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Ska Keller

Bei den Europawahlen 2014 und 2019 wurde sie wiedergewählt, bei beiden Wahlen trat sie als Co-Spitzenkandidatin für die Europäische Grüne Partei an, bei der …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ausbildung und frühes Engagement
  3. 3. Arbeit bei den Brandenburger Grünen
  4. 4. Europäisches Parlament
  5. 5. Tätigkeit seit 2025

Überblick

Franziska Maria „Ska“ Keller (* 22. November 1981 in Wilhelm-Pieck-Stadt Guben, DDR) ist eine ehemalige deutsche Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen. Sie gehörte von 2009 bis 2024 dem Europäischen Parlament an und arbeitete dort in der Fraktion Die Grünen/EFA. Bei den Europawahlen 2014 und 2019 war sie Co-Spitzenkandidatin der Europäischen Grünen Partei; 2019 führte sie außerdem die Liste von Bündnis 90/Die Grünen an. Von Dezember 2016 bis September 2022 leitete sie die Grünen/EFA-Fraktion gemeinsam mit Philippe Lamberts.

Ausbildung und frühes Engagement

Keller wuchs in einer Grenzregion auf. Als Jugendliche engagierte sie sich in Guben in einer Antifa-Gruppe gegen Rechtsextremisten. Sie studierte Islamwissenschaft, Turkologie und Judaistik an der Freien Universität Berlin sowie an der Sabancı-Universität in Istanbul. Das Studium schloss sie 2010 als Magistra ab.

Seit 2001 gehörte sie der Grünen Jugend an. Von 2002 bis 2004 war sie Beisitzerin im Bundesvorstand und von 2005 bis 2007 Sprecherin der Federation of Young European Greens.

Arbeit bei den Brandenburger Grünen

Keller trat 2002 Bündnis 90/Die Grünen bei. Ab 2005 war sie Mitglied im Vorstand des Landesverbandes Brandenburg und von 2005 bis 2009 Geschäftsführerin des Kreisverbandes Spree-Neiße. Zwischen November 2007 und 2009 war sie gemeinsam mit Axel Vogel gleichberechtigte Vorstandssprecherin des Landesverbandes.

In dieser Funktion engagierte sie sich besonders für ein landesweites Volksbegehren gegen neue Tagebaue in Brandenburg. Dieses Vorhaben wurde von Parteien und Umweltverbänden gemeinsam initiiert.

Europäisches Parlament

Bei der Europawahl 2009 wurde Keller erstmals ins Europäische Parlament gewählt. In der 7. Legislaturperiode (2009–2014) war sie Mitglied im Entwicklungsausschuss von 2009 bis 2012 und im Ausschuss für internationalen Handel von 2012 bis 2014. Außerdem war sie von 2009 bis 2014 stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres.

2014 gewann Keller zusammen mit José Bové die europaweite Online-Vorwahl der Europäischen Grünen Partei, an der knapp 23.000 Menschen teilnahmen. Auf der deutschen Grünen-Bundesliste stand sie auf Platz 3. In der 8. Legislaturperiode gehörte sie von 2014 bis 2017 dem Ausschuss für internationalen Handel an und war von 2014 bis 2019 stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres. Zu Beginn dieser Legislatur wurde sie stellvertretende Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion.

Bei der Europawahl 2019 setzte sie sich in einer Vorwahl gegen Petra De Sutter durch und führte gemeinsam mit Bas Eickhout den Wahlkampf der Europäischen Grünen. Bündnis 90/Die Grünen wählte sie zugleich auf Platz 1 seiner Europawahlliste. Die Grünen/EFA wurde anschließend viertstärkste Fraktion im Europäischen Parlament. Keller war danach stellvertretendes Mitglied im Fischereiausschuss sowie im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

2019 kandidierte sie für das Amt der Präsidentin des Europäischen Parlaments. Damit wollte sie gegen das vom Europäischen Rat vorgeschlagene Personaltableau protestieren, das aus ihrer Sicht dem Prinzip der Europäischen Spitzenkandidaten widersprach. Sie unterlag David Sassoli. Am 14. September 2022 gab sie den Co-Fraktionsvorsitz ab, um nach eigener Aussage einer neuen Generation von Abgeordneten Platz zu machen. Terry Reintke wurde am 12. Oktober 2022 ihre Nachfolgerin. Zur Europawahl 2024 kandidierte Keller nicht erneut.

Tätigkeit seit 2025

Seit 2025 ist Ska Keller beim WWF Deutschland für Europa-Politik zuständig.

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