Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Register (Musik)
Unter einem Register versteht man in der Musik hauptsächlich zweierlei: Eine Gruppe Töne erzeugender Elemente (Orgelpfeifen oder Saiten) gleicher Klangfarbe …
Inhalt6 Abschnitte
Grundbedeutungen
Der Begriff Register hat in der Musik hauptsächlich zwei Bedeutungen. Erstens bezeichnet er eine Gruppe tonerzeugender Elemente gleicher Klangfarbe, zum Beispiel Orgelpfeifen oder Saiten. Auch Gruppen verwandter Orchesterinstrumente mit ähnlicher Klangfarbe werden Register genannt.
Zweitens bezeichnet Register einen Tonhöhenbereich eines Instruments oder der menschlichen Stimme, der durch eigene Klangfarben oder durch bau- und spieltechnische Eigenschaften gekennzeichnet ist. Bei der klassischen Gitarre entstehen verschiedene Klangfarben außerdem dadurch, dass nahe am Steg oder nahe am Griffbrett gezupft wird.
Register als Klanggruppen bei Instrumenten
Bei der Orgel ist ein Register eine Gruppierung von Orgelpfeifen gleicher Art. Im weiteren Sinn können auch nicht klingende Spielhilfen dazugehören, die sich über Registerzüge wählen lassen.
Im Drehorgelbau gibt es bei aufwändigeren Instrumenten ebenfalls verschiedene Register. Das Grundregister ist die Pfeifenreihe, die immer am Spiel beteiligt ist; meist handelt es sich um eine gedeckte Flöte. Zuschaltbare Register können gedeckte oder offene Flöten mit verschiedenen Klangfarben sowie Zungenstimmen sein, etwa Trompete, Klarinette, Oboe oder Schalmei. Dabei kommen aufschlagende oder durchschlagende Zungen vor. Die Register können zu Beginn oder während eines Musikstücks entweder manuell durch den Spieler oder mechanisch durch das Musikspeichermedium geschaltet werden.
Beim Cembalo bezeichnet Register eine Gruppe von Saiten, die durch Hand-, Knie- oder Fußhebel beziehungsweise andere Mechaniken hinzu- und abgeschaltet werden kann. Es gibt auch Registerzüge ohne eigene Saitengruppe: Ein Lautenzug kann die Saiten durch eine Filzlage abdämpfen, andere Mechanismen können den Klang verändern. Wie bei der Orgel sind verschiedene Fußzahlen und damit verschiedene Tonhöhenbereiche möglich.
Beim Akkordeon heißen die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten der eingebauten Stimmplattensätze Register oder Chöre.
Besondere Klangvorrichtung am Klavier
Bei historischen Flügeln findet sich gelegentlich ein Fagottzug. Wird er aktiviert, liegt über den Saiten der Basshälfte, üblicherweise bis hinauf zur Taste c1, ein an einem Stab befestigtes, mit Seide überzogenes und hohl geformtes Papier. Es berührt die schwingenden Saiten und verleiht den Tönen eine schnarrende Klangkomponente.
Register im Orchester
Im Orchester werden Gruppen verwandter Instrumente mit ähnlicher Klangfarbe als Register bezeichnet. Besonders die Holzbläser und die Blechbläser bilden solche Gruppen. Proben diese Instrumentengruppen getrennt vom übrigen Orchester, spricht man von einer Registerprobe.
In Blaskapellen werden die Blechbläser gelegentlich in zwei Register eingeteilt: in das „hohe Blech“ und das „tiefe Blech“.
Register als Tonhöhenbereiche
Bei bestimmten Instrumenten und bei der menschlichen Stimme bezeichnet ein Register einen Tonhöhenbereich mit charakteristischer Klangfarbe oder besonderen baulichen beziehungsweise spieltechnischen Eigenschaften. Die Grenzen sind nicht bei allen Instrumenten gleich deutlich ausgeprägt.
Klavier, Blasinstrumente und Gesang
Beim Klavier hängt die Einteilung in Register unter anderem von der Besaitung ab: Im Bass-Register gibt es eine Saite pro Ton (einchörige Bespannung), in der Mittellage zwei Saiten pro Ton (doppelchörige Bespannung) und im Diskant drei Saiten pro Ton (dreichörige Bespannung). Feinere Registerübergänge entstehen durch unterschiedliche Saitenarten, etwa mit Kupfer umsponnene Saiten oder Metallsaiten. Ein gutes Instrument zeichnet sich durch kaum hörbare Registerwechsel aus. Insgesamt besitzt das Klavier einen besonders fließenden Übergang der Klangeigenschaften. Deshalb lassen sich beim Klavier, bei einem Cembalo-Manual und bei einer Harfe keine scharf abgegrenzten Register mit eindeutigen Umschlagpunkten bestimmen; bei Blasinstrumenten ist dies dagegen möglich.
Bei Holzblasinstrumenten bezeichnet man die normale Lage und die verschiedenen überblasenden Lagen als unterschiedliche Register.
Beim Gesang können besonders bei ungeübten Sängern in verschiedenen Tonhöhenbereichen deutlich unterschiedliche Stimmqualitäten wahrgenommen werden. Diese nennt man Gesangsregister. Beispiele sind Bruststimme und Falsett. Gesangsregister entsprechen zwar bestimmten Tonhöhenbereichen, dürfen aber nicht mit Stimmlagen wie Bass oder Sopran verwechselt werden. Das Jodeln ist durch sehr häufige Wechsel zwischen Brust- und Falsettstimme gekennzeichnet, sowohl bei männlichen Jodlern als auch bei weiblichen Jodlerinnen.
Lernvideos zu Register (Musik)
4:24
Register (Computer) Aufbau & Arbeitsweise | Informatik Lernvideo
Lernvideos und Vorträge · 25.191 Aufrufe
13:57
Language Register - All You Need to Know
Myschool · 19.269 Aufrufe
6:17
language analysis - register, tone, style, setting, theme, plot - Sprachliche Textanalyse Englisch
Die Merkhilfe · 8.797 Aufrufe
14:47
simple tricks to scoring waec/wassce English register ( numbered gaps) - close test
Poetry Online · 8.476 Aufrufe