Musikgeschichte: Mittelalter Andreas Lorson https://www.youtube.com/watch?v=801h6_Tm8Ns Transkript (automatisch erstellt) 0:01 Musikgeschichte Das Mittelalter. [Musik] In diesem Video gebe ich dir einen Einblick in die Grundzüge der Musik im 0:09 Mittelalter. Wir schauen auf wichtige Komponisten, zentrale Gattungen und typische Epochenmerkmale. Los geht's. Das Mittelalter ist eine sehr umfassende 0:20 Epoche und reicht etwa vom 8. bis zum 14.15. Jahrhundert. Über die Musik der Antike wissen wir heute nur sehr wenig. Erst im Mittelalter haben wir 0:30 überlieferte Musik in Form von beispielsweise Noten, anhand deren wir konkrete Erkenntnisse über die Musik dieser Zeit auch sammeln können. 0:40 Aus dieser Epoche sind uns nur sehr wenige Komponisten namentlich bekannt. Bedeutsam sind aber Leoninus und Perotinus, welche beide aus Paris 0:49 standen und im 12. Jahrhundert lebten. Beide arbeiteten als Kantoren an der Notredam und führten wesentliche Änderungen in die Musik ein, wie 0:59 beispielsweise den Ausbau der Mehrstimmigkeit und eine klar rhythmisierte Notenschrift. Spätere Komponisten sind beispielsweise Philip 1:08 Ditri und Juli Nou, welche ebenfalls in Frankreich lebten. Die größte Errungenschaft des Mittelalters stellt die Entwicklung der 1:17 Notenschrift dar. Zuvor wurde Musik ausschließlich mündlich überliefert. Erst im neunten Jahrhundert entwickelte sich die Neumennotation, welche die 1:26 Tonhöhen und Rhythmen nur relativ angeben konnte, aber die schriftliche Tradierung von Musik erstmals ermöglichte. 1:34 Guido von Erretzo entwickelte schließlich im 11. Jahrhundert die erste Notenlinienschrift, welche nun auch exakte Tonhöhen 1:41 darstellen konnte. Es gab dennoch noch kein Harmonie und Rhythmusverständnis, wie wir es heute kennen. Fast die gesamte Musikkultur des 1:51 Mittelalters war von der katholischen Kirche geprägt. So waren nahezu alle überlieferten Musikwellen für den geistlichen Gebrauch bestimmt. Da der 2:00 Instrumentenbau nur sehr rudimentär entwickelt war, waren fast alle Kompositionen Vokalkompositionen. Aber auch dies änderte sich im Laufe der 2:09 Epoche maßgeblich. Unter den Vokalgattungen sind der gregorianische Koral, das Organum, die 2:17 Mutette und die Messe bedeutsam. Der grigorianische Koral geht auf mündlich überlieferte Mönchsgesänge zurück. Das Organum ist die erste Form mehrstimmiger 2:27 Musik. Hier wird einem grigorianischen Koral eine zweite Stimme im Quart oder Quintabstand hinzugefügt. Die Mutette ist schließlich die erste komplexe Form 2:37 vokaler Mehrstimmigkeit und entwickelte sich hauptsächlich zur Zeit der Notrechule. Die Messe stellt schließlich eine Zusammenstellung mehrerer 2:46 Kompositionen für eine ganze Messfeier da. Abseits geistlicher Musik wurde zunehmend auch Musik für das einfache 2:55 Volk gemacht. Zu den wichtigsten Formen gehört sicherlich der Minne Sang. In diesem vertont ein Sänger einen meist selbstgeschriebenen Text, der sich 3:03 thematisch mit der Liebe beschäftigte. Dieser Text wurde dann gesungen und auf einem Instrument selbst begleitet. Daneben entwickelten sich auch zunehmend 3:13 Formen der Tanzmusik, die zu gesellschaftlichen Anlässen gespielt wurden. อื [Musik]