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Staccato
Das Staccato („getrennt“, von italienisch staccare „abtrennen“) ist eine musikalische Artikulationsform, bei der aufeinanderfolgende Töne klar voneinander …
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Bedeutung und Grundprinzip
Staccato ist eine musikalische Artikulationsform: Aufeinanderfolgende Töne werden klar voneinander getrennt. Dazu spielt man sie kürzer, als ihr notierter Notenwert eigentlich vorgibt; der Klang kann dadurch abgehackt wirken. Die Anweisung kann auf jeden Notenwert angewendet werden. Sie bedeutet daher nicht, dass Töne grundsätzlich so kurz wie möglich gespielt werden müssen.
In Musik-Wörterbüchern und Noten steht staccato als Artikulationsanweisung. In der musikalischen Fachsprache wird die italienische Schreibweise mit „cc“ verwendet, auch beim Substantiv Staccato. Die eingedeutschte Form Stakkato wird als Substantiv vor allem im übertragenen Wortgebrauch gebraucht.
Kennzeichnung in Noten
Eine Staccato-Note wird mit ihrem vollen Notenwert notiert. Ein Punkt oberhalb oder unterhalb der Note zeigt jedoch an, dass sie getrennt und verkürzt auszuführen ist. Bei längeren Passagen kann statt der Punkte auch das Wort „staccato“ oder die Abkürzung „stacc.“ stehen.
Ausführung auf Instrumenten
Bei Streichinstrumenten kann Staccato entstehen, indem die Saite mit einer ruckartigen Bogenbewegung nur kurz angerissen wird. Eine weitere Möglichkeit ist, den Bogen auf die Saite fallen und sofort zurückspringen zu lassen, während er sich seitlich wie bei Auf- oder Abstrich bewegt. Diese Strichart heißt Spiccato und erzeugt sehr kurze Töne. Besonders bei schnellen Folgen kurzer Staccato-Noten wird die Anweisung von Streichern oft als Spiccato ausgeführt: Nach dem Aufprall springt der Bogen ohne weitere Einwirkung des Spielers zurück.
Bei Blasinstrumenten wird der Ton meist durch ein plötzliches Unter- oder Abbrechen des Luftstroms mit der Zunge getrennt. Beim Klavier erreicht man die Staccato-Artikulation, indem der Finger schnell von der gedrückten Taste abgestoßen wird.
Bei Schlaginstrumenten wie Pauke oder Triangel ist eine Staccato-Anweisung meist nicht nötig, weil ihr Anschlag ohnehin einen ähnlichen Klangeindruck erzeugt. Sie klingen jedoch nach dem Anschlag weiter. Ein Becken hat einen lauten und langen Ausklang. Der Nachklang einer Pauke ist schwächer, dauert im Mezzoforte-Bereich je nach Paukengröße aber drei bis fünf Sekunden und bei kräftigem Anschlagen länger. Unerwünschten Nachklang kann der Paukist dämpfen, indem er die Fingerspitzen auf das vibrierende Fell legt.
Übertragene Verwendung
„Stakkato“ kann Schalleindrücke bezeichnen, die an die getrennten, kurzen Töne der Musik erinnern, etwa atemloses oder abgehacktes Sprechen oder Maschinengewehrfeuer. Auch ein ungewöhnlich schnelles Aufeinanderfolgen von Ereignissen ohne Schallbezug kann so genannt werden, zum Beispiel „ein Stakkato aus Dekreten“ oder „ein Stakkato der Zumutungen“.