Mathematik · Klasse 5–6 · aktualisiert
Würfel in der Geometrie: Aufbau und Eigenschaften
Ein Würfel hat 6 quadratische Flächen, 12 gleich lange Kanten und 8 Ecken. Du lernst, ihn zu erkennen, Modelle zu nutzen und Diagonalen zu zählen.
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Kurz gesagt
Ein Würfel ist ein Körper, der von sechs gleich großen Quadraten begrenzt wird. Er hat 6 Flächen, 12 gleich lange Kanten und 8 Ecken; an jeder Ecke treffen 3 Kanten zusammen. Er ist ein besonderer Quader, bei dem Länge, Breite und Höhe gleich sind.
Ein Würfel ist ein räumlicher Körper, der von sechs gleich großen Quadraten begrenzt wird. Er hat 8 Ecken, 12 gleich lange Kanten und 6 Flächen. Auf dieser Seite lernst du, einen mathematischen Würfel sicher zu erkennen, seine Bestandteile zu unterscheiden und Würfelnetze sowie Diagonalen zu untersuchen.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Ein Spielwürfel ist ein bekanntes Beispiel. Seine Punkte gehören aber nicht zur mathematischen Definition. Auch ein Körper ohne Punkte kann ein Würfel sein. Ein Würfel ist ein besonderer Quader. Bei einem allgemeinen Quader können Länge, Breite und Höhe verschieden sein. Beim Würfel stimmen diese drei Maße überein. Alltagsnamen können täuschen: Ein Zuckerwürfel ist häufig eher quaderförmig. Auch gewürfeltes Gemüse muss kein geometrisch genauer Würfel sein. Entscheidend sind nicht Name oder Verwendung, sondern die geometrischen Eigenschaften.
Definition
Würfel
Ein Würfel, auch Kubus oder regelmäßiges Hexaeder, ist ein dreidimensionaler Körper mit sechs gleich großen quadratischen Begrenzungsflächen. Alle zwölf Kanten sind gleich lang.
Beispiel: Du siehst zwei Körper:
- 1Körper A besitzt sechs rechteckige Flächen, aber nicht alle Kanten sind gleich lang.
- 2Körper B besitzt sechs gleich große quadratische Flächen.
- 3Körper A ist ein Quader, aber kein Würfel. Körper B erfüllt die Würfeldefinition.
Teste dich
Eine Fläche ist eines der sechs Quadrate, die den Würfel begrenzen. Zwei benachbarte Flächen treffen an einer Kante zusammen. An einer Ecke treffen jeweils drei Flächen und drei Kanten zusammen. Du kannst die Kanten systematisch zählen: 4 Kanten bilden den oberen Rand, 4 Kanten bilden den unteren Rand, 4 Kanten verbinden oben und unten. So erhältst du insgesamt 12 Kanten. Entsprechend liegen 4 Ecken oben und 4 Ecken unten, also insgesamt 8 Ecken. Gegenüberliegende Flächen sind parallel. Benachbarte Flächen stehen senkrecht aufeinander. Daher bilden auch die drei Kanten, die an einer Ecke zusammentreffen, paarweise rechte Winkel. Eine Diagonale verbindet zwei Ecken, die nicht durch eine Kante verbunden sind. Eine Flächendiagonale verbindet gegenüberliegende Ecken derselben Fläche. Jedes der sechs Quadrate hat zwei davon, zusammen also 12. Eine Raumdiagonale, auch Körperdiagonale genannt, verbindet gegenüberliegende Ecken durch das Innere. Von jeder der 8 Ecken führt genau eine Raumdiagonale weg, und jede gehört zu zwei Ecken: Das ergibt 4 Raumdiagonalen. Sie schneiden sich im Mittelpunkt des Würfels.
Merke: Ein Würfel hat 6 Flächen, 12 Kanten und 8 Ecken. An jeder Ecke treffen genau 3 Kanten und 3 Flächen zusammen.
Beispiel: Wähle eine Ecke eines durchsichtigen Würfelmodells.
- 1Zu drei benachbarten Ecken führen Würfelkanten.
- 2Zu drei weiteren Ecken führen Flächendiagonalen auf den angrenzenden Flächen.
- 3Zur letzten, gegenüberliegenden Ecke führt die Raumdiagonale durch das Würfelinnere.
- 4So kannst du die Art einer Verbindung anhand der Lage ihrer Endpunkte bestimmen.
Teste dich
Ein Modell hebt bestimmte Eigenschaften hervor. Es muss nicht genauso aufgebaut sein wie der gedachte mathematische Körper. Vollkörper: Ein Würfel aus Holz ist ein Vollkörpermodell. Du kannst seine Flächen, Kanten und Ecken ertasten. Außerdem veranschaulicht er den Rauminhalt und kann gedanklich oder tatsächlich in kleinere Würfel zerlegt werden. Flächenmodell: Ein gefalteter Papierwürfel ist ein Flächenmodell. Er hebt die sechs Begrenzungsflächen und ihre Verbindung hervor. Solche Modelle helfen beim Verständnis von Würfelnetzen und Oberfläche. Kantenmodell: Ein Kantenmodell kann aus zwölf Stäben bestehen. Es zeigt besonders deutlich die acht Ecken und zwölf Kanten. Das gebaute Modell besitzt keine ausgefüllten Flächen, obwohl der dargestellte mathematische Würfel von Flächen begrenzt wird.
Beispiel: Welches Modell passt zur Frage?
- 1Welche Kanten treffen an einer Ecke zusammen? Dafür passt das Kantenmodell.
- 2Wie viele kleine Einheitswürfel passen hinein? Dafür passt das Vollkörpermodell.
- 3Wie sieht der Würfel aufgeklappt aus? Dafür passt das Flächenmodell.
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Ein Würfelnetz ist ein ebener Bauplan aus sechs gleich großen, kantenweise verbundenen Quadraten. Beim Falten muss daraus ein geschlossener Würfel entstehen. Nicht jede zusammenhängende Anordnung aus sechs Quadraten ist ein Würfelnetz. Beim Falten dürfen weder eine Lücke noch zwei übereinanderliegende Flächen entstehen. Insgesamt gibt es genau 11 verschiedene Würfelnetze. So prüfst du eine Anordnung praktisch: Zeichne die sechs Quadrate auf Papier. Schneide die zusammenhängende Form aus. Falte an allen gemeinsamen Quadratseiten. Prüfe, ob sechs verschiedene Würfelflächen ohne Lücke und Überlappung entstehen.
Beispiel: Vier Quadrate in einer Reihe, eins über dem ersten, eins unter dem letzten
- 1Die vier Quadrate der Reihe falten sich zu einem Ring: Sie werden die vier Seitenflächen.
- 2Das Quadrat über dem ersten Quadrat klappt als Deckel nach oben.
- 3Das Quadrat unter dem letzten Quadrat klappt als Boden nach unten.
- 4Keine Lücke, keine Überlappung: Die Anordnung ist ein Würfelnetz.
Merke: Sechs Quadrate allein genügen nicht. Erst die richtige Verbindung und eine Faltprobe ohne Lücke oder Überlappung machen daraus ein Würfelnetz.
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Alles auf einen Blick
Würfel (Geometrie)
Aufbau
6 quadratische Flächen, 12 gleich lange Kanten, 8 Ecken
Beziehungen
drei Kanten und drei Flächen an jeder Ecke
Modelle
Vollkörper, Flächenmodell und Kantenmodell
Netz
sechs Quadrate, faltbar ohne Lücke oder Überlappung
Diagonalen
12 Flächendiagonalen und 4 Raumdiagonalen
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Ein Kantenmodell aus Stäben bauen
- 1Du willst ein Kantenmodell mit 15 cm Kantenlänge bauen.
- 2Ein Würfel hat 12 gleich lange Kanten, also brauchst du 12 Stäbe.
- 3Stablänge insgesamt: 12 · 15 cm = 180 cm, also 1,8 m
- 4Für die 8 Ecken brauchst du 8 Verbinder mit je 3 Anschlüssen.
- 5Probe: 8 · 3 = 24 Stabenden, das sind 2 · 12 = 24, jeder Stab hat 2 Enden.
Fehler finden
Wie viele Kanten hat ein Würfel? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 4Jede Kante gehört zu zwei benachbarten Flächen und wurde doppelt gezählt. Richtig: 24 : 2 = 12 Kanten.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Ein Würfel hat gleich lange Kanten. An jeder Ecke treffen Flächen zusammen. Eine Raumdiagonale verläuft durch das des Würfels.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback