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Fiskalpolitik einfach erklärt | Wirtschaft Schweiz
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 39 Zeilen
- Schauen wir uns zuerst den Unterschied zwischen Fiskalpolitik und Geldpolitik an. Die Fiskalpolitik kommt vom Staat bzw. von der Regierung und umfasst vor
- allem Themen wie wie viel Steuern müssen die Bürger bezahlen, was für Investitionen der Staat tätigt oder welche Aufträge der Staat erteilt.
- Hingegen die Geldpolitik wird von der Nationalbank ausgeübt. Diese umfasst die gesamte Zinspolitik sowie die Steuerung der Geldmenge.
- In diesem Video schauen wir uns nur die Fiskalpolitik an. Gemäß der Bundesverfassung muss der Bund zwingend Maßnahmen treffen, welche für eine
- ausgeglichene konjunkturelle Entwicklung sorgen. Es sollte also zu keinen hohen Konjunkturschwankungen kommen. Zusätzlich sollten die Arbeitslosigkeit
- und die Teuerung bekämpft werden. Hier eine Frage, welche sehr gerne an Prüfungen gestellt wird. Was muss der Bund gemäß Artikel 100 Absatz 1 der
- Bundesverfassung tun? Er muss die Arbeitslosigkeit bekämpfen, etwas gegen die Inflation tun und Maßnahmen für eine ausgeglichene
- konntuurelle Entwicklung förderen. Und hier eine weitere Prüfungsaufgabe. Wie bekämpft der Bund Arbeitslosigkeit und Inflation?
- Er erhört oder senkt die Steuerlast. Er gibt Staatsaufträge in Auftrag. Also beispielsweise will er das Straßnetz ausbauen lassen oder lässt neue
- Infrastrukturen aufbauen oder er kann automatische Stabilisatoren anwenden. Diese schaffen automatisch Sicherheit für schlechte Zeiten, z.B.
- die ALV, IV, Sozialhilfe oder auch progressive Steuern. Automatische Stabilisatoren ist übrigens ein Begriff, der sehr gerne an Prüfungen gefragt
- wird. Hier möchte ich noch kurz etwas erwähnen, dass die ersten beide Punkte Steuerlast und Staatsaufträge betrifft.
- Hier handelt der Bund antizyklisch. Dies heißt es, wenn es der Wirtschaft gut geht, gibt der Bund weniger Staatsaufträge in Auftrag und wenn es
- der Wirtschaft schlecht geht, gibt es mehr Staatsaufträge. Hier will er dann den Konsum ankorben. Bei den Steuen ist es dasselbe, nur hier
- ist folgendes gefährlich. Die Wirkung der Eingriffe verzögert sich. Wenn jetzt der Bund die Steuen senkt, so dass die Bürger mehr Geld haben, um zu
- konsumieren, trifft dies erst im nächsten Jahr in Kraft. Es ist also verzögert. Das ist gefährlich, da man ja nicht in
- die Zukunft schauen kann und man weiß nicht, wie die Wirtschaft im nächsten Jahr aussehen wird. Nochmals zusammengefasst, der Staat verhält sich
- antizyklisch. Er macht das Gegenteil von den übrigen Wirtschaftsteilnehmen. Das heißt, in guten Zeiten spart er und gibt weniger aus, während er in den
- schlechten Zeiten mehr ausgibt. Stellen wir uns vor, es herrscht eine Rezession. Damit der Staat jetzt die Rezession
- bekämpfen kann, senkt er die Steuen und investiert in Projekte. Was passiert nun? Es gibt eine Staatsverschuldung, der weniger Geld
- über die Steuen einnimmt und gibt mehr Geld aus. Für diese Situation gibt es in der Volkswirtschaft einen Spezialbegriff.
- Dieser lautet Deficit Bending. Was ist die Hoffnung bzw. der Sinn hinter Deficit Bending? Zuerst müssen wir folgendes anschauen. Der Begriff
- Kanesianismus. Diese stammt vom berühmten Ökonomen John Kanes. Er hat folgendes gesagt: Wenn es der Wirtschaft schlecht geht,
- muss die Nachfrage künstlich erhöht werden, so dass eine Rezession verhindert werden kann. Also merken wir, Deficit Bending ist
- typischer Kanismus. Nun, was ist die Hoffnung bzw. der Sinn hinter Deficitpending? Der Staat versucht mit dem Geld den
- Arbeitsmarkt zu begünstigen. Er gibt neue Staatsaufträge in Auftrag, z.B. für neue Infrastrukturen, neue Eisenbahnlinien,
- Straßennetza ausbauen und so weiter. Durch dies erhofft sich der Staat einen sogenannten Multiplikatoreneffekt. Was bedeutet dieser? Da durch die
- Staatsaufträge weniger Arbeitslosigkeit herrscht, jemand muss das Zeuge bauen, verdienen die Menschen mehr Geld. Dieses Geld geben sie für den Konsum aus. Die
- Läden machen so mehr Umsatz, was zu höheren Gewinnen führt. Durch die höheren Gewinne müssen Sie mehr Gewinnstehen an den Start zahlen und die
- Leute haben zum Teil wieder höhere Löhne und sammeln som Einkommenssteuer an den Start. Gleichzeitig sinkt die Arbeitslosigkeit.
- Dies führt zu einer Förderung der Nachfrageseite. Hier noch eine Zusammenfassung der Vorteile des Deficits Pendings.
- Der Multiplikatoreneffekt. Diese funktioniert jedoch nur in Ländern, in welchen die Leute das Geld auch ausgeben, also keine Horschparquote
- haben. Es handelt sich um Investitionen in die Zukunft. Durch bessere Infrastruktur entsteht eine effiziente Volkswirtschaft und gut ausgebildete
- Menschen können zukünftig Erträge bringen und zum Schluss wird die Konjunktur stabilisiert. Zu den Nachteilen. Der erste Nachteil,
- wenn der Staat aufhört, die Nachfrage künstig zu erhöhen, kommt es wieder zur Arbeitslosigkeit und Rezession. Es ist also nicht nachhaltig.
- Ein weiterer Nachteil: Die Staatsverschuldung steigt, wenn sie zu hoch ist. Dann die Wettbewerbserzerrung, das
- sogenannte Crowding Out. Private Unternehmen gehen häufiger Konkurs, dass sie viel höhere Kosten und Marchendruck haben als der Start. Sie können nicht
- einfach einen Kredit aufnehmen. Ebenfalls haben Sie viel höhere Zinsen auf Krediten. Und zum Schluss, die Schulden müssen mit
- Zinsen zurückbezahlt
Zum Nachlesen
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Deficit spendingHaushaltstechnisch handelt es sich beim „deficit spending“ um einen Überschuss der Staatsausgaben über die Staatseinnahmen der öffentlichen Haushalte ( …
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