Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Taugenichts

Taugenichts ist ein deutsches Schimpfwort. Es bezeichnet eine Person, die zu nichts taugt oder einen Lebensstil pflegt, der andere über Gebühr belastet und …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung
  2. 2. Gebrauch und ähnliche Wörter
  3. 3. Literarische und weitere Rezeption

Bedeutung

„Taugenichts“ ist ein deutsches Schimpfwort. Es bezeichnet eine Person, die zu nichts taugt oder einen Lebensstil führt, der andere über Gebühr belastet und niemandem etwas nützt.

Gebrauch und ähnliche Wörter

In der Literatur vor allem des 19. und 20. Jahrhunderts konnte „Taugenichts“ auch Nachkommen bürgerlicher Familien bezeichnen. Gemeint waren Personen, die nicht der Familientradition folgten und keinen bürgerlichen „Brot“-Beruf ergriffen, sondern zur Selbstverwirklichung künstlerisch tätig waren. Zeitgenössisch erhielten auch Herrscher dieses Attribut, beispielsweise Friedrich Wilhelm II. von Preußen.

Ähnliche Bezeichnungen sind Tunichtgut, Nichtsnutz, Hallodri, Haderlump, Tagedieb und Lüderjahn.

Literarische und weitere Rezeption

Die Figur des Taugenichts erhielt in Eichendorffs 1826 veröffentlichter bedeutender Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ eine literarische Überhöhung. Nach dieser Novelle entstand Bernhard Sinkels Film „Taugenichts“ aus dem Jahr 1977.

Weitere Werke mit verwandtem Titel sind der Reisebericht „Tagedieb und Taugenichts“ von Hugo Wehner über seinen Versuch, segelnd aus dem Alltag auszusteigen, sowie die Erzählung „Tagedieb und Taugenichts“ von Rainer Gross. Norbert W. Schlinkert veröffentlichte 2020 in der edition taberna kritika den erzählenden Essay „Tauge/Nichts“, eine moderne Version des Taugenichts.

Lernvideos zu Taugenichts

Weiterlesen