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Musikgeschichte: Mittelalter

Andreas Lorson3:25 2.712 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. Musikgeschichte Das Mittelalter. [Musik] In diesem Video gebe ich dir einen Einblick in die Grundzüge der Musik im
  2. Mittelalter. Wir schauen auf wichtige Komponisten, zentrale Gattungen und typische Epochenmerkmale. Los geht's. Das Mittelalter ist eine sehr umfassende
  3. Epoche und reicht etwa vom 8. bis zum 14.15. Jahrhundert. Über die Musik der Antike wissen wir heute nur sehr wenig. Erst im Mittelalter haben wir
  4. überlieferte Musik in Form von beispielsweise Noten, anhand deren wir konkrete Erkenntnisse über die Musik dieser Zeit auch sammeln können.
  5. Aus dieser Epoche sind uns nur sehr wenige Komponisten namentlich bekannt. Bedeutsam sind aber Leoninus und Perotinus, welche beide aus Paris
  6. standen und im 12. Jahrhundert lebten. Beide arbeiteten als Kantoren an der Notredam und führten wesentliche Änderungen in die Musik ein, wie
  7. beispielsweise den Ausbau der Mehrstimmigkeit und eine klar rhythmisierte Notenschrift. Spätere Komponisten sind beispielsweise Philip
  8. Ditri und Juli Nou, welche ebenfalls in Frankreich lebten. Die größte Errungenschaft des Mittelalters stellt die Entwicklung der
  9. Notenschrift dar. Zuvor wurde Musik ausschließlich mündlich überliefert. Erst im neunten Jahrhundert entwickelte sich die Neumennotation, welche die
  10. Tonhöhen und Rhythmen nur relativ angeben konnte, aber die schriftliche Tradierung von Musik erstmals ermöglichte.
  11. Guido von Erretzo entwickelte schließlich im 11. Jahrhundert die erste Notenlinienschrift, welche nun auch exakte Tonhöhen
  12. darstellen konnte. Es gab dennoch noch kein Harmonie und Rhythmusverständnis, wie wir es heute kennen. Fast die gesamte Musikkultur des
  13. Mittelalters war von der katholischen Kirche geprägt. So waren nahezu alle überlieferten Musikwellen für den geistlichen Gebrauch bestimmt. Da der
  14. Instrumentenbau nur sehr rudimentär entwickelt war, waren fast alle Kompositionen Vokalkompositionen. Aber auch dies änderte sich im Laufe der
  15. Epoche maßgeblich. Unter den Vokalgattungen sind der gregorianische Koral, das Organum, die
  16. Mutette und die Messe bedeutsam. Der grigorianische Koral geht auf mündlich überlieferte Mönchsgesänge zurück. Das Organum ist die erste Form mehrstimmiger
  17. Musik. Hier wird einem grigorianischen Koral eine zweite Stimme im Quart oder Quintabstand hinzugefügt. Die Mutette ist schließlich die erste komplexe Form
  18. vokaler Mehrstimmigkeit und entwickelte sich hauptsächlich zur Zeit der Notrechule. Die Messe stellt schließlich eine Zusammenstellung mehrerer
  19. Kompositionen für eine ganze Messfeier da. Abseits geistlicher Musik wurde zunehmend auch Musik für das einfache
  20. Volk gemacht. Zu den wichtigsten Formen gehört sicherlich der Minne Sang. In diesem vertont ein Sänger einen meist selbstgeschriebenen Text, der sich
  21. thematisch mit der Liebe beschäftigte. Dieser Text wurde dann gesungen und auf einem Instrument selbst begleitet. Daneben entwickelten sich auch zunehmend
  22. Formen der Tanzmusik, die zu gesellschaftlichen Anlässen gespielt wurden. อื [Musik]

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