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Segensgestus
Der Segensgestus ist im Christentum eine liturgische Gebärde zur Segnung. Die Segnung wird begleitet vom Kreuzzeichen mit der Hand (Handsegen) oder durch …
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Grundidee
Der Segensgestus ist im Christentum eine liturgische Gebärde, also eine Handlung im Gottesdienst, mit der ein Segen gespendet wird. Die Segnung kann durch ein Kreuzzeichen mit der Hand, den sogenannten Handsegen, oder durch das Auflegen der Hände begleitet werden.
Der Artikel weist darauf hin, dass einige Angaben zu den unterschiedlichen Konfessionen nicht ausreichend belegt sind.
Formen in den Kirchen
In der lateinischen Kirche, der orthodoxen Kirche und der evangelischen Kirche gibt es unterschiedliche Formen des Segensgestus. Gemeinsam ist ihnen, dass die Handbewegung oder Handhaltung religiöse Bedeutung hat und den gesprochenen Segen sichtbar begleitet.
Im lateinischen und evangelischen Bereich spielt das Kreuzzeichen eine wichtige Rolle. In der orthodoxen Tradition wird die Hand so gehalten, dass sie auf den Namen „Jesus Christus“ verweist.
Lateinische Tradition
Im lateinischen Ritus waren beim Handsegen traditionell Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger ausgestreckt. Diese drei Finger weisen auf die Dreifaltigkeit hin. Die beiden anderen Finger sind zurückgebogen und verweisen auf die göttliche und menschliche Natur Jesu Christi.
Seit Papst Innozenz III. (1198–1216) bis zur Liturgiereform war dieser Gestus vorgeschrieben. Seitdem segnet der Priester so, dass alle Finger der rechten Hand aufrecht sind. Beim Schlusssegen segnen Priester mit einem Kreuzzeichen, Bischöfe mit dreien.
Orthodoxe Tradition
In den orthodoxen Kirchen gibt es beim griechischen Segen eine besondere Fingerhaltung der rechten Hand. Daumen und Ringfinger berühren sich, der Zeigefinger steht aufrecht, und Mittelfinger sowie kleiner Finger werden leicht nach innen gekrümmt.
Diese Haltung soll die Buchstaben IC-XC bilden, eine Abkürzung für „Jesus Christus“: Ἰησοῦς Xριστός. Der gerade Zeigefinger bildet das I, also Iota. Der gekrümmte Mittelfinger bildet das C, also das finale Sigma. Daumen und Ringfinger zusammen bilden das X, also Chi. Der kleine gekrümmte Finger bildet das zweite finale Sigma.
Evangelische Praxis
In der Evangelischen Kirche ist beim Schlusssegen eines Gottesdienstes das Erheben der Hände verbreitet. Anschließend folgt gewöhnlich ein Kreuzzeichen in der Form der lateinischen Tradition.
Daneben kennt die Evangelische Kirche auch die Segnung durch Handauflegung. Beispiele dafür sind Konfirmation, Trauung und Ordination.