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Soli Deo gloria
Sie besagt, dass Gott allein Ehre gebührt. Neben dem Soli Deo Gloria stehen in den reformatorischen Kirchen die Prinzipien solus Christus („allein Christus“), …
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Bedeutung und religiöser Grundsatz
Soli Deo gloria bedeutet „Gott allein [sei] die Ehre“. Die seltene Übersetzung „dem alleinigen Gott die Ehre“ gilt als sinnfalsch. Die lateinische Wendung wurde in der frühen Neuzeit vielfach verwendet und zählt als religiöser Grundsatz oft zu den fünf Solas der Reformation. Sie besagt, dass allein Gott Ehre gebührt.
Zu den weiteren reformatorischen Prinzipien gehören solus Christus („allein Christus“), sola scriptura („allein durch die Schrift“), sola fide („allein durch den Glauben“) und sola gratia („allein durch die Gnade“).
Verwendung in Musik, Büchern und Strafvollzug
Komponisten des Mittelalters und des Barock setzten die Worte, meist als Abkürzung S. D. G., an den Anfang oder das Ende ihrer Partituren. Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel unterzeichneten viele Werke mit dieser Signatur. Auch am historischen Kanzelkorb der Bach-Kirche in Arnstadt ist das Kürzel kunstvoll gestaltet zu sehen.
Im 18. Jahrhundert verwendeten Autoren wie Johann Gottfried Gregorii und Buchdrucker wie Johann Michael Funcke die Phrase am Anfang oder Ende eines Buches. Scharfrichter, etwa Georg Gebart, ließen sie außerdem als Sinnspruch in Richtschwerter gravieren oder ätzen.
Soli Deo als Bezeichnung des Pileolus
In der römisch-katholischen Kirche wird der Pileolus auch Soli Deo genannt. Er gehört zur Amtstracht von Bischöfen innerhalb und außerhalb der Liturgie. Anders als andere Kopfbedeckungen wird er bei Begrüßungen nicht abgenommen. Nur in der Messe, während der sakramentalen Gegenwart Christi, wird er abgenommen: also „vor Gott allein“.