf Intensität da nehmen wir jetzt unser Umlaufvermögen und teilen das durch das 5:39 Gesamtvermögen mal 100 und wissen dann in Prozent wie hoch der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen des Unternehmens ist hier gibt's jetzt keine 5:47 eindeutige Regel aber es gilt natürlich je höher die Anlage Intensität desto größer sind die monatlichen Fixkosten und desto geringer die Flexibilität des 5:55 Unternehmens das heißt wir haben hier einen Maßstab für die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens wie hoch diese Flex Mobilität sein sollte 6:01 hängt aber völlig von der Branche ab dementsprechend kann man hier keine allgemeine Regel festlegen sondern muss dann auf ähnliche Branchenzahlen gucken 6:09 und Unternehmen untereinander vergleichen werfen wir einen Blick auf die horizontale Bilanzstruktur wir vergleichen bei der Horizontalen 6:15 Bilanzstruktur jetzt links mit rechts oder rechts mit Links also aktiv mit passiv bzw passiv mit aktiv wichtige Kennzahlen ergeben sich aus der 6:23 anlagendeckung da haben wir zum Beispiel einmal den Deckungsgrad 1 da schauen wir uns an Eigenkapital geteilt durch Anlagevermögen mal 100 es gibt doch 6:31 einen Deckungsgrad 2 dann nehmen unser Eigenkapital plus das langfristige Fremdkapital geteilt durch das Anlagevermögen mal 100 aber was gucken 6:38 wir uns hier eigentlich genau an die anlagendeckung gibt an in welchem Maß ist das Anlagevermögen durch langfristig verfügbares Kapital finanziert ist wenn 6:46 wir sie auf den Deckungsgrad 1 schauen verstehen wir jetzt hier unter langfristig verfügbares Kapital das Eigenkapital weil unser Eigenkapital ist 6:54 wie es im Ohr drin steckt unser eigenes Kapital dementsprechend ist das in der Regel auch langfristig verfügbar frem Kapital müssen wir irgendwann 7:02 zurückzahlen also es ist irgendwann nicht mehr da wir schauen uns also im Deckungsgrad 1 an wie viel von unserem Anlagevermögen wir mit Eigenkapital 7:10 finanziert haben wenn wir über langfristiges finanzieren sprechen könnten wir zum Eigenkapital noch unser langfristiges Fremdkapital dazu nehmen 7:17 das ist also unser Fremdkapital was wir wirklich sehr langfristig aufgenommen haben Darlehen zum Beispiel dann könnten wir beim Deckungsgrad 2 eben ausrechnen 7:24 wie viel von unserem Anlagevermögen einmal durch unser Eigenkapital was wir sehr langfristig haben finanziert ist aber auch zusätzlich durch langfristig 7:32 aufgenommenes Fremdkapital aber welche Aussage lässt sich durch den Deckungsgrad in Netz eigentlich ableiten hier könnte man eine weitere Regel 7:38 beachten die sogenannte goldene Bilanzregel die goldene Bilanzregel besagt dass unser Anlagevermögen durch möglichst langfristiges Kapital 7:46 finanziert sein sollte weil unser Anlagevermögen sind ja unsere Immobilien unsere Grundstücke unsere Maschinen das sollte jetzt nicht durch kurzfristiges 7:53 Geld finanziert sein was wir kurzfristig zurückzahlen müssen sondern durch langfristiges Geld die goldene Bilanzregel sagt eben das Anlage Jürgen 8:01 zu 100% durch langfristiges Kapital finanziert sein sollte dementsprechend sollte bei den deckungsgraden noch 100% rauskommen im besten Fall schon beim 8:10 Deckungsgrad 1 also dass unser Anlagevermögen zu 100% durch Eigenkapital finanziert ist sollte das nicht der Fall sein kann man zumindest 8:17 auch mal den Deckungsgrad 2 sich anschauen und schauen ob wenigstens 100% unseres Anlagevermögens durch Eigenkapital plus langfristiges 8:24 Fremdkapital finanziert ist man kann in der Horizontalen Bilanzstruktur aber auch ein Blick auf die Liquidität werfen die wir grundsätzlich in drei 8:31 verschiedene Grade einteilen wenn wir uns anschauen wie die Liquidität ausgerechnet wird sehen wir schon mal dass wir in jeder Rechnung das 8:37 Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital suchen bei der Liquidität ersten Grades schauen wir uns an wie ist denn das Verhältnis von unseren 8:44 flüssigen Mitteln also Kasse und Bank im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital also wie viel Geld haben wir in der Kasse und auf der Bank um 8:51 unser kurzfristiges Fremdkapital wieder zurückzahlen zu können also Geld das wäre relativ kurzfristig wieder zurückgeben müssen wenn wir einen Grad 8:58 weiter gehen nehmen wir noch die kurzfristigen Forderungen dazu also zusätzlich zu Bank und Kasse Geld dass wir kurzfristig bekommen sollten im 9:06 Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital und wenn wir auf den dritten Grad der Liquidität gehen nehmen wir unser gesamtes Umlaufvermögen im 9:13 Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital mit den Liquiditätskennzahlen können wir Aussagen darüber treffen wie liquide ein 9:19 Unternehmen ist also wie viel flüssiges Geld vorhanden ist im Verhältnis zu dem was man kurzfristig wieder zurückzahlen muss auch hier gibt es Ergebnisse an dem 9:27 man sich orientieren kann so sagt man beispielsweise bei der Liquidität ersten Grades dass die ca 20% betragen sollte man sollte also flüssige Mittel im 9:36 Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital und Höhe von 20% haben die Liquidität zweiten Grades sollte bei ungefähr 100% liegen die Liquidität 9:43 dritten Grades bei ungefähr 200 %. das bedeutet man sollte doppelt so viel Umlaufvermögen haben als kurzfristiges Fremdkapital sollte man unter diesen 9:51 Zahlen liegen hat man wohl zu wenig Liquidität das bedeutet man kann nicht so flexibel auf bestimmte Dinge reagieren weil man nicht so viel Cash in 9:58 der Kasse hat andersrum ist es aber auch nicht unbedingt geschriebenswert möglichst viele Liquidität zu haben ein Unternehmen möchte sein Geld ja lieber 10:04 investieren um aus dem Geld mehr Geld werden zu lassen liquide des Geldes aber eher dafür da um Rechnungen zu bezahlen das ist nichts was investiert ist 10:11 dementsprechend wird das Geld auch nicht vermehrt dementsprechend hat ein Unternehmen das überlegidität hat also sehr hohe liquiditätsgrade viel Geld in 10:20 der Kasse liegen und es geht einem Rendite verloren bei diesen Zahlen 20% 100% 200% muss man aber auch wieder dazu sagen dass ein ungefähre Zahlen das kann 10:29 von branchenbranche auch unterschiedlich sein wie hoch das sein sollte es gibt sicherlich Branchen das Liquidität wichtiger als andere es gibt sicherlich 10:37 Unternehmen die haben sehr hohe liquiditätsgrade und sind trotzdem sehr erfolgreich aber auch Unternehmen die sehr niedrige Liquidität gerade haben 10:43 und sehr erfolgreich sind es sind Möglichkeiten um Unternehmen einordnen zu können aber es ist kein Erfolgsgarant wenn man diese Regeln die ich jetzt hier 10:51 aufgeführt habe alle einhält und das waren die wichtigsten Kennzahlen zu Bilanzstruktur es gibt noch viele mehr die alle unterschiedlich beurteilt 10:58 werden können solche Zahlen geben Hinweise auf die Gesundheit eines Unternehmens wobei so viele Unternehmen gibt die auf dem Papier schlechte Zahlen 11:04 haben und trotzdem insgesamt sehr erfolgreich sind im nächsten Video geht es um die Erfolgskennzahlen Klick dafür gerne hier aber für dieses Video soll es 11:13 dann erst einmal gewesen sein wir sehen uns beim nächsten Mal