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Die Fiskalpolitik in der Konjunkturpolitik - WiSoPOLITIKMrG? 👨🏫Abitur SOWI Sozialkunde
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 31 Zeilen
- Unter Fiskalpolitik versteht man staatliche Maßnahmen zur Beeinflussung der Konjunktur durch eine gezielte Veränderung von Einnahmen und
- Ausgaben des Staatshaushaltes. Das Wort "Fiscus" stammt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie "Staatshaushalt" oder "Staatskasse".
- Der Staat soll also durch seine Haushaltspolitik die gesamtwirtschaftliche Nachfrage beeinflussen, um so die wirtschaftliche Entwicklung zu
- unterstützen, damit ein hoher Beschäftigungsstand und eine geringe Arbeitslosigkeit in der Volkswirtschaft erreicht werden kann.
- In einer Wirtschaftskrise soll der Staat durch Staatsverschuldung seine Ausgaben steigern, um die Konjunktur zu stützen.
- In einer Phase der Hochkonjunktur soll der Staat dagegen Ausgaben senken und seine Einnahmen erhöhen, damit die Staatsverschuldung wieder
- reduziert und einer wirtschaftlichen Überhitzung entgegengewirkt werden kann. Wie sieht eine typische fiskalpoltische Wirkungskette aus?
- Der gedankliche Ausgangspunkt für massive konjunkturpolitische Maßnahmen des Staates ist eigentlich immer eine Wirtschaftskrise.
- Da in einer Wirtschaftskrise die Investitionsbereitschaft der Privatwirtschaft kaum noch vorhanden ist, greift der Staat quasi als Stellvertreter
- kompensatorisch ein, um die ausgefallenen privaten Investitionsausgaben durch höhere Staatsausgaben zu ersetzen, um auf diese Weise die Konjunktur und damit
- die volkswirtschaftliche Nachfrage zu stützen. Diese höheren Staatsausgaben finanziert der Staat nun mit einem Defizit,
- indem er sich Geld leiht und sich verschuldet. Er schließt quasi eine Wette auf die Zukunft ab, da es die
- wirtschaftspolitische Idee ist, die Schulden des Staates bei einer wirtschaftlichen Erholung durch dann in der Zukunft gestiegene Steuereinnahmen wieder zurückzuzahlen.
- Man spricht hier auch von einem "Deficit-Spending" also einer schuldenfinanzierten Ausgabenpolitik des Staates.
- Der Staat erhöht in einer Wirtschaftskrise also seine Ausgaben deutlich und steigert damit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage,
- was ein höheres Güterangebot und eine höhere Produktion zur Folge hat. Dementsprechend steigen auch das Volkseinkommen und eben auch die Konsumnachfrage.
- Die gestiegene Konsumnachfrage führt dann zu einem weiteren Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und durch den nun höheren Absatz
- an Produktion verbessern sich auch die Zukunftserwartungen der Unternehmer. Die Unternehmer werden deutlich zuversichtlicher,
- was ihre Erwartungen an ihre zukünftigen Geschäftsmöglichkeiten angeht, so dass nun wieder vermehrt Investitionen auch durch die Privatwirtschaft getätigt werden und die
- volkswirtschaftliche Nachfrage nach Gütern weiter steigt. Dementsprechend versuchen Unternehmen nun wieder mehr Güter zu produzieren und um
- nun die Produktion weiter steigern zu können, werden mehr Arbeitskräfte benötigt. Die Nachfrage nach Arbeit steigt und die Arbeitslosigkeit sinkt.
- Die Wirtschaft begibt sich also nun wieder in eine Phase des Wirtschaftsaufschwungs. Diese wirtschaftliche Belebung führt nun allerdings auch dazu, dass die Löhne steigen,
- die Zinsen steigen und auch die Preise, da natürlich Unternehmen versuchen, steigende Finanzierungskosten und steigende Lohnkosten mittels steigender Preise an
- die Konsumenten weiterzugeben. Die Wirtschaft hat sich durch den expansiven
- fiskalpolitischen Eingriff des Staates, also durch die aktivere staatliche Ausgabenpolitik, wieder auf einen Wachstumspfad begeben, da der Staat fehlende Investitionen zunächst
- ersetzt hat, um der Wirtschaft wieder aus dem „Tal der Tränen“ und wieder auf die Beine zu helfen. Sobald die Volkswirtschaft allerings wieder auf einen angemessenen und
- stetigen Wachstumspfad zurückgekehrt ist, sollte der Staat seine Ausgaben allerdings wieder senken und eine restriktive Fiskalpolitik betreiben,
- da ja nun die Investitionen aus der Privatwirtschaft wieder gestiegen sind, damit eben auch einer wirtschaftlichen Überhitzung entgegengewirkt werden kann.
- Die Fiskalpolitik sollte also bestenfalls „antizyklisch“ erfolgen. Bildlich gesprochen schwimmt der Staat mit seiner Ausgabenpolitik
- gegen den Strom der wirtschaftlichen Entwicklung, um die Schwankungen der Konjunktur zu glätten.
- Man spricht daher auch von einer „antizyklischen Fiskalpolitik“ mit dem Ziel einer „Konjunkturglättung“.
Zum Nachlesen
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Restriktive FiskalpolitikDie restriktive Fiskalpolitik (auch als kontraktive Fiskalpolitik bekannt) ist eine Erhöhung der Staatseinnahmen oder Senkung der Staatsausgaben.
KonjunkturpolitikUnter Konjunkturpolitik im weiteren Sinne versteht man wirtschaftspolitische Maßnahmen, die ein angemessenes Wirtschaftswachstum, Preisniveaustabilität, …
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