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Völkerwanderungszeit
Als Völkerwanderungszeit bezeichnet die ur- und frühgeschichtliche Archäologie eine archäologische Periode der Frühgeschichte Mitteleuropas.
Inhalt2 Abschnitte
Einordnung der Epoche
Die Völkerwanderungszeit ist in der ur- und frühgeschichtlichen Archäologie eine archäologische Periode der Frühgeschichte Mitteleuropas. Ihr geht die archäologische Periode Römische Kaiserzeit im Barbaricum voraus; danach folgt die Merowingerzeit.
In der Geschichtsforschung bezeichnet Völkerwanderungszeit traditionell die Phase der spätantiken Migration, die meist als Völkerwanderung bekannt ist. Gemeint sind vor allem Wanderungen germanischer Gruppen und Verbände zwischen dem Erscheinen der Hunnen nördlich des Schwarzen Meeres im Jahr 375 und der Eroberung Norditaliens durch die Langobarden im Jahr 568.
Bedeutung für Geschichte und Archäologie
Aus Sicht der Alten Geschichte gilt dieser Zeitraum, bezogen auf das Römische Reich, als Übergang zwischen Antike und frühem Mittelalter. Er ist durch die Ereignisse der Völkerwanderung und den Untergang des Römischen Reiches im Westen geprägt.
Der frühgeschichtliche Begriff Völkerwanderungszeit wird dagegen vor allem für Gebiete nordöstlich des römischen Limes verwendet, also überwiegend außerhalb des Imperiums. Die frühgeschichtliche Archäologie nutzt den Begriff, um Funde genauer zu bezeichnen, die in die Zeit der Völkerwanderung im nördlichen Mitteleuropa datieren.