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John Powell (Filmkomponist)
John Powell (* 18. September 1963 in London, England) ist ein britischer Filmmusikkomponist. John Powell (2008). Inhaltsverzeichnis.
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Überblick
John Powell (* 18. September 1963 in London, England) ist ein britischer Filmmusikkomponist. Filmmusik ist Musik, die für Filme oder Serien komponiert wird und ihre Handlung, Stimmung und Dramaturgie unterstützt. Powell ist vor allem durch Musik zu großen Animationsfilmen, Actionfilmen und Filmreihen bekannt, darunter Shrek – Der tollkühne Held, Ice Age, Die Bourne Identität, Kung Fu Panda und Drachenzähmen leicht gemacht.
Seine Bedeutung zeigt sich besonders an der Zahl seiner Arbeiten für international bekannte Produktionen und an mehreren wichtigen Nominierungen und Auszeichnungen. 2011 erhielt er für Drachenzähmen leicht gemacht seine erste Oscar-Nominierung; 2025 wurde er erneut für Wicked in der Kategorie Beste Filmmusik nominiert.
Ausbildung und Karrierebeginn
Powell studierte am Trinity College of Music in London Bratsche und Komposition bei Richard Arnell und gewann mehrere Preise. Die Bratsche ist ein Streichinstrument, das der Geige ähnelt, aber tiefer klingt. Komposition bedeutet hier das planvolle Schreiben von Musik.
Nach dem Studium arbeitete Powell zunächst als Komponist für Werbespots. 1980 schrieb er seine erste Filmmusik für den Verlag Air-Edel im Musikhaus Independently Thinking Music. 1985 gründete er zusammen mit Gavin Greenaway und Michael Petry die Media Arts Group. Neben Filmmusik komponierte er auch Soundtracks zu Kunst-Installationen von Petry, die in Ausstellungen in Europa, den USA und Japan gezeigt wurden.
1997 zog Powell in die USA. Dort arbeitete er mit bekannten Filmkomponisten wie Harry Gregson-Williams, Patrick Doyle und Hans Zimmer zusammen. Diese Zusammenarbeit ist auch in mehreren Filmen seiner Filmografie sichtbar, etwa bei Antz, Chicken Run – Hennen rennen, Shrek – Der tollkühne Held, Der Weg nach El Dorado und Kung Fu Panda.
Wichtige Filmarbeiten
Powells Filmografie beginnt in der Auswahl mit Fernseh- und Kurzfilmprojekten wie Stay Lucky (1990), Les escarpins sauvages (1994) und High Incident (1996). Ein früher bekannter Kinofilm ist Im Körper des Feindes (Face/Off) von 1997. 1998 war er außerdem Musikarrangeur bei Der Prinz von Ägypten und komponierte mit Harry Gregson-Williams die Musik zu Antz.
Ab 2000 arbeitete Powell an vielen großen Produktionen. Dazu gehören Der Weg nach El Dorado (2000, mit Hans Zimmer), Chicken Run – Hennen rennen (2000, mit Harry Gregson-Williams), Shrek – Der tollkühne Held (2001, mit Harry Gregson-Williams), Evolution (2001), Ich bin Sam (2001), Die Bourne Identität (2002), The Italian Job – Jagd auf Millionen (2003), Die Bourne Verschwörung (2004), Robots (2005), Mr. & Mrs. Smith (2005), Ice Age 2 – Jetzt taut’s (2006), X-Men: Der letzte Widerstand (2006), Flug 93 (2006), Happy Feet (2006) und Das Bourne Ultimatum (2007).
Besonders häufig erscheint Powell in Animationsfilmen und Filmreihen. Er komponierte unter anderem für Horton hört ein Hu! (2008), Kung Fu Panda (2008, zusammen mit Hans Zimmer), Bolt – Ein Hund für alle Fälle (2008), Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los (2009), Drachenzähmen leicht gemacht (2010), Rio (2011), Kung Fu Panda 2 (2011, zusammen mit Hans Zimmer), Happy Feet 2 (2011), Der Lorax (2012), Ice Age 4 – Voll verschoben (2012), Rio 2 – Dschungelfieber (2014), Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014), Ferdinand – Geht STIERisch ab! (2017) und Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt (2019).
Weitere spätere Arbeiten sind Solo: A Star Wars Story (2018), Ruf der Wildnis (2020), Locked Down (2021), Don’t Worry Darling (2022), Still: A Michael J. Fox Movie (2023, Dokumentarfilm), Raus aus dem Teich (2023), The Last Ranger (2024, Kurzfilm), Thelma, das Einhorn (2024), Ein klitzekleines Weihnachtswunder (2024), Wicked (2024), Drachenzähmen leicht gemacht (2025), Wicked: Teil 2 (Wicked: For Good, 2025) und Minions & Monster (2026).
Auszeichnungen und Nominierungen
Powell wurde mehrfach für bedeutende Filmmusikpreise nominiert und ausgezeichnet. Bei den Academy Awards, also den Oscars, wurde er 2011 in der Kategorie Beste Filmmusik für Drachenzähmen leicht gemacht nominiert und 2025 in derselben Kategorie für Wicked.
Beim British Academy Film Award erhielt er Nominierungen für Shrek – Der tollkühne Held (2002, gemeinsam mit Harry Gregson-Williams), Happy Feet (2007) und Drachen zähmen leicht gemacht (2011). Beim Saturn Award wurde er unter anderem für Im Körper des Feindes (1998), Der Weg nach El Dorado (2001, gemeinsam mit Hans Zimmer), Shrek – Der tollkühne Held (2002, gemeinsam mit Harry Gregson-Williams), X-Men: Der letzte Widerstand (2007), Das Bourne Ultimatum (2008), Jumper (2009), Drachenzähmen leicht gemacht (2011) und Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2015) nominiert. Außerdem wurde er 2008 bei den Grammy Awards in der Kategorie Beste Filmmusik für Happy Feet nominiert.
Gewonnen hat Powell mehrere Annie Awards, die besonders für Animationsfilme wichtig sind: 2001 für Shrek – Der tollkühne Held, gemeinsam mit Harry Gregson-Williams, 2009 für Kung Fu Panda, gemeinsam mit Hans Zimmer, 2011 für Drachenzähmen leicht gemacht und 2015 für Drachenzähmen leicht gemacht 2. Hinzu kamen acht weitere Nominierungen. Beim International Film Music Critics Award wurde er ausgezeichnet für Happy Feet (2007), Das Bourne Ultimatum (2008), Drachenzähmen leicht gemacht (2011), Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2015) und Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt (2020); außerdem gab es neun weitere Nominierungen. 2019 erhielt er den World Soundtrack Award für Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt in der Kategorie Best Score of the Year.