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Mathematik · Klasse 12–13 · aktualisiert

Konfidenzintervall für Anteile berechnen

Ein Konfidenzintervall grenzt einen unbekannten Anteil ein. Du lernst, es aus einer Stichprobe zu berechnen und richtig zu deuten.

0 von 12 Aufgaben gelöst

Konfidenzintervall für Anteile berechnen

Kurz gesagt

Ein Konfidenzintervall für einen Anteil ist ein Bereich um den Stichprobenanteil h = \frac{X}{n}, der den unbekannten Anteil p eingrenzt. Für 95 % rechnest du h \pm m mit dem Sicherheitsabstand m = 1{,}96 \cdot \sqrt{\frac{h(1-h)}{n}}. Beispiel: 300 von 500 ergibt etwa [0{,}557; 0{,}643].

Ein Konfidenzintervall grenzt eine unbekannte Trefferwahrscheinlichkeit oder einen unbekannten Anteil p mithilfe einer Stichprobe ein. Du berechnest zuerst den beobachteten Anteil h und ergänzt dann einen Sicherheitsabstand nach unten und oben. Auf dieser Seite lernst du das normalapproximierte, symmetrische Intervall kennen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Angenommen, du befragst n zufällig ausgewählte Personen. X von ihnen stimmen einer Aussage zu. Dann ist h=\frac{X}{n} der Stichprobenanteil. Er ist die Punktschätzung für den unbekannten Anteil p in der gesamten Grundgesamtheit. Eine andere Stichprobe liefert meist einen anderen Wert für h. Das Intervall macht diese Unsicherheit sichtbar: Ein schmales Intervall schätzt genauer als ein breites. Achte auf den Parameter: Die Formel auf dieser Seite gilt für Anteile. Ein Intervall für einen Mittelwert braucht eine andere Formel mit Mittelwert und Standardabweichung.

Definition

Konfidenzintervall

Ein Konfidenzintervall ist ein aus Stichprobendaten berechneter Bereich für einen unbekannten Parameter. Hier ist der Parameter der Anteil p in der Grundgesamtheit.

Beispiel: 300 von 500 Befragten stimmen zu

  1. 1h=\frac{300}{500}=0{,}60
  2. 2Punktschätzung für p: 60\,\%

Teste dich

LeichtWas beschreibt h=0{,}60?
MittelVon 400 Befragten nennen 80 eine Partei. Welcher Stichprobenanteil gehört in die Intervallformel?

Alles auf einen Blick

Konfidenzintervall

  • Ausgangspunkt

    Trefferzahl X und Stichprobengröße n

  • Punktschätzung

    h=\frac{X}{n}

  • Berechnung

    h plus und minus Sicherheitsabstand m

  • Präzision

    größeres n ergibt meist ein schmaleres Intervall

  • Sicherheit

    höheres Niveau ergibt ein breiteres Intervall

  • Prüfung

    Wertebereich, Auswahl und Deutung kontrollieren

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

350 von 1000 Befragten nutzen täglich den Bus

  1. 1Stichprobenanteil: h=\frac{350}{1000}=0{,}35
  2. 2Für 95 %: z=1{,}96
  3. 3m=1{,}96\cdot\sqrt{\frac{0{,}35\cdot0{,}65}{1000}}\approx0{,}030
  4. 4Grenzen: 0{,}35-0{,}030=0{,}320 und 0{,}35+0{,}030=0{,}380
  5. 5Ergebnis: etwa [32\,\%;38\,\%] für den Anteil der täglichen Busfahrer in der Grundgesamtheit

Fehler finden

95-%-Intervall: 80 von 400 Befragten sagen ja In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Aus X Treffern unter n Beobachtungen folgt h = . Für ein 95-%-Intervall ist der kritische Wert . Der Sicherheitsabstand wird bei größerem n .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Konfidenzintervall

LeichtWelche Größe ist bei einer binomialen Stichprobe der direkte Schätzwert für p?
MittelEin 95-%-Intervall ist [0{,}23;0{,}29]. Was sind Mittelpunkt und halbe Breite?
SchwerInstitut 1 meldet [0{,}23;0{,}29], Institut 2 aus demselben Stichprobenanteil [0{,}24;0{,}28]. Beide nutzen dieselbe Methode. Was folgt bei gleichem Konfidenzniveau?

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