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The Rhodes Colossus
Sie ist eine der bekanntesten politischen Karikaturen des 19. Jahrhunderts und wird häufig im Diskurs rund um den Wettlauf um Afrika abgebildet. Die Karikatur …
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Gegenstand und Bedeutung
The Rhodes Colossus, vollständig The Rhodes Colossus Striding from Cape Town to Cairo, ist eine politische Karikatur von Edward Linley Sambourne. Sie erschien am 10. Dezember 1892 in der britischen Satirezeitschrift Punch. Als eine der bekanntesten politischen Karikaturen des 19. Jahrhunderts wird sie häufig verwendet, um den Wettlauf um Afrika und den britischen Imperialismus zu veranschaulichen.
Darstellung und historischer Zusammenhang
Die Karikatur entstand vor dem Hintergrund der britischen Kolonialausbreitung nach der Kongokonferenz von 1884/1885. Großbritannien hatte zahlreiche Gebiete von Ägypten im Norden bis zur Kapkolonie im Süden Afrikas unter seine Herrschaft gebracht.
Dargestellt ist der britische Kolonialist Cecil Rhodes als übergroßer Mann: Sein rechter Fuß steht im Gebiet des späteren Südafrika, sein linker in Ägypten. Mit Kabeln verbindet er beide Enden des Kontinents. Das Bild spielt zugleich auf den Koloss von Rhodos an. Im Englischen entsteht durch die Namensgleichheit von Rhodes und der Insel Rhodos ein Wortspiel.
Politische Aussage
Die Karikatur kommentiert satirisch Rhodes’ Plan, elektrische Telegraphenkabel von Kapstadt nach Kairo zu verlegen. Sie reagierte auf einen am 30. November 1892 in The Times veröffentlichten Artikel; neben der ursprünglichen Zeichnung erschien auch ein satirisches Gedicht über Rhodes’ Vorhaben.
Sambourne wollte die Überheblichkeit britischer Kolonialisten kritisieren. Zum Kap-Kairo-Plan gehörte außerdem die Absicht, eine Eisenbahnverbindung vom Süden bis in den Norden Afrikas zu bauen. Der Telegraph steht in der Karikatur als Symbol kolonialer Machtausbreitung: Er sollte die Kommunikation zwischen britischen Kolonialherren in verschiedenen Teilen Afrikas erleichtern und dadurch ihre Vormacht über die indigene Bevölkerung weiter stärken.