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Tangram
Tangram (auch Siebenbrett oder Siebenschlau bzw. chinesisch 七巧板, Pinyin qī qiǎo bǎn) ist ein altes chinesisches Legespiel, das vermutlich zwischen dem 8.
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Was Tangram ist
Tangram, auch Siebenbrett oder Siebenschlau genannt, ist ein altes chinesisches Legespiel für eine Person. Es gilt als historisches Spiel und ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet. Die Spieldauer hängt vom Können der spielenden Person ab.
Das Spiel besteht aus sieben Plättchen mit einfachen geometrischen Formen. Sie entstehen durch das Zerschneiden eines Quadrats in zwei große Dreiecke, ein mittelgroßes Dreieck, zwei kleine Dreiecke, ein Quadrat und ein Parallelogramm.
Regeln und Ziel
Mit den sieben Plättchen lassen sich zahllose Figuren legen. Die fertigen Formen stellen schattenrissartig zum Beispiel Tiere, Schiffe oder andere Gestalten dar.
Üblicherweise müssen alle sieben Teile verwendet werden. Die Plättchen dürfen dabei nicht übereinanderliegen. Die Aufgabe besteht somit darin, die einzelnen geometrischen Teile zu einer vorgegebenen oder selbst gewählten Gesamtform zusammenzusetzen.
Verbreitung und Wiederbelebung
Tangram entstand vermutlich zwischen dem 8. und 4. Jahrhundert v. Chr. in China. Nachdem dort Anfang des 19. Jahrhunderts die ersten Vorlagenbücher gedruckt worden waren, verbreitete sich das Spiel um 1813 auch in Europa und Amerika.
In den deutschsprachigen Ländern verkaufte die Fabrik F. Ad. Richter und Cie., k.u.k. Hoflieferanten in Rudolstadt, Nürnberg, Wien, Olten, Rotterdam und New York, eine Taschenausgabe für 20 Pfennige. Sie erschien in mehreren Auflagen unter dem Titel „Kopfzerbrecher“. Der Erfolg führte zu weiteren ähnlichen Spielen mit den Namen „Quälgeist“ und „Kreuzzerbrecher“.
1892 veröffentlichte der dänische Lehrer Sophus Tromholt weitere mathematische Legespiele, die sich an Tangram anlehnten. Sie wurden unter den Namen „Nussknacker“ und „Yum Yum“ bekannt. Eine Renaissance erlebte Tangram Mitte der 1970er Jahre: Der DuMont-Verlag veröffentlichte 1976 eine zweisprachige deutsch-holländische Taschenbuchausgabe, die etwa 1600 Vorlagen enthielt.
Varianten und heutige Verwendung
Neben dem klassischen Tangram gibt es Varianten mit anderen Grundformen. Dazu gehören das Magische Ei, auch Ei des Columbus oder Wunderei genannt, und das Herzrätsel. Außerdem erschienen zahlreiche Varianten in Kreisform und als Rechteck.
Das Logo des Deutschen Spielepreises basiert auf Tangram.