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Shrek – Der tollkühne Held

Darin wird die Geschichte eines gleichnamigen Ogers erzählt, der in einer Märchenwelt lebt und versehentlich in ein Abenteuer um die Rettung einer Prinzessin …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Handlung
  3. 3. Produktion und Musik
  4. 4. Parodien und Anspielungen
  5. 5. Rezeption und Wirkung
  6. 6. Fortsetzungen und Synchronisation

Überblick

Shrek – Der tollkühne Held ist ein computeranimierter Kinofilm von DreamWorks aus dem Jahr 2001. Der Film dauert 87 Minuten, stammt aus den Vereinigten Staaten und basiert auf dem Kinderbuch Shrek! von William Steig. Im Mittelpunkt steht Shrek, ein Oger, der in einer Märchenwelt lebt und ungewollt in ein Abenteuer um die Rettung einer Prinzessin gerät. Regie führten Andrew Adamson und Vicky Jenson; die Musik stammt von Harry Gregson-Williams und John Powell.

Der Film ist wichtig, weil er eine erfolgreiche Filmreihe begründete und bei der Oscarverleihung 2002 als erster Film überhaupt den neu geschaffenen Oscar in der Kategorie „bester Animationsfilm“ gewann. In Deutschland startete er am 5. Juli 2001 im Kino; im deutschen Free-TV war er erstmals am 31. Mai 2004 in der ARD zu sehen.

Handlung

Die Handlung beginnt wie ein klassisches Märchen: Eine Prinzessin ist wegen eines Fluchs in einem Turm gefangen, der von einem feuerspeienden Drachen bewacht wird. Nur ein tapferer Ritter und der Kuss der wahren Liebe können sie befreien.

Shrek ist ein Oger und lebt gern allein in seinem Sumpf. Andere halten ihn für grobschlächtig, dumm, hässlich und gefährlich. Als Lord Farquaad, der Herr von Duloc, alle Fabelwesen aus seinem Land vertreibt und in Shreks Sumpf umsiedelt, schließt Shrek mit ihm einen Handel: Wenn Shrek Prinzessin Fiona aus dem Turm befreit, bekommt er seinen Sumpf wieder für sich allein. Farquaad will Fiona heiraten, um König zu werden.

Shrek wird auf seiner Mission von einem sprechenden Esel begleitet. Gemeinsam retten sie Fiona vor dem Drachen. Fiona ist enttäuscht, dass nicht Farquaad selbst sie gerettet hat. Auf dem Weg nach Duloc verlieben sich Shrek und Fiona ineinander; auch Esel und die Drachendame entwickeln Gefühle füreinander. Shrek weiß jedoch nicht, dass Fiona sich bei Nacht wegen ihres Fluchs selbst in eine Ogerfrau verwandelt.

Ein Missverständnis trennt Shrek und Fiona beinahe: Shrek hört, wie Fiona sagt, niemand könne ein Monster lieben, und glaubt, sie meine ihn. Tatsächlich spricht Fiona über sich selbst. Fiona will daraufhin Farquaad heiraten. Nachdem Esel Shrek das Missverständnis erklärt, verhindern sie mit Hilfe des Drachen die Hochzeit. Farquaad wird vom Drachen verschlungen. Durch den Kuss der wahren Liebe zwischen Fiona und Shrek wird Fionas Fluch aufgehoben: Sie bleibt endgültig eine Ogerfrau und heiratet Shrek.

Produktion und Musik

Shrek war zur Zeit seiner Herstellung der bislang aufwendigste computeranimierte Film. Ursprünglich sprach Chris Farley in der englischen Originalfassung die Hauptfigur Shrek, starb aber während der Produktion. Danach übernahm Mike Myers die Rolle. Für die Figur des Esels suchten die Filmschöpfer über das Internet einen echten Esel, um Bewegungen und Mimik genau zu studieren. Vorbild wurde der kalifornische Zwergesel Pericles.

Die Filmmusik nutzt englischsprachige Rockmusik. Zu den genannten Liedern gehören unter anderem „All Star“ von Smash Mouth, „Bad Reputation“ von Joan Jett & the Blackhearts, „I’m On My Way“ von The Proclaimers, „My Beloved Monster“ von Eels und „I’m a Believer“ von Eddie Murphy und Smash Mouth. Bei „Hallelujah“ wird im Film die Version von John Cale verwendet; auf der Soundtrack-CD ist dagegen eine Version von Rufus Wainwright zu hören.

Parodien und Anspielungen

Ein zentrales Merkmal des Films sind Parodien auf Märchen, Disney-Filme und bekannte Filmszenen. Da Produzent Jeff Katzenberg Mitte der 1990er die Disney-Studios im Streit verlassen hatte, werden viele Märchenfiguren als Parodien auf erfolgreiche Disney-Adaptionen verstanden.

Der Film spielt unter anderem auf Robin Hood, Schneewittchen und die sieben Zwerge, Pinocchio, Peter Pan, Die drei kleinen Schweinchen, Rotkäppchen, Dornröschen und Cinderella an. Beispiele sind die vertriebenen Märchenfiguren, Lord Farquaads sprechender Spiegel und Fiona, die im Morgengrauen mit einem Vogel singt. Auch Filmszenen werden parodiert: Der Drache erinnert kurz an King Kong, Fiona kämpft in einer Szene im Stil der Bullet Time aus Matrix, und weitere Anspielungen beziehen sich auf Godzilla und Highlander.

Weitere Wortspiele und Bezüge betreffen Lord Farquaads Namen, die Stadt Duloc als Parodie auf Disneyland und ein Schild mit „You are parked in Lancelot“, das mit „parking lot“ und Lancelot spielt. In der deutschen Synchronfassung erwähnt Shrek den Spitznamen „Blähboy“, eine Anspielung auf Playboy. Außerdem wurde von mehreren Autoren spekuliert, ob Shreks Aussehen vom französischen Wrestler Maurice Tillet beeinflusst sein könnte.

Rezeption und Wirkung

Der Film erhielt überwiegend gute Kritiken. Rotten Tomatoes nennt 89 % positive Urteile auf Grundlage von 176 Filmkritiken; Metacritic gibt einen Metascore von 84/100 an. Die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh das Prädikat „besonders wertvoll“.

Kritiker lobten besonders die Animation, die visuelle Gestaltung, den Humor und die Erzählung. James Berardinelli nannte den Film „wundervoll“ und „schrullig“ und betonte, er könne Kinder und Eltern gleichermaßen ansprechen. Roger Ebert beschrieb ihn als „erstaunliche visuelle Freude“, hob aber auch die unterhaltsame Geschichte und den liebenswerten Shrek hervor. Mick LaSalle sah den Film als „visuell elegant“, „ehrlicher“ und „warmherziger“ als die meisten Zeichentrickfilme und bezeichnete ihn als möglicherweise ersten wirklich modernen animierten Film.

Zu den Auszeichnungen gehören der Oscar als bester animierter Spielfilm bei der Oscarverleihung 2002, ein Young Artist Award als bester animierter Film im Jahr 2002 und die Goldene Leinwand 2001. Das Drehbuch wurde zusätzlich für einen Oscar nominiert. 2020 wurde Shrek – Der tollkühne Held in das National Film Registry aufgenommen. Der Erfolg des Films machte ironisch-satirische Märchen-Parodien populär; als Beispiele nennt der Artikel Es war k’einmal im Märchenland, Die Rotkäppchen-Verschwörung, 7 Zwerge und Die Märchenstunde.

Fortsetzungen und Synchronisation

Vor dem zweiten Kinofilm erschien der erste Film erneut auf DVD in einer erweiterten Fassung mit einem zusätzlichen 15-minütigen 3D-Kurzfilm. 2004 folgte Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück. 2007 kam Shrek der Dritte in die Kinos. Ebenfalls 2007 erschien der rund 30-minütige Weihnachtsfilm Shrek – Oh du Shrekliche. 2009 etablierte sich eine Musical-Fassung des ersten Films am Broadway. 2010 erschien das Halloween-Spezial Scared Shrekless, und ebenfalls 2010 kam der vierte Kinofilm Für immer Shrek heraus. Pläne für einen fünften Teil wurden zunächst fallen gelassen; im April 2023 gaben mehrere Quellen an, dass ein fünfter Teil kommen werde, voraussichtlich jedoch nicht vor Ende 2024.

Die deutschsprachige Synchronisation wurde von der Berliner Synchron produziert. Dialogregie führte Michael Nowka, der auch den Zauberspiegel spricht. Wichtige deutsche Sprecher sind Sascha Hehn als Shrek, Esther Schweins als Fiona, Randolf Kronberg als Esel und Rufus Beck als Lord Farquaad. In der Originalfassung sprechen unter anderem Mike Myers, Cameron Diaz, Eddie Murphy und John Lithgow.

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