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Steffen Poser

Steffen Poser wuchs in Reudnitz auf, er besuchte zunächst die Nikolaischule, 1981 legte er sein Abitur an der Thomasschule ab. Unterbrochen von seinem …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Person und Arbeitsgebiet
  2. 2. Ausbildung und beruflicher Weg
  3. 3. Einzelschriften und Museumsveröffentlichungen
  4. 4. Aufsätze und thematische Schwerpunkte

Person und Arbeitsgebiet

Steffen Poser (* 20. Juli 1962 in Leipzig) ist ein deutscher Historiker, Museumskurator und Autor. Sein zentrales Forschungs- und Publikationsgebiet sind die Völkerschlacht bei Leipzig und das Völkerschlachtdenkmal. Daneben beschäftigte er sich mit Ausstellungen, Museumssammlungen und der Frage, wie Geschichtsmuseen historische Gegenstände und Ereignisse vermitteln.

Ausbildung und beruflicher Weg

Poser wuchs in Leipzig-Reudnitz auf. Er besuchte zunächst die Nikolaischule und legte 1981 an der Thomasschule das Abitur ab. Nach dem Grundwehrdienst bei der NVA arbeitete er für das Museum für Geschichte der Stadt Leipzig, zunächst als Fremdenführer am Völkerschlachtdenkmal.

Seit 1991 leitete er das Denkmal. 1992 schloss er an der Humboldt-Universität zu Berlin ein Fernstudium in Geschichte ab. Seine Diplomarbeit behandelte das Völkerschlachtdenkmal als politisches Symbol im Wandel der Zeit.

Neben dem Denkmal leitete Poser das dazugehörige Museum FORUM 1813. Außerdem kuratierte er verschiedene Ausstellungen des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig und betreute dort die Militaria- und Numismatiksammlungen. Im Juli 2025 ging er in den Ruhestand.

Einzelschriften und Museumsveröffentlichungen

Zu Posers Veröffentlichungen gehören Bücher, Kurzführer, Hörmedien und Ausstellungskataloge zur Völkerschlacht und zum Völkerschlachtdenkmal. Dazu zählen „Denkmale erzählen über die Leipziger Völkerschlacht“ (1998), ein Hörbuch zum Völkerschlachtdenkmal (2005), „Denkmale zur Völkerschlacht“ (2008) und der „Völkerschlachtdenkmal. Kurzführer“ (2008), der auch in englischer Ausgabe als „Monument to the battle of the nations. Short guide“ erschien.

Weitere Veröffentlichungen sind „Die Völkerschlacht bei Leipzig. ‚In Schutt und Graus begraben‘“ (2013), „Völkerschlacht in Stichworten“ (2013) sowie, gemeinsam mit Volker Rodekamp, Frida Starke und Thomas Topfstedt, „Völkerschlachtdenkmal“ (4. Auflage, 2015). Mit der Schrift „... oder kann das weg?“ (2020) behandelte Poser das Sammeln in Geschichtsmuseen zwischen Alltag und Aura. 2024 gab er gemeinsam mit Ulrike Dura „R.I.P. Die letzte Adresse. Tod und Bestattungskultur in Leipzig“ heraus.

Aufsätze und thematische Schwerpunkte

Posers Aufsätze untersuchen vor allem die Geschichte, Bedeutung und öffentliche Wahrnehmung des Völkerschlachtdenkmals. Themen sind unter anderem seine Entstehung und Einweihung zur Jahrhundertfeier der Völkerschlacht 1913, seine Rezeptionsgeschichte, seine Rolle als nationales Denkmal sowie sein Wandel zu einem Zeichen europäischer Geschichte.

Weitere Beiträge befassen sich mit dem Museum FORUM 1813, der Sanierung des Denkmals, der Völkerschlacht bei Leipzig, ihren Folgen und ihrer Erinnerungskultur. Dazu gehören auch die humanitäre Katastrophe nach der Schlacht, der Deutsche Patriotenbund, Leipziger Schützen und einzelne mit Leipzig verbundene historische Themen. Ein Teil der Veröffentlichungen entstand im Zusammenhang mit Ausstellungen oder Katalogen, darunter „Ich habe das Morden zum Überdruss satt!“ zur Völkerschlacht.

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